Regeln für das Anfertigen einer Bewerbungsmappe - Mit Video

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Tipps für das Erstellen von einer Bewerbungsmappe lassen sich in zahlreichen Büchern finden, doch die meisten bieten wenig praxisnahe Ratschläge. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man dort, wo man sich bewerben möchte, nachfragen, welche Unterlagen gewünscht werden. Manche Unternehmen wünschen sich eine kurze und knappe Bewerbungsmappe, wiederum andere legen Wert auf Ausführlichkeit. Ebenso kann es sein, dass für die Bewerbungsmappe Zeugnisse angefordert werden oder man darauf verzichten möchte. Wir möchten Ihnen hier einige Tipps für das Anfertigen einer Bewerbungsmappe geben.

Mit der Bewerbungsmappe liefert man beim Unternehmen ein erstes Bild von sich ab. Deswegen ist es besonders wichtig, auf die Qualität von solchen Mappen zu achten. Sicherlich zählt auch das, was sich im Inneren der Mappe befindet, doch meistens bekommen Unternehmen so viele Bewerbungen, dass sie gleich zu Beginn Kriterien suchen, anhand derer sie Bewerbungen aussortieren können. Die drei wichtigsten Regeln beim Erstellen der Bewerbungsmappe sind eine leichte Handhabung, eine einfache Orientierung sowie ein informativer Inhalt.

Zur leichteren Handhabung gehört, dass man stabile und hochwertige Bewerbungsmappen in einem farblich neutralem Ton wählt. Beim Ausdrucken der Dokumente sollte man außerdem darauf achten, dass der linke Rand des Lebenslaufes breit genug ist, damit die Zeilenanfänge nicht von der Heftleiste der Bewerbungsmappe verdeckt werden. Ebenso wichtig ist, dass man sein Bewerbungsfoto festklebt und keine Büroklammern verwendet. Denn sonst besteht die Gefahr, dass diese sich lösen oder beim Blättern in den Unterlagen verhaken und hässliche Rostspuren hinterlassen. Ein absolutes No-Go bei der Bewerbung sind Klarsichthüllen. Viel besser ist es, hochwertiges Papier zu verwenden.

Oftmals entscheiden nur wenige Minuten darüber, ob man zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird. Deswegen sollte man versuchen, dem Leser eine einfache Orientierung zu ermöglichen. Wie umfangreich eine Bewerbung ist und wie man den Lebenslauf darstellen soll, hängt vor allem vom eigenen Alter und der Anzahl der Berufs- und Ausbildungsstationen ab. Wer großzügig mit Papier umgeht, sorgt dafür, dass der Text besser lesbar ist. Die wichtigsten Informationen sollten immer oben stehen. Weiterhin sollte darauf geachtet werden, dass man seine beruflichen Stationen knapp, aber dennoch so ausführlich wie möglich beschreibt, damit sich der Leser ein umfassendes Bild machen kann. Was die berufliche Entwicklung anbelangt, sollte diese chronologisch, mit der ersten Station beginnend, dargestellt werden.

Bei den Zeugnissen ist dies genau umgekehrt, das letzte Zeugnis sollte sich oben befinden und die früheren Zeugnisse in absteigender Folge dahinter. Man sollte nicht davon ausgehen, dass der Personalchef jedes Unternehmen, welches man in seinem Lebenslauf erwähnt, kennt. Deswegen ist es wichtig, ein paar Stichworte zu den Hauptprodukten oder Tätigkeitsfeldern der Unternehmen abzuliefern. Ein Personalprofi gibt einer Bewerbungsmappe zwischen fünf und 10 Minuten, so jedenfalls die Schätzung von Experten. In der Realität sind es aber meistens nicht mehr als 60 Sekunden. In dieser kurzen Zeit entscheidet sich, ob die Unterlagen auf dem Ausgangs-Stapel landen oder aber einer näheren Begutachtung unterzogen werden. Meistens werden 80% der Bewerbungen gleich aussortiert.

In der Bewerbungsmappe sollte auch zu finden sein, für welche Position man sich bewirbt. Oftmals ist es gerade bei größeren Unternehmen Gang und Gäbe, dass diese mehrere Stellen zu besetzen haben und es schnell zu Verwirrungen kommen kann. Beim Bewerbungsschreiben sollte man auf die Angebote von so genannten Bewerbungshelfern verzichten. Denn aller spätestens dann, wenn man dem Personalchef in einem persönlichen Gespräch gegenüber steht, fliegt der Schwindel auf, da sich der Bewerber dann vollkommen anders ausdrückt als in seinen Unterlagen. Außerdem bleibt bei solchen professionellen Unterlagen die Persönlichkeit auf der Strecke. Natürlich ist es nicht verboten, die Hilfe eines Profils in Anspruch zu nehmen, allerdings sollte dieser nicht die kompletten Unterlagen erstellen, sondern lediglich einen Blick darauf werfen.
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