Reinigung und Wartung von Märklin-Lokomotiven

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Will die Lokomotive nicht mehr richtig fahren, so kann eine Reinigung Wunder bewirken.

  1. Das Getriebe einer Lokomotive kann verharzen, wenn das Öl sehr alt ist, oder die Lokomotive lange nicht gefahren wurde. Hier muss das ganze Getriebe auseinandergenommen werden. Die Einzelteile werden dann mit Reinigungsflüssigkeit gesäubert. Als Reinigungsflüssigkeit kann normales Dampföl verwenden werden. WICHTIG: Kein Waschbenzin benutzen, denn dieses greift Kunststoffteile an! Nach dem Zusammenbauen des Getriebes müssen einige Stellen, wie zum Beispiel die Zahnradflanken wieder geölt werden. Um dem Verharzen vorzubeugen, sollte man die Lokomotiven ab und zu ein paar Minuten vorwärts und rückwärts fahren lassen. 
  2. Quietscht die Lok sehr, so sind mit großer Wahrscheinlichkeit die Lagerstellen am Kollektor trocken. Hier hilft ein kleiner Tropfen Öl. (siehe hierzu auch die jeweilige Bedienungsanleitung des Herstellers).
  3. Das Gummi der Haftreifen kann spröde oder verölt sein. Hier empfiehlt sich der komplette Tausch des Haftreifens. Sind die Haftreifen nicht mehr intakt, so kann die Lok nicht mehr richtig fahren, unter Umständen drehen die Räder auf der Stelle durch.
  4. Die Scheiben- und Trommelkollektormotoren sind nicht wartungsfrei. Trommelkollektormotoren besitzen 2 Kohlen, sie sitzen seitlich am Motorschild. Beim Scheibenkollektor befinden sich jeweils eine Kohle und eine Bürste jeweils vorne am Motorschild. Fährt die Lokomotive zu langsam oder nur ruckweise, so können die Motorkohlen und/oder Motorbürsten abgenutzt sein. Hier müssen diese Teile ausgetauscht werden. Dazu hebt man am Motorschild des Motors die 2 Metallfedern mit einer Pinzette an und entfernt die Kolen aus den Kohlenschlitzen (Aufpassen, dass nicht Bruchstücke in den Motor fallen. Wenn dieses doch einmal passieren sollte, so müssen diese aus dem Motorraum entfernt werden, bevor man die Lok wieder fahren lässt! Dazu das Motorschild abschrauben). Beim Scheibenkollektor muss man aufpassen, dass die Bürste in den Aufnahmeschlitz gesteckt wird, wo die metallende Andruckfeder einen Haken besitzt.
  5. Auch die Antriebsräder sollten von Zeit zu Zeit gereinigt werden. Dazu auch hier einen weichen Baumwolllappen und Dampföl benutzen.
  6. Bei jeder Fahrt nutzt sich der Schleifer etwas ab. Nach einiger Zeit weist dieser sehr starke Gebrauchsspuren auf, im schlimmsten Fall sogar eine richtige "Rinne". Hier sollte der Schleifer ausgetauscht werden. Dazu die Schraube am Lokomotivboden lösen. Beim Einbau des neuen Schleifers muss man evtl. beachten, dass der Schleifer richtigherum montiert ist (Asymmetrie des Schleifers). Wenn er falschherum angeschraubt wurde, entsteht ein Kurzschluss am Lokomotivgestell.

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