Rechte der Briefmarkenkäufer

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Käufer kennen oft ihre Rechte nicht. Viele "Bedingungen" der Verkäufer sind nichtig. Als Grundtendenz kann man sich merken, was im Titel steht, muss geliefert werden. Die Titelzeile ist kurz und wenn man den Zustand nicht mit ein paar Buchstaben umfassend erklären kann, zählt als nächstes die Beschreibung.

Es spielt nur eine untergeordnete Rolle, ob der Anbieter privat oder gewerblich ist. Der Hauptunterschied dabei besteht lediglich im Gefahrübergang beim Versand der Ware. Bei "gewerblich" geht die Gefahr auf den Käufer über, wenn er den Artikel vom Postboten in die Hand bekommt, bei "privat" geht die Gefahr, eben das Risiko des Verlustes auf den Käufer über, wenn er den Artikel einem "geeigneten" Transporteur übergibt, also zum Beispiel bei der Post aufgibt. Dazu fällt mir noch ein, wenn gewerbliche Anbieter schreiben: "ohne Einschreiben auf Ihr Risiko", dann haben Sie es mit einem schlecht informierten Verkäufer zu tun. Davon abgesehen, ist der Spruch Wettbewerbswidrig. Es gibt noch mehr Unterschiede, zum Beispiel 14 Tage Widerrufsrecht und die Belehrung darüber. Aber man kauft ja nicht um die Ware hin- und her zu schicken, sondern um seine Sammlung zu vervollständigen. Belehrt ein gewerblicher Verkäufer nicht über das Widerrufsrecht, können Sie nach gängiger Rechtsprechnung, bisher, unbegrenzt widerrufen. Darauf sollten auch alle Verkäufer achten, die nicht Jahre später, die Ware bei vielleicht gesunkenen Preisen, zurücknehmen wollen.

Ein anderes Beispiel. Vielfach liest man vom "EU-Recht". Das ist in Bezug auf Briefmarken wenig sinnvoll. Die Funktionsgarantie, die von Privatverkäufern ausgeschlossen werden kann, macht keinen Sinn bei Briefmarken. Briefmarken sind keine Computer und auch keine Dampfmaschine. Normalerweise verfaulen sie auch nicht innerhalb von zwei Jahren. Was die "Privatverkäufer" wohl ausschließen wollen sind Echtheitsgarantien. Das geht jedoch nicht. Was angeboten wird, muss geliefert werden. Das Stichwort heißt Erfüllungspflicht. Da hilft kein noch so langer, nichtiger Satz vom angeblichen EU-Recht!

Wird nicht erfüllt, bestimmt der Käufer was zu tun ist. Er kann sich mit Wandlung (der Rückabwicklung) zufrieden geben oder auf Erfüllung klagen. Beispiel, angeboten eine schlechte Fälschung einer Marke für 2500,- Michel. Weil schlecht, kaufen Sie für 51,- Euro. Sie bekommen die Marke, lassen prüfen, die Marke ist falsch. Falls der Verkäufer nun nicht insolvent ist, haben Sie alle Trümpfe in der Hand. Sie verlangen Erfüllung. Kann oder will der Verkäufer keine Ersatzlieferung (einer echten Marke) leisten, klagen Sie. Mir vorliegende Urteile lauten im Schnitt auf den Ersatz des Katalogwertes. Es soll Leute geben, die davon leben können. Also, warum Fälschungen verteufeln? Verkäufer tragen auch ein Risiko. Deshalb sollte man sich als Verkäufer bei der Beschreibung um Ehrlichkeit bemühen und auch einmal eine Marke prüfen lassen.

Gute Hinweise kann man auch meinen Ratgebern zu den einzelnen Gebieten entnehmen. Ansonsten kann man auch Literatur kaufen. Je nach Sammelgebiet Spezialkataloge und als Grundlage natürlich auch den Michel, dessen Vorwort man auch lesen sollte.

Eine gute Quelle des Wissens ist Vergleichsmaterial. Was man braucht, hängt davon ab, was man sammelt.  Für eine Stempelvergleichssammlung reichen die Stempel auf den billigsten Marken. Um Originalgummi kennen zu lernen, reicht eine Marke mit Falz. Um einen echten Aufdruck als Vergleichsstück zu besitzen, reicht die billigste Erhaltung, oft "ohne Gummi", "mit heller Stelle".

Allgemeine Ratgeber zum Thema Briefmarken sammeln

Ganzfälschungen der Marken des Deutschen Reiches, Zeppelin, Nothilfe und Andere
Eine Hilfe falsche Stempel zu erkennen
Eine Hilfe falsche Prüfzeichen zu erkennen
Fachbegriffe, Abkürzungen, dubiose Formulierungen verstehen

Ein Anleitung zum richtigen Waschen gestempelter Marken

Echtheitsmerkmale und Vergleichsbilder ECHT ODER FALSCH finden Sie in meiner Ratgeber zu den jeweiligen Sammelgebieten, folgen Sie den Links:

Altdeutschland:
    Baden
    Bayern
    Bergedorf
    Braunschweig
    Hamburg
    Hannover
    Helgoland
    Lübeck
    Sachsen
    Thurn und Taxis
    Norddeutscher Bund, Okkupationsgebiete

Altösterreich, der rote Merkur

Deutsche Feldpost II. Weltkrieg
Böhmen und Mähren, Theresienstadt
Alliierte Besetzung Band- und Netzaufdrucke
Berlin Schwarz- und Rotaufdruck

Weitere Ratgeber von mir, werden folgen. Die Ratgeber werden auch laufend überarbeitet, um sie noch nützlicher zu machen. In jedem Fall bitte ich Sie freundlich, um eine JA Bewertung unten. Vielen Dank. Finden Sie diesen Ratgeber nicht hilfreich, bewerten Sie bitte noch nicht, sondern schreiben Sie mir einfach. Klicken Sie auf mein Profil. Dort gibt es einen Link zur Kontaktaufnahme. Ich werde dann den Ratgeber mit Hilfe Ihrer Anregungen verbessern.

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