Reinigungs- und Reparaturkits für Drucker und Scanner

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Reinigungs- und Reparaturkits für Drucker und Scanner bei eBay finden

Laser- und Tintenstrahldrucker mit speziellen Reinigungssets selbst warten und reinigen

Ein eigener Drucker hat mehrere Vorteile: Er erspart den mühsamen Weg zum nächsten Copyshop und hilft Ihnen Kosten zu sparen. Die Anschaffung eines Druckers ist mittlerweile vergleichsweise günstig. Einfache Tintenstrahldrucker sind bereits für weniger als 50,- Euro zu haben. Laserdrucker gibt es ab rund 50,- Euro aufwärts. Damit ein Drucker jedoch seine Arbeit in guter Qualität verrichten kann, benötigt er eine regelmäßige Wartung, zu der nicht nur der Wechsel der Tintenpatronen und des Toners zählt. Auch Druckköpfe oder Bildtrommel müssen gereinigt werden. Hierfür bietet der Fachhandel eine Reihe spezieller Reinigungs- und Reparaturkits für Drucker und Scanner an. Wofür Sie diese im Einzelnen benötigen und wie Tintenstrahl- und Laserdrucker überhaupt funktionieren, erfahren Sie hier.

Tintenstrahl- oder Laserdrucker?

Es gibt zwei verschiedene Druckerarten, die sich in ihrer Funktionsweise fundamental voneinander unterscheiden: Tintenstrahl- und Laserdrucker. Aufgrund der unterschiedlichen Funktionsweise benötigen Sie auch verschiedene Reinigungs- und Reparaturkits. Um die typischen Problemstellen, an denen Reinigungs- und Reparatursets zum Einsatz kommen, zu verstehen, erläutert der Artikel auch die Funktionsweisen der beiden Druckertypen.

Vergleichsweise einfache Technik: der Tintenstrahldrucker

Bereits mit seinem Namen verrät der Tintenstrahldrucker, wie er funktioniert: Flüssige Tinte wird über spezielle Düsen auf Papier aufgebracht, wo die Tinte eintrocknet und somit ein dauerhaftes Druckbild erzeugt. Man kann sich vorstellen, dass diese Düsen für ein feines Muster entsprechend präzise arbeiten müssen. Hierfür verfügt jede Farbe in einem Tintenstrahldrucker über bis zu 120 Düsen, die einzeln zugeschaltet werden können und Farbtropfen mit einer minimalen Größe von 1/600 Zoll auf das Papier aufbringen. Angebracht sind die Düsen quer zum Blatt, das mittels einer Walze an ihnen vorbeigeführt wird. Auf diese Weise erreicht der Druckkopf mit den Düsen horizontal jeden Punkt des Papiers, während dieses durch die Bewegung der Walze auch vertikal an jeder Stelle bedruckt werden kann. Durch eine intelligente Zuschaltung der verschiedenen Farben und der horizontalen Bewegung des Druckkopfes über das Blatt können äußerst feine Druckmuster erstellt werden.

Was sich hinter der Bezeichnung CMYK-Farbmodell verbirgt

Damit alle Farben gedruckt werden können, arbeiten Tintenstrahldrucker mit dem CMYK-Farbmodell. Hierbei steht C für Cyan, M für Magenta, Y für Yellow, und K für Key, was nichts anderes als die Schlüsselfarbe Schwarz ist. Durch additive Farbmischung können aus diesen vier Farben alle anderen Farbtöne gemischt werden. Es gibt Tintenstrahldrucker, bei denen alle vier Farben in einem Druckkopf vereint sind. Die gängigsten Modelle haben jedoch vier einzelne Druckköpfe mit vier verschiedenen Patronen. Die Farben können also unabhängig voneinander ausgetauscht werden. Ist jedoch nur eine einzige der Farben nicht einsatzbereit, so stellen viele Druckermodelle das Drucken komplett ein. Der Grund: Wenn eine der Farben fehlt, funktioniert die additive Farbmischung nicht mehr.

Ein typischer Defekt bei Tintenstrahldruckern: verstopfte Druckköpfe

Die Schwachstelle eines Tintenstrahldruckers sind die Druckköpfe. Hierbei handelt es sich um die Halterung der Druckerpatronen, an deren unterem Ende die Düsen angebracht sind. Der Druckkopf befindet sich dabei auf einem beweglichen Schlitten, sodass er jede Stelle des Papiers erreichen kann. Ein klassischer Defekt des Druckkopfes ist das Verstopfen der Düsen. Die meisten Tintenstrahldrucker verfügen hierfür über spezielle Wartungsprogramme, mit denen die Düsen gereinigt werden können. Dies kann je nach Häufigkeit der Nutzung unterschiedlich oft nötig sein. Der Nachteil einer Reinigung der Druckköpfe ist ein hoher Verbrauch von Tinte. Darüber hinaus ist eine automatische Druckkopfreinigung nicht immer erfolgreich.

Wie Sie einen verstopften Drucker mittels Reinigungsset säubern

Hier kommt nun ein spezielles Reinigungsset für Tintenstrahldrucker zum Einsatz: Mithilfe eines Druckkopfreinigers, einer alkoholischen Flüssigkeit, werden die Düsen des Druckkopfes von alten Tintenresten befreit. Hierfür wird der Druckkopf entnommen und aufrecht in eine Untertasse gestellt, die anschließend ca. 3 Millimeter tief mit dem Druckkopfreiniger gefüllt wird. Nun befinden sich die Düsen des Druckkopfes in der Reinigungsflüssigkeit. Der Druckkopfreiniger muss nun zweimal 12 Stunden einwirken. Das heißt, dass die Reinigungsflüssigkeit nach 12 Stunden gewechselt wird. Anschließend wird der Druckkopf mit einem Tuch und einem Fön getrocknet und kann nun wieder in den Drucker eingesetzt werden. Während der gesamten Reinigung sollte die Platine des Druckkopfes frei von Feuchtigkeit sein und auch mit dem Papiertuch sollte möglichst nicht über die Platine gewischt werden.

Für besonders schnelle Ausdrucke: der Laserdrucker

Auch Laserdrucker benötigen eine regelmäßige Wartung. Die möglichen Mängel unterscheiden sich jedoch von denen eines Tintenstrahldruckers, was an der eingesetzten Technik liegt. Denn während Tintenstrahldrucker mit Farbtröpfchen arbeiten, ist das Prinzip eines Laserdruckers die Elektrofotografie: In einem Laserdrucker befinden sich neben dem Toner, der mikroskopisch kleine Farbpartikel enthält, ein Laser sowie eine Bildtrommel. Diese sind das Herzstück des Druckers. Bei der Bildtrommel handelt es sich um eine speziell beschichtete Rolle, über der ein Koronadraht angebracht ist. Dieser wird mit elektrischer Spannung geladen und lädt somit die Oberfläche der Bildtrommel auf. Nun befinden sich auf ihrer Oberfläche negativ geladene Elektronen, positiv geladene Teilchen werden also angezogen. An dieser Stelle kommt der Laser zum Einsatz: Er kann mit gezielten Laserstrahlen einzelne Stellen der Bildtrommel wieder entladen, sodass an diesen keine Partikel haften bleiben. Wenn nun der Toner auf die Bildtrommel aufgebracht wird, dann bleibt die Farbe nur an den negativ geladenen Stellen haften. Anschließend fährt die Bildtrommel über das zu bedruckende Papier, wo sich die Tonerpartikel festsetzen und anschließend mit einer heißen Walze eingebrannt werden.

Die Wartung und Reinigung der Bildtrommel in einem Laserdrucker

Die Bildtrommel ist die empfindlichste Komponente in einem Laserdrucker. Es wird unterschieden zwischen Wegwerfbildtrommeln, die bei jedem Tausch des Toners mit ausgetauscht werden, und semipermanenten Bildtrommeln, die für ca. 20.000 Ausdrucke ausgelegt sind. Bis dahin fallen in aller Regel einige Wartungsarbeiten an. Dies ist vor allem bei Verschmutzungen der Bildtrommel der Fall: Zwar wird die Farbe durch elektrisches Entladen der Trommel und automatisches Abwischen losgelöst, jedoch können sich Reste nach einiger Zeit trotzdem dauerhaft festsetzen. In diesem Falle empfehlen sich spezielle Reinigungssets für Laserdrucker. Diese beinhalten spezielle Tücher, mit denen die Oberfläche der Bildtrommel abgewischt wird. Dabei sollte sie niemals mit der Hand oder einem harten Gegenstand berührt werden, da andernfalls die sensible Beschichtung beschädigt wird. Zu erkennen sind Verschmutzungen an der Bildtrommel durch Ausdrucke mit unerwünschten Schlieren oder einem grauen Schleier.

Wenn Sie beim Öffnen des Druckers feststellen, dass die Bildtrommel nicht verschmutzt ist, dann ist sie eventuell beschädigt. Dies erkennt man in der Regel an Rissen und Furchen in der Beschichtung. In diesem Falle hilft nur der Kauf einer neuen Bildtrommel. Ein anderer Lösungsansatz ist der Koronadraht: Wenn dieser nicht in einem bestimmten Abstand zur Oberfläche der Bildtrommel verläuft, dann kann er sie nicht richtig laden. Für die Justierung des Abstands gibt es bei den meisten Druckermodellen zwei Schrauben, je eine an jeder Seite. Mit dieser können Sie den Abstand des Koronadrahts zur Bildtrommel verändern. Wichtig ist hierbei, dass der Draht genau parallel verläuft. Ein spezielles Reparaturset benötigen Sie hierfür nicht; es reicht ein einfacher Schraubendreher.

Laserdrucker von Staub befreien

Auch in den restlichen Bereichen eines Laserdruckers sammeln sich im Laufe der Zeit Tonerpartikel und Papierrückstände. Für saubere Ausdrucke müssen diese regelmäßig entfernt werden. Der Fachhandel und eBay bieten hierfür spezielle Reinigungssets, die meist Reinigungsstäbchen für kleine Ritzen, ein spezielles Tuch sowie ein Reinigungspapier beinhalten, das durch den Drucker geführt wird. Auf diese Weise befreit sich der Laserdrucker selbst von Staub und Tonerresten und kann anschließend wieder saubere Ausdrucke liefern.

Fazit

Je nach Betrieb müssen sowohl Tintenstrahl- als auch Laserdrucker von EpsonKyocera oder anderen Marken regelmäßig gereinigt und gewartet werden. Wer die Funktionsweise der Geräte ein wenig kennt und sich mit den entsprechenden Reinigungssets ausstattet, der kann dies schnell und einfach zu Hause erledigen. Mit dieser Anleitung sollten Sie nun in der Lage sein, Ihren Drucker dauerhaft in Betrieb zu halten und somit erhebliche Kosten zu sparen.

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