Ratgeber für antike Raritäten aus dem Bergbau

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Ratgeber für antike Raritäten aus dem Bergbau

Selten und heiß begehrt: Antiquitäten aus dem Bergbau

Der Bergbau gehört, vor allem auch in Deutschland, zu den traditionsreichsten Gewerken. Schon seit Generationen werden unter Tage Salz, Stein- und Braunkohle abgebaut. In vielen Regionen schaffte der Bergbau zahlreiche Arbeitsplätze, und das über Jahrzehnte hinweg. Viele der damals täglich benutzten Ausrüstungsgegenstände und Werkzeuge zählen heute zu begehrten Sammlerstücken und werden als Raritäten gehandelt. Sie können beliebte und seltene Antiquitäten aus dem Bergbau bei eBay erwerben, um damit eine Sammlung zu bereichern oder um mit ausgewählten Stücken Ihr Zuhause zu dekorieren. Vielleicht interessieren Sie sich auch für eine bestimmte Bergbauregion, beispielsweise für Antiquitäten aus dem Bergbau im Erzgebirge. Dann wird es zwar unter Umständen schwieriger, entsprechend regional geprägte Gegenstände zu finden, gleichzeitig erwerben Sie damit wahrscheinlich ganz seltene Stücke.

Antike Bergbaulampen als wahre Raritäten

Zu den wohl eindrucksvollsten Raritäten aus dem Bergbau zählen die antiken Bergbaulampen. Jeder Bergmann führte seine eigene Lampe mit sich. Ohne eine gute und zuverlässige Lichtquelle war es schlichtweg unmöglich zu arbeiten. Da die Beleuchtung von Beginn an eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Arbeit der Bergmänner darstellte, wurde stets an der Verbesserung des Geleuchts, wie die Gesamtheit der im Bergwerk eingesetzten Lampen genannt wird, gearbeitet. Zur Weiterentwicklung des Geleuchts flossen stets die für die jeweilige Zeitepoche aktuellsten Erkenntnisse, technischen Fortschritte und Ideen ein, sodass Sie auch heute noch antike Grubenlampen aus unterschiedlichen Entwicklungsschritten finden und damit an der Geschichte des Bergbaus teilhaben können. Vor allem alte Grubenlampen aus Messing können tolle Dekorationsmittel sein.

Antike Bergbaulampen mit offener Flamme

In den Anfängen des Bergbaus benutzten die Bergmänner Lampen mit offener Flamme. Zunächst waren das Öllampen, die mit tierischen und später mit pflanzlichen Ölen betrieben wurden. Solche Lampen sind heute nur noch schwer zu finden und daher Raritäten, die unter Sammlern sehr beliebt sind. Besonders eine spezielle Variante der Öllampe steht für viele Menschen als Symbol für den Bergbau und gilt als typische Bergbaulampe: der sogenannte Frosch, der ab dem 16. Jahrhundert im Bergbau verwendet wurde. Der Name dieser Lampe geht auf ihre Form zurück: Diese erinnert an einen sitzenden Frosch. Sie besteht aus einer ziemlich flachen Schale, in der sich das Lampenöl befindet und an der ein Docht angebracht ist, der sich verstellen lässt. Die Froschlampe besitzt zudem einen Henkel, der dem Tragen in der Hand und der Befestigung am Gürtel diente. Da der Bergbau von jeher von Traditionen geprägt ist, hatte beinahe jede Region, die Bergwerke unterhielt, eine eigene Form des Frosches. Sie finden daher sowohl einen westfälischen als auch einen erzgebirgischen Frosch. Einige Modelle dieser Grubenlampe waren eher schlicht gehalten, andere mit sehr kunstvollen Elementen oder sogar mit regional bedeutsamen Symbolen verziert. Wirkliche Kenner des Bergbaus können anhand der Froschlampe Rückschlüsse auf ihren Einsatzort ziehen. Falls Sie einen näheren Bezug zu einer bestimmten Bergbauregion haben, könnten diese spezifisch gestalteten Lampen für Sie von großem Interesse sein.

Von der Öllampe zur Petroleumlampe

Als im 19. Jahrhundert die Lampenzylinder und schließlich auch der Runddocht erfunden wurden, kam es zur Ablösung der Öllampen durch die Petroleumlampen. Ihre Funktionsweise war recht einfach: In einem integrierten Tank befand sich Petroleum, das in einem Brenner vergast wurde und am Docht entzündet werden konnte. Aufgrund der hohen Viskosität des Brennstoffes und des daraus resultierenden Umstandes, dass er im Docht sehr hoch steigen konnte, entstand ein schönes helles Licht. Das verwendete Petroleum war sehr preiswert zu bekommen und der Betrieb der Lampe deshalb äußerst wirtschaftlich.

Ein wichtiger Fortschritt für die Sicherheit: die Karbidlampe

Bereits im 20. Jahrhundert folgte der nächste Entwicklungsschritt, denn man erkannte zunehmend die Gefahr, die von der offenen Flamme ausging. Traten unter Tage entzündliche Gase aus, konnte eine durch einen einzigen Funken auslösbare Explosion für alle Beteiligten tödlich enden. Daher kam eine ganz neuartige Grubenlampe zum Einsatz, die Karbidlampe. Der enthaltene Brennstoff wurde innerhalb der Lampe in chemisch gebundener und damit ungefährlicher Form bis zur unmittelbaren Nähe zum Docht geleitet. Erst kurz vor der Verbrennung erfolgte die Umwandlung zum Gas, das dann entzündet wurde. Verantwortlich dafür war die spezielle Bauweise der Karbidlampe. Sie bestand aus zwei übereinander stehenden Behältern, wobei der untere mit Calciumkarbid und der obere mit Wasser gefüllt war. Das Wasser tropfte unentwegt aus dem oberen Behälter auf das Calciumkarbid, was die Entstehung von Ethin-Gas zur Folge hatte. Dieses Gas wurde durch eine kleine Rohrleitung in den Brenner geführt und dort entzündet. Es entstand ein sehr helles Licht. Allerdings hatten diese Lampen einen entscheidenden Nachteil, denn die Flamme erzeugte eine große Menge Ruß. Mit der Karbidlampe machte die Entwicklung des Geleuchts zwar einen großen Fortschritt, allerdings war diese Lampenart aufgrund des Rußes noch nicht die optimale Lösung. Falls Sie eine solche antike Lampe erwerben möchten, können Sie sich auch die entsprechenden Angebote bei eBay ansehen.

Antike Sicherheitslampen der Bergleute

Da man nach mehreren Unfällen und ungewollten Explosionen die Gefahr der offenen Flamme ernst nahm, wurden andere Möglichkeiten gesucht, um in den Bergwerken für eine ausreichende Beleuchtung zu sorgen. Bereits im 17. Jahrhundert, als in sämtlichen Regionen noch Grubenlampen mit offener Flamme im täglichen Einsatz waren, benutzten die Bergleute im Erzgebirge eine geschlossene Grubenlampe. Sie wurde als Freiberger Blende bezeichnet und bestand aus einem Holzkasten, der mit Messing ausgeschlagen war. An der Vorderseite befand sich eine bewegliche Glasscheibe, durch die ein Brenner in den Kasten gestellt werden konnte, an der Rückseite war ein Haken zum Tragen oder Aufhängen der Lampe angebracht. Die Freiberger Blende dürfte vor allem bei Sammlern aus dem Erzgebirgsraum hoch im Kurs stehen.

Im Jahre 1884 brachte die Erfindung des Zwickauers Carl Wolf den entscheidenden Durchbruch für die Entwicklung einer sicheren Grubenlampe. Er erfand eine Benzinsicherheitslampe, die keine Explosionsgefahr mehr barg, zugleich aber ein helles Licht lieferte und dabei keinen nennenswerten Ruß produzierte. Mit ihr war es auch erstmals möglich, dass ein Bergmann seine erloschene Lampe unverzüglich vor Ort wieder entzünden konnte, ohne sich oder andere in Gefahr zu bringen. Diese Lampen sind als Meilenstein der Bergbaugeschichte eine wahre Rarität.

Antike Uniformen der einzelnen Bergbauregionen

Die einzelnen Bergbauregionen Deutschlands hatten ihre jeweils typisch gestalteten Uniformen, die zu offiziellen Anlässen getragen wurden. Unterscheiden ließen sich die Kleidungsstücke aus dem Erzgebirge, dem Saarland oder aus Westfalen anhand ihrer Form beziehungsweise des Schnittes, der Farben und der regional typischen Verzierungen. Es wird sicherlich nicht einfach sein, eine vollständig erhaltene, antike Bergbauuniform zu bekommen. Gelingt Ihnen das, können Sie eine wirklich seltene Rarität vorweisen. Vielleicht reicht Ihnen auch, beispielsweise aus Platzgründen, eine Sammlung der unterschiedlichen Kragenspiegel, die an der Schulter der Bergmannsuniform angebracht waren. Eventuell interessieren Sie sich aber lediglich für die antiken Mützen, die zu jeder Uniform gehörten. Sie waren meist sehr aufwendig gearbeitet und mit Fell oder anderen Dekorationsmaterialien besetzt. Solche Mützen sind - vorausgesetzt sie sind gut erhalten - kleine Raritäten. Neben den prunkvollen Uniformen können Sie auch die normale Arbeitskleidung der Bergleute erwerben, insbesondere antike Hemden, Hosen oder das typische Arschleder, das Schutz beim Rutschen über die Bleche bieten sollte.

Antike Werkzeuge aus dem Bergbau

Im Bergbau wurden vor allem Werkzeuge eingesetzt, die das Bearbeiten von Steinen und Fels erlaubten. Die wichtigsten Instrumente sind der Schlägel und das Bergeisen. Ihre große Bedeutung kann man daran erkennen, dass sich beide Werkzeuge, gekreuzt dargestellt, im Symbol für den Bergbau wiederfinden. Bei einem Schlägel handelt es sich um einen Schlaghammer, der einen viereckigen Querschnitt aufweist und mit einem Stiel aus Holz geführt wird. Das Bergeisen besteht aus massivem Eisen und ähnelt einem Meißel, wird jedoch auch von einem Stiel gehalten. Dieser war einfach und schnell zu lösen, was einen zügigen Wechsel der Bergeisen während der Arbeit erlaubte. Das war vorteilhaft, weil die Eisen durch die Bearbeitung der Steine schnell stumpf wurden und damit für den weiteren Gebrauch unbrauchbar waren. Mit dem problemlosen Auswechseln vor Ort wurde ein sofortiges Weiterarbeiten ermöglicht. Später, nach dem Ende der Schicht, wurden die Eisen geschärft und waren wieder einsatzbereit.

Ein weiteres, für den Bergbau typisches Werkzeug, ist die Spitzhacke. Auch sie wurde eingesetzt, um sehr hartes Gestein und auch Felsstücke zu bearbeiten. Um das zu ermöglichen, besteht die Spitzhacke aus einer Spitze aus massivem Eisen, die im rechten Winkel zum Stiel angebracht ist. Neben der Hacke kam auch ein Schlaghammer zum Einsatz, der Fäustel. Mit seiner Hilfe konnten große Stücke des Gesteins abgeschlagen werden. Um eine möglichst hohe Kraftübertragung über seine quadratische Schlagbahn erzielen zu können, musste dieser Hammer mit beiden Händen bedient werden.

Ein sehr populäres Werkzeug aus dem Bergbau ist der Steigerstock. Er ist auch unter dem Namen Häckel bekannt. Als Steiger wurde eine Aufsichtsperson bezeichnet, die während ihrer Schicht über sämtliche Vorgänge unter Tage zu wachen hatte. In einigen Regionen führte der Steiger den Häckel nur bei besonderen Anlässen, beispielsweise bei Bergparaden, mit sich. Ein für diesen Verwendungszweck hergestellter Steigerstock war je nach der Region meist sehr reichhaltig und aufwendig verziert. Kenner können zum Beispiel mit einem Blick den Erzgebirgischen vom Mansfelder Häckel unterscheiden. Der Griff bestand überall entweder aus Messing, aus Bronze oder aus Silber. In den Bergwerken des Ruhrgebietes wurde der Steigerstock jedoch auch unter Tage benutzt. Da er dann als reiner Gebrauchsgegenstand verwendet wurde, war er nur wenig verziert. Seine Funktion bestand in diesem Falle darin, dem Steiger als Gehstock zu dienen und das Gestein sowie die Elemente des Grubenausbaus auf ihre Standfestigkeit hin zu überprüfen. Dafür wurden tragende Holzbalken oder ein steinerner Untergrund mit dem Häckel abgeklopft. Der lange Stiel konnte zudem als Messlatte eingesetzt werden.

Diese und andere Werkzeuge, die den Bergleuten früher gute Dienste erwiesen haben, sind bei eBay erhältlich. Sie sollten beim Kauf auf den jeweils angegebenen Erhaltungszustand achten, vor allem dann, wenn Sie ein Werkzeug als Dekorationsgegenstand nutzen möchten.

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