Ratgeber zum Kauf von Leistungsverteilern (PDU)

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Wie man Leistungsverteiler (PDU) bei eBay findet

Sichere Stromversorgung mit einer PDU

Eine PDU (power distribution unit) ist ein mehr oder weniger kleines Gerät, das als Leistungsverteiler für eine effektive Verteilung von Strom in einem Privathaushalt oder Unternehmen sorgt. Viele PDUs besitzen zusätzliche Eigenschaften wie eine Fernsteuerung oder einen Temperaturmesser, durch die das Arbeiten mit diesem Gerät deutlich leichter und komfortabler wird. Für verschiedene Einsatzgebiete eignen sich jedoch jeweils andere PDUs am besten. Dieser Ratgeber informiert Sie über die gebräuchlichsten Arten von Leistungsverteilern und deren Eigenschaften. Sie erfahren, wie Sie mit diesen Geräten die Stromversorgung bei sich zu Hause oder im Büro optimieren und Leistungsausfälle oder Beschädigungen an wichtigen Netzwerkkomponenten verhindern. Mit diesem Wissen sind Sie bestens ausgerüstet, um bei der Vielzahl an Herstellern fündig zu werden und einen hochwertigen Leistungsverteiler zum kleinen Preis für sich zu bekommen.

Arten und Aufgaben einer PDU

Es gibt im Grunde zwei Arten von PDUs. Die eine Variante wird am Boden montiert und ist wegen ihrer enormen Größe und der anfallenden hohen Kosten weniger gebräuchlich. Von einer solchen PDU aus werden verschiedene Geräte mittels Kabeln mit Strom versorgt. Die bekanntere und gebräuchlichere Art sind jedoch Rackmontage-basierte Modelle. Diese PDUs sind klein und schmal, besitzen aber dennoch eine Vielzahl von Anschlüssen. Die Aufgabe solcher PDUs ist es, die in einem Rackmontage-Schrank beziehungsweise Rackmontage-Gehäuse befindlichen Netzwerkkomponenten mit Strom zu versorgen.

Allerdings sehen sich Nutzer mit der Schwierigkeit konfrontiert, dass sich in einem solchen Rackmontage-Rahmen nur sehr wenig Platz befindet. Im schlimmsten Fall fällt es sogar schwer, die schmale PDU darin unterzubringen, ohne eine Überhitzung der einzelnen Komponenten zu riskieren oder den Luftstrom der Gehäusekühler zu behindern. Aus diesem Grund wurde für die PDUs eine effiziente, andere Lösung entwickelt. Die meisten Rackmontage-Schränke haben mittlerweile abnehmbare Seiten- beziehungsweise Rückwände. Es ist nunmehr möglich, die PDU hinter eine solche Wand zu geben und diese dann wieder fest zu verschrauben. Auf diese Weise hat der Leistungsverteiler einen festen Platz im Rackmontage-Gehäuse und versorgt von hieraus alle Geräte mit Strom, ohne selbst zum Hindernis zu werden.

Fernsteuerungen

Durch ihren festen und gut versteckten Platz in einem Rackmontage-Schrank sind die PDUs nun allerdings schwer zu erreichen. Um nicht bei jeder Veränderung an dem Gerät oder einer Abschaltung eines bestimmten Stromkreises die Wand de Rackmontage-Rahmens entfernen zu müssen, sind die meisten PDUs mittlerweile mit einer Fernsteuerung ausgestattet. Mit dieser lassen sich die einzelnen Anschlüsse gezielt ansprechen und ein- beziehungsweise ausschalten. Hierbei wäre jedoch die Fernsteuerung mittels einer Fernbedienung zu unsicher, weil diese auch in die Hände Unbefugter gelangen könnte. Deswegen erfolgt die Fernsteuerung über eines von vielen möglichen Protokollen. Die am häufigsten verwendeten sind das Internet Protocol (IP), das Simple Network Management Protocol (SNMP) und Mobus. Auf diesem Weg ist es dann möglich, die Stromversorgung der an die PDU angeschlossenen Netzwerkkomponenten wie Switches und Hubs zu kontrollieren und gegebenenfalls zu modifizieren.

Spannungskompatibilität

Die jeweiligen PDUs haben eine unterschiedliche Spannungskompatibilität. Diese muss unbedingt berücksichtigt werden, um eine Überhitzung der PDU und aller an ihr angeschlossenen Geräte zu vermeiden. In den meisten Fällen liegt diese Kompatibilität zwischen 120 und 240 Volt. Vermeiden Sie es unbedingt, eine PDU mit einer zu niedrigen Spannungskompatibilität an eine zu starke Stromquelle anzuschließen. Entscheiden Sie sich lieber für ein Modell, das einen stärkeren Stromfluss verträgt. Oftmals nimmt die Spannungskompatibilität mit der Anzahl der in einer PDU verfügbaren Anschlüsse zu. An diese werden schließlich zahlreiche Geräte angeschlossen, die ihrerseits Strom aus dem Leistungsverteiler abziehen. Dieser muss in der Lage sein, hohe Voltzahlen auszuhalten und alle Geräte zuverlässig zu versorgen.

Anzahl der Ausgänge

PDUs unterscheiden sich unter anderem durch die Zahl ihrer Ausgänge. Die Anzahl beträgt in der Regel zwei bis acht Ausgänge. Ein einzelner Anschluss wäre ineffektiv, da das angeschlossene Gerät dann auch direkt an die Steckdose angeschlossen werden könnte. Bei mehr als acht Anschlüssen wird der PDU wiederum eine extrem hohe Spannungskompatibilität abverlangt, weswegen sich die meisten Nutzer ab dieser Größenordnung für den Einsatz eines zweiten Leistungsverteilers entscheiden. Bevor Sie sich auf die Suche nach für Sie passenden Modellen machen, sollten Sie sich genau überlegen, welche Geräte Sie in Ihr Netzwerk integrieren möchten. Hiervon ist nämlich abhängig, wie viele Ausgänge Ihre PDU bereitstellen muss. Planen Sie nach Möglichkeit zwei Anschlüsse ein, die bei der Inbetriebnahme des Netzwerks noch leer bleiben. Im Laufe der Zeit und bei regelmäßiger Nutzung des Netzwerks stellen Sie mit Sicherheit irgendwann fest, dass Sie ein bestimmtes Gerät vergessen haben oder gerne noch zusätzlich zu Ihrem Netzwerk hinzufügen würden. Dann ist es schön, wenn für dieses Gerät bereits ein freier Anschluss verfügbar ist und Sie nicht erst einen zusätzlichen Leistungsverteiler kaufen müssen.

Kabellänge

Die Kabellänge ist ein wichtiges Kaufkriterium bei PDUs. Hier gilt es nämlich, einen gesunden Mittelweg zu finden. Das Kabel muss so lang sein, dass die PDU problemlos an die Steckdose gelangt und gleichzeitig nahe genug an allen Geräten ist, die sie mit Strom versorgen soll. Ist das Kabel nämlich zu lang, dann nimmt es unnötig viel Platz im Rackmontage-Schrank ein oder liegt als Stolperfalle auf dem Fußboden. Ist das Kabel hingegen zu kurz, ist es schwierig, die einzelnen Geräte an der PDU anzuschließen, und es droht immer die Gefahr, dass ein Kabel bricht oder aus seinem Ausgang herausspringt. Überlegen Sie sich vor dem Kauf Ihres Kabels daher genau, welche Entfernung Sie damit überbrücken müssen und wo genau der Rackmontage-Schrank mit der PDU stehen soll. An einer Wand entlang lässt sich ein Kabel nämlich leichter unterbringen als einmal quer durch einen Raum. Selbstverständlich sind auch die Kabel und Stecker der anzuschließenden Geräte wichtig. Bei diesen handelt es sich meist um Gerätestecker für Schukosteckdosen oder NEMA 5.

Besonderheiten bestimmter Module

Viele PDUs werden heutzutage standardmäßig mit besonderen Eigenschaften ausgestattet, die das Arbeiten mit dem Leistungsverteiler leichter, bequemer und sicherer machen sollen. Hierzu zählt unter anderem ein Überspannungsschutz. Die PDU erkennt automatisch, wenn eine Überspannung droht und schaltet die gefährdeten Stromkreise dann ab. Auf diese Weise werden Beschädigungen an den einzelnen Netzwerkkomponenten und ein Ausfall des Netzwerks selbst verhindert. Zudem gibt es neben der Fernsteuerung in vielen solcher Geräte auch eine Zeitschaltuhr. Diese kann manuell eingestellt werden und aktiviert sich zu einem bestimmten Zeitpunkt von selbst. Ohne dass Sie jedes Mal daran denken müssen, aktiviert die PDU dann zu einer festgesetzten Uhrzeit einen ganz bestimmten Stromkreis oder schaltet diesen ab. Eine ebenfalls nützliche Funktion vieler PDUs ist ein Messgerät für den elektrischen Energieverbrauch. Dieser wird nicht allein für die gesamte PDU eingesetzt, sondern jeder Anschluss wird separat überwacht. Des Weiteren befinden sich in solchen Geräten immer häufiger Feuchtigkeits- und Temperaturmesser. Die PDU ist dann in der Lage, die Temperatur und die Feuchtigkeit im Rack zu messen und die Ergebnisse an Sie zu übermitteln. So werden Sie rechtzeitig informiert, wenn die Temperatur über einen kritischen Wert steigt oder es im Rack zu feucht wird, und können direkt reagieren.

Diverse Marken und Anbieter von PDUs

PDUs werden von ganz unterschiedlichen Anbietern vertrieben. Wenn Sie Wert auf Markenqualität und moderne, innovative Technik legen, dann wird Ihre Wahl auf die Angebote von Markenherstellern wie APC oder HP fallen. Diese Modelle überzeugen nämlich durch eine erstklassige Qualität und sichern Ihr Firmennetzwerk auch gegen Überspannungen ab. Sie sind somit bestens vor Beschädigungen an den kostbaren Netzwerkgeräten und einem Stillstand Ihres Unternehmens geschützt. Doch auch im privaten Bereich sind hochwertige PDUs durchaus sinnvoll. Das ist nämlich immer dann gegeben, wenn Sie viele elektrische Geräte gleichzeitig betreiben, die eine Menge Strom verbrauche. Haben Sie hingegen einen geringen Stromverbrauch und arbeiten mit widerstandsfähigen Geräten, auf denen sich keine extrem wichtigen Daten befinden, dann kann eine preiswerte PDU von einem No-name-Anbieter eine sehr gute Alternative für Sie darstellen.

Wichtige Auswahlkriterien bei PDUs

Sicherheit ist das wichtigste Kriterium beim Kauf einer PDU. Sie müssen unter allen Umständen verhindern, dass die PDU durchbrennt und dass die daran angeschlossenen Geräte Schaden nehmen. Ebenfalls von großer Bedeutung ist der Formfaktor der PDU. Je kleiner und handlicher das von Ihnen gewählte Modell ist, ohne dass hierbei die Spannungskompatibilität zu drastisch sinkt, desto besser lässt es sich zum Beispiel in einem Rack unterbringen. Sollte Ihre PDU in einem Firmennetzwerk zum Einsatz kommen, sind Extras wie ein Überspannungsschutz und ein Temperaturmesser ausgesprochen empfehlenswert. Im privaten Bereich sind ganz einfach Modelle hingegen oftmals ausreichend. Erkundigen Sie sich am besten einmal bei Freunden und Bekannten oder Kollegen mit eigenem Firmennetzwerk über deren Erfahrungen mit bestimmten PDUs. Je mehr unabhängige Erfahrungen aus dem Alltag Sie in die Kaufentscheidung mit einfließen lassen können, desto besser.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden