Reifentipps

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1.) Luftdruck
Setzen Sie Ihre Reifen richtig unter Druck.
Die meisten Reifenschäden werden durch falschen Luftdruck verursacht!
Kontrollieren Sie den Luftdruck bei normalem Betrieb in regelmäßigen Intervallen von 2 Wochen.
Bitte denken Sie auch daran, das Reserverad zu überprüfen.
Der vom Fahrzeughersteller vorgeschriebene Luftdruck ist in der Bedienungsanleitung des Fahrzeuges und z.B. in der Tankklappe oder am Türholm vermerkt.
Falscher Luftdruck würde den Verschleiß erhöhen und das Fahrverhalten negativ beeinflussen.
Bitte beachten Sie bei der Messung und Einstellung des Luftdruckes der Reifen:
a. Messen Sie den Luftdruck am kalten Reifen.
b. Korrigieren Sie die Luftdrücke nicht am warmen Reifen. (Ein Luftdruckanstieg während der Fahrt ist normal.)
c. Die Luftdrücke in den Reifen müssen Achsweise gleich sein, dürfen allerdings zwischen Vorder- und Hinterachse differieren.
d. Die Ventilkappen müssen fest aufgeschraubt sein, da sie das Ventil vor Staub und Schmutz und somit vor Undichtigkeit schützen. Ersetzen Sie sofort fehlende Ventilkappen.


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2.) Reinigung der Reifen
Auch Reifen sollten gelegentlich gesäubert werden, wichtig ist diese Reinigung aber besonders vor der Einlagerung beim Wechsel von Sommer- auf Winterreifen und umgekehrt.
Verwenden Sie keine Reinigungsmittel, die Lösungsmittel oder Öle enthalten, sie schaden dem Gummi!
Die Reinigung erfolgt am besten mit klarem Wasser unter Zusatz von Seife oder Spülmittel.
Wenn Sie Hochdruckreinigungsgeräte zur Fahrzeugwäsche benutzen, sollten Sie folgendes beachten:
a. Reifen dürfen niemals mit einer Rundstrahldüse gereinigt werden!
b. Beim Reinigen mit einer Flachstrahldüse oder einem so genannten Dreckfräser ist ein Mindestabstand von 20 cm einzuhalten!


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3.) Neureifen
Warum Neureifen Gebrauchten vorzuziehen sind!
Nicht nur optisch bringen neue Reifen Vorteile! Neben der verbesserten Sicherheit durch eine volle Profiltiefe sind neue Reifen auch leiser und rollen komfortabler ab. Neureifen werden vom Hersteller genauestens geprüft und garantieren so eine optimale Sicherheit für Sie und Ihr Fahrzeug.
Dringend abgeraten wird vom Kauf gebrauchter Reifen, wie sie z. B. bei Autoverwertern zu haben sind: Zu ungewiss ist, wie die Reifen während ihres Vorlebens benutzt wurden, ob zum Beispiel das Innenleben durch heftiges Überfahren von Bordsteinkanten geschädigt wurde. Das könnte Reifenplatzer zur Folge haben.
Achtung:
Es wird dringend empfohlen, neue Reifen die ersten 200 bis 300 km bei mittlerer Geschwindigkeit einzufahren. Dadurch wird die Laufflächenoberfläche angeraut und die volle Leistungsfähigkeit der Reifen erreicht.


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4.) Reifenschutz
Zeigen Sie Respekt vor Bordsteinkanten...
denn das falsche Auffahren auf Bordsteinkanten birgt hohe Risiken für die Lebensdauer eines Reifens.
Werden sie mit zu hoher Geschwindigkeit oder in spitzem Winkel überfahren, kann es zu einem Stoßbruch kommen. Ausbeulungen in der Reifenflanke deuten auf solche Schäden hin, mögliche Folgen sind Ausfälle bei hohem Tempo oder starker Beladung; in jedem Fall ist die Lebensdauer damit drastisch verkürzt.
Tipp:
Fahren Sie Bordsteinkanten nur ganz langsam und in möglichst stumpfem Winkel hinauf. Vermeiden Sie auch beim Parken am Bordstein das Rad "einzuquetschen".


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5.) Einlagerung
Legen Sie die Reifen nicht achtlos in eine Ecke, sie leben davon nicht länger!
Markieren Sie vor dem Reifenwechsel zuerst mit Kreide die Laufrichtung und die Position an der der Reifen montiert war (z.B. VL - vorne links, HR - hinten rechts). Dann sollten Sie den Reifen einer gründlichen Reinigung unterziehen und von Splitresten befreien. Die Reifen sollten in einem trockenen, kühlen und dunklen Raum gelagert werden, der rein ist von Öl, Benzin, Fett oder anderen Chemikalien, da diese die Gummimischung angreifen und somit die Lebensdauer ihrer Reifen drastisch verringern können.
 
Reifen mit Felgen sollten keinesfalls aufrecht stehend, sondern am besten hängend oder liegend (ideal auf einer Holzpalette) aufbewahrt werden. Reifen ohne Felgen sollten dagegen senkrecht aufgestellt und alle vier Wochen etwas gedreht werden, um Druckstellen zu vermeiden. Aufhängen oder Stapeln sollte hier vermieden werden.
Wie Sie sich diesen Aufwand sparen können:
Viele Reifenfachhändler bieten zu einer vergleichsweise geringen Gebühr einen Lagerservice an, der die fachgerechte Aufbewahrung Ihrer Pneus garantiert.
Vor Wiederinbetriebnahme der eingelagerten Reifen sollten Sie sie einer Kontrolle auf eventuelle Beschädigungen, das Verschleißbild, die Restprofiltiefe und eventuelle Unwucht unterziehen, die von allen Fachhändlern durchgeführt wird. So verhindern Sie ungleichmäßige Abnutzung.


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6.) Profiltiefe
Experten von Semperit haben herausgefunden, dass sich auf nasser Fahrbahn bei einer Blockierbremsung der Bremsweg von 8 mm Profiltiefe im Gegensatz zu den gesetzlich vorgeschriebenen 1,6 mm nahezu halbiert.
TIPP:
Sommerreifen ab 2 Millimetern in den Ruhestand schicken und Winterreifen ab 4 Millimetern (zumindest für den Wintereinsatz) den Laufpass zu geben.
Neben dem verlängerten Bremsweg erhöht sich mit abnehmender Profiltiefe auch die Gefahr von Aquaplaning ganz erheblich.
Bei Nichteinhalten der gesetzlichen Mindestprofiltiefe von 1,6 mm müssen Sie mit rechtlichen Konsequenzen rechnen, unter Umständen verlieren Sie bei einem Unfall sogar Ihren Versicherungsschutz. Dieser Wert ist erreicht, wenn das Profil bis zu den Indikatoren abgefahren ist.
TIPP:
Kontrollieren Sie alle 4 Wochen die Profiltiefe Ihrer Reifen!
Sie können ihre Profiltiefe mit Hilfe eines Profiltiefen-Prüfers vornehmen, den man in jeder guten Fachwerkstatt oder beim Fachhändler erhalten kann.


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7.) Reichen 2 Winterreifen?
Es erscheint logisch und kostengünstig, die Antriebsräder mit M+S-Profil zu bestücken und die freidrehenden Räder auf dem Sommerprofil weiterlaufen zu lassen, doch birgt diese Methode handfeste Risiken. So wird beim Bremsen das Gewicht auf die Vorderräder verlagert. Fahrzeuge mit Heckantrieb würden dann hauptsächlich über die zu wenig griffigen vorderen Sommerpneus verzögert. Also doch bei Frontantrieb?
Nein, auch hier nicht, denn die unterschiedliche Traktion und Seitenführung lässt das Fahrzeug in Kurven frühzeitig instabil werden. Volle Sicherheit ist daher nur dann gewährleistet, wenn an allen vier Radpositionen Winterreifen montiert sind.
Sicherheitstipp:
Bestücken Sie Ihr Fahrzeug auf allen Rädern mit Winterreifen!
....und nicht vergessen, auch bei Winterreifen gilt es, regelmäßig Profiltiefe (mindestens 4mm), Luftdruck (gemäß Angaben des Fahrzeugherstellers) zu kontrollieren!


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8.) Wann Winterreifen?
Der erste Schnee erinnert viele Autofahrer an ihre Winterreifen. Um nervige Warterei zu vermeiden und Lieferengpässe zu umgehen, ist es empfehlenswert, sich frühzeitig auf den Reifenwechsel einzustellen. Je nach Wohnort und Einsatz kann das zwischen Anfang Oktober und Anfang November sein. Nachts sinken die Temperaturen dann teilweise schon auf recht niedrige Werte ab, den Sommerreifen wäre vielleicht schon zu kalt.
Denn: Schon ab einer Temperatur von unter +7° Celsius können Sommerreifen verhärten. Dadurch geht die Flexibilität verloren, um besonders beim Anfahren und in der Kurve genügend Grip aufzubauen.
Die Laufflächenmischung von Winterreifen bleibt auch bei niedrigen Temperaturen elastisch und griffig. Zur Optimierung Ihrer Fahrsicherheit lohnt sich deshalb der Einsatz von Winterreifen vom ersten Frost an.
TIPP:
Von Oktober bis April ist Winterreifenzeit!
Wenden Sie sich an Ihren Händler in Ihrer Nähe.


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9.) Warum Winterreifen?
Nur Winterreifen bieten bei niedrigen Temperaturen ein höchstes Maß an Sicherheit. Bereits ab einer Temperatur von unter + 7° Celsius sind sie den Sommerreifen überlegen. Erreicht wird dies durch spezielle Gummimischungen mit hoher Kälteflexibilität, die im Gegensatz zu Sommerreifen-Mischungen nicht verhärten, sondern auch bei niedrigen Temperaturen elastisch und griffig bleiben.

Unter Berücksichtigung der niedrigen Temperaturen bremsen Winterreifen auch auf Nässe besser als Sommerreifen vorausgesetzt, das Profil hat eine Tiefe von mindestens 4 mm. Liegt gar Schnee auf der Straße, wird die Überlegenheit der Winterreifen noch deutlicher. Eine Vielzahl von Feineinschnitten, die so genannten Lamellen, sorgen für hunderte von Kanten, die sich mit dem winterlichen Untergrund verkrallen und so gute Haftung sichern.

Moderne Winterreifen sind genauso leise und komfortabel wie Sommerreifen und verschleißen nicht schneller dank ausgefeilter Silica-Mischungs-Technologien.

Fortschritte bei der Profilgestaltung lassen moderne Winterreifen auch an attraktiver Optik den Sommerreifen in nichts nachstehen.

Das Unfallrisiko ist im Winter sechsmal höher als auf sommerlichen Straßen. Und das kann in Deutschland teuer werden. Denn selbst, wenn man unverschuldet im Winter in einen Unfall mit Sommerreifen verwickelt wird, kann man eine 20%ige Mitschuld bekommen. In Finnland und Schweden ist man sogar noch einen Schritt weiter gegangen: Dort sind Winterreifen für alle Autofahrer gesetzlich vorgeschrieben.

Kleiner Extra-Tipp: Manche Versicherungen räumen vergünstigte Konditionen ein, wenn man mit Winterreifen unterwegs ist.


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10.) Vernachlässigen Sie nicht Ihr Reserverad
Egal, in welchem Zustand sie sich befinden - Reifen, die älter als sechs Jahre sind, müssen gründlich überprüft werden. Reservereifen verdienen besondere Aufmerksamkeit. Oft handelt es sich um ältere Reifen. Im Falle des Einsatzes eines solchen Reifens sollte man besonders vorsichtig weiterfahren und ihn so bald wie möglich auswechseln.


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11.) Was tun bei einem undichten Autoreifen
Wenn ein Autoreifen Luft verliert, muss so schnell wie möglich angehalten werden. Vor allem natürlich aus Sicherheitsgründen. Das Weiterfahren mit einem Reifen, der zu wenig Luftdruck hat, zerstört die Karkasse. Undichte Reifen müssen immer zur Untersuchung demontiert werden, um sicherzustellen, dass keine Sekundärschäden entstanden sind.


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12.) Reifen Reparaturen
Wenn es nötig - und möglich - ist, einen Autoreifen zu reparieren, muss diese Arbeit immer von einem Spezialisten ausgeführt werden, und zwar so schnell wie möglich, um strukturelle Beschädigungen auszuschließen. Nur ein Reifenspezialist kann die Verantwortung dafür übernehmen, dass Überprüfung und Reparatur des Reifens sachgemäß ausgeführt werden.

 

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