Ratgeber zu Auswahl und Einbau von Schiebetoren für Garten und Grundstück

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Ratgeber zu Auswahl und Einbau von Schiebetoren für Garten und Grundstück

Ein offenes Grundstück kann von jedem betreten und begutachtet werden. Selbst Schilder oder Hinweise auf bissige Haustiere halten energische Einbrecher nicht ab. Aus diesem Grund sind gewisse Sicherheitsmaßnahmen für Hausbesitzer notwendig, zum Beispiel mit einem eigenen Zaun und dem passenden Einfahrtstor. Robuste Schiebetore dienen der Zutrittskontrolle und bewahren Garten und Grundstück vor einem unbefugten Zutritt. Sie sorgen für Ihre eigene Sicherheit und schrecken Einbrecher wirkungsvoll ab. Wichtig: Das Tor sollte nicht einfach zu öffnen oder leicht zu überwinden sein. Schiebetore bestehen deshalb aus widerstandsfähigem Material und lassen sich direkt auf die Einfahrtsbreite anpassen. Sie erhalten zusätzlichen Komfort mit der passenden Funkfernbedienung. Per Knopfdruck öffnet sich das Tor beim Heranfahren an die Einfahrt und schließt sich danach automatisch wieder. Sicherheit und Komfort müssen sich in diesem Bereich nicht zwingend ausschließen. Im folgenden Ratgeber erfahren Sie mehr über Aufbau und Funktionsweise der Schiebetore. Außerdem stellen wir Ihnen gängige Materialien vor und gehen auf die Sicherheitsmerkmale und Funktionen der Tore ein.

Die Funktionsweise und Vorteile von Schiebetoren

Schiebetore werden sowohl an privaten als auch gewerblichen Einfahrten verwendet. Sie dienen der Zutrittskontrolle und grenzen das Grundstück zu Sicherheitszwecken ein. Dabei können hier viele Sicherheitsaspekte dahinterstehen. Zum einen schrecken die Tore Einbrecher ab und lassen sich nicht ohne Weiteres von Unbefugten öffnen. Gehören Kinder oder Tiere zum Haushalt, werden Sie sicher vor der Straße geschützt. Sie können nicht einfach aus dem Grundstück herauslaufen und sicher im eigenen Grundstück spielen. Bei gewerblichen und industriellen Grundstücken steht hinter einem Einfahrtstor eine spezielle Zutrittkontrolle. Nicht jeder besitzt einen Schlüssel oder eine Fernbedienung, um das Tor zu öffnen. Auch hier bleibt Unbefugten der Zutritt zum Grundstück verwehrt.
Bestens für diesen Zweck eigenen sich Schiebetore. Sie lassen sich seitwärts mit einer waagerechten Bewegung öffnen. Über eine hochwertige Schiebevorrichtung gleiten die Tore zur rechten oder zur linken Seite hinweg, je nach Platz auf dem Grundstück. Im Vergleich zu einfachen Torflügeln erhalten Sie hier eine enorme Platzersparnis. Einzelne Flügel öffnen sich üppig nach außen oder innen zum Toreingang, sodass dieser Bereich immer frei bleiben muss. Ein Schiebetor schmiegt sich beispielsweise an den Lauf des Zauns an, sodass Sie mit dem Wagen direkt an das Tor heranfahren können. Diese besonderen Tore sind deutlich weniger anfällig auf Mängel, da hier deutlich geringere Hebelkräfte wirken und die Beschläge nicht zu stark beansprucht werden.

Schiebetorantrieb manuell oder elektrisch – was eignet sich besser?

Bei sehr kleinen Schiebetoren genügt ein manueller Antrieb. Hierbei schieben Sie das Tor persönlich auf, nachdem sie es vorher entriegelt haben. Deutlich komfortabler sind die automatischen Antriebe. Größere Schiebetore sind so schwer, dass sie sich kaum mit der Hand aufschieben lassen. In diesem Fall müssen Sie auf einen passenden Antrieb zurückgreifen. Die Automatisierung des Tores ist dabei sofort bei Einbau oder auch nachträglich möglich. An fast jedes Schiebetor lässt sich später noch ein automatischer Torantrieb anbauen, wenn Ihnen das manuelle Aufschieben zu schwer erscheint. Der automatische Antrieb hat den Vorteil einer Fernbedienung oder eines Tasters. Per Funk steuern Sie das Verhalten des Tores und bestimmen, ob es sich öffnen oder schließen soll. Manche Tore besitzen sogar einen automatischen Zulauf. Hat die Person oder das Fahrzeug die Einfahrt passiert, bringt sich das Tor nach wenigen Minuten selbst in den Ursprungszustand. Bekannte Hersteller für Torantriebe sind beispielsweise:

  • Hörmann
  • Sommer
  • Rademacher

Darauf sollten Sie beim Kauf von Schiebetor-Antrieben achten

Schiebetorantriebe sind mit verschieden starken Motoren versehen, die sich nach Torgröße und Gewicht richten sollten. Prüfen Sie deshalb bei der Auswahl die maximale Flügelbreite und die maximale Flügelhöhe. Antriebe für kleinere Tore bewegen meist nur eine Last bis zu 300 Kilogramm selbst. Handelt es sich um ein freitragendes Schiebetor, muss das Gewicht sogar noch geringer sein. Kleinere bis mittlere Schiebetore dürfen ein Gewicht von 500 Kilogramm nicht überschreiten, andernfalls benötigen Sie einen besonders leistungsstarken Antrieb für größere Schiebetore. Dieser kommt häufig nur im industriellen Bereich zum Einsatz. Außerdem unterscheiden sich die Antriebssysteme oft in ihrer Ausstattung. Hochwertige Modelle bieten viele verschiedene Zutritts- und Programmiermöglichkeiten. Dabei lassen sich an Ihrem Gartentor verschiedene automatische Öffnungsbreiten einstellen. Passiert nur eine Person das Tor, muss es sich nicht komplett öffnen. Über dieses System ist das Grundstück deutlich schneller wieder verschlossen. Befindet sich ein Fahrzeug vor dem Tor, öffnet es sich komplett und das Fahrzeug kann problemlos passieren.

Die Bedienung der Schiebetore mit einem Funk-Handsender

Die Steuerung erfolgt im Idealfall mit einem kleinen Handsender. Dieser befindet sich am Schlüsselbund oder an einer speziellen Halterung im Fahrzeug und ist schnell griffbereit. Ein Knopfdruck genügt und das Tor beginnt sich zu öffnen. Das Schließen erfolgt entweder durch einen zweiten Knopfdruck oder automatisch nach einer vorher eingestellten Zeit. Achten Sie hier beim Kauf darauf, dass am Torantrieb ein automatischer Zulauf vorhanden ist. Handsender und Empfangseinheit am Schiebetor sind auf eine Frequenz eingestellt. In der Regel handelt es sich hier um störungsfreie Frequenzen. Um sicherzugehen, testen Sie Sender und Empfänger direkt vor Ort. Somit lässt sich schnell ermitteln, bis zu welcher Distanz die beiden Komponenten noch aufeinander reagieren oder ob es mögliche Störfaktoren beim Einbau zu berücksichtigen gibt. Die Hersteller geben in der Produktbeschreibung die maximale Reichweite an. Diese kann sich durch elektrische Leitungen, dicke Betonmauern oder metallische Gegenstände reduzieren. Vorteilhaft ist eine kleine LED-Leuchte am Handsender. Sie zeigt an, ob die Taste entsprechend gedrückt wurde und ob das Gerät wirklich sendet.

Schiebetore in unterschiedlichen Materialien

Schiebetore sollten aus robusten und widerstandsfähigen Materialien bestehen, wie beispielsweise Metall oder Holz. Kombinationen davon lassen sich auf den persönlichen Geschmack anpassen, je nach Hersteller. Holz ist gerade bei privaten Grundstücken an Schiebetoren beliebt. Es wirkt natürlich und ist optisch sehr ansprechend. Dabei spielt die Wahl der Holzart eine wichtige Rolle. Mit Farben, Lasuren und speziell gewählten Maserungen sind viele Gestaltungsmöglichkeiten offen. Meist befinden sich die Holzelemente auf einem Metallrahmen und passen sich der Gestaltung des danebenliegenden Zauns an. Damit erhalten Sie ein harmonisches Gesamtbild an der Einfahrt ihres Grundstücks.

Schiebetore aus Metall sind häufiger im geschäftlichen Bereich vertreten. Dabei spielt die Optik eine weniger tragende Rolle, als die Sicherheit. Metalltore oder Stahltore gelten als besonders robust und erfüllen die höchsten Sicherheitsstandards. Für private Toranlagen greifen die Besitzer gern auf aufwendige Metallveredelungen und Verzierungen zurück. Bei industriellen Einsätzen kann darauf verzichtet werden. Der Vorteil: Die Schiebetore haben einen niedrigeren Preis. Manche Tore müssen als Sonderanfertigung bestellt werden. Achten Sie bei der Wahl darauf, dass die Tore robuste Schlösser besitzen und damit sicher vor Einbruch schützen. Außerdem lassen sich die Anlagen mit zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen ausstatten. Nicht alle davon dienen dem Einbruchschutz.

Sicherheitsvorkehrungen an einem Schiebetor: Lichtschranke und Co.

Schiebetore mit einem automatischen Torantrieb benötigen gewisse Sicherheitsvorkehrungen. Dazu gehört beispielsweise eine Lichtschranke, die das Tor bei einem Hindernis sofort stoppen lässt. Während viele Torsysteme von Werk her mit einer Lichtschranke ausgestattet sind, muss man diese bei anderen Anlagen nachrüsten. Man unterscheidet zwischen Einwege- und Zweiwegelichtschranken. Im ersten Fall trifft der Strahl des Senders der einen Torseite auf den Empfänger an der anderen Torseite. Wird der Strahl unterbrochen, muss das Tor sofort stoppen. Bei Kindern und Tieren im Haushalt sollten Sie auf diese Sicherheiten nicht verzichten. Die Reflektorlichtschranke ist deutlich einfacher zu verkabeln. Sender und Empfänger befinden sich dabei nur auf einer Torseite. Der Strahl des Senders wird auf der anderen Torseite reflektiert und trifft leicht abgelenkt auf das Empfangsmodul. Auch hier muss das Tor bei Unterbrechung sofort stoppen. Ein weiteres Sicherheitsmerkmal ist die Signalleuchte. Moderne Leuchten sind mit einer starken LED ausgestattet, die selbst bei Tag und direkter Sonneneinstrahlung gut zu erkennen ist. Die Montage ist an der Torsäule oder auf dem Fußboden möglich. Zusätzliche Sicherheitsgeräte sind Alarmanlagen und Überwachungskameras, die vor allem für industrielle Grundstücke sinnvoll sind.

So bauen Sie ein Schiebetor problemlos selbst ein

Schiebetore sind in einem vorgefertigten Bausatz erhältlich. Sie benötigen lediglich etwas handwerkliches Geschick und die richtigen Werkzeuge, um die Schiebetore selbst einzubauen. Eine pauschale Einbauanleitung gibt es nicht, da Sie grundsätzlich die Montagehinweise des Herstellers beachten müssen. Bei manchen Bausätzen müssen Sie das Schiebetor noch individuell an ihre Einfahrtbreite anpassen. Handelt es sich um Stahl- oder Leichtmetallprofile, können diese einfach mit einer Metallsäge oder einem Winkelschleifer getrennt werden. Danach verbinden Sie die einzelnen Teile des Schiebetores miteinander, wie es in der Anleitung geschrieben steht. Einfache Tore besitzen einen Ober- und Untergurt, in welche die Profile senkrecht eingefügt werden. Damit entsteht eine robuste Gitterstruktur. Jedes Schiebetor benötigt auch Führungssäulen, die das Tor später tragen. Sie müssen mit einem stabilen Betonsockel fest im Boden verankert sein. Handelt es sich um einen sehr tragfähigen und betonierten Untergrund, lassen sich diese Säulen auch problemlos anschrauben. Bei Unsicherheit ziehen Sie einen Fachmann zurate. Das Schiebetor fügen Sie im nächsten Schritt in die Führungssäulen ein, sodass es auf Rollen lagert. Prüfen Sie die Funktion dieser Lager und ob sich das Tor leicht bewegen lässt. Danach verbinden Sie das Schiebetor gegebenenfalls mit dem automatischen Antrieb. Auch hier ist professionelle Hilfe gefragt, wenn Sie sich nicht an die Elektrik des Tores heranwagen. Nach der Montage folgt ein Probebetrieb, bei dem Sie die Funktionsfähigkeit des Tores testen.

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