Ratgeber für die Auswahl von Zelten: Ein- und Mehrpersonenzelte, Sonnensegel und Vorzelte

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Ratgeber für die Auswahl von Zelten: Ein- und Mehrpersonenzelte, Sonnensegel und Vorzelte

Zelte sind für die verschiedensten Einsatzbereiche geeignet. Vielleicht benötigen Sie ein Zelt für den Strand als Windschutz. Oder Sie möchten einen Outdoor-Urlaub mit der ganzen Familie unternehmen und keinen Wohnwagen haben. Auch auf einem Festival sind Zelte unverzichtbar. Für die kommende Festival-Saison bietet der Festival Shop von eBay eine große Auswahl an geeigneten Zelten und Sonnensegeln an. Vielleicht sind Sie aber auch alleine mit dem Fahrrad unterwegs und schlagen Ihr Einpersonenzelt abends auf dem Campingplatz auf. Welchen Zweck Sie auch immer verfolgen, im Vorfeld des Erwerbs sollten einige Fragen geklärt werden. Eines ist nämlich sicher: Ein Zelt, das alle Anforderungen zugleich erfüllt, gibt es nicht. Es gibt neben Sonnen- und Vorzelten auch andere Zelte, die nur bei bestimmten Anlässen oder Wetterbedingungen genutzt werden können. Bei eBay können Sie verschiedene Arten von Zelten - wie zum Beispiel das passende Partyzelt kaufen.

Daher werden in diesem Ratgeber einige Kriterien angesprochen, die für den Zeltkauf entscheidend sind, sowie zum Beispiel Größe, Gewicht, Komfort und natürlich auch Preisklasse. Im Detail wird es um die Anzahl der Personen gehen, die das Zelt bewohnen werden, um die Frage, wie viele Eingänge vorhanden sein sollen und welche Aufbauart die Richtige ist. Doch bevor es um die praktischen Erfordernisse des Zelterwerbs gehen soll, ein kurzer Rückblick.

Kurze Geschichte des Zeltes

Das Zelt ist wahrscheinlich eines der ältesten Formen des Schutzbaus vor den Widrigkeiten der Natur. Für die Altsteinzeit sind bereits eine ganze Reihe verschiedener Zelte belegt bzw. gefunden worden: etwa leichte Sommerzelte und schwerere Winterzelte sowie sehr geräumige Gerippezelte. Von diesem nahm man damals nur die Abdeckung mit, wenn man weiterzog, und ließ das Gerüst zurück. Kehrte man einige Zeit später zurück, konnte man dieses unter Umständen wieder benutzen. Das Gerüst bestand damals aus Holzstangen. Die darauf liegenden Abdeckungen waren aus Tierhäuten gefertigt.

In der Mittelsteinzeit war die Hochzeit des Zeltes erst einmal vorbei. Die hier entstehenden bzw. auch bereits vorhandenen Urwälder lieferten soviel Baumaterial, dass man sich ortsgebundene leichte Hütten zusammenbauen konnte. Das Zelt war damit jedoch nicht von der Bildfläche verschwunden. Es kam und kommt nach wie vor in allen Kulturen vor. Besonders nomadisch lebende Völker benutzen Zelte. In der europäischen Antike wurde das Zelt besonders im militärischen Bereich genutzt. Auch heute ist das Zelt beim Militär ein oft eingesetzter Unterstand, z. B. als Sanitätszelt, als Mannschaftsunterkunft oder für andere Zwecke.

In unserer heutigen Zeit ist das Zelt vor allen Dingen im Camping-Bereich zu finden. Die verwendeten Materialien und Bauweisen haben sich weiterentwickelt. Die Zelthäute bestehen heute aus imprägnierten Stoffbahnen. Das Tragegerüst ist aus zusammensetzbaren Stangen aus Metall oder Kunststoff gefertigt. Heute gibt es auch eine Vielzahl an unterschiedlichen Zelttypen, die im Folgenden besprochen werden.

Welche Kriterien vor dem Kauf angelegt werden sollten

Um das optimale Zelt für Ihren Camping-Urlaub zu finden, ist es wichtig, im Vorfeld einige Fragen zu klären. Zuallererst ist es wichtig zu klären, für wie viele Personen das Zelt ausgelegt sein soll. Wenn Sie nach einem Campingzelt suchen, sollten Sie wissen, dass die mögliche Personenzahl durch die Zeltbreite bestimmt wird. Die durchschnittliche Breite einer Isomatte beträgt 55 Zentimeter und gilt auch als Durchschnittsmaß für die Breite einer Person. Sie sollten darüber hinaus daran denken, dass sie beim Camping oder beim Trekking mit Zelt auch immer Gepäck dabei haben, das mit ins Zelt passen muss. Daher ist es beispielsweise sinnvoll, bei zwei Personen ein Dreipersonenzelt zu kaufen, um noch genügend Platz für Rucksack & Co zu haben.

Welche Form soll das Zelt haben?

Sie haben grundsätzlich die Möglichkeit, zwischen unterschiedlichen Zeltformen zu wählen. Die wichtigsten Formen sind:

Jede Bauform ist optimiert für ein bestimmtes Einsatzgebiet. Tunnelzelte lassen sich schnell aufbauen und haben eine sehr gute Raumausnutzung bei gleichzeitig geringerem Gewicht. Sie werden längs zur Windrichtung aufgebaut. Geodätische Zelte schützen durch die besondere Kuppelform besonders gut gegen Wind und Schneelasten. Einige können sogar ohne Heringe aufgebaut werden. Kuppelzelte sind leichter gebaute Geodät-Zelte. Besonders steile Zeltwände bedingen eine sehr gute Raumausnutzung. Eine Besonderheit der Firma Vaude ist das Kuppelzelt mit der Bezeichnung „A-Frame". Diese Zelte flachen zur Fußseite hin ab. Durch die Einsparungen an Material sind diese Zelte darum sehr leicht.

Wie schwer darf das Zelt sein?

Wenn Sie viel Ausrüstung und Gepäck mitnehmen müssen, ist ein sehr leichtes Zelt unbedingt empfehlenswert. Natürlich muss es trotzdem noch komfortabel und stabil sein. Wenn Sie das Zelt nicht per Rucksack, sondern mithilfe eines Rads, mit dem Auto oder im Boot transportieren, spielt das Gewicht eine weniger große Rolle. Die Hersteller geben oftmals zwei Gewichte an, die zum Teil unterschiedlich gemessen werden: Minimal- und Maximalgewicht bzw. Liefergewicht. Was das Minimalgewicht angeht, ist Folgendes zu beachten. Manche Hersteller geben dieses Gewicht ohne Heringe und Packsäcke an. Wenn Sie auf jedes Gramm achten müssen, informieren Sie sich gut.

Über wie viele Eingänge soll das Zelt verfügen?

Warum ein Zelt mehr als einen Eingang haben kann, liegt auf der Hand: mehr Komfort. Sie haben zum einen die Möglichkeit, das Zelt viel besser zu belüften, was an heißen Tagen und Nächten sehr von Vorteil sein kann. Sollten Sie und Ihr Zelt einmal in ein Gewitter oder sogar einen Sturm geraten, kann die windabgewandte Seite als Ein- bzw. Ausgang genutzt werden. Damit ist das Eindringen von Regen oder Schnee schwieriger. Außerdem müssen Sie, wenn ein Zelt für Querschläfer genutzt wird, nicht umständlich über ihren Zeltpartner hinübersteigen, um aus dem Zelt zu kommen.

Wie soll man im Zelt liegen?

Diese Frage scheint banal, ist aber beim Zelten entscheidend. Hier haben sich zwei Arten von Zelten entwickelt, die Querschläfer- und die Längsschläferzelte. Bei Querschläferzelten befindet sich der Eingang meist seitlich zur Liegefläche. Übernachtet man zu zweit, muss man so nicht über den Kopf des Zeltpartners steigen, wenn man das Zelt verlassen will. Bei Längsschläferzelten befinden sich evtl. vorhandene Apside und die Eingänge entweder am Fuß- und/oder Kopfende. Die meisten Tunnelzelte sind Längsschläferzelte. Das dadurch eingesparte Material bedingt ein geringeres Zeltgewicht.

Wie viele Vorzelte bzw. Apsiden sollten vorhanden sein?

Vorzelte bzw. Apsiden dienen zur trockenen, weil überdachten, Unterbringung von Gepäckstücken. Man kann sie auch als den „Eingangraum" vor dem eigentlichen Innenzelt betrachten. Hier lassen sich gut alle Ausrüstungsgegenstände, dreckige Schuhe und nasse Kleidung unterbringen. Außerdem schützen Apside den Eingang zum Innenzelt, das dadurch sauber bleiben kann. Wie viele Apside man haben möchte und wie groß diese sein sollen, hängt wieder von der Frage ab, wie schwer das Zelt sein darf. Große Apside sorgen für mehr Schutz, kleinere Apside reduzieren das Gewicht.

Wie hoch darf das Innenzelt sein?

Da Zelte für die verschiedensten Outdoor-Bereiche genutzt werden können, ist die Frage nach der Höhe des Zeltes ebenfalls von Fall zu Fall zu entscheiden. Viele bevorzugen es beispielsweise, aufrecht im Zelt sitzen zu können. Das erleichtert etwa das Aus- und Anziehen. Daher ist es sinnvoll, bei Bedarf, im Vorfeld seine eigene Sitzhöhe zu kennen, um die Höhe des Innenzeltes richtig auszuwählen. Beachten Sie dabei auch die Form des Zeltes. Angaben zur Innenzelthöhe beziehen sich immer nur auf den höchsten Punkt. Müssen Sie wiederum auf das Gewicht achten, ist ein niedrigeres Zelt unter Umständen zu bevorzugen.

Wie lang darf das Innenzelt sein?

Denken Sie immer daran, dass Sie ihr gesamtes Gepäck – oder bei Vorhandensein einer Apsis – einen Teil des Gepäcks im Innenzelt unterbringen müssen. Rechnen Sie dabei sehr großzügig. Je nach dem sollten sie 20 bis 40 Zentimeter hinzurechnen. Auch die Bauform ist zu beachten. Je nach dem, in welcher Neigung sich die Zeltwand befindet, sind bei der Länge Einbußen hinzunehmen.

Wie breit muss das Zelt sein?

Bei dieser Frage kommt es wiederum auf die Anzahl der zu unterbringenden Personen an. Dabei lässt sich gut mit der Breite von Isomatten rechnen, die nebeneinandergelegt werden müssen. Der Mittelwert bei Isomatten beträgt wie schon erwähnt in etwa 55 Zentimeter. Schläft man beispielsweise in seitlicher und eingerollter Lage, muss mit mehr Platz gerechnet werden. Mehr Platz bedeutet dabei nicht nur mehr Schlafkomfort, sondern auch mehr Stauraum für Gepäck. Außerdem muss auch hier wieder die Bauform des Zeltes mit in Betracht gezogen werden. Nicht alle Zelte besitzen eine rechteckige Grundfläche. Daher bieten manche Zelte an den Seiten oft weniger als die Mindestbreite.

Wie soll das Zelt aufgebaut werden?

Beim Aufbau des Zeltes gibt es verschiedene Vorgehensweisen. Entweder wird das Innenzelt zuerst mit dem Gestänge aufgebaut. Daran wird in einem zweiten Schritt das Außenzelt befestigt. Falls es während des Aufbaus regnet, kann der Innenzeltboden allerdings nass werden. Eine zweite Art des Aufbaus besteht darin, zunächst das Außenzelt aufzubauen. Das Innenzelt wird dann in das Außenzelt eingehängt. Die gerade beschriebene Nässeproblematik beim Innenzelt ergibt sich bei dieser Art nicht. Eine dritte Methode ist, das Außen- und das Innenzelt gleichzeitig aufzubauen. Dies geht bei Weitem am schnellsten. Dabei sind beide Zeltlagen miteinander von vorneherein verbunden.

Zelte, bei denen beide Zeltschichten separat voneinander aufgebaut werden können, bieten allerdings auch ihre Vorteile, besonders was die Temperaturen und das Klima betrifft. Bei Touren in einem sehr trockenen und/oder warmen Klima hat es sich bewährt, nur das Innenzelt aufzustellen. Es schützt vor Insekten und ist sehr gut belüftet. Auch nur das Außenzelt aufzustellen kann seine Vorteile haben. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn man bei schlechtem Wetter eine Pause einlegen will. Schnell ist das Außenzelt errichtet, um etwa Gepäck aufzunehmen, darin zu kochen oder einfach nur einmal im Trockenen sitzen zu können.

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