Ratgeber zu Auswahl und Pflege von edler Damenmode aus Seide

Aufrufe 1 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Ratgeber zu Auswahl und Pflege von edler Damenmode aus Seide

Kein Stoff ist so zart wie Seide: Die exklusive Naturfaser garantiert ein besonders angenehmes, hautsympathisches Trageerlebnis. Echte Seide gilt als Königin der Naturfasern und begeistert ihre Trägerin immer wieder aufs Neue mit ihrer luxuriösen und extravaganten Optik. In vielen Ländern der Welt wird Seide bereits seit Jahrtausenden als bevorzugte Stoffqualität für besonders exklusive Damenmode geschätzt und kann bis heute nicht in einer vergleichbaren Luxusqualität synthetisch nachgebildet werden. Auch wenn synthetisch hergestellte Garne auf den ersten Blick durchaus wie echter Seidenstoff wirken, gibt es dennoch optische Unterschiede und auch das wunderbare Tragegefühl echter Seide wird nicht erreicht. In der Damenmode gehört die edle Naturfaser bis heute zu den gefragten Stoffqualitäten für Textilien wie Blusen, Kleider oder Tops. Wenn Sie sich für ein exklusives Accessoire oder hochwertige Damenmode aus Seide entscheiden, erwerben Sie einen Hauch von Luxus für jeden Tag.

Damit Damenmode aus Seide jedoch möglichst lange wie neu aussieht und ihre Eigenschaften behält, benötigt sie dafür auch eine vergleichbar aufwendige Pflege. Erfahren Sie jetzt mehr über die Geschichte und Entstehung von Seidenstoffen und lesen Sie, wie Sie Ihre Lieblingsmode aus Seide richtig und schonend pflegen. Informieren Sie sich auch über die Qualitätskriterien, auf die Sie beim Kauf von Textilien aus Seide achten sollten. Echter Seidenstoff ist immer etwas Besonderes: Die edle Naturfaser zeichnet sich durch eine Vielzahl von charakteristischen Merkmalen aus.

Geschichte des Seidenstoffes: Seide im alten China und heute

Die Herstellung von Seide geht bereits auf die Zeit von etwa 3000 bis 2000 v. Chr. zurück. Bereits in dieser Epoche wurde im alten China wilde Seide hergestellt. Man vermutet, dass der chinesische Kaiser Fu Xi als Erster auf die Idee kam, Seidenraupen zur Stoffherstellung einzusetzen. Die Legende berichtet außerdem von dem bekannten Kaiser Shennong, der den Anbau von Maulbeerbäumen zur Stoffherstellung kultiviert haben soll. Schon seit Jahrtausenden betreibt China einen regen Handel mit seinen exklusiven Seidenstoffen, die schließlich auch ihren Weg nach Rom fanden. Später bildeten sich auch in Europa verschiedene Zentren der Seidenproduktion, zu denen Italien und auch deutsche Städte - so beispielsweise Krefeld - gehörten. Zu den bekanntesten Handelsrouten der Welt gehört bis heute die historische Seidenstraße, die den Weg des kostbaren Seidenstoffs bis nach Europa dokumentiert und auf der auch Marco Polo einst nach China reiste. Bis heute gehört China zu den Haupterzeugern von Seidenstoffen. Die exklusive Faser wird außerdem in Ländern wie Japan und Indien produziert.

Herstellung von Seide: So entsteht der luxuriöse Seidenstoff

Seide ist eine Naturfaser, die hauptsächlich aus Protein besteht und aus den Kokons der Seidenraupe gewonnen wird. Echte Seide ist also tierischen Ursprungs und damit im weitesten Sinn mit echter Wolle vergleichbar. Die meisten Seidenraupen ernähren sich von den Blättern des Maulbeerbaums, weshalb der Seidenstoff auch häufig als Maulbeerseide bezeichnet wird. Wenn sich die Raupen verpuppen, bilden Sie im Maul einen Seidenfaden, den sie in etwa 300.000 Windungen um sich herum spinnen. Dabei besteht jeder Kokon aus einem langen Faden, der später mit drei bis acht anderen Fäden zusammengelegt wird und dann den eigentlichen Faden für das Seidengewebe bildet. Da der Seidenleim, der die einzelnen Fäden zusammenklebt, häufig gelblich wirkt, wird die fertige Seide in Seifenwasser gekocht und erhält damit eine reine weiße Farbe. Der Seidenfaden wird dann häufig noch weiter veredelt.

Typisch Seide: Besonderheiten von Seidenstoffen

Seide hat die höchste Elastizität aller Naturfasern und gehört insbesondere aufgrund ihrer feinen Materialstruktur zu den weltweit geschätzten Textilstoffen. Auf der Haut fühlen sich Textilien aus Seide sehr zart an und tragen sich deutlich angenehmer als synthetische Fasern. Diese Eigenschaften machen den besonderen Charakter von Seidenstoffen und auch ihren exklusiven Preis aus:

  • Seide hat einen schimmernden Glanz.
  • Seide ist elastisch und weitgehend knitterfrei.
  • Seide ist temperaturausgleichend und für alle Jahreszeiten geeignet.
  • Seide nimmt Feuchtigkeit auf, man schwitzt in Seidentextilien kaum.
  • Seide gehört zu den hautfreundlichsten Fasern.

Damenmode aus echter Seide steht für Exklusivität und Wertigkeit. Echte Seidenmode ist auf den ersten Blick erkennbar und bietet den Tragekomfort einer hautsympathischen Naturfaser.

Qualitätskriterien von Damenmode aus Seide: Worauf muss ich beim Kauf achten?

Damenmode aus Seide erkennen Sie an den Materialangaben „100 % Seide" oder „reine Seide". Neben reiner Seide gibt es auch eine Vielzahl von Materialmixen wie Baumwolle mit einem Anteil echter Seide. Anhand welcher Kriterien Sie die Qualität von Damenmode aus Seide beurteilen können und wie Sie die verschiedenen Seidenarten unterscheiden, erfahren Sie hier.

Qualität von Seidenstoffen

Für den Kauf von Accessoires und Damenmode aus Seide gilt grundsätzlich: Seidenstoff allein ist kein Qualitätskriterium. Beim Vergleich verschiedener Seidenstoffe werden Sie feststellen, dass Seidentextilien in unterschiedlicher Dicke erhältlich sind. Einige Seidentextilien sind dichtmaschig und schwer, während andere Stoffe hauchdünn ausfallen. Zu den hochwertigsten Qualitäten gehören dabei die dicken, schweren Seidenstoffe. Diese Seidenstoffe sind deutlich robuster als Textilien mit hauchfeiner Stoffstruktur.

Die beliebtesten Seidengewebe

Man unterscheidet Seidenstoffe anhand ihrer Webverfahren. Zu den bekanntesten Gewebearten für Seide gehören:

  • Satin
  • Taft
  • Brokat

International haben sich zudem verschiedene Qualitätsbezeichnungen für Seidenstoffe etabliert. Dazu gehören je nach Materialqualität:

  • Haspelseide bzw. Maulbeerseide (Maulbeerseide mit Endlosfaden von höchster Feinheit)
  • Schappeseide (mittellange Seidenfasern mit guter Glätte und Feinheit)
  • Bouretteseide (Seidenstoff aus den Resten der Schappe-Spinnerei mit Unebenheiten)
  • Wildseide (Fäden verschiedener Seidenspinner mit grober, schwerer Struktur)

Auch wenn Sie die Qualität von Seide vielleicht nicht fachmännisch benennen können, ermöglicht Ihnen die unterschiedliche Haptik der Stoffqualitäten eine einfache Beurteilung der qualitativen Eigenschaften beim Kauf. So ist schwerer Seidenstoff hochwertiger und vor allem langlebiger als feine Seidenqualitäten. Auch eine glänzende und glatte Stoffstruktur auf Basis von Endlosfäden können Sie sehr leicht von gröberen Stoffqualitäten unterscheiden.

Pflege von Seidentextilien: So pflegen Sie Ihre Seidenmode richtig

Echte Seide zeichnet sich durch eine traumhafte Materialqualität aus, die Sie beim Tragen begeistern wird. Leider hat diese Feinheit des Naturmaterials aber auch einen Nachteil: Seide ist sehr pflegeintensiv. Sie müssen Seidentextilien und exklusive Accessoires aus Seide zudem sehr pfleglich behandeln, um möglichst lange daran Freude zu haben. Trotzdem ist die Pflege von Seidentextilien natürlich keine unlösbare Aufgabe, wenn Sie die wichtigsten Pflegehinweise beachten. Dabei werden Sie mit einem zeitlosen Kleidungsstück belohnt, das Sie viele Saisons tragen können.

Seide richtig waschen

Seidentextilien waschen Sie mit einem speziellen Fein- oder Seidenwaschmittel bei 30 Grad. Waschen Sie Ihre Textilien aus Seide am besten einzeln oder nacheinander. Beachten Sie, dass echte Seide beim Waschen immer etwas Farbe abgibt. Sie können also nur Seidentextilien zusammen waschen, die die gleiche Farbe haben. Robustere Seidenstoffe sind teilweise auch für die Maschine geeignet: Verwenden Sie aber nur spezielle Waschprogramme und Waschmittel für Seide.

Seide richtig trocknen

Textilien aus echter Seide sind grundsätzlich nicht für den Trockner geeignet. Wringen Sie die Textilien nach dem Waschen nicht aus, sondern hängen Sie sie tropfnass zum Trocknen auf.

Seide chemisch reinigen

Sie können Mode aus Seide auch chemisch reinigen lassen. Eine chemische Reinigung empfiehlt sich für besonders sensible Textilien wie ein exklusives Seidenkleid. Beachten Sie jedoch, dass starke Flecken sich auch bei einer chemischen Reinigung häufig nicht aus Seidenstoffen entfernen lassen. Bei der chemischen Reinigung heller Seidentextilien kann sich zudem, wie auch bei der Handwäsche, ein grauer Schleier bilden.

Seide richtig bügeln

Bügeln Sie Ihre Lieblingsmode aus Seide immer von links bei niedriger Temperatur.

Feminin & modisch: die beliebtesten Damenmode-Trends aus echter Seide

Exklusive Seidenmode hat bereits eine Jahrtausende alte Tradition. Bis heute zählt Naturseide zu den exklusivsten Stoffarten für hochwertige Damenmode. Feminine Accessoires und Damenmodetrends aus Seide sind immer etwas Besonderes und unterstreichen ein stilvolles Business-Outfit ebenso wie klassische Abendmode. Zu den meistgewählten Damenmodetrends aus Seide gehören dabei diese Klassiker:

Seidenkleider

Mit hautsympathischen Trageeigenschaften und einer besonders exklusiven Stoffqualität begeistern Kleider aus 100 % Seide. Die eleganten Seidenkleider erhalten Sie in Stilvarianten wie Abendkleider, Cocktailkleider und Etuikleider. Hochwertige Kleider aus Seide finden Sie im Sortiment vieler Designermodemarken wie Etro oder Joop. Für Seidenkleider ist eine chemische Reinigung empfehlenswert.

Seidenblusen

Zeitlos schön: Feminine Seidenblusen begleiten Sie stilsicher ins Büro und zu besonderen Anlässen. Zu den beliebtesten Seidenblusen gehören Hemdblusen und Schluppenblusen. Diese finden Sie im Sortiment zahlreicher Marken wie Jil Sander, Ralph Lauren und teilweise auch bei Trendmarken wie Mango. Eine Seidenbluse sieht nicht nur besonders edel aus, sondern bringt Sie auch nicht ins Schwitzen. Im Gegensatz zu synthetischen Fasern neigen Seidenblusen nicht zu Schwitzflecken und es bilden sich auch keine unangenehmen Gerüche. Beachten Sie: Seide und Deos vertragen sich nicht. Verwenden Sie kein Deo, wenn Sie eine Seidenbluse tragen und sprühen Sie auch kein Parfum direkt auf den Stoff. Die meisten Seidenblusen können Sie auch zu Hause als Handwäsche oder im speziellen Waschprogramm reinigen.

Seidentücher

Ein echter Accessoires-Klassiker ist das Seidentuch. Sie erhalten Seidentücher in verschiedenen Größen bei Marken wie Esprit, Fendi oder Kenzo. Sie können die beliebten Accessoires sowohl als Halstücher, Kopftücher und Armbänder verwenden. Kleine Seidentücher werden überwiegend in der Größe 50 x 50 cm angeboten, während große Tücher bis zu 110 cm lang sind. Die modischen Seidentücher sind in unterschiedlichen Materialqualitäten von feinstem Seidenstoff bis zu schweren Stoffqualitäten erhältlich. Bei vielen Designermarken wie Burberry gehören Seidentücher im charakteristischen Design des Modehauses zu den beliebtesten Damen-Accessoires. Zur Reinigung eines Seidentuchs genügt in der Regel eine kurze Handwäsche mit einem geeigneten Feinwaschmittel.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden