Ratgeber für den Kauf von Topfuntersetzern & Stövchen

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Ratgeber für den Kauf von Topfuntersetzern & Stövchen

Liebhaber des gepflegten Kaffee- oder Teetrinkens kennen es. Eine gemütliche Runde aus Familie oder Freunden ist eingeladen, der Kaffee oder Tee wird serviert und man lacht und plaudert. Dabei bleibt der restliche Kaffee oder Tee in der Kanne nicht heiß und wenn nachgeschenkt werden sollen, ärgert man sich als Gastgeber darüber, dass er schon kalt ist. Vor allem Kaffee ist so kein Genuss mehr, aber auch Kakao und Tee sollen schön warm bleiben bei Tisch. Die Lösung ist ein Stövchen, das an der Kaffeetafel nicht nur die Getränke warmhält, sondern dabei auch noch hübsch anzuschauen ist und gemütliche Wärme mit Kerzenlicht verbreitet.

Zur Kaffeekanne oder Teekanne gehört dann auch noch ein Untersetzer, um herunterlaufende Flüssigkeit aufzufangen und den Tisch vor der Hitze zu schützen. Alles, was sie an Zubehör zu ihren Tee- und Kaffeekannen für eine gelungene Kaffeetafel oder für ein gemütliches Sonntagsfrühstück brauchen, stellt Ihnen dieser Ratgeber vor. Denn in keinem Haushalt sollten Topfuntersetzer und Stövchen fehlen.

Das Stövchen – woher der Name und der Brauch kommen

An Gemütlichkeit ist das kleine Stövchen auf dem Tisch nicht zu übertreffen und so muss es wohl nicht überraschen, dass es aus dem kalten, regnerischen Norden stammt. Nämlich aus Ostfriesland, wo die Bewohner schon im 18. Jahrhundert begeisterte Teetrinker geworden waren und viermal am Tag ihre Teetied – oder Teezeit - zelebrierten. Schon als Friedrich II. von Preußen im Jahr 1778 den Ostfriesen das Teetrinken verbieten wollte, entfachte sich dort ein Sturm der Empörung und der König musste sich zwei Jahre später geschlagen geben. Zur Teetied gehört seit damals auch unbedingt ein Stövchen. Der Name leitet sich vom norddeutschen Wort „Stove" (heizbarer Raum, „Stube") ab und ist einfach eine Verniedlichungsform.

Auch wenn der Rest von Deutschland niemals wie die Ostfriesen eine eingefleischte Teetrinkernation wurde, so hat sich das Stövchen trotzdem im ganzen Land verbreitet. Anderswo wurde es eben verwendet, um Kaffee statt Tee warmzuhalten. In anderen Ländern sind Stövchen dagegen weitgehend unbekannt geblieben.

Typisch für das Stövchen ist das kleine Teelicht, das als Wärmequelle verwendet wird, um die Getränkekanne vor dem Auskühlen zu schützen.

Das Rechaud – die andere Art der Beheizung

Dem Stövchen in seiner Funktion recht ähnlich ist das sogenannte Rechaud. Der Begriff kommt aus dem Französischen und bedeutet „wieder aufwärmen". Das Wort wird in manchen Gegenden Deutschlands für Stövchen verwendet, ein Rechaud ist aber eigentlich nicht dasselbe, denn zum Wärmen wird hier eine Flamme mit Gas, Petroleum, Brennspiritus oder einer Brennpaste gespeist. Es ist wie das Stövchen zum Warmhalten gedacht, wird aber meist nicht für Kaffee oder Tee verwendet, sondern für Speisen wie Fondue, Raclette und gelegentlich auch für Feuerzangenbowle. Diese spezielle Art des Stövchens wurde in den USA populär, als im 19. Jahrhundert damit im Luxushotel Waldorf-Astoria publikumswirksam Speisen bei Tisch zubereitet wurden. Die Erfindung war allerdings nicht neu, denn schon in der Antike hatte man ähnliche Tischgeräte in der Küche verwendet und mit Kohle beheizt. Die moderne Form des Rechauds wurde um 1800 entwickelt, beschränkte sich aber zunächst auf eine Nutzung in Küchen und nicht bei Tisch.

Heute gibt es Rechauds vor allem für die Benutzung am Tisch, um Speisen warmzuhalten.  Das Rechaud besteht auch immer aus Metall, während Stövchen genauso gut aus Glas oder Keramik gefertigt sein können.

Stövchen für Kannen oder Tassen

Das Stövchen gibt es in vielen unterschiedlichen Formen und Ausprägungen. Die meisten Stövchen werden dabei für eine einzelne Tee- oder Kaffeekanne verwendet. Eine zweite Kanne passt nicht darauf. Einige Stövchen sind allerdings extra für einen größeren Wärmebereich ausgelegt und dann meist nicht rund, sondern länglich und bieten Platz für zwei oder drei Teelichte statt nur einem. Wer zum Kuchen oder bei anderen Gelegenheiten gerne mehrere Arten von Getränken serviert, sollte sich für ein solches breiteres Stövchen entscheiden. Ist Ihr Haushalt dagegen ein ausschließlicher Kaffee- oder Teetrinkerhaushalt, reicht ein normales, kleines Stövchen für genau eine Kanne und ein Teelicht. Für Single-Haushalte oder für den Arbeitsplatz gibt es dagegen auch besonders kleine Stövchen, die nur für eine einzelne Tasse gedacht sind. Wer sich öfter lange an eine Tasse oder einen Pott seines Lieblingsgetränks klammert, für den ist solch ein Tassen-Stövchen eine gute Wahl. Man erhält diese Stövchen übrigens meist direkt mit einer dazu passenden Tasse. Auch die größeren Stövchen für eine Kanne bekommt man in vielen Fällen mit einer passenden Teekanne. Spezielle Ausführungen mit Kaffeekannen sind dagegen kaum zu finden. Für Kaffeekannen empfiehlt sich eher der Kauf eines einzelnen Stövchens.

Glas, Metall oder Keramik? Stövchen in allen Ausführungen

Wie die meisten Tischausstattungen, die regelmäßig gebraucht werden, gibt es auch das Stövchen in einer Unzahl an Ausführungen. Neben der Größe und der Frage, ob es mit oder ohne Kanne geliefert wird, ist das Material das deutlichste Unterscheidungsmerkmal. Stövchen bestehen im Wesentlichen aus drei Materialien: Metall, Porzellan oder Glas. Seltener findet man Stövchen aus Steingut oder Ton, häufig dagegen Kombinationen aus Metall und Glas.

Alle Materialien sind gleich gut geeignet und natürlich feuerfest. Die Wahl bleibt daher eine Frage des Geschmacks. Die wohl traditionellste und nostalgischste Wahl ist das Stövchen aus Porzellan. Aber auch hier gibt es neben sehr klassisch geformten Varianten mit Bemalung modern aussehende, schlichte und einfarbige Stövchen. Aus Metall findet man zumeist eher modern gestaltete Stövchen. Seltener ist hier der Antikstil.

Was den Stil betrifft, gibt es Stövchen in allen erdenklichen Varianten von ultramodern über elegant bis hin zu kitschig und nostalgisch.

Topfuntersetzer – damit der Tisch heil bleibt

Eine heiße Tee- oder Kaffeekanne sollte man auf den meisten Tischen und Arbeitsoberflächen nicht einfach so abstellen. Denn die Hitze würde dem Material schaden. Das gilt in noch stärkerem Maße für heiße Töpfe und Pfannen, die auf dem Tisch abgestellt werden, damit sich jeder selbst bedienen kann. Deshalb gibt es Topfuntersetzer für den Tisch. Die Sitte, Topfuntersetzer zu verwenden, hat es nicht immer gegeben, sie ist inzwischen aber weit verbreitet und auch eine Gelegenheit, sich ästhetisch auszudrücken. Denn Topfuntersetzer gibt es in vielen verschiedenen Materialien, Formen und Farben, sodass jeder Geschmack etwas findet. Und sie sind auch zum Abstellen heißer Tee- oder Kaffeekannen geeignet. Letztendlich dient ein Untersetzer ja nicht nur als Schutz vor Hitze, sondern fängt auch die Tropfen Flüssigkeit auf, die an der Tülle der Kanne herunterlaufen.

Vor allem beim Ausgießen sehr voller Kannen läuft Tee oder Kaffee oft erst einmal an der Tülle herunter, statt in die Tasse hinein. Das Phänomen kommt so häufig vor, dass es dabei sogar einen eigenen Namen hat: Teekanneneffekt. Vermieden werden kann das nur, wenn die Kanne eine spezielle Form hat oder man schnell genug ausgießt. Den meisten Menschen passiert der Teekanneneffekt aber immer wieder. Damit das Tischtuch dabei nicht schmutzig wird, ist es gut, wenn die Kanne schnell wieder auf einen Untersetzer abgestellt werden kann. Die gebräuchlichsten Untersetzer dieser Art sind vielleicht die aus Kork. Meist gibt es diese runden, schlichten Untersetzer im Set in verschiedenen Größen zu kaufen.

Untersetzer aus Holz, Metall, Glas und Silikon

Wer mehr handarbeitliche Gegenstände zu schätzen weiß, wird auch bei den Topfuntersetzern fündig. Neben den traditionellen gehäkelten Topfuntersetzern, die fast jedes sicher schon einmal gesehen hat, gibt es auch Topfuntersetzer aus Filz. Sie sind meistens aus buntem Filz gefertigt und nicht einfarbig. Viele wissen es nicht, aber Filz ist sowohl wasserdicht als auch sehr wärmeisolierend. In der Mongolei bestehen die Wände der traditionellen Jurten z. B. aus Filz und halten dort Schnee und Regen und bis zu -40 ° ab. Ein Topfuntersetzer aus Filz kann also völlig bedenkenlos verwendet werden. Die meisten Untersetzer bestehen jedoch aus anderem Material, da die gewünschten Stilrichtungen in den meisten Haushalten keinen Stoff umfassen. Viel häufiger findet man dagegen Topfuntersetzer aus Holz oder aus Edelstahl und auch aus Glas. Auch Glas ist in diesen Fällen so hitzebeständig, dass ein heißer Topf bedenkenlos darauf abgestellt werden kann. Gerade die Glasuntersetzer findet man häufig in sehr ausgefallenen und fantasievollen Formen. Einige haben z. B. eine zweite Schicht, in der sich dekorative Muster und Intarsien oder Dekoblumen und Ähnliches befinden. Andere sind einfach und rund geformt und entsprechen eher einem modernen, schlichten Stil.

Beliebt sind auch Topfuntersetzer aus Holz, die einen rustikalen Stil vermitteln. Aber auch hier finden sich viele dekorative Variationen, wie Blumenmuster oder Muster aus verschiedenfarbigem Holz, die aus einem an sich eher eintönig aussehenden Material einen Hingucker machen können. Nicht ganz so häufig, sieht man Topfuntersetzer aus Metall. Sie sind dann meist eine Mischung zwischen einem flachen Stövchen und einem Untersetzer, weil sie mitunter hoch genug sind, um ein Teelicht darunter abzustellen. Sie bestehen in der Regel nämlich aus einem Metallgitter mit vier kleinen Standfüßen. Durch die Gitterform und den Platz darunter kann Hitze von Töpfen gut entweichen. Das Metall würde sich sonst erhitzen und den Tisch beschädigen. Auch bei diesen Untersetzern gibt es eine vielfältige Auswahl an Mustern und Formen. Wählen Sie ganz nach Geschmack.

Mit Stövchen und Topfuntersetzern wird es richtig gemütlich

Zur Kaffeetafel gehört auch die richtige Stimmung, und die Ausstattung am Tisch macht viel davon aus. Ein gemütliches Stövchen mit Teelicht und ein Untersetzer für die Tee- oder Kaffeekanne erwecken ihre ganz eigene Stimmung und gefallen allen Gästen. Nebenbei sind sie auch noch praktisch.

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