Ratgeber zum Kauf von mobilen Breitbandgeräten

Aufrufe 1 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
eBay-Ratgeber: Mobile Breitbandgeräte

Surfstick oder WLAN-UMTS-Modem – dank mobiler Breitbandgeräte sind Sie auch unterwegs mit dem Internet verbunden

Ein DSL-Breitband-Internetzugang gehört in vielen Haushalten mittlerweile zum Standard. Das Surfen im World Wide Web ist mit hohen Datenübertragungsratenmöglich. Nicht mehr nur PCs und Notebooks nutzen das Heimnetzwerk, sondern sogar mit Ihrem internetfähigen Fernseher stehen Ihnen die Onlinedienste zur Verfügung. Auf derartiges komfortables Surfen im Netz mit schnellen Verbindungsgeschwindigkeiten müssen Sie auch unterwegs nicht verzichten – dank mobiler Breitbandgeräte.

Mobile Breitbandgeräte enthalten ein integriertes Modem und verwenden zur Herstellung einer Internetverbindung das Mobilfunknetz. Sie können damit auch dann online gehen, wenn Sie sich außerhalb Ihres Heimnetzwerks aufhalten, sei es auf der nächsten Geschäftsreise oder im Urlaub. Hinsichtlich der mobilen Breitbandgeräte ist zwischen zwei Produkttypen zu differenzieren:

USB-Surfsticks sind insbesondere für Besitzer von Notebooks interessant. Optisch unterscheiden sich diese Geräte nicht von einem – ebenfalls per USB angeschlossenen – Speicherstick. Mit einem mobilen WLAN-Hotspot-Modem haben Sie Ihren Router stets bei sich. Die Geräte beherrschen sowohl die gängigen Mobilfunkstandards als auch WLAN. Bei Bedarf eröffnen Sie – egal, wo Sie sich aufhalten – ein WLAN-Netzwerk. Dieses können Sie mit dem Notebook, dem Tablet-PC, dem Smartphone und sämtlichen weiteren WLAN-fähigen Geräten nutzen. Voraussetzung zur erfolgreichen Verbindungsherstellung ist bei beiden Produkttypen die Buchung eines Datentarifs bei einem Mobilfunkanbieter. Daraufhin erhalten Sie eine SIM-Karte, die Sie in den dafür vorgesehen Steckplatz einführen. Über die SIM-Karte werden Sie im Netz identifiziert. Erst nach erfolgreicher Identifikation stehen Ihnen die Dienste des Mobilfunkunternehmens zur Verfügung.

Dieser Ratgeber unterstützt Sie beim Kauf eines mobilen Breitbandgerätes. Sie erhalten zunächst Informationen bezüglich der für die Datengeschwindigkeit verantwortlichen Mobilfunkstandards. Darauf folgen konkrete Tipps und Hinweise bei der Auswahl eines mobilen Surfsticks, ehe die mobilen WLAN-Modems behandelt werden.

Technischer Hintergrund: Mobilfunkstandards sind für die Datengeschwindigkeiten der mobilen Breitbandgeräte von Bedeutung

Sowohl Surfsticks wie auch WLAN-Hotspot-Modems nutzen das Mobilfunknetz. Ihre maximal möglichen Datenübertragungsraten sind abhängig vom Mobilfunkstandard, den Ihr Gerät unterstützt. Vodafone brachte im Jahr 2007 die ersten Surfsticks auf den Markt. Diese beherrschten bereits die UMTS-Erweiterung HSDPA. Hinter der Abkürzung UMTS verbirgt sich die Bezeichnung "Universal Mobile Telecommunications System", der Mobilfunkstandard der dritten Generation (3G). Mit der Erweiterung HSDPA (3G+) erreichen Sie Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 7,2 Mbit in der Sekunde. Das sind mit DSL vergleichbare Ergebnisse. Voraussetzung ist ein an Ihrem Standort entsprechend ausgebautes UMTS-Netz. Halten Sie sich in einem Gebiet ohne UMTS-oder HSDPA-Netz auf, reduziert sich die Datenübertragungsrate auf den Mobilfunkstandard der zweiten Generation: Edge (Geschwindigkeiten von bis zu 220 kbit/s).

Alle erhältlichen mobilen Breitbandgeräte unterstützen UMTS und somit HSDPA. Anders gestaltet sich die Lage dagegen bei LTE. Die Abkürzung LTE steht für "Long Term Evolution" und bezeichnet den seit 2010 ausgebauten Mobilfunkstandard der vierten Generation. 4G verspricht theoretisch Downloadraten von bis zu 300 Megabit pro Sekunde. In der Praxis erreichen Sie jedoch maximal 100 Mbit/s. Mit LTE wird das Surfen dennoch zu einem Highspeederlebnis. Schließlich gilt LTE nicht ohne Grund als Ersatztechnologie für DSL. Sie müssen allerdings Einschränkungen beachten. Diese betreffen weniger die Verfügbarkeit der LTE-Netze – der entsprechende Netzausbau geht zügig voran. Die Nutzung des schnellen Mobilfunkstandards ist nur möglich, wenn Sie über ein LTE-fähiges mobiles Breitbandgerät verfügen. Dieses Kriterium erfüllen bei Weitem nicht alle erhältlichen Produkte. Dazu verlangen die Mobilfunkanbieter die Buchung eines teureren LTE-Datentarifs.

Surfstick – das müssen Sie beim Kauf der mobilen Breitbandgeräte beachten

Surfsticks erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Keine große Überraschung, schließlich sind diese mit ihrem kleinen Format praktisch und verbinden Ihren Computer in Sekundenschnelle mit dem Internet. Angesichts der steigenden Popularität interessieren sich zunehmend mehr Hersteller und Anbieter für den Markt – sogar TV-Sender vertreiben Surfsticks. Der Kauf eines mobilen Breitbandgerätes im USB-Stick-Format stellt Sie vor die Qual der Wahl. Im Folgenden werden Ihnen die wichtigsten technischen Details und Eigenschaften vorgestellt, auf die Sie bei der Auswahl eines konkreten Produktes achten müssen. Das soll Ihnen die Kaufentscheidung erleichtern und den Weg zum mobilen Surfvergnügen ebnen.

Surfstick mit UMTS oder LTE – Einsatzgebiet und Häufigkeit der Nutzung sind entscheidend

In einem ersten Schritt entscheiden Sie sich zwischen dem herkömmlichen UMTS-Surfstick oder dem schnelleren LTE-Gerät. Wie bereits erwähnt, sind LTE-Datentarife teurer. Dafür surfen Sie mit 4G im Netz sogar schneller als vergleichsweise mit DSL. Ob sich die höheren Kosten für Sie lohnen, ist abhängig vom angedachten Verwendungszweck. Planen Sie lediglich sporadische mobile Internetnutzungen, etwa zum Überprüfen der E-Mails, ist UMTS völlig ausreichend. Wollen Sie dagegen häufig von unterwegs aus ins Internet gehen und legen zugleich Wert auf hohe Geschwindigkeiten, sind Sie mit LTE besser beraten. Im Zweifelsfall entscheiden Sie sich ebenfalls für LTE – damit sind Sie zukunftssicher ausgerüstet.

Im Hinblick auf die Geschwindigkeit sollten Sie zwingend die technischen Details eines Surfsticks überprüfen. Einige angebotenen Produkte sind nicht auf die im UMTS-Netz möglichen Datenübertragungsraten ausgelegt. Mit UMTS surfen Sie theoretisch mit bis zu 7,2 Mbit pro Sekunde im Netz. Besagte Geschwindigkeit erreichen Sie allerdings nicht, wenn Ihr Stick beispielsweise nur maximal 3,6 Mbit/s überträgt. Ein zu langsamer Surfstick wäre sehr ärgerlich. Vermeiden Sie diese Enttäuschung nach dem Kauf durch gründliches Überprüfen der Angebotsdetails. In weiteren Punkten der Hardware unterscheiden sich die angebotenen UMTS-Sticks mittlerweile – wenn überhaupt – nur minimal.

Surfsticks spielen nicht nur beim mobilen Internet von unterwegs aus eine Rolle. Die mittlerweile recht günstigen Tarife machen die mobilen Breitbandgeräte auch als DSL-Ersatz für zu Hause interessant. In diesem Fall dient die Netzabdeckung als zusätzliche Entscheidungshilfe. Informieren Sie sich über die Qualität des UMTS-und LTE-Empfangs in Ihrem Wohngebiet. Aufschluss darüber geben unabhängige Informationsportale sowie die Internetauftritte der Mobilfunkanbieter. Insbesondere in ländlichen Gebieten ist LTE – aufgrund von Vorgaben der Bundesregierung – womöglich deutlich besser ausgebaut.

Netlock verhindert unbeschränkte Nutzung der mobilen Breitbandgeräte in allen Netzen

Lesen Sie vor dem Kauf eines Surfsticks die dazugehörige Beschreibung detailliert durch. Möglicherweise können Sie diesen nicht unbeschränkt in sämtlichen Mobilfunknetzen verwenden. Von Smartphones ist der sogenannte "Netlock" (oder Simlock) bekannt. Ein Gerät mit Netlock ist für eine gewisse Zeit ausschließlich für ein bestimmtes Netz zugelassen. Erst nach Ablauf der vertraglich vereinbarten Frist hebt der Anbieter die Beschränkung auf. Dasselbe gilt für manche Surfsticks. Beachten Sie deshalb Hinweise auf eine Netzeinschränkung.

UMTS-WLAN-Modem: Hinweise zum Kauf mobiler WLAN-Hotspots

Im Unterschied zu einem Surfstick verbinden Sie mit einem mobilen WLAN-Modem nicht nur ein einziges Gerät mit dem Internet. Das eingerichtete WLAN-Netz steht mehreren Teilnehmern zur Verfügung. Egal, ob Sie mit Ihrem Notebook, dem Smartphone oder dem Tablet-PC im World Wide Web surfen. Dank (meistens) integriertem Akku benötigen Sie dabei keinerlei Kabelverbindung. Folglich sind mobile WLAN-Router – auch Mi-Fi-Router genannt – sehr komfortabel und universell einsetzbar. Beim Kauf müssen Sie allerdings mehr Punkte beachten, als beim Surfstick.

UMTS, LTE und Netlock – worauf Sie bei den mobilen Breitbandgeräten achten müssen

Die bereits bekannte Unterscheidung zwischen mobilen UMTS- und LTE-Geräten gilt auch im Fall der portablen WLAN-Modems. Neuere Mi-Fi-Router unterstützen bereits den LTE-Standard. Diese sind allerdings nicht nur teurer, sondern auch größer und schwerer. Grundsätzlich gilt hier ebenfalls:

  • Mit UMTS sind Sie – sofern das Netz entsprechend ausgebaut ist – bei gelegentlicher mobiler Internetnutzung bestens versorgt.
  • LTE kommt infrage, wenn Sie mit möglichst hohen Datenübertragungsarten im World Wide Web unterwegs sind und den entsprechenden Service auch dementsprechend häufig nutzen.

Weitere Informationen zu UMTS und LTE erhalten Sie im entsprechenden Abschnitt zu den Surfsticks. Diese gelten gleichermaßen für mobile WLAN-UMTS-Router. Beachten Sie ferner, ob das WLAN-Hotspot-Modem mittels Netlock für die freie Netznutzung gesperrt wurde. Nur einen netlockfreien mobilen WLAN-Router können Sie in einem Mobilfunknetz Ihrer Wahl einsetzen.

WLAN-Norm 802.11 entscheidet über Funkverbindung der mobilen Breitbandgeräte

UMTS und LTE sind entscheidend für die empfangenen Datenübertragungsraten. Über WLAN gibt das mobile Modem die Verbindung an Ihre gewünschten Endgeräte weiter. An diesem Punkt kommt der WLAN-Standard ins Spiel, denn auch bei der Funkverbindung schwanken die Geschwindigkeiten. Maßgebend für die Datenübertragungsrate ist die Norm "IEEE 802.11", wobei Ihre Entscheidung zwischen den Erweiterungen 802.11g und 802.11n ausfällt. Noch immer unterstützen viele Geräte lediglich 802.11g mit maximal 54 Mbit/s. Deutlich schneller funken Sie mit 802.11n – theoretisch sind bis zu 300 Mbit in der Sekunde möglich. Für UMTS ist der WLAN-g-Standard völlig ausreichend. Ihr LTE-Gerät sollte allerdings 802.11n unterstützen. Nur so nutzen Sie das volle Potenzial der schnellen Verbindung.

Akkubetrieb und Speicherkartenslot: nützliche Zusatzausstattung bei WLAN-UMTS-Routern

Weitere Unterschiede zwischen den einzelnen WLAN-UMTS-Modems existieren in der Ausstattung. Die meisten Geräte besitzen einen Akku. Nur wenige Router benötigen für den Betrieb eine Steckdose. Achten Sie darauf, ein mobiles Breitbandgerät mit integriertem Akku zu kaufen. Damit sind Sie ungebunden und genießen maximale Mobilität. Informieren Sie sich auch über die Akkulaufzeit des mobilen Routers. Auf langen Reisen schätzen Sie sich glücklich, wenn Sie mehrere Stunden am Stück im Netz surfen können. Die Aufladung der mobilen Breitbandgeräte erfolgt in den meisten Fällen über Micro-USB – und ist somit vom Notebook aus möglich.

Als äußerst praktisch erweist sich zudem ein mobiler WLAN-Hotspot mit einem Slot für microSD-Speicherkarten. Damit ermöglicht Ihnen das mobile Breitbandgerät nicht nur den Internetzugang, sondern fungiert zugleich als Speicherplatz im Netzwerk. Eine hilfreiche Funktion, schließlich besitzen nicht alle Tablets einen Speicherkartensteckplatz. Selbst auf den Notebooks wird der Speicherplatz bei SSD-Festplatten knapp. Da dürften Ihnen externe Kapazitäten gelegen kommen.

Einige mobile WLAN-Hotspots besitzen einen zusätzlichen Antenneneingang. Durch den Anschluss einer externen Antenne haben Sie die Möglichkeit, die Empfangsleistung des Gerätes zu verbessern. Das ist nützlich, aber nicht zwangsläufig notwendig. Bei schlechtem Empfang platzieren Sie das WLAN-UMTS-Modem an einer anderen Stelle. Deutlich wichtiger ist die Verschlüsselung der im WLAN-Netz gesendeten Daten. Informieren Sie sich, ob Ihr mobiles Breitbandgerät die WPA/WPA2-Verschlüsselung unterstützt. Damit sind Sie gegenüber unbefugten Zugriffen durch Fremde sicher geschützt.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden