Richtig Feilen!

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Feilen — ein wichtiges Werkzeug In jedem Haushalt gibt es sie — die Nagelfeile. Entgegen der ursprünglichen Ansicht der Endverbraucher „es ist egal, was für eine Feile ich benutze" ist sie wohl eines der wichtigsten Werkzeuge der Naildesignerin. Es ist egal, für welche Farbe und Form Sie sich bei der Feilenauswahl entscheiden. Sehr beliebt ist die „Bumerang" bzw. „Bananenfeile". Die Form der Feile ist gebogen und passt hervorragend zur Form des Nagelbettes. Welche Feile Sie benutzen, ist Ihre persönliche Entscheidung. Im Bereich Naildesign werden fast ausschließlich Sandblattfeilen eingesetzt. Die Feilen sind in vielen Varianten, verschiedenen Größen, Formen und Farben, Körnungen und Qualitäten erhältlich. Da viele Feilen auf den ersten Blick gleich aussehen, ist es manchmal nicht einfach die richtige Feile zu finden. Feilen haben meist eine Sandpapieroberfläche. Der Fachausdruck für die Stärke der Körnung der Feile ist „Grit". Je niedriger die Grit-Zahl, desto gröber die Feile. Grobe Feilen haben eine Körnung von 80/1 00 Grit und werden somit als grobkörnig eingestuft. Eine mittelstarke Feile hat eine Körnung zwischen 100/180 bis 280 Grit. Feine Feilen verfügen über eine Körnung von 320 bis 600 Grit. Die hohen Körnungsnummern von 1.000 bis 2.500 Grit sind den ultrafeinen Feilen, wie z. B. dem Buffer und dem Polierblock vorbehalten. Es ist wichtig, für jedes System die richtige Feile zu benutzen. Das Pulver-Flüssigkeits-System (Acryl) ist ein hartes Material und Unebenheiten können mit einer groben, jedoch qualitativ hochwertigen Feilen ausgeglichen werden. Beim Lichthärtungs-System (Gel) sollten Sie auf zu grobe Feilen verzichten und mit einer mittleren Feile Unebenheiten ausgleichen. Fast alle Feilen haben im Mittelteil einen Plastik- oder Schaumstoffkern von unterschiedlicher Stärke und Dichte. Dieser Kern dient der Elastizität der Feile. Im professionellen Bereich bei einer Modellage sollten keine Metallfeilen eingesetzt werden, durch die Reibung entsteht eine zu große Hitzeeinwirkung. Auf diese vier Feilen kann keine Nageldesignerin verzichten: Eine grobe Feile zum Kürzen von künstlichen Nägeln und für Unebenheiten. Eine mittlere Feile für weiches Oberflächenmaterial. Eine feine Feile für eine glatte Oberfläche. Eine ultrafeine Feile für Polierarbeiten. Für die Schlussarbeit wird auch sehr gerne ein feiner Polierblock verwendet dieser sorgt für Hochglanz.. Praxistipp: Neue Feilen sind an den Kanten häufig sehr scharf, so dass die Gefahr besteht, mit der scharfen Kante die Kundin zu verletzen. Feilen Sie bei einer neuen Feile die Seiten etwas an. . Wenn Sie die für Sie „richtigen" Feilen gefunden haben, sollten Sie Ihre Feiltechnik solange üben, bis Sie diese zur Perfektion gebracht haben. Die Feilarbeit soll locker und leicht sein, es soll kein Druck auf den Nagel entstehen. Besonders angehende Naildesignerinnen haben das Problem immer auf „einer Stelle" mit viel Kraft zu feilen. Hier kann für die Kundin ein sehr unangenehmer Hitzestau entstehen. Achten Sie besonders darauf, dass Ihre Feilhaltung stimmt und nicht das Nagelbett der Kundin in Mitleidenschaft gezogen oder gar verletzt wird. Zu den Qualitätsmerkmalen der Feilen zählen: Ein elastischer Kunststoffkern, welcher unter normalen Anforderungen nicht bricht, waschbarer und wasser- undurchlässiger Klebstoff für die Auflage und die bereits schon erwähnte Spezialbeschichtung. Naturnägel Für Naturnägel gilt Grundsätzlich: Den Nagel niemals mit groben Feilen, Nagelknipsern oder Scheren bearbeiten. Die richtige Feiltechnik beugt kleinen Rissen und Nagelspliss vor. Feilen Sie die Nägel immer von den Seiten zur Mitte hin in einem Winkel von 45 Grad. Die Seiten nicht ausfeilen, da sonst der Naturnagel schneller einreißt.
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