Rechtliche Rahmenbedingungen für eine Terrassenüberdachung

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Bevor Sie die konkreten Planungen Ihrer Terrassenüberdachung in die Tat umsetzen, empfehlen wir Ihnen die rechtlichen Rahmenbedingungen zu klären.

Die gesetzlichen Regelungen hierzu sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Teilweise ist es auch von Landkreis zu Landkreis unterschiedlich. 

Wir empfehlen Ihnen sich immer bei Ihrem Bauamt vor Ort zu erkundigen, welche Vorschriften für Sie gelten.

Schneelasten
Bei der Errichtung und Planung der neuen Terrassenüberdachung sollten Sie stets die Schneelasten berücksichtigen.
 

In Deutschland haben wir fünf verschiedene Schneelastzonen:

Schneelastzone 1, 1a, 2, 2a und 3

Die Schneelasten in kg pro Quadratmeter sind wie folgt:

Schneelastzone 1 -    65 kg/m²

Schneelastzone 1a-   81 kg/m²

Schneelastzone 2 -    85 kg/m²

Schneelastzone 2a- 106 kg/m²

Schneelastzone 3 -  110 kg/m² 

Die Schneelasten können in seltenen Fällen und in bestimmten Regionen um ein Mehrfaches der Rechenwerte abweichen. Hiervon ist besonders das norddeutsche Tiefland betroffen.

Bei der Schneelastzone 3 kann es regional ebenfalls zu stärkeren Abweichungen kommen, betroffen sind unter Anderem der Harz, Hochlagen des Fichtelgebirges, Reit im Winkel, … 

Um die genaue Schneelast für Ihre Region zu erfahren, sollten Sie bei Ihrer zuständigen Stelle nachfragen.

 

Die besondere Situation beim norddeutschen Tiefland gemäß DIN 1055

Von der Sonderstellung norddeutsches Tiefland sind die Länder Berlin, Brandenburg (teilweise), Hamburg, Bremen, Mecklenburg Vorpommern, teilweise Niedersachsen, teilweise Sachsen Anhalt und Schleswig Holstein betroffen. 

Bei diesen Ländern richtet sich die Zuweisung der Schneelast an den Landkreisen in Sachsen sogar an den Gemeinden. Einige der südlichen Landkreise in Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen Anhalt liegen bereits außerhalb der norddeutschen Tiefebene. In Brandenburg zum Beispiel die Landkreise Cottbus, Elbe- Elster, Oberspreewald- Lausitz und Spree- Neiße.

In Niedersachsen sind die Landkreise Schaumburg,Hannover Stadt und Land, Goslar (Harzinsel), Schaumburg, Osnabrück Stadt und Land, Hildesheim, Helmstedt,  Göttingen, Hameln-Pyrmont, Holzminden, Osterode am Harz (Harzinsel) und Northeim nicht von dieser Regelung betroffen. Alle anderen niedersächsischen Verwaltungsgebiete fallen in den Bereich der Tiefebene.

Hintergrund dieser Einteilung ist die Kältewelle im Jahr 1978 mit Temperaturen von unter minus 25 Grad und Schneeverwehungen von bis zu vier Metern. Hiernach wurde festgelegt, dass die Belastung durch Schneelasten bis zum 2,3fachen Wert der Schneelast (als außergewöhnlicher Lastfall) zu rechnen ist.

Des Weiteren empfehlen wir Ihnen folgende Fragen zu klären:
  1. Wie groß soll die Fläche sein, welche die Terrassenüberdachung einnimmt?
  2. Bedarf die Terrassendachkonstruktion einer Baugenehmigung?
  3. Muss eine Statik vorgelegt werden?
  4. Passen die Grenzabstände zu den Nachbarn?
  5. Sind Sie Bauvorlagenberechtigt? Dürfen Sie über den Bau der Überdachung entscheiden? Sind Sie Hauseigentümer? 
Wenn Sie diese Punkte geklärt haben, sollte dem Bau Ihrer neuen Terrassenüberdachung nichts mehr im Wege stehen!

Sie sind sich nicht sicher und haben noch Fragen? Wir von TerraWin helfen Ihnen gerne weiter. Rufen Sie uns an, 05722-9619422, schreiben uns eine Mail, info@terrawin.de, oder sehen Sie sich auf unserer Homepage um.
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