Richtig Löten

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Richtig Löten

  • Vor Beginn der Arbeit sollte man sich alle Werkzeuge und den Bausatz bereitlegen
    • Dazu gehört ein handelsüblicher 15-30 Watt Lötkolben, Elektroniklot 1 mm mit Kolophoniumseele und Zinnbleiverhältnis von 60:40% oder 63:37%, sowie Spitzzange und Seitenschneider.
  • Überprüfen Sie zuerst, ob alle Bauteile, die zum Bausatz gehören, vorhanden sind.
  • Schalten Sie als nächstes die Lötstation ein.
  • Die Lötspitze sollte stets frei von Zunder sowie überschüssigem Lötzinn sein, um eine gute Lötverbindung herzustellen.
    • Dazu reicht ein nasser Schwamm oder ein nasser Lappen. Reinigen Sie die Lötspitze mit einer Drehbewegung.
  • Vor dem Bestücken der Leiterplatte müssen die Teile auf den Lochabstand der Leiterplatte gebogen werden.
    • Biegen Sie die Drahtenden nur mit der Spitzzange um Beschädigungen des Bauteils zu vermeiden.
    • Sollte das Bauteil länger sein als der Lochabstand, muss es senkrecht eingesetzt werden.
  • Kürzen Sie die Drahtenden nicht vor dem Löten.
  • Jetzt wird das Bauteil an der richtigen Position eingesteckt.
    • Vergleichen Sie es mit dem Bestückungsplan.
    • Bei Dioden, Transistoren, Elektrolydkondensatoren die Polung beachten.
  • Das Bauteil nach dem Einstecken durch leichtes nach außen Biegen "der Anschlussdrähte", vor dem Herausfallen sichern.
  • Jetzt wird mit der Kolbenspitze der Lötbereich maximal 5 Sekunden erwärmt.
    • Dabei ist zu beachten, dass der Anschlussdraht des Bauteils sowie das Lötauge, gleichzeitig erwärmt werden, damit sich das Lot mit beiden richtig verbinden kann.
  • Ohne die Lötkolbenspitze von der Lötstelle zu nehmen, wird das Lötzinn an der Lötstelle, nicht am Lötkolben, geschmolzen, bis Lötauge und Anschlussdraht vollständig vom Lot umflossen sind.
  • Nach dem Lötvorgang Lötdraht und Lötkolben von der Lötstelle entfernen.
    • Die Lötstelle gut abkühlen lassen.
  • Nachdem die Lötstelle abgekühlt ist, werden die langen Anschlussdrähte mit einem Seitenschneider über dem Löthügel abgekniffen.
  • So löten Sie nach und nach alle Bauteile ein.
    • Als letztes wird der IC-Sockel eingesteckt.

Häufige Fehler

  • Kalte Lötstelle
    • Das Lötzinn befindet sich nur am Bauteilanschlussdraht und hat keine Verbindungzu Lötauge.
  • Ursache
    • Es wurde nur der Bauteilanschlussdraht erwärmt und nicht das Lötauge.
  • Schlechte Lötstelle
    • Keine gute Verbindung von Lötauge und Anschlussdraht.
  • Ursache
    • Das Lötzinn wurde zu langeerwärmt, dadurch ist das Flussmittel im Lot verdampft und die Lötstelle geht keine Verbindung mit dem Zinn mehr ein.
  • Zinnbrücke
    • "Kurzschluss",  bei Bauteilen mit sehr engem Lötaugenabstand verbindet das Lötzinn zwei Lötaugen miteinander.
  • Lösung
    • Lötkolbenspitze so halten, dass nur eine Lötstelle erwärmt wird. Nur soviel Zinn zugeben, dass das Lötauge und der Anschlussdraht optimal umhüllt ist.

 

 

Viel Spaß und viel Erfolg!

 
megacool24

 

 

 

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