Richtig verkaufen bei Ebay

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Oftmals fragt man sich, was man falsch gemacht hat, wenn andere die gleiche Ware zu einem höheren Preis verkaufen als man selbst - und ärgert sich.

Dabei muss man nicht HTML beherrschen, um seine Auktionen schön und übersichtlich zu gestalten, denn die meisten Käufer kaufen ja nicht dort, wo das Hintergrundbildchen am schönsten ist, sondern dort, wo die Bewertungen, der Preis und die Lieferzeiten stimmen.

Die wichtigsten Punkte, um seine Waren erfolgreich an den Mann (oder auch die Frau ;-)  zu bringen zähle ich hier mal auf:

  1. Die "richtige" Kategorie
    Seine Ware in der richtigen Kategorie anzubieten ist das A und O, manchmal aber auch das Oho, denn auch wenn man bestimmte Dinge bewusst in einer für den Betrachter offensichtlich falschen Kategorie einstellt, werden sie gekauft. Beispielsweise kann man ein Diadem in der Kategorie Brautaccessoires einstellen (da, wo es eigentlich hingehört). Stellt man es in der Kategorie Brautkleider ein, fällt aber vielleicht der ein oder anderen Braut auf, dass ein Diadem ja doch gar nicht so schlecht zu ihrem Kleid passen würde, obwohl sie vielleicht vorher gar keines wollte.

    Damit möchte ich selbstverständlich nicht zum kollektiven Falscheinstellen aufrufen, bei manchen Dingen macht es jedoch "Sinn". Ansonsten ist es natürlich immer wichtig, seine Artikel richtig einzuordnen und nicht die Digitalkamera mit 2 Megapixel bei den Kameras mit über 6 Megapixel einzustellen, da solche Verwechslungen Käufer verunsichern und verärgern können.

  2. (Gute) Fotos
    Auktionen ohne Fotos sieht man heute bei Ebay eigentlich gar nicht mehr. Zu den Anfangszeiten war dies anders, aber schnell merkte man, dass Fotos die Käufer mehr ansprechen, weil man sieht, was man bekommt. Meist entspricht dies auch den Tatsachen.

    Wichtig sind in jedem Fall Fotos des Artikels. So weit sind wir nun schonmal. Man muss kein Profifotograf sein, um einigermaßen schöne Bilder hinzubekommen, dennoch sollte man vielleicht beachten, dass man nicht zig störende Dekoelemente im Bild hat. Bei größeren Sachen ist das nicht immer möglich, aber wenn man kleinere Dinge verkaufen möchte und die achtig Jahre alte Oma läuft mit durchs Bild kommt das meist nicht so gut an (schließlich will man die ja auch nicht verkaufen). Ein schöner Teppich oder ein Stück Stoff und ein paar Stoffblumen kann da schon kleine Wunder bewirken.

    Natürlich sollte es auch nicht zu dunkel sein (man will ja hinterher erkennen, was man kauft) und auch bei eingeschaltetem Licht ist die Farbwiedergabe nicht immer farbecht. Am besten sind Fotos bei natürlichem Licht oder einfach direkt draußen.

    Weil man beim Fotografieren manchmal unsicher ist, sind Digitalkameras bei Auktionsfotografie äußerst praktisch, weil man nicht gelungene Bilder eben einfach löschen kann. Damit man sich nicht noch mit der Nachbearbeitung ewig aufhalten muss (wir wollen ja verkaufen, nicht den Kunstpreis gewinnen) haben viele der neueren Kameras extra ein Auktionsprogramm, welches gleich schon die optimale Bildgröße und Farbwiedergabe einstellen kann.

  3. Überschrift
    Damit sich überhaupt jemand für einen Artikel interessiert sollte man eine kurze, aber prägnante und einfache, aber interessante Überschrift wählen. Hört sich kompliziert an, ist es aber eigentlich gar nicht.

    Wie möchte man den potentiellen Käufer darauf aufmerksam machen, dass das eigene Angebot so interessant ist, dass dieser daraufklickt und sich die Artikelbeschreibung und die Fotos anschaut? Ausprobieren und die Überschrift auch mal laut vorlesen (vielleicht nicht gerade im Büro, wenn der Chef nebenan ist), um feststellen zu können, ob folgendes klar ist:

    - Was möchte ich verkaufen
    - Welche Stückzahl möchte ich verkaufen
    - Welche Größe hat mein Artikel
    - Welche Farbe hat mein Artikel
    - Welchen Zustand hat mein Artikel

    Zur Not jemanden fragen, ob er auf den Artikel neugierig werden würde, wenn man sich noch unsicher ist.

    Wer eine extra verrückte Überschrift wählt, wird vielleicht bei diversen Internetseiten verlinkt oder oft auf der Artikelseite besucht, eine Garantie für einen erfolgreichen Verkauf ist dies jedoch trotzdem nicht.

  4. Artikelbeschreibung
    Wer einen Artikel nur mit fünf lustlos dahingeklatschen Wörtern beschreibt, der wird entweder keine Gebote erhalten (es sei denn, der Artikel ist heißbegehrt) oder tausend Fragen gestellt bekommen, die es zu beantworten gilt.

    Um Unklarheiten also von vornherein zu vermeiden, sollte man seinen Artikel ausführlich und genau beschreiben. Man muss keinen Aufsatz mit 1000 Anschlägen in der Minute dahintippen, aber den Artikel eben so beschreiben, dass beim Käufer keine oder kaum Unklarheiten da sein dürften.

    Vergisst man bei Schuhen die Größe dazuzuschreiben ist das äußerst schlecht, denn nicht jeder hat Lust, extra nachzufragen und kauft dann eben einfach bei jemand anderem.

  5. Extras
    Ebay bietet viele viele schöne Spielereien und Extras an, um Artikel besonders hervorzuheben und zu bewerben.

    Natürlich macht es nicht immer Sinn, das Galeriebild oder einen Rahmen zu wählen. Möchte man allerdings aus der Masse herausstechen (bei Artikeln, die schon oft vorhanden sind beispielsweise), sind die Extras eine gute Möglichkeit, um alle Blicke auf sich zu ziehen.

  6. Festlegen des Preises
    Welchen Startpreis sollte man festlegen oder vielleicht doch lieber einen Festpreis? Mindestpreis eingeben oder nicht? Fragen über Fragen, auf die man zumindest halbwegs einfach auch eine gute Antwort finden kann.

    Je nachdem, ob man wirklich bereit wäre, auch einen hochwertigen Artikel zu einem Preis von 1 € abzugeben, sollte man das Risiko abwägen und den Startpreis notfalls höher ansetzen oder direkt zum Festpreis anbieten.

    Fakt ist jedoch, dass viele Leute gerne auf Auktionen ab 1 € bieten, weil man immer das Gefühl hat, ein Schnäppchen zu machen, auch wenn man den Artikel schlussendlich vielleicht im Laden um die Ecke doch billiger bekommen hätte.

    In einigen wenigen Kategorien ist es seit geraumer Zeit möglich, Auktionen zu starten, diese jedoch mit einem Mindestpreis auszustatten. Ist man zum Beispiel nicht bereit, seinen Ferrari Testarossa für 2,50 € herzugeben, gibt man einen Mindestpreis ein. Wird dieser bis Aukionsende nicht erreicht, gilt das Fahrzeug auch nicht als verkauft.

    Bleibt zu hoffen, dass es diese Funktion niemals in allen Kategorien geben wird...

  7. Lieferzeit
    Für viele Leute ist die Lieferzeit extrem wichtig. Kauft man einen Artikel, so will man ihn möglichst schnell besitzen und in den Händen halten. Menschen sind halt ungeduldig, wie die Tiere...ist einfach so.

    Müsste man also 4 Wochen auf seine Ware warten, wäre man wohl weniger erfreut und so ist es immer wieder schön, wenn man die Lieferzeit genauer bestimmen kann und auf diese auch hinweist. Es gibt ja auch Verkäufer, die am Ende der Welt wohnen und vielleicht gar nicht jeden Tag zur Post kommen. Wenn man vorher Bescheid weiß, ist das aber alles kein Problem.

  8. Versand und Versandkosten
    Bietet man größere Artikel an, kann man sich ruhig auch mal kundig machen, wieviel der Versand per Spedition kosten würde. Natürlich ist nicht jeder bereit, hohe Kosten für den Versand zu tragen, wenn aber doch, dann weiß der potentielle Käufer vorher Bescheid und man erhält oft mehr Gebote, als wenn etwas nur für Selbstabholer anbietet.

    Definiert man die Versandkosten genau, hagelt es auch nicht zig Fragen, wieviel der Versand kostet. Zudem sollte man fairerweise nur die tatsächlichen (Verpackungs-) und Versandkosten verlangen. Wenn man mal 0,10 € mehr zahlt als der tatsächliche Versand kostet, haut einen das nicht um, aber wenn man an Privatpersonen (die ja gar nicht immer soooo privat verkaufen, aber das ist ein anderes Thema) 5,00 € Versandpauschale + Versandkosten zahlen muss, ist das nichts als pure Unverschämtheit. Benzinkosten zählen halt nicht unbedingt zu den Versandkosten, es sei denn, ich bringe jemandem etwas persönlich vorbei...und dann auch nur, wenn vorher Kilometergeld vereinbart war.

    Genauso wenig kann ich beispielsweise eine Abholpauschale verstehen, wie einige Anbieter sie haben, aber auch das ist nicht zwingend für den Otto-Normal-Privatverkäufer wichtig.

  9. Zahlungsmöglichkeiten
    Je mehr Zahlungsmöglichkeiten der Käufer hat, desto flexibler ist er beim bezahlen und der Verkäufer erhält sein Geld möglicherweise schneller. Paypal macht da einen ganz guten Anfang, da man die Ware schneller versenden kann und diese somit schneller beim Käufer ist.

So, und nun viel Glück beim einstellen und verkaufen!

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