Ratgeber zum Kauf von Tapedeckteilen

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Ratgeber zum Kauf von Tapedeckteilen

So finden Sie genau das, was Sie benötigen

Zwar wurden Kassetten und Tapedecks in den letzten Jahren immer stärker durch digitale Audiogeräte wie den MP3-Player ersetzt, das heißt aber nicht, dass sie heutzutage keine Bedeutung mehr hätten oder gar verschwunden wären. Noch immer finden sich Kassettenrekorder in vielen Kinderzimmern und auch so manche Stereoanlage besitzt weiterhin ein Tapedeck. Denn auch wenn die technologische Entwicklung stets voranschreitet, die nostalgische Aura selbst zusammengestellter Kassetten ist schwer zu ersetzen. Allerdings wird es immer mühseliger, die passenden Einzelteile für ein altes Gerät zu bekommen.

In diesem Ratgeber erfahren Sie Informatives zu den Technologien des Magnettonbands sowie des Tapedecks und erhalten Tipps zum Kauf der passenden Teile für Ihren Kassettenrekorder.

Eine kleine Geschichte der Kassette und des Tapedecks

Auch wenn heutzutage die Kassette in der westlichen Welt zu den schwindenden Tonträgern gehört, war ihr Status bis zur Jahrtausendwende bei Jugendlichen und Musikliebhabern nahezu 30 Jahre ungebrochen. Darüber hinaus ist die Kassette in vielen asiatischen Ländern noch immer das bestimmende Musikmedium. Dabei liegen die Ursprünge dieses Aufzeichnungs- und Wiedergabeträgers bereits mehr als 100 Jahre zurück.

Das Magnettonband 

Die Grundlage der Kassettentechnologie bildet das Magnettonband. Die Vorläufer dieser Technik wurden bereits im Jahr 1899 durch den dänischen Ingenieur Valdemar Poulsen entwickelt. Das sogenannte Telegraphon besaß im Prinzip alle Funktionen, die auch ein modernes Magnettongerät auszeichnen. So verwundert es auch nicht, dass die von Poulsen erfundene Technologie bei der Weltausstellung 1900 in Paris einen Grand Prix erhielt. Allerdings nutzten das Telegraphon und ähnliche Geräte der damaligen Zeit zur Aufzeichnung Stahlbänder, die nicht billig waren und dementsprechend einem kleinen Kreis vorbehalten blieben. Durch die Entwicklung des Papier-Tonbandes im Jahr 1928 sowie des Kunststoff-Tonbandes durch BASF in den Jahren 1935/36 erlangte diese Technologie ihre Reife. Fortan fanden Magnettonbänder mitsamt der dazugehörigen Tonbandgeräte Verwendung in Rundfunkanstalten.

Das Tonbandgerät

In den folgenden Jahrzehnten drangen Tonbandgeräte verstärkt in den Privatbereich vor, sodass ab den 1960er Jahren zahlreiche Varianten für den Heimbetrieb sowie als tragbare Geräte auf den Markt kamen. Hinsichtlich ihrer Bedienungsfreundlichkeit – oder modern: „usability” – ließen die Tonbandgeräte dieser Zeit allerdings noch zu wünschen übrig. Denn das Einlegen eines Tonbandes war ein etwas komplexerer Vorgang, bei dem zuerst eine Spule des Bandes in den linken Bandteller eingespannt werden musste. Das Band wurde dann durch das eigentliche Lesegerät geführt und in der Spule des rechten Bandtellers fixiert. Dies hatte allerdings oftmals Bandsalat oder das Herausfallen des Bandes zur Folge, da Tonbandgeräte eine unsachgemäße Anwendung sofort auf ihre Weise zu „bestrafen” wissen. Dies sollte sich aber bald ändern, denn in den 1960er Jahren erblickte der Nachfolger des Magnettonbandes das Licht der Welt. Dies ist aber nicht gleichbedeutend mit dem Verschwinden von Tonbandgeräten. Noch heutzutage kommen solche Geräte, wenn auch weitaus seltener, in Rundfunkanstalten oder Aufnahmestudios zum Einsatz. Denn zum einen eignet sich Magnettonband sehr gut als Speichermedium, zum anderen erwähnen Tontechniker immer wieder die Wärme des Klanges, welcher mit dem Tonband erreicht werden kann.

Die Compact-Kassette und Tapedecks

Im Jahr 1963 brachte das Unternehmen Philips die Compact-Kassette auf den Markt. Dabei handelt es sich um die Weiterentwicklung der vorherrschenden Magnettonbandtechnik, allerdings in deutlich kleinerem Maße. Darüber hinaus fasste die Firma Philips das eigentliche Band in eine Plastikhülle ein, welche das Medium zusätzlich schützte. Dieses Medium setzte zu einem weltweiten Siegeszug an und sollte bis in die 1990er Jahre einer der bestimmenden Tonträger sein. Innerhalb weniger Jahre nahm die Aufnahme- und Wiedergabequalität von Kassetten zu, sodass sie zu einer ernsten Konkurrenz für das Vinyl wurden.

Fast zeitgleich zur Compact Kassette von Philips kam die sogenannte 8-Spur-Kassette von Lear auf den Markt. Letztendlich konnte sich diese Technologie aber nicht gegen die MC durchsetzen. Der Stereoklang der Compact-Kassette war besser und die Laufzeit deutlich länger als bei der 8-Spur-Kassette. Die Einführung der Kassette war wiederum der Startschuss für eine große Zahl an mannigfaltigen Varianten an Kassettenrekordern von unterschiedlichen Produzenten. So existierten Kassettenrekorder als Tapedecks, die Bestandteile modularer Stereoanlagen waren, Walkmen, Diktiergeräte, tragbare Radiorekorder mit integriertem Kassettendeck, Teile eines Autoradios und noch viele weitere. All diese Geräte eint die Tatsache, dass sie auf der Magnettonbandtechnik basieren, unabhängig von ihrer Größe oder ihres Einsatzgebietes. Kassettenrekorder waren demnach von den 1970ern bis zur Jahrtausendwende nicht aus dem alltäglichen Leben wegzudenken.

Eigene Kassetten und Tapedecks in Kindheit und Adoleszenz

Nicht nur waren vor einigen Jahren Kassettenrekorder allgegenwärtig, sie und die dazugehörigen Tonträger haben einen großen Einfluss auf die Entwicklung mehrerer Generationen ausgeübt. Nichtsdestotrotz sind Kassettenrekorder, trotz der vielfältigen digitalen Wiedergabetechnologien, noch immer fester Bestandteil in deutschen Kinderzimmern. Es versteht sich von selbst, dass hierbei natürlich vor allem Märchenkassetten Verwendung finden. Kinder stellen aber nicht die einzige Zielgruppe dar. Noch heutzutage strahlen Kassetten für einige Menschen einen besonderen Charme aus. So ist es nicht ungewöhnlich, bei den heutigen 30-Jährigen zahlreiche Konsumenten von Abenteuer-Kassetten wie den „???” oder TKKG zu finden. Trotz ihres Alters werden solche Kassetten immer noch von vielen Leuten bevorzugt zum Einschlafen gehört. Die vertrauten Stimmen und Geschichten der Kindheit erleichtern das Wegschlummern und neuen Veröffentlichungen wird teilweise geradezu entgegengefiebert.

Für andere Leute wiederum war der Kassettenrekorder gleichbedeutend mit neuer Freiheit. Dies betrifft besonders die zahlreichen tragbaren Geräte wie Gettoblaster oder Walkmen. So war es Jugendlichen möglich, fernab der Eltern gemeinsam ihre Musik zu hören.

Mix-Tapes - erinnern Sie sich noch?

Darüber hinaus werden vielleicht auch Sie sich an Mix-Tapes erinnern können und die Stunden, die Sie zu deren Erstellung benötigt haben. Ein Mix-Tape war immer mit besonderem Aufwand verbunden. Oftmals wurde neben der Auswahl an Musikstücken auch ein großer Wert auf die Gestaltung der Hülle gelegt. In akribischer Manier wurde darauf geachtet, dass die Pausen zwischen den Stücken nicht zu lang waren. So konnte schon mal der ein oder andere Nachmittag für die Erstellung eines Mix-Tapes vorüberziehen. Sie sehen, Kassetten und Tapedecks haben für viele Vertreter der Jahrgänge zwischen 1965 und 1995 eine ganz besondere Bedeutung. Denn Kassetten waren nicht nur Tonträger, sondern fest mit nahezu jeder Individuation verbunden. In derlei Hinsicht versteht es sich, dass einige Menschen großen Wert darauf legen, weiterhin die Technologien ihrer Adoleszenz zu nutzen. Allerdings wird es heutzutage immer schwieriger, die passenden Ersatzteile für Tapedecks zu erhalten.

Alles zum Kauf von Tapedeckteilen

Es versteht sich von selbst, dass für die eigenhändige Reparatur Ihres Tapedecks die passenden Teile des jeweiligen Gerätes vonnöten sind. Dementsprechend müssen Sie zuallererst die korrekte Gerätebezeichnung Ihres Tapedecks herausfinden. Sollte diese nicht über die Vorderseite des Decks ersichtlich sein, dann wird sie sich entweder auf der Rück- oder Unterseite befinden. Bevor Sie sich jetzt aber schon an die Bestellung machen, sollten Sie erst einmal einen weiteren Schritt vollziehen. Es sei denn, Sie sind ein ausgewiesener Fachmann. Dann können Sie den nächsten Punkt getrost überspringen.

Anleitungen suchen und studieren

Auch wenn es sich bei Tapedecks um Geräte handelt, die noch verhältnismäßig leicht selbst repariert werden können, empfiehlt sich zuerst die Beschaffung der Bedienungsanleitung, falls Sie diese nicht mehr besitzen sollten. Bei der Fülle an einzelnen Bestandteilen eines Tapedecks kann schon mal gerne etwas übersehen werden. Dementsprechend sollten Sie zuallererst sicherstellen, welche Teile beschädigt sind und ausgetauscht werden müssen. Riemen oder Gummibänder werden über die Jahre porös und zerfallen in viele Stücke, die sich im Gerät verteilen. Folglich kann von der Fundstelle der Teile nicht immer direkt auf die Herkunft geschlossen werden. Mit einer Gebrauchsanleitung sichern Sie sich ab. Hinzu kommen wichtige Hinweise vom Hersteller, die Sie stets beachten sollten. Erst wenn Sie absolut im Bilde sind, welche Teile an Ihrem Tapedeck ausgetauscht werden müssen, sollten Sie sich auf die Suche nach diesen begeben.

Die passenden Teile günstig ersteigern

Um die passenden Ersatzteile für Ihr Tapedeck zu erhalten, können Sie zwei Wege einschlagen. Entweder Sie suchen gezielt nach dem entsprechenden Einzelteil oder Sie erstehen ein komplettes Tapedeck. Beide Möglichkeiten haben Ihre Vor- sowie Nachteile. Bei Einzelteilen, wie beispielsweise Antriebsriemen, Leseköpfen oder Andruckrollen, besteht häufig die Chance, neue noch verpackte Produkte zu erstehen. Diese halten im Idealfall genauso lange wie die vorherigen Elemente. Ähnliches gilt für Service-Kits, die meistens die wichtigsten Ersatzteile beinhalten. Nach solchen Paketen sollten Sie die Augen offenhalten, da Sie auf diesem Wege neuartige Einzelteile in verhältnismäßig großer Zahl erhalten. Allerdings müssen Sie bei Ausfall eines anderen Teils des Tapedecks erneut das jeweilige Stück bestellen.

Der Charme der Variante, ein ganzes nicht funktionierendes Gerät zu beziehen, liegt darin, dass es als Ersatzteillager genutzt werden kann. Oftmals haben alte Tapedecks mehr als eine Schwachstelle. Eine gewisse Sicherheit bietet da ein altes Gerät, welches nach Bedarf als Ersatzteillager genutzt werden kann. Dabei ist diese Variante im Nachhinein häufig die billigere. Jedoch besteht der Nachteil darin, dass die jeweiligen Einzelteile schon eine gewisse Lebensdauer und dadurch Abnutzung aufweisen. Das Risiko, dass es zu erneutem Ausfall des Tapedecks kommen kann, ist in diesem Fall höher. Es liegt nun an Ihnen, ob Sie die sicherere oder kostengünstigere Variante bevorzugen. Für welche Option Sie sich auch entscheiden mögen, in der Rubrik Tapedeck-Teile werden Sie bestimmt die passenden Elemente für Ihren Kassettenrekorder finden, sodass Sie in naher Zukunft wieder Freude an Ihrem Tapedeck haben werden.

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