Recaro Sportsitze – welche Modelle sind für die Montage in Ihrem Auto zugelassen?

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Recaro Sportsitze – welche Modelle sind für die Montage in Ihrem Auto zugelassen?

Bei den Sportsitzen von Recaro handelt es sich um handwerklich hergestellte Spitzenprodukte mit über 80 Jahren Geschichte. Die verschiedenen Varianten der Sitze unterscheiden sich jedoch grundlegend in Aufbau und Form. Bei Tourenwagenmeisterschaften oder auf unwegsamem Gelände bedarf es Sportsitze, die Schläge abfangen und die die mehrfache Belastung eines Körpergewichts in Kurvenlagen oder bei Hängen tragen. Darüber hinaus ist die Ergonomie im Bereich der Wirbelsäule wichtig.

Auch private Fahrzeugbesitzer wünschen sich diesen Komfort und das sportliche Fahrgefühl oftmals für das eigene Fahrzeug. Die sportlichen Sitze für Privathalter sind zwar anders gestaltet als Rennsitze, verfügen aber über ähnliche Vorteile. Sie passen mit einer Konsole in eine Vielzahl von Fahrzeugtypen.

Die Frage nach Zulassungen, Eintragungen und den Erfordernissen für den Einbau in ein Privatfahrzeug

Die Frage nach Zulassungspflichten und Teilegutachten regelt jedes Land selbst. In Österreich bedürfen Sportsitze grundsätzlich einer Genehmigung. In Deutschland benötigen Halter von Fahrzeugen mit Sportsitzen in jedem Fall die allgemeine Betriebserlaubnis für die Komponenten Konsole und Sitz. Ein denkbares Äquivalent für fehlende Betriebserlaubnisse sind Teilegutachten, die der Halter selbst in Auftrag gibt. Das Gutachten oder die Betriebserlaubnis bezieht sich verpflichtend auf beide Komponenten. Sodann erfolgt der Eintrag der Veränderungen am Fahrzeug in die Fahrzeugpapiere. Einige Sportwagen der Oberklasse verfügen serienmäßig über Recaro-Sportsitze. Hier ist der gesonderte Eintrag nicht notwendig. Das Gleiche gilt für vom Werk eingebaute ergonomische Sitze von Recaro in Nutzfahrzeugen.

Die Form der Sportsitze 

Sportsitze von Recaro sind anders aufgebaut als herkömmliche Sitze. Die sogenannten Halbschalensitze verfügen an den Seiten über zusätzliche, gepolsterte Wangen. Darüber hinaus sind die Polster im Nacken und Kopfbereich höher als bei normalen Autositzen. Sie dienen der Stabilisierung der Halswirbelsäule in Kurvenlagen oder im Gefälle. Die Kopfstützen gehen aus den oberen Polsterungen hervor. Das minimiert die Verletzungsgefahr an hervorstehenden Metallstreben oder Ausbuchtungen. Neuere Modelle verfügen über eine verstellbare Rückenlehne. Weiterhin bieten Konsolen im Bereich der Laufschiene eine flexible Arretierung. Diese offeriert die Möglichkeit, den Sitz weiter vorne oder hinten zu befestigen. 

Verwendungsmöglichkeit von Recaro-Sitzen und welche Sitze geeignet sind am Beispiel Opel

Fahrzeuge von Opel erfreuen sich großer Beliebtheit. Insbesondere für den Transport der ganzen Familie oder sperriger Lasten sind die Combis oder Kleintransporter geeignet. Im Vivaro eignen sich aufgrund der großzügigen Platzgestaltung im Frontbereich ergonomische Sportsitze. Der Recaro-Style, ob Sportsline oder Topline, verbindet den Komfort sportlicher Sitze mit der Belastungsfähigkeit für einen langen Zeitraum. Er ist für viele Modelle von Opel geeignet. Der Sitz bietet einen erhöhten Komfort. Die Seitenpolsterungen sind individuell einstellbar. Darüber hinaus lassen sich die Luftpolster, sofern das Set über ein Klimapaket verfügt, an den eigenen Körper anpassen. Das entlastet die Lendenwirbelsäule. Die Sitzbereiche sind Längen verstellbar.

Das ultimativ sportliche Fahrerlebnis für Fans der harten und direkten Straßenlage

Natürlich bietet Recaro neben den luxuriös gepolsterten Sitzen die klassischen Sportsitze zum Nachrüsten. Der wesentliche Unterschied sind die starren Elemente des Sitzes. Im Rennsport dient dieser der Stabilisierung des Fahrers in Belastungssituationen. Hier sind weiche Elemente nicht förderlich. Ein Beispiel für eine Kombination zwischen starrem Hartschalensitz und Komfortsitz ist der Keiper Recaro Idealsitz SR. Dieser passt in gängige Limousinen und Mittelklassewagen. Die Frage nach dem richtigen Sitz hängt nicht nur vom individuellen Geschmack ab. Einige Sportsitze verfügen ausschließlich über eine Zulassung für den Rennsport. In diesem Fall ist eine Straßenzulassung, unabhängig vom Fahrzeug, mittels fachmännischer Modifikationen möglich.

Das Material macht den Unterschied zwischen dem serienmäßigen Sitz und dem Spezialeinbau

Recaro-Sitze erhalten Sie mit verschiedenen Obermaterialien. Der Klassiker der serienmäßigen Sitze, beispielsweise im Porsche Boxer, hat einen Lederüberzug. Andere Spezialanfertigungen wie die Innenraumausstattung eines BMW Alpina verfügen über einen Stoffüberzug. Teilweise bestehen die Rennsitze aus einer Kombination von Materialien. Bei Belastungen im Sport absorbieren sie Feuchtigkeit und sind schwer entflammbar. Das ist im Rennsport unverzichtbar und gibt dem Privatfahrer ein gutes Gefühl auf der Autobahn.

Ein Sitzerlebnis der Spitzenklasse für private Sammler und Motorsportakteure im Amateur- und Profibereich

Die Abnahme und Eintragung durch einen Gutachter vorausgesetzt, liefert P1300 GT das sportliche Fahrgefühl der Extraklasse. Er erfüllt die höchsten Sicherheitsansprüche des Rennsports und verfügt dementsprechend serienmäßig über eine FIA-Lizenz. Der Sitz hat neben dem starren Adapter zur Justierung auf den Laufschienen und der Konsole eine variable Schiene. Damit ist die Sitzposition frei justierbar. Diese Möglichkeit kommt bei vielen Transportfahrzeugen, wie VW T3 oder BMW-X5, zum Einsatz. Die Schiene ist in jedem Fahrzeug montierbar. Die Gesamtkompatibilität hängt von dem benötigten Platz für den Sitz ab.

Die Kompatibilität und Funktionalität in den Fahrzeugen von VW im Bereich der Kleinwagen

Der VW Golf ist seit der ersten Variante ein Erfolgsmodell. Aus diesem Grund sehen Sie heute noch viele Fahrzeuge dieser Baureihe auf den Straßen. Der Hersteller entwickelt immer neue Modelle. Der Golf III weist eine umfassende Kompatibilität für Recaro-Sportsitze auf. VW-Recaro-Sitze kommen serienmäßig bei einem Golf III GTI zum Einsatz und benötigen in dieser Form keiner gesonderten Zulassung. Der Golf II GTI verfügt über Recaro-Sitze. Diese erhalten Sie mit Stoffüberzügen. Die Muster sind heute selten. Um einen Sportsitz im Verfahren des Nachrüstens einzubauen und den dazugehörigen Eintrag zu erhalten, bedarf es häufig der Stilllegung des Frontairbags oder der Seitenairbags. Dafür sind Airbagsimulatoren erhältlich.

Audi – Sitze von Recaro passen zu dem sportlichen Auftritt der verschiedenen Modelle

Bei Audi sind insbesondere Cabrios mit Sportsitzen ausgestattet. Dementsprechend erhalten Sie viele Sitze für Cabrios zum Nachrüsten. Insbesondere die Modelle A4 und A6 sind mit einer ansprechenden Lederausstattung versehen. Da weitere Teile dieser Fahrzeugreihen aus der Hand von Recaro stammen, erhalten Sie diese oft zusammen mit der Türverkleidung oder kompletten Sitzreihen. Einige Modelle eignen sich nicht zur Nachrüstung. Das Modell des Audi A4 Avant verfügt über eine sportliche Innenausstattung, die ausschließlich in das Modell passt.

Porsche und Sportsitze von Recaro – eine Symbiose für Kenner und Könner

Porschefahrer pflegen ihre Autos und sind stolz auf diese Fahrzeuge der Oberklasse. Neue Modelle verfügen über eine luxuriöse und umfangreiche Innenausstattung. Dennoch besteht der Wunsch, die schnellen und wendigen Fahrzeuge mit Sportsitzen zu versehen, damit der Geschwindigkeitsrausch näher am Fahrer ist. Die Sitze "Recaro Sport Trendline" passen beispielsweise in einen Porsche 996 und können in ihm zur Zulassung gelangen. Der Sitz verfügt über eine Sitzbelüftung. Bei Sportwagen achten Sie als Besitzer des Fahrzeugs darauf, dass die neuen Sitze die Gurtführung nicht behindern. Bei Vierpunktgurten entstehen durch vorstehende Wangen des Sportsitzes eventuell Störungen. Neuere Recaro-Sitze, beispielsweise aus einem Audi A8, verfügen über eine zusätzliche Laufschiene für die Vergurtungen.

Ford – ein amerikanisches Auto mit Tradition kommt mit einem Recaro-Sportsitz zur Geltung

Der Ford Focus ST in der viertürigen Version verfügt serienmäßig über sportliche Sitze von Recaro. Eine Erleichterung für nachgerüstete Sportsitze bieten höhenverstellbare Konsolen. Gutachter und letzten Endes der TÜV überprüfen die Gesamtheit aus

  • Konsole,
  • Fahrzeug und dem
  • Sitz.

Höhenverstellbare Konsolen ermöglichen eine bessere Einpassung der Teile in verschiedene Fahrzeuge. Die amerikanische Herkunft der Marke Ford bietet bei vielen Modellen ein großzügiges Platzangebot. Dementsprechend wählen Sie zwischen einer Vielzahl von Recaro-Sportsitzen. Sitze mit Konsole als Set beinhalten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für Ihren sportlich ausgerüsteten Privatwagen. Darüber hinaus bezieht sich die Allgemeine Betriebserlaubnis auf beide Teile, sodass kein gesondertes Gutachten notwendig ist.

Opel Fahrzeuge sind beliebt im Bereich des Tunings 

Die Fahrer von Opelfahrzeugen sind in allen Altersklassen vertreten. Besonders bei jungen Motorfreunden ist das Tuning der kleineren oder Kompaktwagen beliebt. Zu einem umfassenden Tuning des Opels gehören Recaro-Sitze. Diese sind für viele Fahrzeuge der Marke Opel verfügbar. Die Konsolen älterer Sitze passen in Modelle wie den Kadett, GT, GTi oder in eine sportliche Ausführung des Corsa. Passen die Konsolen, achten Sie auf die Maße des Fahrzeugs in der konkreten Ausführung. Die meisten älteren Sitze von Recaro montieren Sie mithilfe von Universalschienen. Modellabhängige Schienen, wie bei einem Kadett C, sind nicht an ein anderes Kadettmodell montierbar. In diesem Fall kommt es auf die Konsole an. Ist diese kompatibel und mit dem Sitz zusammenpassend, gelingt Ihnen der Einbau in ein anderes Fahrzeug. Für Veränderungen im Bereich der Elektronik, wie das Löschen einer Airbagdiode konsultieren Sie den Hersteller.

Das Nachrüsten mit Recaro-Sitzen auf einen Blick und mit den wichtigsten Hintergründen im Überblick

Die Frage nach der Zulässigkeit eines bestimmten Fahrzeugs für einen bestimmten Sitz ist nicht pauschal zu beantworten. Vielmehr hängt die Zulässigkeit von der Allgemeinen Betriebserlaubnis der Sitze und der Konsolen ab. Wie bereits dargestellt, sind Papiere in Form einer

  • Betriebserlaubnis,
  • eines Teilegutachtens
  • oder vergleichbarer Dokumente

eine Voraussetzung für die erfolgreiche Eintragung der Umbauten. Sofern das Fahrverhalten nicht beeinträchtigt ist und die Sitze keine reine Rennsportlizenz haben, steht dem Umbau und der Eintragung nichts im Weg. Der wichtigste Punkt, wie bei Kindersitzen von Recaro, ist die Sicherheit für alle Fahrzeugpassagiere. Nicht umsonst finden die Sitze des Herstellers neben dem Rennsport in Nutzfahrzeugen aller Art Anwendung. Lastkraftwagenfahrer sowie Spediteure schätzen die ergonomische Passform der Sitze und das wohltuende Gefühl für viele Jahre. Recaro-Sportsitze gelten als aufwertendes, attraktives Zubehör für den Privatwagen.

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