Reparatur-Fehlersuche-Funktion einer Leuchtstofflampe

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Fehlerbehandlung einer Leuchtstofflampe (Laienhaft auch: Neonröhre, Leuchstoffröhre oder nur Röhre)

Zuerst einmal möchte ich eine laienhafte Funktionweise geben, so das die Fehler plausibel erklärt werden, die auftreten können. Der Normalbürger weis nicht was eigentlich defekt ist. Mit Absicht lasse ich hier
noch andere technische Informationen weg, damit nicht zuviel an Informationen hier steht.

Also eine Leuchtstoffleuchte besteht im Normalfall aus folgenden Teilen:

Gehäuse, 2 Fassungen, Vorschaltgerät (auch Drossel genannt), Starter mit Starterfassung (G10),
Leuchtstofflampe, und dem Verdrahtungsmaterial. Der Enstörkondensator hat mit der Funktion
der Leuchstoffleuchte nichts zu tun, denn er dient nur zur Entstörung, damit keine Wanderwellen
den Radioempfang stören. In Fabriken sind sie nicht vorgeschrieben, jedoch in Haushaltsanwendungen.
Es war einmal ein sehr kluger Mann der auf diese Idee kam, das auch bei 230V Netzspannung eine
Leuchstoffröhre brennen kann, obwohl sie eigentlich zum Zünden pro 75cm Länge ca. 1000Volt
Spannung benötigt.

1. Das Vorschaltgerät (Drossel) hat zwei Anschlüsse (Eingang - Ausgang). Anschluß beliebig.
    Ein Vorschaltgerät besteht immer aus einem Eisenkern(Blechstreifen übereinandergelegt).
    Dieser Eisenkern wurde mit Kupferdraht umwickelt. Also es ist eigentlich eine Kupferspule,
    die einen Eisenkern besitzt.

2. Die Leuchtstofflampe hat vier Anschlüsse. An jeder Seite zwei Stifte.
    An den Seiten der Leuchstofflampen befinden sich die vier Stifte. auf jeder Seite sind zwei Stifte, die in die
    Leuchtstofflampe hineingeführt sind, und dort über eine Heizwendel miteinander verbunden sind.
    Das Innere der Leuchstoffröhre, ist mit Gas gefüllt. An der Glasinnenwand ist der Leuchtstoff
    aufgetragen, der wandelt das violette Gaslicht(Schwarzlicht) in das helle gewünschte Licht um
    Die Lichtfarbe wird bestimmt durch die enthaltenen Zusätze. Achtung!!!: Auch Quecksilber ist enthalten,
    deshalb nie mit den Glascherben in Berührung kommen. Bei Verletzungen ist ein Arztbesuch fällig)
       
3. Der Starter hat zwei Anschlüsse. Anschluß beliebig. Der kleine Stater ist auch mit Gas gefüllt und mit einem
    Bimetallkontakt. Wird das Gas erwärmt, schließt sich der Kontakt im inneren. Nach dem Erkalten öffnet er
    sofort wieder, das ist das Kleine Teil eine Leuchstofflampe das beim Starten immer blinkt.

Funktion: Alles was nun beschrieben wird, passiert in Zehntelsekunden.

Die Leuchtstofflampe hat nach dem Einschalten immer Stromdurchgang
(aber nur minimal über die Gasfüllung des Starters).
Der ankommende Strom (Phase = L1) wird wird an das Vorschaltgerät geleitet, dann
zu dem ersten Stift der Leuchststofflampe, von da aus geht über die Heizwendel und den zweiten Stift
aus der Leuchstoffröhre raus weiter zum Sarter, durch das Startergas durch, danach zum drittenStift der
Leuchtstofflampe wieder rein in die Leuchtstoffröhre da wieder durch die Heizwendel und über den vierten
Stift raus auf den Stromrückleiter (Neutralleiter = N).
Ein ganz geringer Strom erhitzt nun im Starter das Gas, der Bimetallschalter im Starter schließt den Kontakt.
Jetzt kann ein sehr großer Strom fließen, der die Heizwendeln der Leuchtstofflampe zu Glühen bringt.
Da aber das Gas im Sarter nun abkühlt, geht der Bimetallschalter im Starter wieder auf, der große Stromfluß
wird damit unterbrochen. Durch den großen Stromfluss wurde aber auch ein sehr großes Magnetfeld in dem
Vorschaltgerät aufgebaut. Dieses Magnetfeld bricht nun zusammen, und erzeugt dabei selber ein sehr hohe
Spannung (mehrere 1000 Volt). Diese Hochspannung kann nun das Gas der Leuchtstofflampe von einer Heizwendel durch die ganze Röhre zur Heizwendel durchströmen. Die Lampe ist gezündet.
Es fließt nun ein ausreichender Strom, damit die leuchstoffröhre leuchte. Die Durchflußmenge des Stromes wird nur durch das Vorschaltgerät gebremst (deshalb auch der Name Drossel). Dadurch das nun der Strom seinen Weg durch das Gas der Leuchstromröhre nimmt, hat er quasi den Starter überbrückt der nun ausser Funktion bleibt. Wenn die Röhre bei Einschalten mehrmals aufblitzt, dann hat das beim ersten- oder zweitenmal nicht mit dem Starten geklappt. Da wir ein Wechselstromnetz haben geht die Röhre auch hundertmal in der Sekunde aus. Wir nehmen das aber nur als Flimmern wahr. Bei einer Glühbirne ist das das Gleiche, aber hier fällt das nicht auf da der Glühdraht gar nicht so schnell reagieren kann.

So und nun folgt das logische Reparieren einer solchen Leuchtstofflechte deren Funktion oben erklärt wurde.

1. Wenn eine Leuchstoffröhre keinen Muckser macht, dann ist logischerweise der Starter defekt.

2. Wenn die Leuchtstofflampe nur immer mal wieder aufblitzt, dann ist die Leuchtstoffröhre defekt,
   denn der Starter versucht ja immer das System zu zünden.

3. Falls Sie eine Leuchtstofflampe erneuern, weil Sie dachten Punkt 1. trifft zu, die aber nur einmal
   sehr hell aufblitzt, damit auch die neue Röhre nicht mehr funktioniert, dann ist es ein Fall für den Fachmann,
   weil das Vorschaltgerät defekt ist( Windungsschluß). Das Vorschaltgerät hat in diesem Fall keine
   Strombegrenzungsfunktion mehr, der Strom steigt lawienenartig an und schrottet die Röhre.
   Das ist aber äußerst selten, jedoch sollte man das wissen.

Der hier geschriebene Ratgeber betriftt nur die Standardschaltung eine Leuchststofflampe, er deckt aber mal über 90 % aller Leuchstoffleuchten ab.
Die mit elektronischen Vorschaltgeräten erkennt man daran, das sie sofort nach dem Einschalten brennen, das der Zündvorgang also anders abläuft, aber dieses ist hier nicht beschrieben.
  
mfg
   
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