Richtig waschen: Weichspüler in verschiedenen Duftnoten und ihre Wirkungsweise

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Richtig waschen: Weichspüler in verschiedenen Duftnoten und ihre Wirkungsweise

Die wöchentliche Wäsche ist ein integraler Bestandteil der allgemeinen Hausarbeit. Mit modernen Maschinen ist es dabei möglich, ohne großen Aufwand seine Wäsche zu waschen. Farbige Wäsche wird mit dem richtigen Waschmittel ebenso rein wie Weißes. Wem die Sauberkeit allein nicht genügt, der kann seiner Wäsche mit Weichspüler zusätzlichen Tragekomfort verleihen.

Was es alles über das Pflegeprodukt zu wissen gibt, erfahren Sie im Folgenden. Dabei wird nicht allein auf die Funktionsweise eingegangen. Sie lernen auch die spezifischen Vor- und Nachteile kennen, die Sie Ihnen bieten. Ergänzende Bemerkungen zur Auswahl des richtigen Waschmittels runden die Einführung ab.

Wissenswertes über Weichspüler

Weichspüler sind Mittel, die man ergänzend zum Waschen von Textilien nutzt. Sie haben die Aufgabe, die beim Trocknen von Kleidung auftretende Starre zu verhindern. Man gibt sie der Wäsche im letzten Spülgang der Waschmaschine hinzu. Normalerweise fühlt sich Wäsche nach dem Trocknen in Umgebungen ohne Luftbewegung hart an. Hierfür sind Wasserstoffbrücken verantwortlich, die zwischen den Fasern des Stoffs entstehen. Die im Weichspüler enthaltenen Tenside dringen in die Fasern ein und verbinden sich mit den elektrostatischen Wasserstoffverbindungen. Sie schwächen dadurch ihre Wirkungsweise und machen das Kleidungsstück weicher. Es gibt sie in unterschiedlichen Duftnoten wie Wildrose, Vanille oder Orchidee. Je nach Hersteller sind sehr intensive Düfte möglich, die auch außerhalb der Maschine wahrgenommen werden.

Bekannte Marken sind Kuschelweich, Softlan und Amway.

Vor- und Nachteile bei der Nutzung von Weichspüler

Vorteile, die die Nutzung von Weichspüler mit sich bringt, ist die geringere Steifheit der Kleidung. Sie lässt sich dadurch leichter bügeln. Außerdem ist sie angenehmer zu tragen. Darüber hinaus sind einige negative Aspekte zu beachten. Weichspüler sind aufgrund ihrer chemischen Struktur teilweise Wasser abweisend. Dies kann einen negativen Effekt auf die Reinigungswirkung haben. Achten Sie beim Kauf darauf. Durch die Wahl der Chemikalie können Sie das Ergebnis positiv beeinflussen. Ein weiteres Problem der Wasserabweisung besteht darin, dass die Textilien weniger oder langsamer Feuchte aufnehmen. Für einige Stücke ist die Verwendung von Weichspüler daher nicht anzuraten. Dies ist unter anderem bei Nachtwäsche, Bettdecken und Schlafsäcken auf Daunenbasis der Fall.

Alternativ verwendet man enthärtetes Wasser mit Kernseife. Bei synthetischen Materialien sollten Sie ebenfalls nicht auf Weichspüler zurückgreifen. Die Inhaltsstoffe verschließen die Poren. Die Kleidung verliert ihre Atmungsaktivität.

Einige Personen reagieren allergisch auf Weichspüler. Informieren Sie sich vor dem Kauf daher über die Inhaltsstoffe. Vor allem Lösemittel und Duftstoffe können für Reizungen verantwortlich sein.

Bestandteile und umweltrelevante Aspekte von Weichspülern

Der Hauptbestandteil von Weichspülern sind Tenside. Es handelt sich dabei um chemische Stoffe, die die Oberflächenspannungen von Flüssigkeiten herabsetzen. Dadurch ist es zum Beispiel möglich, Wasser mit Öl zu vermischen. Das Waschmittel selbst basiert auf den gleichen Stoffen. Die Tenside erhöhen die Löslichkeit von Schmutzpartikeln, sodass sie leichter vom Wasser gelöst werden können.

Tenside bestehen in der Regel aus Fetten von Pflanzen und Tieren. Diese haben den Vorteil, dass sie leichter abbaubar sind als das Anfang der 90er Jahre verwendete DSDMAC (Distearyldimethylammonium-Chlorid). Grundsätzlich betont das Umweltbundesamt, dass eine Gefährdung von im Wasser lebenden Organismen nur dann ausgeschlossen werden kann, wenn das Mittel nicht direkt ins Grundwasser gelangt. Darüber hinaus muss eine biologische Reinigung des Abwassers gewährleistet sein. Unbedenkliche Reinigungsmittel sind Essig, Waschnüsse und Zitronensäure.

Was müssen Sie beim Kauf von Waschmitteln und Weichspülern beachten?

Im Zusammenhang mit der Entscheidung für oder wider einen bestimmten Weichspüler steht auch die Frage nach dem richtigen Waschmittel. Die Produktpalette ist vielfältig, die Auswahl entsprechend schwer. In den folgenden Abschnitten erfahren Sie, anhand welcher Fragestellungen Sie sich bei der Suche nach guten Waschmitteln und Weichspülern orientieren können.

Brauchen Sie festes oder flüssiges Waschmittel?

Es gibt zwei verschiedene Formen von Waschmitteln. Bei der Ersten davon handelt es sich um ein Pulver, das in der Regel in Tabform verkauft wird. Flüssige Reinigungsmittel enthalten zumeist Alkohol und können mit einem Becher dosiert werden. Ein Vorteil von pulverförmigen Mitteln besteht darin, dass sie Schmutz besser aus den Fasern lösen können. Darüber hinaus verhindern sie, dass die abgelösten Schmutzpartikel sich wieder auf der Kleidung festsetzen. Bei Flüssigwaschmitteln ist diese Eigenschaft meistens nicht so gut ausgeprägt. Die so behandelten Textilien erhalten nach einiger Zeit einen Grauschleier.

Ein Nachteil von pulverförmigen Reinigungsmitteln besteht darin, dass sich die Tabs häufig nicht vollständig auflösen. Es bleiben kleine Flecken oder Schlieren auf einigen Kleidungsmitteln zurück. Dies ist besonders bei dunklen Kleidungsstücken sehr auffällig. Flüssigwaschmittel haben diesen Nachteil nicht. Sie lösen sich komplett auf. Beim Vergleich der beiden Charakteristika ist es naheliegend, hin und wieder das verwendete Mittel zu wechseln. So kann beispielsweise bei dunklen Kleidungsstücken ein flüssiges Mittel eher empfehlenswert sein. Zur Gewährleistung der Reinigungsqualität kann es sich überdies lohnen, ab und an das Reinigungsmittel zu wechseln. So haben Sie stets eine gute Vergleichsbasis.

Bekannte Marken, die Sie auf eBay finden, sind Perwoll, Sunil, Ariel, Lenor und Persil.

Wie viel Waschmittel benötigen Sie?

Die benötigte Menge des Reinigungsmittels variiert von Waschgang zu Waschgang. Sie ist abhängig davon, wie stark die Wäsche verschmutzt ist. Auch der Härtegrad des Wassers hat Einfluss darauf, wie viel Reinigungsmittel Sie benötigen. Je mehr Kalk im Wasser enthalten ist, desto mehr brauchen Sie. Den genauen Wert erfragen Sie bei Ihrem lokalen Wasserversorger. Zur genauen Dosierung empfiehlt sich ein Messbecher, den Sie für wenig Geld erwerben können. Auf der Verpackung sind empfohlene Werte für die benötigten Mengen Wasserenthärter enthalten.

Einen zusätzlichen Schutz der Kleidungsstücke gewährleisten Farbfangtücher. Sie werden zusammen mit der Kleidung in die Wäschetrommel gegeben. Sie fangen die Farbpartikel auf, die beim Waschen aus der Kleidung herausgewaschen werden. Die winzigen Teilchen können sich so nicht an anderen Textilien festsetzen und zu Verfärbungen führen. Die Tücher gibt es nicht nur für bunte, sondern auch für weiße Wäsche. Sie verhindern dabei die Bildung eines Grauschleiers.

Wann ist die Verwendung eines Vollwaschmittels sinnvoll?

Bei einem Vollwaschmittel handelt es sich um eine Kombination aus drei verschiedenen Komponenten. Es enthält ein Basiswaschmittel als Grundlage, einen Wasserenthärter und ein Bleichmittel. Es hält weiße Wäsche sauber und verhindert die Bildung eines Grauschleiers. Für andere Wäsche als Weißwäsche ist Vollwaschmittel nur bedingt geeignet. Das Bleichmittel führt bei Buntwäsche auf Dauer dazu, dass die Farben mit der Zeit verblassen. Man nutzt aus diesem Grund ein Colorwaschmittel.

Anders als das Vollwaschmittel enthält es weder Bleichmittel noch Aufheller. Seine Besonderheit besteht in chemischen Zusatzstoffen, die die Übertragung von Farben auf andere Kleidungsstücke verhindern. Man kann verschiedenfarbige Kleidungsstücke in einem Waschgang reinigen, ohne dass sie aufeinander abfärben.

Unter bestimmten Umständen kann es dennoch notwendig sein, Buntwäsche mit Vollwaschmitteln zu reinigen. Dies ist dann der Fall, wenn der Verschmutzungsgrad sehr hoch ist. Die Kombination aus Bleichmittel und Basiswaschmittel hilft sehr viel stärker gegen Flecken als ein sanftes Colorwaschmittel. Mitunter ist die Vorbehandlung mit einem Fleckenentferner notwendig. Tragen Sie ihn vor dem eigentlichen Waschvorgang auf. Es gibt sie als Gel oder Spray. Man kann damit punktgenau einzelne Stellen behandeln.

Bei der Nutzung von Vollwaschmitteln mit bunter Wäsche sollten Sie prinzipiell die flüssige Variante nutzen. Sie hat den Vorteil, dass sie keine weißen Rückstände zurücklässt.

Was gibt es bei der Verwendung von Weichspüler zu beachten?

Ob Sie Weichspüler benötigen oder nicht, hängt nicht zuletzt mit der Trocknungsweise Ihrer Wäsche zusammen. Eine Zugabe des Mittels ist nur dann sinnvoll, wenn Sie die Wäsche auf der Leine oder dem Wäscheständer trocken. Verwenden Sie einen Trockner, ist die Zugabe von Weichspüler nicht notwendig. Dies hängt damit zusammen, dass Waschmaschinen neuerer Bauart 2-3 Spülgänge haben. In jeder dieser Phasen wird das gesamte Waschmittel aus dem Textil gewaschen. Kalkrückstände sammeln sich an. Das Gewebe wird beim Auslüften hart.

Bei der Nutzung eines Trockners verhält sich die Sache anders. Da durch die Bewegung im Innern des Trockners Reibung entsteht, lösen sich die Kalkrückstände selbstständig ab. Die Luft bläst sie herunter. Das Ergebnis dieses Vorgangs ist, dass die Wäsche direkt weich aus dem Trockner kommt.

Viele Weichspüler enthalten zusätzliche Duftstoffe. Damit können Sie Ihrer Wäsche eine individuelle Note verleihen. Bei der Auswahl stehen Ihnen viele Möglichkeiten offen. Es gibt Sie in vielen Geruchsrichtungen. Achten Sie hierbei lediglich darauf, dass der Spüler nicht auf Parfüm basiert, auf das Sie allergisch reagieren könnten. Für Menschen mit Neurodermitis kann Weichspüler durchaus positiv sein. Dies hängt damit zusammen, dass die Kleidung nicht mehr so stark an der empfindlichen Haut reibt.

Die Verwendung von Weichspüler kann auch bei Überdosierungen von Waschmitteln und zu hoher Schaumentwicklung vorteilhaft sein. Geben Sie einfach ein wenig davon in das Fach für das Waschmittel. Der Weichspüler wird den überschüssigen Schaum in kurzer Zeit auflösen.

Spezielle Waschmittel für Wolle und feine Stoffe

Wie bei Buntwäsche gibt es auch für Wolle und feine Stoffe Waschmittel mit besonderen Eigenschaften. Sie enthalten keine Bleichmittel und Aufheller. Sie sind also schonender als Vollwaschmittel. Bei Wolle und anderen dünnen Textilien ist diese Art des Waschmittels dringend zu empfehlen. Anderenfalls würden sie nach kurzer Zeit erhebliche Verschleißerscheinungen aufzeigen. Kleidungsstücke, für die Sie Feinwaschmittel benötigen, sind unter anderem Pullover aus Wolle, Schals, Seidenmäntel, Stoffjacken und Kleidung aus Baumwolle mit Naturfarbe. Färbungen dieses Typs könnten bereits nach einmaliger Verwendung von Vollwaschmitteln ausbleichen.

Umweltfreundliche Waschmittel

Eine Alternative zu den herkömmlichen Waschmitteln stellen Waschmittel dar, die bereits bei 20°C sauber waschen. Die entsprechende Einstellung ist bei den meisten modernen Waschmaschinen vorhanden. Beachten Sie jedoch, dass natürliche Mittel nicht in jedem Fall die gleiche Leistung bringen. Hartnäckige Flecken wie Motoröl sind damit nicht zu entfernen. Für alltägliche Verschmutzungen genügen Niedrigtemperatur-Mittel allerdings. Eine besonders schonende Art zu waschen ist mit Waschnüssen möglich. Man legt die Früchte des Waschnussbaums in einem Beutel zur Wäsche in die Maschine. Sie erzeugen unter Wasserzugabe und Berührung Schaum.

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