Reagiert ein Touch-Display genauso gut mit einer Schutzfolie?

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Reagiert ein Touch-Display genauso gut mit einer Schutzfolie?

Touchscreen oder auch Touch-Dispaly bezeichnet ein Ein- und Ausgabegerät, das mittels Bewegungssteuerung durch das Berühren des Bildschirms mit den Fingern gesteuert wird. Die Befehle werden für den Nutzer unsichtbar übermittelt.

Was Sie über Touch-Displays wissen sollten

Touchscreens sind dementsprechend sehr berührungsempfindlich und können nicht nur mit Fingerbefehlen, sondern auch per Stifteingabe gesteuert werden. Hierzu werden jedoch spezielle, für die Touchscreens ausgelegte Zeigestifte benötigt. Zu unterscheiden sind in erster Linie zwei wichtige Arten von Bildschirmen, die im alltäglichen Gebrauch weit verbreitet sind: resistiver und kapazitiver Touchscreen.

Unterschied resistiver und kapazitiver Touchscreen

Der resistive Touchscreen hielt zuerst Einzug und wird mit einem präzisen Druck auf den gewünschten Bereich bedient. Dies ermöglicht ein punktgenaues Ausführen des Befehls. Zudem ist er im Gegensatz zum kapazitiven Touchscreen etwa mit Handschuhen bedienbar, da er auf mechanische Art betrieben wird. Allerdings hat er den Nachteil der fehlenden Multi-Touch-Funktion. Somit sind gleichzeitige Befehle mit mehreren Fingern und andere Gestensteuerungen nicht möglich. Zudem sind resistive Touchscreens weitaus ungenauer und reagieren träger auf Eingabebefehle als die neueren kapazitiven Touchscreens. Im Funktionsumfang sind Letztere den resistiven Bildschirmen überlegen, sie sind aber deutlich empfindlicher und können z. B. nicht mit Handschuhen bedient werden, da kein direkter, notwendiger organischer Kontakt vorhanden ist. Handschuhe unterbrechen diesen Fluss, da sie nicht leitfähig sind. Spezielle Eingabestifte oder andere Hilfsmittel können dieses Problem umgehen bzw. kompensieren, sodass der Bildschirm bedient werden kann. Die Glasoberfläche eines kapazitiven Touchscreens ist verschleißfrei, wohingegen bei resistiven Bildschirmen Verschleiß durch die mechanische Belastung beim Betätigen vorhanden und damit ihre Lebensdauer eingeschränkter ist. Kapazitive Touchscreens sind vor allem im Bereich der mobilen Anwendung gefragt, da sie Befehle zuverlässig und genau wiedergeben. Eine schnelle Reaktionszeit gehört ebenfalls zu ihren Vorteilen.

Einsatzgebiete der Touch-Displays

In den letzten Jahren, insbesondere nach der Einführung der Smartphones, ist die Zahl der über Touchscreen betriebenen Geräte regelrecht explodiert und mittlerweile nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Die einfache und komfortable Bedienung erleichtert die zu bewältigenden Aufgaben und technische Neuheiten und Raffinessen erlauben neue Möglichkeiten der Verwendung. Neben den Smartphones hielten Touchscreens auch bei mobilen Navigationsgeräten Einzug. Auch die Autohersteller setzen mittlerweile auf berührungsempfindliche Bordcomputer und Navigationssysteme. Seit der Einführung der Tablet-PCs, die ebenfalls mit Eingabebefehlen zu bedienen sind, verzeichnen die Touch-Geräte einen Marktanteil von 50 Prozent. Besonders durch die vielseitigen und zukunftssicheren kapazitiven Displays wird in den nächsten Jahren ein noch weitaus höherer Anteil erwartet.

Fingerspitzengefühl liegt im Trend

Das erkannten auch Software-Riesen wie Microsoft und Google, die bei der Entwicklung vermehrt auf Kompatibilität ihrer Software mit Touchscreen-Geräten setzen. So gibt es beispielsweise Windows betriebene Tablets, die sich statt mit Maus und Tastatur nun bequem mit den Fingern bedienen lassen. Gleiches gilt auch für Laptops und sogenannte Hybride aus Tablet und Notebook. Die Liste setzt sich fort mit MP3-Playern und digitalen Touchscreen-Kameras. Mit einer Fingerbewegung lassen sich Inhalte wie Fotos oder Musik ganz einfach teilen. Eine verbesserte Synchronisation mit PCs und sozialen Netzwerken gehört zu den stetigen Neuerungen. Außerdem ist eine bessere Kommunikation mit dem Nutzer möglich und die Oberfläche bzw. die Inhalte können personalisiert werden. Die Gewohnheiten aus den Fingerbefehlen werden aufgezeichnet, verarbeitet und schließlich gespeichert. Das sorgt für eine noch einfachere und schnellere Bedienung. Die neue Art der Steuerung findet sich zudem auch immer häufiger in der Medizin und in der Militärtechnologie. Die technische Entwicklung erlaubt es, größere und vielseitigere Bildschirme herzustellen, welche, um eine Prognose zu wagen, die klassischen Geräte mit der Zeit ersetzen werden. Der Trend lässt sich bereits jetzt beobachten und verfolgen.

Displayschutzfolien als vielversprechende Schutzlösung für Ihren Touchscreen

Obwohl die meisten Nutzer von Touchscreens begeistert sind, sollten deren Empfindlichkeit und Pflegebedürftigkeit nicht außer Acht gelassen werden. Um eine lange Lebensdauer der Geräte zu gewährleisten, müssen die Bildschirme und damit das operative Herz der Geräte geschützt werden. Hierzu eignen sich besonders Displayschutzfolien. Diese speziell für Touchscreens entwickelten und angepassten Folien gibt es für nahezu jedes Gerät, und das zu einem erschwinglichen Preis. Die Folien werden direkt auf das Display geklebt, nachdem die Oberfläche des Bildschirms vorher gründlich mit einem Mikrofasertuch gereinigt wurde, sodass sie frei von jeglichen Staubpartikeln ist. Mikrofasertücher sind oft im Lieferumfang von Displayschutzfolien enthalten. Nach dem Anbringen sind diese Folien standfest und bewegen sich nicht mehr bzw. verrutschen nicht auf dem Display. Durch den feinen Klebefilm schmiegen sie sich an die Oberfläche an und schützen den Bildschirm vor Fingerabdrücken und leichten Kratzern. Zudem kann das Gerät so bedenkenlos in jeder Hosentasche verstaut werden.

Diplayschutzfolien behindern die Geräte-Bedienung nicht

Da resistive Touchscreens mit Fingerdruck bedient werden, spielt es keine Rolle, ob sich eine Folie zwischen Finger und Bildschirm befindet. Der Impuls wird ohne Unterbrechung weitergeleitet. Anders ist dies bei kapazitiven Touchscreens. Dort ist die Frage nach der Funktionsweise mit einer Displayschutzfolie durchaus berechtigt, da in dem Fall die Vermutung naheliegt, die Folie könne den notwendigen „Stromfluss" unterbrechen bzw. nicht weiterleiten. So verhält es sich beispielsweise mit Handschuhen, sodass für die Bedienung ein direkter Kontakt mit der Haut benötigt wird. Die Bedienung mit einer Displayschutzfolie funktioniert aber problemlos. Dies liegt zum einen daran, dass die Folien antistatisch und somit nicht leitfähig sind. Diese Eigenschaft verhindert eine Unterbrechung des Stromflusses zwischen Finger und Touchscreen, sodass der Befehl ohne Umwege und Unterbrechung ankommt. Außerdem ist der Touchscreen selbst ein gleichmäßiges elektrisches Feld, welches auf die kapazitiven Veränderungen reagiert. Bei der Berührung mit dem Finger kommt es daher zum Impuls. Beim Auftragen der Folie wird dieser aufgrund der beschriebenen antistatischen Eigenschaft nicht gestört bzw. umgelenkt. Die Folie selbst wird dabei nicht mit einberechnet. Dies ermöglicht eine reibungslose Funktionsweise des Touchscreens ohne Präzisionsverlust und Ausfallerscheinungen. Obwohl die Technik der Folie nur wenig Beachtung schenkt, ist sie für den Kunden umso wichtiger, um den empfindlichen Bildschirm zu schützen.

Vor- und Nachteile von Displayschutzfolien

Displayschutzfolien sind bei modernen Geräten mit Bildschirmen aller Art ein Muss und bei den meisten auch gang und gäbe. Eine kostengünstige Anschaffung gehört zu den Vorteilen dieser Schutzfolien. Sie sind zudem in nahezu jeder Größe erhältlich und passend für die Gerätetypen zugeschnitten. Sie können allerdings auch in Einheitsgröße gekauft werden, müssen dann jedoch selbst zugeschnitten werden, was einen deutlich größeren Aufwand mit sich bringt und teilweise recht mühsam ist.

Ein weiterer Vorteil liegt in der Auswahl der Folien. Je nach Bedarf können verschiedene Stärken ausgewählt werden, um so das Display bei größerer Belastung und Beanspruchung optimal zu schützen. Je dicker eine Folie, desto standfester ist sie. So können auch tiefere Kratzer leicht vermieden werden. Höhere Preise müssen aber dabei in Kauf genommen werden. Oft sind mehrere Displayschutzfolien in einer Packung enthalten, sodass ein Kauf den Bedarf von mehreren Monaten bzw. Jahren abdeckt. Die Folien sind reißfest und können problemlos gereinigt werden, jedoch nur einseitig. Die Klebeseite soll nach Möglichkeit unberührt bleiben.

Ein Nachteil dieser Schutzfolien ist jedoch, dass sie in regelmäßigen Abständen erneuert werden müssen, wenn sich auf ihnen Staub angesammelt hat oder sie durch die Fingerabdrücke so verschmiert sind, dass der Bildschirm nicht mehr ausreichend ablesbar ist. Des Weiteren ist ihre Anbringung nicht ganz simpel. Die Folie muss exakt auf das Display aufgesetzt werden, denn wenn sie einmal fest aufliegt, lässt sie sich nicht mehr bewegen, nur erneut abziehen. Dies führt jedoch dazu, dass nach erneutem Auftragen die Haftung unter Umständen nachlässt. Fingerspitzengefühl ist daher angebracht. Auch sollte darauf geachtet werden, die Klebeseite nicht zu berühren, sonst haftet sie an der Stelle nicht und es entstehen vor allem an den Ecken unschöne „Eselsohren", unter denen sich Staub ansammeln kann. Insgesamt verlangt die Anbringung sorgfältiges und akkurates Arbeiten, um auch eine häufig auftretende Blasenbildung möglichst zu vermeiden.

Tipp zur Anbringung von Schutzfolien ohne Blasenbildung

Mit einer handelsüblichen Kreditkarte kann dem entgegengewirkt werden: Die Blasen werden sicher entfernt, indem sie vorsichtig und ohne zu großen Druck nach außen gedrückt werden, bis sie nicht mehr sichtbar sind. 

Garantierte Funktionalität mit Displayschutzfolien

Ein guter Schutz ist immer wichtig. Dies gilt vor allem für empfindliche Geräte und Displays. Für lang anhaltende Freude und eine lange Lebensdauer ist es ratsam, das Gerät vor den Gefahren des Alltags zu schützen. Staub, ausgelaufene Flüssigkeiten oder unliebsame Kratzer sind ständige Begleiter. Auch Schläge gegen das Display oder Stürze gehören zu diesen Unannehmlichkeiten. Displayschutzfolien bieten die Möglichkeit, die Geräte davor zu schützen. Diese Folien sind für alle Geräte mit Touchscreen geeignet, ob resistiv oder kapazitiv spielt dabei keine Rolle. Die Funktionsweise sowie die Genauigkeit werden nicht beeinflusst, sodass dem Kunden die Bedenken genommen werden können. Eine Anschaffung ist zudem preiswert und dem Kunden, eventuellen Reparaturkosten oder gar einem Neukauf vorzubeugen.

Zwar ist die Anbringung von Displayschutzfolien nicht immer simpel und erfordert manchmal auch die Hilfe einer weiteren Person, dennoch ist es die Mühe wert. Eine längere Haltbarkeit ist garantiert. Bei normalem und sachgemäßem Gebrauch beträgt die Einsatzfähigkeit einer Folie gut und gerne mehrere Monate, bevor sie ersetzt werden muss. Der Kauf einer Packung mit mehreren Folien erspart zudem einen ständigen Nachkauf, sodass der Verbraucher sogar über Jahre viel Freude mit dem Gerät hat, ohne sich Sorgen um das Display zu machen und außerdem nicht zeitnah nach neuen Folien suchen muss. Die Folien müssen aber speziell für Touch-Geräte ausgelegt sein, um die Funktionsfähigkeit gewährleisten zu können. Nur antistatische Folien erfüllen diese Aufgabe. Diese Art von Folie ist vor allem bei kapazitiven Bildschirmen nötig, da diese im Vergleich zum resistiven Touchscreen nicht mechanisch, sondern mit elektrischen Impulsen arbeiten. Nur die resistive Variante kann mit herkömmlicher Folie bedient werden. Eine regelmäßige Reinigung, etwa mit einem angefeuchteten Tuch, kann selbst die Folie länger haltbar machen. 

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