Ratgeber für die Auswahl von Forken & Gabeln zum Anbau an Traktoren

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Ratgeber für die Auswahl von Forken & Gabeln zum Anbau an Traktoren

Der folgende Ratgeber soll Sie über die Auswahl von Forken und Gabeln zum Anbau an Traktoren in der Landtechnik informieren. Dazu wird Ihnen zu Beginn eine Einführung in die Entwicklung von Traktoren gegeben. Dabei wird vor allem auf Ihre motorische Entwicklung eingegangen, da sich der Umstand des Antriebs auch stets auf Anbauteile niederschlug. Anschließend werden Sie genauer darüber informiert, in welchen Situationen bestimmte Traktoren zum Einsatz kommen und wann welche Anbauteile geeignet sind. Abschließend werden Ihnen einige Anbauteile vorgestellt, die oft verwendet werden. Hier können Sie sich über die Vor- und Nachteile eines jeden Anbauteils erkundigen, bevor Sie sich für einen Kauf bei entscheiden.

Der Traktor war - ein wichtiges Hilfsmittel in der Landwirtschaft

Der Traktor ist seit vielen Jahrzehnten ein wichtiges Hilfsmittel in der Landwirtschaft. Er zählt zu den Zugmaschinen, die neben der Landwirtschaft auch in der Forstwirtschaft, im Gartenbau oder aber im Bauwesen eingesetzt werden. Bereits im Jahr 1879 wurde das Patent für „einen Wagen besonderer Konstruktion mit endlosen Schienen für den Frachttransport auf Straßen und Feldwegen" von einem Russen angemeldet. Denn der erste funktionsfähige Traktor war zu dieser Zeit ein Dampftraktor. Erst im Jahr 1912 begann man auch in den USA mit der Produktion von Traktoren. Und auch hier wurden die ersten Traktoren durch Dampfmaschinen angetrieben. Mit der Erfindung und Etablierung des Verbrennungsmotors wurde dieser etwa in der Wende zwischen dem 19. und dem 20. Jahrhundert bei der Herstellung von Traktoren eingesetzt. Immer häufiger unterschieden sich fortan die einzelnen Traktoren in Aussehen, Konstruktion und Abmessung. Auch von ihrem Vorgänger, dem Dampftraktoren unterschieden sich die neuen Traktoren mit Verbrennungsmotor immer mehr. Ein großer Schritt in der Entwicklung der Traktoren ist in der Einsetzung des Vierzylinder-Ottomotors im Jahr 1917 von Ford 20 PS starke Motor mit seinem niedrigen Leistungsgewicht auch den Einsatz auf wenig tragfähigen Böden. Da eine rationelle Massenanfertigung dieses Motor einen sehr günstigen Preis ermöglichte, setzte sich dieser Motor in den folgenden Jahren durch und verdrängte die veraltete Varianten des Traktors beinahe völlig. Ab dem Beginn der 1930er-Jahre setzte sich schließlich der Dieselmotor in Deutschland bei der Herstellung von Traktoren durch. So hatten die Traktoren noch bis in die 1960er zwar eine geringe Motorleistung, doch konnten sie hohe Drehmomente und stark untersetzte Getriebe aufweisen. Heute weisen Traktoren sogar über 100 kW Leistung auf und können teilweise bis zu 80 km/h schnell fahren. Damit ist der Traktor auch heute noch eines der wichtigen Hilfsmittel in der Landwirtschaft und Industrie.

Vielseitige Einsetzbarkeit macht den Traktor zu einem wichtigen Hilfsmittel

Der Traktor ist vielseitig einsetzbar. Aufgrund der vielen verschiedenen Erscheinungsbilder, Ausstattungen und Konstruktionen können Traktoren die unterschiedlichsten Zwecke erfüllen und dem Menschen in vielen Lebenslagen die Arbeit erleichtern oder sogar abnehmen. So gibt es etwa Hang-Gerätetraktoren mit breiter Spur und extra tiefem Schwerpunkt als Vorbeugung gegen Umstürze am steilen Hang. Diese Traktoren werden vor allem im Gebirge, in der Forstwirtschaft oder der Almwirtschaft eingesetzt. Auf der anderen Seite gibt es aber sehr schmale Traktoren, die etwa für den Weinbau bzw. den Hopfenanbau geeignet sind. Zudem gibt es besonders große Traktoren, die im Ackerbau im Flachland eingesetzt werden. So gibt es schon allein vom Traktor die verschiedensten Modelle, die sich je an eine bestimmte Einsatzmöglichkeit ausrichtet.

Ähnlich wie die Traktoren, können sich auch die Anbauteile je nach Einsatz unterscheiden. Eine häufig genutzte Zusatzausrüstung ist der Frontlader oder auch der Hecklader. Dieser ist entweder eine an der vorderen Seite oder an der hinteren Seite angebrachte bewegliche Schwinge. Sie besteht aus Stahlrohren und kann als Hilfe an den Traktor montiert werden. Sie dient zum Heben und Bewegen von Lasten, wie etwa Mist oder Heu- und Strohballen.

Durch die Verwendung eines Anbauteils kann der Traktor somit erheblich über seine Grundfunktion hinaus tätig sein und eingesetzt werden. In der einfachsten Form aber dient der Traktor lediglich als Zugmaschine. Er kann nicht nur eine Drillmaschine oder eine Egge ziehen, sondern auch einen Grubber, eine Hackmaschine, einen Mähbinder oder einen Pflug. Somit kann der Traktor eine Vielzahl von Maschinen über seinen Nebenantrieb, die eingebaute Hydraulikanlage oder den elektrischen Strom antreiben. So gibt es Geräte, die gleichzeitig vom Traktor gezogen oder vom Traktor getragen und über die Zapfwelle oder hydraulisch angetrieben werden. Anbauteile dieser Art ist etwa die Strohballenpresse, der Ballenwickler, der Düngerstreuer, die Kreiselegge, die Fräse, der Schwader, eine Kehrmaschine, ein Mähbalken, ein Mulcher oder die Feldspritze. Zudem gibt es auch Anbauteile, die über die Zapfwelle oder die Hydraulik angetrieben werden, während der Traktor steht. Zu diesen Geräten gehört der Ballenschneider, der Holzspalter, der Häcksler, die Seilwinde oder die Pfahlramme. Da es derart verschiedene Anbauteile gibt, werden Ihnen im Folgenden einige Anbauteile für Traktoren aufgeführt.

Die Ballenzange ist als ein helfendes Anbauteil für Traktoren bekannt

Die Ballenzange ist auch unter dem Begriff Ballengreifer bekannt. Dieses Anbaugerät ist vor allem für Frontlader an Traktoren, an Radladern oder Teleskopladern gedacht. Es dient insbesondere dem Transport empfindlicher Silageballen, kann aber auch für ungewickelte Stroh- und Heuballen oder ähnlich geformte Waren eingesetzt werden. Ballenzangen sind in den verschiedensten Größen erhältlich. Sie unterscheiden sich etwa durch die Gestaltung der Zangen-Greifschenkel oder der Beschichtung. So können Ballenzangen aus einfachen Rohren, aus mehrgliedrigen Rohrkörpern oder auch aus Paletten bestehen. Zudem gibt es die Ballenzangen mit gebogenen oder mit geraden Greifschenkeln. Während erstere Variante vor allem für Rundballen genutzt werden kann, kommt die zweite Variante eher bei Quaderballen zum Einsatz. All diese Bauweisen haben eine abgerundete Formgebung ohne scharfe Kanten gemein. Diese Tatsache stellt sicher, dass etwa die Folie von Silageballen beim Transport nicht beschädigt wird, was für einen korrekten Silierprozess von großer Bedeutung ist. Aber bei unsachgemäßer Handhabung oder nassem Siliergut kann es trotzdem zu starker Verformung der Folie kommen. Wird sogar der Ballen verloren, kann es zu einer Folienbeschädigung kommen. Die Ballenzange funktioniert, indem zwei Greifschenkel mithilfe von Hydraulikzylindern auseinander gefahren werden und der Ballen umfahren wird, d. h. er wird in die Zange genommen. Im Anschluss daran werden die Greifschenkel in Richtung der Ballen gepresst, sodass der Ballen angehoben und transportiert werden kann. Somit kann die Ballenzange bei Ihrem Einsatz die Arbeit des Menschen ungemein erleichtern.

Der Heuwender wird auf den Feldern bei der Ernte eingesetzt

Der Heuwender ist auch unter den Namen Heuwendemaschine, Kreiselwender oder Heuzettler bekannt. Dieses landwirtschaftliche Arbeitsgerät wird beim Trocknungsprozess von Gras zu Heu- oder Silagegewinnung eingesetzt. So hat ein Heuwender die Aufgabe, die Trocknung des Mähguts zu fördern. Er verteilt somit das frisch geschnittene Mähgut gleichmäßig auf der Grasnarbe, mit dem Zweck, die Trocknung zu beschleunigen. Die Wendung des Mähguts erfolgt mehrmals, bis der gewünschte Trocknungsgrad erreicht ist. Um ein Überfahren der Mähschwaden zu verhindern und ein optimales Ergebnis in Bezug auf das Mähgut zu erzielen, müssen Heuwender und Traktor aufeinander abgestimmt sein. Wenn Sie sich nach einem Heuwender erkundigen, müssen Sie sich zwischen Kreiselzettwender, Gabelheuwender, Rüttelzetter, Kreiselrechwender, Trommelwender und Band- oder Kettenrechwender entscheiden.

Den Kreiselzettwender erkennen Sie an einem oder mehreren Paaren Zinkenkreisel, die unter einem Rahmen angebracht sind, der wiederum meist klappbar ausgeführt ist. An den Kreiseln sind mehrere Zinkenträger angebracht, an deren Enden Doppelzinken zu finden sind. Die angetriebenen Kreisel drehen sich dann paarweise gegeneinander, wobei die sich vorne befindenden Zinken stets den Boden berühren. Damit ist gewährleistet, dass die Zinken stets das auf dem Boden befindliche und zu trocknende Mähgut aufnehmen. Der Gabelheuwender hingegen ist in einer Kurbelwelle zu sehen, an der einzelne Gabeln befestigt sind. Hier wird das Mähgut von diesen Gabeln portionsweise nach oben geworfen. Als Vorteil des Gabelwenders stellt sich die schonende Behandlung der nährstoffreichen Blätter im fast trockenen Heu heraus. Als Nachteil zeigt sich allerdings, dass beim ersten Wenden des frischen Mähguts noch schweres Gras und größere Portionen ungewendet am Boden zurückbleiben. Der Rüttelzetter andererseits lockert das Mähgut, in dem das gelenkwellengetriebene Gerät durch das Hin- und Herbewegen von den gefederten Zinken umgeworfen wird. Ähnlich funktioniert der Kreiselschwader. Hier sind an zwei gegenläufigen Horizontalkreiseln, welche zapfwellengetrieben sind, nach unten stehende Zinken angebracht, welche das Mähgut aufnehmen und nach hinten werfen. Beim Trommelwender sind ähnlich drei Zinkenkämme quer zur Fahrtrichtung montiert. Diese Zinkenkämme drehen sich im Kreis und gegen die Fahrtrichtung. Ein häufig genutztes Gerät ist außerdem der Bandrechwender, der auch unter den Namen Bandheuer oder Bandrechen bekannt ist. Hierbei werden gesteuerte Zinken aus Gummiriemen oder Kunststoffriemen oder auch Zahnradketten montiert, welche dann quer zur Fahrtrichtung laufen. Dabei wird das Mähgut seitlich durch die senkrecht auf dem Boden streifenden Zinken ausgeworfen.

Das Krokodilgebiss wird von vielen Landwirten in gleich mehreren Bereichen eingesetzt

Das Krokodilgebiss ist auch unter dem Namen Krokodilzange bekannt. Dieses Anbauteil ist ideal für den Transport und die Verladung von Mist, Futter, großen Steinen sowie allen anderen Materialien, die sich greifen lassen, geeignet und konzipiert. Bevor Sie sich für ein Krokodilbiss für Ihren Traktor entscheiden, sollten Sie sich allerdings über die folgenden Fragen im Klaren werden: Wozu wollen Sie dieses Anbauteil verwenden? Welchen genauen Zweck verfolgen Sie? Damit einhergehend stellt sich die Frage nach der Länge der Zinken. Zudem sollten Sie sich überlegen, welchen Abstand die Zinken voneinander haben sollten, denn auch hierin unterscheiden sich die verschiedenen Modelle des Krokodilbisses. Unterscheiden Sie zudem zwischen geraden und gekröpften Zinken. Meist werden sieben bis zehn Zinken verwendet. Bedenken Sie bei der Auswahl der Zinken, dass Sie umso mehr Fassungsvermögen in Ihren Zinken haben, je mehr einzelne Zinken vorhanden sind.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden