Reinigung von Z-Lok´s

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Sicher ist es schon vielen Zettlern passiert...   eine Lok mit schlechten oder gar keinen Fahreigenschaften.
Schuld ist meist ein Verharzen und/oder verschmutzte Radsätze / Kontakte der Lok. Hier nun eine kleine, von mir mit Erfolg angewandte Methode der Entharzung und Reinigung.
Verschmutzte Radsätze:
Die zu reinigende Lok umgedreht in eine Lokliege legen, Strom auf die Achsen geben und mit einem Glasfaserstift (gibts nahezu überall zu kaufen) direkt an die Radsätze rangehen. Nach wenigen Sekunden sollte das Rad wie am ersten Tag aussehen. Allerdings sollte man zusätzlich den Radkranz reinigen, gerade bei Kurvenfahrten sehr wichtig.
Verharzung
: Ein Thema, das gerade bei Spur Z immer aktuell ist. Denn viele Loks stehen teilweise jahrelang in Vitrinen und versagen dann ihren Dienst. Hier sollte man nicht lange versuchen mittels Stromzugabe die Lok zum Laufen zu bringen (Achtung: Motoranker brennt schnell durch), sondern hier hilft nur eine Rundumreinigung. Nach sehr vielen Versuchen bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass nur eine Ultraschallreinigung wirklich hilft. Zwar kann man jede Lok auch in ihre Einzelteile zerlegen und separat reinigen, aber haben Sie schon mal versucht, das Getriebe eines Krokodils nach dem Auseinandernehmen wieder flüssig zum Laufen zu bringen?
Die Ultraschallreinigung ist schnell, exakt, sauber und schont das Material. Ich habe ein preisgünstigen Ultraschallreiniger gekauft mit 42 Khz, 20 Khz sollten es mindestens sein; weniger bringt nichts. Mein Ultraschallreiniger ist an sich für Schmuck und Gebiss/Zahnspange gedacht, aber das ist letztlich egal. Wichtig ist nur, das die Bassingröße ausreichend und die Frequenz nicht zu niedrig ist. Mein erster Ultraschallreiniger hatte (tja, hätte ich mal besser lesen sollen) gerade mal 5 KHz, und das war defintiv zu wenig. Das Ultraschallbassin mit SR24 Reinigungsöl (-Destillat) auffüllen und die Lok, so wie sie ist aber ohne Gehäuse (!!!) - also nur das Chassis - ins Bad legen und einmal durchlaufen lassen. Danach mit Luftdruck trockenblasen (der Motor muss gut ausgeblasen werden, da SR24 Strom nicht leitet - soweit ich weiß) und neu ölen. Danach ein paar Runden laufen lassen zwecks Verdunstung des Reinigungsöls und anschleifen der Radkontakte.
Loks mit Drehgestellen: Drehgestelle nach dem Reinigen abnehmen und die Kontaktplatte und die Kontakte mit Alkohol/Spiritus,Terpentin oder Aceton (kurzum: mit einem Fettkiller) - am besten mit einem Wattestäbchen - reinigen und mit dem Glasfaserstift aufpolieren - Vorsicht mit den Kontaktfähnchen, die sind sehr empfindlich.
Bei Dampfloks mit geschlossenem Getriebe zweimal durchlaufen lassen oder die Getriebeabdeckung sehr vorsichtig öffen und die Lok, auf dem Kopf liegend versteht sich, ins Bad legen - so dass eben die Räder bzw. das Getriebe nicht rausfällt.

Bisher hatte ich nur hervorragende Ergebnisse und nie einen Reinigungsschaden - ganz anders als bei der herkömmlichen Methode "Auseinandernehmen - manuell reinigen - Zusammenbauen".
Selbst alte Lok´s laufen nach einer solchen kurzen Behandlung perfekt.
Meiner Meinung nach ist es nicht notwendig die Leiterplatte, Kondensator oder die Kohlen vorher herauszunehmen - man sollte es dennoch machen, um die Trocknung mit Druckluft zu vereinfachen. Ab und an laufen die Kontakte (Kupferleiter) etwas an, diese einfach mit dem Glasfaserstift reinigen.   
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