Ratgeber für antiken Jugendstil-Schmuck

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Ratgeber für antiken Jugendstil-Schmuck

Antiker Jugendstil-Schmuck - Entstehung 

Nachdem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, dem Zeitalter des Historismus, zahlreiche vergangene Stile wie Barock, Renaissance oder Rokoko nachgeahmt wurden und zeitgleich eine neue Blütezeit genossen, war die Zeitgeschichte reif für einen modernen, eigenständigen Stil.

Rund ein Jahrzehnt vor der Wende zum Zwanzigsten Jahrhundert keimte der Jugendstil auf und brachte Schmuck ganz eigener Prägung hervor.

Welche Besonderheiten erwarten Sie?

Idealisierte Frauenfiguren mit wallender Haarpracht, Blüten-, Blumen- und Pflanzenmotive sowie fließende oder geschwungene Linien bestimmten in diesem Zeitalter das Design des Schmucks. Florale Motive und geschwungene Formen fanden zwar schon seit Jahrzehnten und Jahrhunderten Verwendung bei der Schmuckherstellung. Die idealisierte und harmonische Vollkommenheit der Gestaltung sowie die Konzentration auf ebendiese Motivik waren neu.

Bei eBay erwartet Sie die ganze Vielfalt der Preziosen, auf welchen der Jugendstil seine Handschrift hinterlassen hat: Anhänger, Armreife, Broschen, Halsketten, Ringe, Colliers und weitere Schmuckstücke aus unterschiedlichen Materialien wurden in dieser Epoche äußerst kreativ verarbeitet. Typisch ist die Verwendung von Gold verschiedener Farben sowie von Silber und Emaille. Natürlich kombinierte man diese Materialien auch kunstvoll. Amethyst, Bernstein, Diamant, Granat, Opal und Rubin sind nur einige der Schmucksteine, die edle Akzente auf hochwertige Gold- und Silberschmiedearbeiten dieser Zeit setzten.

Antiker Jugendstil-Schmuck: Worauf müssen Sie bei der Qualität achten?

Natürlich ist für die Qualität eines Schmuckstückes erst einmal das verwendete Material ausschlaggebend. Gold ist nicht gleich Gold. Entsprechend gilt das ebenfalls für Silber. Noch bevor Sie Ihre Aufmerksamkeit auf die Reinheit von Schmucksteinen lenken, ist es empfehlenswert, sich Beschaffenheit und Verarbeitung der Preziosen vor Augen zu führen. Denn ein Diamant von mehreren Karat wird in kaum einem Fall ein Schmuckstück aus 333er Gold oder 625er Silber zieren.

Edelmetalle wie Gold und Silber wurden und werden bei der Schmuckherstellung aufgrund ihrer Weichheit im reinen Zustand zumeist mit anderen Metallen legiert.

Gold erhält durch Beimischungen von Silber, Kupfer oder Nickel unterschiedliche Festigkeiten und Farben. Kupfer verändert ab einer bestimmten Menge nicht nur die Härte des Goldes, sondern färbt es zu Rotgold. Nickel ist bei Weißgold farbgebend und fand insbesondere bei antiken Schmuckstücken Verwendung. Der letztere Umstand ist besonders für Schmuckliebhaber interessant, die auf Nickel allergisch reagieren. Schmuck aus Weißgold, der direkt auf der Haut getragen wird, ist dann nicht unbedingt empfehlenswert.

Wenn zudem in einer Goldlegierung der sogenannte Feingehalt an Gold zu niedrig ist, kann das Material schon nach kurzer Zeit korrodieren. Das ist bereits bei 333er Gold der Fall, da es aus einer Legierung mit nur 333 Tausendstel-Anteilen des Edelmetalls besteht. Der Rest entfällt auf andere Metalle und somit läuft das Material mit der Zeit an, verliert seinen Glanz und wird dunkler. Authentischen, leuchtend gelben Goldglanz bietet 750er Gold, das mehr als die doppelte Menge an Tausendstelanteilen bietet. Dieses Material ist besonders hochwertig, aber durch den hohen Goldgehalt wiederum anfälliger für Verkratzungen.

Silber ist leuchtend hell. Doch damit geht das Problem einher, dass der Silbergehalt einer Legierung nicht auf Anhieb erkannt werden kann, da selbst ein niedriger Silberfeingehalt die Farbe des Metalls bestimmt. Daher sollten Sie besonders auf Angaben zum Feingehalt des Silbers achten und beispielsweise Preziosen aus 925er Silber, dem sogenannten Sterlingsilber, Schmuckstücken mit Silbergehalten von 600 bis 800 Tausendstelanteilen vorziehen.

Darüber hinaus muss daran gedacht werden, dass Schwefelverbindungen in der Atemluft Silber oxidieren lassen. Ein Mittel zur Reinigung von Silber schafft in diesem Fall Abhilfe. Schließlich soll Ihre Preziose edel wirken und nicht etwa stumpf.

Auch bei antikem Sterlingsilber können Kontaktekzeme aufgrund einer übermäßigen Empfindlichkeit gegenüber Nickel auftreten. Ist eine solche Allergie bei Ihnen bekannt, können Sie auf vergoldete Silberschmuckstücke zurückgreifen, die mit sogenanntem Vermeil gearbeitet sind. Ein Überzug aus Gelbgold besteht zumeist aus Gold, Silber und Kupfer. Kontaktekzeme sind bei einer solchen Legierung eher selten.

Übrigens: Wenn der Begriff Doublé in Zusammenhang mit antiken Preziosen auftaucht, bedeutet das nichts anderes, als dass dieser Schmuck mit einem mechanischen Verfahren einen Goldüberzug erhalten hat, der von Arbeit zu Arbeit unterschiedlich wertvoll sein kann.

Da der Schmuck des Jugendstils vornehmlich unter den oberen Schichten der Gesellschaft Verbreitung fand, hielt das schwer verarbeitbare Platin zunehmend bei der Herstellung von Schmuckstücken Einzug. Bei Kleinoden aus diesem Edelmetall können Sie sich zumeist auf eine erstklassige Legierung verlassen und müssen nicht zwangsläufig den Feingehalt an Platin zurate ziehen. Das edelste aller Metalle ist so wertvoll, dass unsaubere Verarbeitung und schlechte Legierungseigenschaften einen Verkauf im dafür obligatorisch hochpreisigen Schmucksektor zunichtemachen würden. Das ist ein Umstand, den jeder Hersteller zu vermeiden sucht.

Antike Ringe: Der Jugendstil-Schmuck zur Dekoration Ihrer Hände

Für die Damenwelt brachte der Jugendstil eine Fülle eleganter, markanter, manchmal naiv wirkender, aber auch schlichter Ringe hervor. Wunderschöne Kombinationen aus Gold und Platin mit einem Besatz aus Rubinen und Diamanten sind ebenso typisch für diese Epoche, wie schlichte, aus reinem Silber gearbeitete Produkte. Unschuldig wirken Silberringe mit großem Aquamarin oder Blautopas, wohingegen ein ebensolches Kleinod mit Amethyst eher Tiefgründigkeit vermittelt und eine gewisse Reife der Trägerin erfordert.

Wenn Sie allerdings eine um 1900 im Persischen Golf von Perlentauchern gefischte, echte Perle entdecken, die einen ästhetisch gearbeiteten Ring schmückt und eventuell von lupenreinen Diamanten flankiert wird, dann sehen Sie einen Ring, der bei den festlichsten Anlässen eine gute Figur macht. Eine solche, sogenannte Orientperle unterstreicht die Klasse ihrer Trägerin, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Natürliche Perlen aus dem Jugendstil sind daher immer eine Empfehlung wert, zumal sie nur wirklich superbe Kleinode mit ihrer Einzigartigkeit krönen.

Ein einzeln gefasster Diamant mit Brillantschliff, der sogenannte Solitär, ist als Dekoration eines Platin- oder eines Goldrings nicht nur eine Augenweide. Ein Schmuckstück dieser Art passt zu jedem Anlass und kann mit diversen weiteren Kleinoden kombiniert werden. Vom Abendkleid bis hin zu Jeans und Bluse können Sie nahezu alles dazu tragen.

Sind Sie sich im Einzelfall nicht sicher, welcher Herkunft der Besatz von hochwertigen Gold- oder Silberringen ist, macht eine Rückfrage beim Händler durchaus Sinn. Schließlich bestimmt die Herkunft eines Schmuckstückes nicht zuletzt den Preis. Natürlich gilt das ebenso für Colliers, Ohrringe oder Broschen.

Verführerische Colliers: Der Jugendstil-Schmuck zu schönen Kleidern, Kostümen und Roben

Kreative Arrangements von Gold- oder Silberketten, formvollendete und teils überschwänglich dekorierte Anhänger und ein Besatz aus unterschiedlichsten Schmucksteinen, Perlen und Korallen lenken die Aufmerksamkeit auf die Trägerin eines Jugendstil-Colliers. Granat, Türkis, Saphir und Bernstein wurden in dieser Epoche ebenso gerne als Besatz gewählt wie Perle, Diamant, Opal oder blauer Topas.

Blüten- und Tropfenmotive antiker Granatbroschen schmücken die moderne Frau von heute, die einen markanten Stil bevorzugt, besonders elegant. Unifarbene Blusen und Kleider lassen sich mit diesen Preziosen ausgesprochen gut kombinieren. Am besten zur Geltung kommen solche Schmuckstücke auf weißen oder schwarzen Kleidungsstücken.

Antike Silbercolliers aus der Epoche wirken ebenfalls ausdrucksstark. Zierliche Stücke sowie Arbeiten, die einen massiven Charakter haben, kommen auf schlicht gehaltenen Kostümen oder Abendroben gleichermaßen zur Geltung. Selbstverständlich können ebenso elegante Sommerkleider hervorragend mit derart gestaltetem Schmuck unterstrichen werden.

Schlichter, edler und markanter Jugendstil-Schmuck: Reizvolle Ohrringe

Im Gegensatz zu neuen, wuchtig wirkenden Preziosen nach Art des Jugendstils haben antike Ohrringe des Zeitalters eine praktische, bisweilen sogar zierliche Größe. Kreative Kleinode mit Korallen- oder Amethystbesatz sind ebenso darunter wie stylishe Jadearbeiten, dezente Diamantohrringe oder edle Arrangements mit Orientperlen.

Elegante Jadeohrringe können beispielsweise mühelos mit einem knielangen Rock und einer erfrischend einfachen Bluse zu einem hochmodernen Sommer-Outfit komplettiert werden. Fein gestaltete Goldohrringe mit Diamant- oder Perlenbesatz harmonieren nahezu mit allen Kleidungsstücken. Würdevoll repräsentieren sie den Stil der Trägerin in dezenten Kostümen oder Abendroben.

Ohrringe aus Silber erscheinen oftmals überraschend modern. Sofern Sie mit geeigneten Mitteln gepflegt werden, sorgt ihr helles Strahlen, zusammen mit der Farbe des jeweiligen Besatzes, für markante Lichtreflexe. Silberohrringe mit roter Koralle korrespondieren ideal mit Outfits, die in Schwarz, Weiß, Beige oder einer Kombination dieser Farben gehalten sind.

Harmonisch designter Brustschmuck: Die Broschen des Jugendstils

Figuren und florale Motive bestimmen das Design charmanter Jugendstil-Broschen, die teils mit überaus reizenden Emaille-Arbeiten gefertigt sind. Goldbroschen mit Rubin, Granat, Diamant, Opal, Bernstein oder auch Perle sind nicht selten. Harmonisch krönen sie formvollendete, durchdachte Arbeiten, welche nicht nur den Bedürfnissen des Zeitalters der Herstellung gerecht werden, sondern durch ihre zeitlose Schönheit ebenso moderne Mode zu verschönern vermögen.

Silberbroschen mit Karneol oder Lapislazuli können gut mit intensiven Farben hochwertiger Kleidungsstücke korrespondieren. Schlichte Arbeiten, die zumeist nur aus Silber gefertigt sind, wirken auf legerer Freizeitbekleidung ebenso dekorativ wie auf Abendkleidern oder Business-Jacketts.

Jugendstil-Schmuck: Was ist noch erwähnenswert?

Jugendstil-Schmuck ist sehr variantenreich. Teilweise sind antike Arbeiten von Schmuckstücken moderner Schmuckfabrikation nur bei genauerer Betrachtung erkennbar. Doch das ist durchaus verständlich: Wie viele Epochen, so war der Jugendstil Inspiration für diverse Preziosen der Gegenwart. Allerdings ist es so, dass das Harmoniebedürfnis des Zeitalters Schmuck hervorgebracht hat, der zwar aufsehenerregend markant sein kann, jedoch kaum übertrieben wirkt.

Antike Stücke sind daher oftmals feiner, ja subtiler gearbeitet: Schließlich sind es gewissermaßen die idealen Vorlagen, an welchen sich moderner Schmuck bis zu einem gewissen Grad orientiert. Bei authentischen Stücken werden Sie daher selten übermäßig freizügige Damendarstellungen oder plumpe Blumenmuster finden. Schmuck des Jugendstils ist filigran und markant zugleich, dabei ergeben die Darstellungen immer ein rundes, harmonisch wirkendes Bild.

Warauf Sie beim Tragen von Jugendstil-Schmuck achten sollten

Unabhängig von der Art der gewählten Preziosen können Sie immer darauf bauen, dass das Kleinod und die von Ihnen gewählte Bekleidung zueinanderpassen. Schmuckstücke vermögen sowohl farblich mit Kleidungsstücken zu korrespondieren, als auch von ihrer Form her.

Bei besonderen Anlässen sollten Sie unbedingt vermeiden, dass Ihr Schmuckstück aufgesetzt erscheint. Hier gilt wie in den meisten anderen Fällen auch: Weniger ist mehr. Die Preziose soll schließlich ihre Trägerin schmücken und nicht umgekehrt. Der Preis spielt dabei keine Rolle, selbst kleinste Ringe können wertvoll und massiv gearbeitete Colliers erschwinglich sein.

Die Hauptsache aber ist, dass Ihnen Ihr Schmuck, den Sie bei eBay erstehen, gefällt und Ihrem persönlichen Geschmack entspricht.

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