Ratgeber zum Kauf einer tragbaren Stereoanlage: Zwischen diesen Größen können Sie wählen

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Ratgeber zum Kauf einer tragbaren Stereoanlage: Zwischen diesen Größen können Sie wählen

Tragbare Stereoanlagen existieren in vielen Größen und mit unterschiedlichem Funktionsumfang. Die klassischen Gettoblaster von früher sind heute genauso weiterhin erhältlich, wie moderne Geräte, die wesentlich kleiner und kompakter sind. Dieser Ratgeber informiert Sie über das breite Spektrum der tragbaren Stereoanlagen, von der winzigen Box bis zum großen Gettoblaster mit Subwoofer.

Kurze Geschichte der Stereoanlage

Der deutsche Rundfunk sendet erst seit 1963 Sendungen in Stereo-Qualität. Seit dieser Zeit sind für Privatpersonen die ersten stereofähigen Plattenspieler, Tonbandgeräte und Rundfunkempfänger erhältlich. Zuvor wurden lediglich Geräte mit Monofunktion verkauft. Aus technischen Gründen ist die Stereoanlage bis in die 1980er-Jahre hinein so groß gewesen, dass es sich dabei gleichzeitig häufig auch um ein Möbelstück handelte. Eine typische Stereoanlage bestand zu dieser Zeit aus einem UKW-Rundfunkempfänger, einem Plattenspieler, mindestens einem Kassettendeck, einem Verstärker und einem Paar Lautsprechern. Später kamen der CD-Spieler und andere digitale Formate hinzu, die sich jedoch nicht durchsetzten (z. B. MiniDisc). Durch die weite Verbreitung der Heimkinoanlagen haben Anlagen, die mit mehr als zwei Kanälen ausgestattet sind, inzwischen an Bedeutung gewonnen (häufig 5.1-Dolby Surround Anlagen).

Die tragbare Stereoanlage: vom tragbaren Transistorradio zum Gettoblaster

Das tragbare Transistorradio (Kofferradio) ist das erste tragbare Gerät zur Wiedergabe von Musik. Der Radiorekorder ist die erste Weiterentwicklung und zusätzlich mit einem Kassettenrekorder ausgestattet. Die Wiedergabe von Kassetten ist damit genauso möglich wie die Aufnahme. In vielen Fällen ist ein Mikrofon integriert, sodass nicht nur Radiosendungen aufgezeichnet, sondern auch die Umgebungsgeräusche aufgenommen werden können. Bei etwas größeren Geräten sind zwei Kassettenteile integriert, wodurch das Anfertigen von Kopien möglich ist. Ende der 1970er-Jahre gab es kaum ein Zimmer eines Jugendlichen, in dem nicht eine tragbare Stereoanlage herumstand oder der Bewohner von dem Besitz einer solchen Anlage geträumt hat.

Der Radiorekorder, dann Gettoblaster genannt, wurde erst in den USA zu einem richtigen Hype. Besonders in den ärmeren Stadtvierteln waren die Geräte überall anzutreffen. Wurde z. B. in einem Park von mehreren Gruppen mit einem Gettoblaster derselbe Radiosender eingestellt, konnte die große Party direkt beginnen. Anfangs noch schwer und hochwertig verarbeitet, kam später immer mehr Plastik zum Einsatz. Mit der Erfindung der CD wurden entsprechende tragbare CD-Radiorekorder angeboten, die mit Kassettenfach, CD-Player und Radio ausgestattet sind. Solche Radiorekorder mit CD sind heute gelegentlich in Küchen oder anderen Wohnräumen anzufinden. Zu Beginn der 1990er-Jahre wurde der Gettoblaster durch den Walkman und die stationäre Stereoanlage fast vollständig vom Markt verdrängt. Heute sind wieder kleinere Geräte beliebt, die direkt an einen MP3-Player angeschlossen werden und so am Strand, im Garten oder im Park für gute Musikunterhaltung sorgen.

Die unterschiedlichen Größen der tragbaren Stereo-Anlage

iPod und andere MP3-Player sind heute ständige Begleiter, alternativ sind auch Smartphones in der Lage als Musikabspielgeräte zu agieren. Die eingebauten Lautsprecher sind in diesen Geräten, wenn überhaupt vorhanden, kaum zumutbar. So wie früher Jugendliche mit einem Gettoblaster auf der Schulter durch die Gegend zogen, sieht man heutige Jugendliche mit aktiviertem Smartphone-Lautsprecher und hört selbst nur ein Krächzen, das mit Musik wenig zu tun hat. Durch das MP3-Format sind CDs, Kassetten und andere Formate überflüssig geworden. Ein ganzer Tag abwechslungsreicher Musik und noch viel mehr lässt sich bequem auf einer einzigen kleinen Speicherkarte hinterlegen.

Was ist die kleinste tragbare Stereo-Anlage?

Die kleinste tragbare Stereo-Anlage wird heute mit zwei kleinen Handy-Lautsprechern realisiert, die über Kabel oder Bluetooth mit dem MP3-Player oder Smartphone verbunden sind und Musik in Stereo-Qualität abspielen. Die kleinen Lautsprecher sind teilweise mit einem Steckplatz für eine SD-Speicherkarte oder USB-Schnittstelle im Gehäuse erhältlich, sodass kein weiteres Gerät benötigt wird. Eine SD-Speicherkarte mit MP3-Liedern wird eingesteckt, fertig ist die tragbare Stereo-Anlage. Der Klang dieser Mini-Lautsprecher ist teilweise unter Berücksichtigung der winzigen Ausmaße beachtlich. Größere Räume werden so aber nicht mit hochwertiger Musik versorgt. Die geringen Ausmaße und das Gewicht sind die Hauptvorteile dieser kleinen Lautsprecher. Eine kleine Gruppe ist so mit entspannter Hintergrundmusik versorgt.

Die tragbaren Lautsprecher

CDs, Kassetten, Platten und ein Radioempfänger – dank der digitalen Revolution ist all das überflüssig geworden. Moderne MP3-Player und Smartphones vereinen sämtliche Funktionen in einem Gerät. Lediglich die Soundqualität kann aufgrund der geringen Größe dieser Geräte nicht überzeugen. Tragbare Stereo-Anlagen, die mit CD-Spieler und Kassettendeck ausgestattet sind, werden kaum noch verkauft, da die Funktionen nicht mehr benötigt werden. Tragbare Lautsprecher setzen sich daher seit einigen Jahren vermehrt durch und ersetzen manchmal sogar die Stereoanlage daheim. Über einen Docking-Anschluss, ein Kabel, über Bluetooth oder WLAN wird eine Verbindung zwischen dem tragbaren Gerät und dem Abspielgerät hergestellt. Batterien versorgen, wie zu Zeiten des Gettoblasters, das Gerät mit Energie. Die portablen Lautsprecher sind in unterschiedlichen Größen erhältlich, bei Bedarf ist der Anschluss einer einzelnen Box ebenso möglich. Die Gehäuse der heutigen tragbaren Stereo-Anlagen werden hauptsächlich von den Lautsprechern ausgefüllt. Teilweise ist ein UKW-Empfänger integriert, wenn nicht, ist meist das angeschlossene Smartphone oder der MP3-Player in der Lage, das Radiosignal zu empfangen.

Der Gettoblaster: groß, schwer und laut

Wer auf der Suche nach einer tragbaren Stereo-Anlage ist, mit der problemlos eine ganze Party unterhalten werden kann, ist mit einem großen Gettoblaster bestens ausgerüstet. Heute werden diese auch Boomblaster oder Boombox genannt. Solche Geräte verfügen über Lautsprecher mit 400 Watt und mehr (auch kleinere Formate sind erhältlich). Zum komfortableren Transport ist häufig ein Umhängegurt im Lieferumfang enthalten. Über den AUX-IN Audio-Eingang sind andere Geräte anschließbar. Meist ist ebenso eine Bluetooth-Schnittstelle oder ein Docking-Anschluss integriert. Die großen Geräte verfügen über eigene MP3-fähige CD-Player und Radio-Tuner. Damit der Bass auch im Freien richtig zur Geltung kommt, sind die Boomblaster häufig gleich mit mindestens einem Subwoofer ausgestattet. Dafür wiegen diese Geräte schnell mehr als 5 kg und sind somit nicht sonderlich handlich. Dementsprechend liefern diese auch z. B. auf dem Basketballplatz im Freien eine Lautstärke, die sich sehen lassen kann. Natürlich kann der Gettoblaster auch an das Stromnetz angeschlossen und betrieben werden. Der mobile Betrieb über Batterien ist nur eine Option.

Anbieter moderner Gettoblaster

Es ist eine breite Palette moderner Gettoblastern unter anderem von Herstellern wie JVC, Sharp, AEG, Sony, Panasonic oder Philips erhältlich. Speziell für den beliebten und verbreiteten iPod von Apple gibt es Gettoblaster, die über einen Docking-Anschluss für diesen verfügen (Gettoblaster-iPod). Der iPod ist auf diese Art und Weise in das Gerät integriert und verschwindet teilweise vollständig hinter einer Klappe. Das nächste Album wird dann direkt über die Bedienelemente des Gettoblasters ausgewählt.

Welche tragbare Stereoanlage ist die richtige für Sie?

Bei der Frage nach der am besten geeigneten tragbaren Stereoanlage sind zwei Punkte von entscheidender Bedeutung. Erstens, wie wichtig ist die Mobilität? Muss das Gerät möglichst klein, handlich, kompakt und leicht sein? Zweitens, wie wichtig sind die maximale Lautstärke und der Bass? Klang benötigt Platz zur Entfaltung. Zwar beeindrucken schon sehr kleine Geräte mit überraschend gutem Sound, ein druckvoller und lauter Bass ist mit kleinen tragbaren Stereoanlagen aber schwer zu erreichen. Letztlich spielt natürlich immer auch der Preis eine Rolle.

Die tragbaren MP3-Lautsprecher sind in der kleinsten Form nur so groß, wie die Handy-Lautsprecher. Teilweise verfügen diese über einen direkten Anschluss für eine Speicherkarte, sodass kein weiteres externes Gerät angeschlossen werden muss. Die Soundqualität entspricht weitgehend der der Notebook-Lautsprecher. Die größeren Modelle der tragbaren MP3-Lautsprecher wiegen meist weniger als ein Kilogramm und passen noch bequem in jeden Rucksack. Ausgestattet mit einem SD-Kartenslot zum Einschub einer Speicherkarte, mit USB-Anschluss für Ihren Speicherstick, mit Line-In-Eingang zum Anschluss von diversen Audioquellen und häufig auch optionalen Funkverbindungen ist an alles gedacht.

Wollen Sie Ihren iPod anschließen?

Zusätzlich verfügen manche Geräte über ein eigenes Display, ein integriertes Radio und andere Details. Besonders beliebt sind die tragbaren Lautsprecher für den iPod mit Dockinganschluss. In vielen Haushalten ersetzt diese Kombination bereits die Stereoanlage. Die Geräte sind nicht sehr groß, jedoch hochwertig verarbeitet und liefern einen sauberen und guten Sound. Die günstigsten Geräte dieser Sparte erfüllen diese Kriterien jedoch nicht. Mit den tragbaren Lautsprechern kann im Klassenzimmer ein Film vorgeführt oder beim Grillen im Garten für angenehme Hintergrundunterhaltung gesorgt werden. Eine richtige Party im Freien ist damit jedoch noch nicht realisierbar. Auch heute sind dafür noch die Ghettoblaster zuständig.

Der gute alte Gettoblaster für die Party im Grünen

Diese sind deutlich größer und schwerer, verfügen häufig neben mindestens zwei Lautsprechern auch über einen Subwoofer und machen richtig Alarm. Wird der Ghettoblaster auf die maximale Lautstärke aufgedreht, ist eine Beschwerde der Nachbarn gewiss. Je nach Gerät ist meist zusätzlich ein CD-Spieler und Radio verbaut. Optional ist bei einigen dieser Geräte eine Bluetooth-Schnittstelle integriert. Smartphone und MP3-Player können über diese mit dem Ghettoblaster verbunden werden, wodurch lästige Kabel vollständig entfallen. Mit Docking-Port ausgestattet, übernimmt der Ghettoblaster auch die Wiederaufladung des Endgeräts. Aufgrund eines Gewichts von teilweise mehr als 5 KG und der relativ großen Ausmaße werden die Geräte heute mit Tragegriffen und Schultergurt ausgeliefert. Einer großen Party im Grünen steht so nichts mehr im Weg.

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