Ratgeber für monofile Angelschnüre

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Ratgeber für monofile Angelschnüre

Monofile Angelschnüre erfreuen sich immer noch grosser Beliebtheit, obwohl sie in einigen Bereichen (Spinnangeln, Hochseefischen) von den geflochtenen Schnüren verdrängt wurden.
Das Basismaterial von Monofilschnüren ist Polyamid (PA). Für Polyamid gibt es auch einige bekanntere Namen oder Handelsnamen wie Perlon (BAYER), Nylon, Dederon usw.
Natürlich hängt es auch von den verwendeten Rohstoffen ab, wie gut eine Schnur ist.
Die besten Schnüre werden aus speziellen Copolyamiden hergestellt. Da ist das Rohmaterial dann erheblich teuerer, als bei günstigen Nylonschnüren (Dekoschnur, billige Angelschnüre).
Wichtig ist neben dem besten Rohmaterialien auch ein sehr gut überwachter Fertigungsprozess, weil eine Schnur durchgängig gleich stark sein muss.
Leider gibt es bei monofilen Angelschnüren immer nur einen Kompromiss aus den Eigenschaften Tragkraft, Weichheit, Abriebfestigkeit, Dehnung und auch Empfindlichkeit der Schnur gegen Überdehnung.
Eine zu stark verstreckte Schnur (wird bei der Fertigung maximal gestreckt) hat zwar eine sehr hohe Tragkraft, neigt dann aber eher zum Verdrallen.
Sehr abriebfeste Schnüre enthalten oft Zusätze, die die Tragkraft etwas verändern und gefärbte Schnüre tragen etwas weniger als ungefärbte (wo mehr reines Polyamid drinn ist). 
Man sollte sich also überlegen, welche Werte der Angelschnur für die jeweilige Anwendung besonders wichtig sind. Bei einer 0,08 mm starken Vorfachschnur zum Stippangeln ist das die maximale Tragkraft mit Knoten. Bei einer Karpfenschnur Abriebfestigkeit und gute Tragkraft oder manche Angler mögen besonders weiche Schnüre.
Es gibt weltweit nur wenige wirklich gute Hersteller von monofilen Angelschnüren und viele die auch Angelschnüre anbieten. Top Schnüre kommen meist aus Japan oder Deutschland.
Leider wird bei den Durchmessern und Tragkräften immer noch gelogen. Eine 0,20 mm Angelschnur kann vielleicht 0,21 mm dick werden (normale Fertigungstoleranz). Alles was dicker ist ist gelogen. Bei den Tragkräften gibt es Fertigungstoleranzen von ca. 5%. Auch hier wird stark übertrieben.
Wir vertreiben auch Schnüre unter unserer Marke GER-Line und diese entsprechen den angegebenen Werten. 
Leider erlaubt auch ein viel beworbenes und (für den Hersteller teures) Prüfsiegel Abweichungen bis 10% vom Durchmesser... 
Besondere Vorsicht ist bei einigen osteuropäischen Marken geboten, wo eine 0,30er Schnur schon mal deutlich über 10 kg halten soll. Das kann natürlich gar nicht sein. Das Maximum liegt hier bei ca. 8,5 kg und dann wird die Schnur störrisch wie ein Draht.
Fazit: Anwendungszweck der Schnur beachten, nicht jeden Etikettenschwindel glauben.
Auch bekannte Marken produzieren selber oft keine Schnur machen aber viel teure Werbung, die man als Kunde mit bezahlen muss.
Wir versuchen immer die beste verfügbare Schnur aus deutscher Produktion preiswert anzubieten. Einfach mal vergleichen, ob die bekannten "Superschnüre" wirklich besser sind!





















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