Ratgeber für antike Jagdmesser, Hirschfänger und Waldhörner

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Ratgeber für antike Jagdmesser, Hirschfänger und Waldhörner

Das Thema Jagd fasziniert die Menschheit schon seit Ewigkeiten

Die Jagd begleitet den Menschen schon seit Urzeiten. Schließlich diente sie zu Anfangszeiten vor allem der Beschaffung von überlebensnotwendiger Nahrung. Unter dem Begriff Jagd versteht man im Allgemeinen das Aufspüren und das Erlegen von Wildtieren in der freien Natur. Zu den Wildtieren zählen alle freilebenden Vögel und Tiere. Besonders in der Altsteinzeit wurde der Alltag der Menschen von der Jagd geprägt. Aus diesem Grund erhielten die Menschen in dieser Zeit die beiläufige Bezeichnung Jäger und Sammler. Dabei wurde das erlegte Wild nicht nur als Nahrung verwendet. Die Menschen der damaligen Zeit waren darauf angewiesen, sämtliche Produkte des Tieres zu verwerten. Dazu zählten zum Beispiel die Felle, die Knochen und die Sehnen. Die Jagd galt zu diesen Zeiten als sehr gefährlich. Trotz der allgegenwärtigen Gefahren sicherte sie jedoch den damaligen Menschen für lange Zeit das Überleben in einer rauen Umgebung. Erst mit der Sesshaftigkeit in den nachfolgenden Jahrtausenden rückte die Jagd allmählich in den Hintergrund. Grund dafür war unter anderem die Domestizierung von Tieren. Darunter versteht man die Aufzucht von bestimmten Tierrassen, die dem Menschen als Nutztiere dienlich sein können. Im Laufe der Zeit veränderte sich die Genetik dieser Tiere, was dazu führte, dass die Jagd nach Wild erheblich eingeschränkt werden konnte. Zu den domestizierten Tierarten zählen beispielsweise Hunde sowie zahlreiche Pflanzenfresser wie etwa Rinder, Ziegen, Schafe, Esel und Pferde. Von nun an veränderten sich auch die Motive der Menschen, regelmäßig auf die Jagd zu gehen.

Die Weiterentwicklung der Jagd im Laufe der Geschichte

Die Jagd entwickelte sich im Laufe der Jahre von der lebenswichtigen Notwendigkeit zur Möglichkeit der Freizeitgestaltung. Des Weiteren wurde die Jagd auf Wild zeitweise durchgeführt, um die Natur zu regulieren. Auf diese Weise konnte die Beschädigung von Kornfeldern, Obstwiesen oder anderen kultivierten Flächen durch Wildtiere verhindert werden. Diese Entwicklung war vor allem in der Antike festzustellen. Darüber hinaus stand die Jagd in dieser Zeit oftmals in Zusammenhang mit gott- und religionsbezogenen Kulten. Im Mittelalter galt die Jagd sogar als Privileg der Kirche und der Adeligen. In dieser Hinsicht wurde außerdem zwischen der hohen und der niederen Jagd unterschieden. Die Jagd auf sogenanntes Hochwild war im Mittelalter dem Adel vorbehalten. Als Hochwild gelten zum Beispiel Geweihträger, Wildschweine, Bären sowie Luchse. Das restliche Niederwild war im Gegensatz dazu für den niederen Klerus bestimmt. Zum Niederwild zählen beispielsweise das Rehwild und andere kleinere freilebende Tiere.

Verschiedene Jagdarten benötigten unterschiedliche Jagdutensilien und Jagdwaffen

Die Gegenstände und Werkzeuge, die zur Jagd benutzt wurden, fielen je nach Epoche und Jagdart recht unterschiedlich aus. Im Laufe der Jahre entstanden verschiedene Arten der Jagd. Zu diesen Jagdarten zählen beispielsweise die Einzeljagd, die Gesellschaftsjagd, die Fallenjagd, die Ausdauerjagd sowie die Parforcejagd. Bei der Einzeljagd suchte und erlegte ein einzelner Jäger mithilfe eines Hundes oder alleine auf einem Hochsitz das Wild. Verwendet wurden hier vor allem leisere Waffen wie Bögen oder Armbrüste. Erst viel später wurden gewehrähnliche Waffen benutzt. Die Gesellschaftsjagd wurde als gemeinschaftlich organisierte Jagd durchgeführt. Dabei nahmen mindesten drei Jäger an der Jagd teil. Diese Jagdart konnte als Treibjagd, Drückjagd, Stöberjagd oder Riegeljagd umgesetzt werden. Bei der sogenannten Ausdauerjagd wurden im Regelfall keine Waffen benutzt. Die Jäger hetzten das Wild so lange durch den Wald sowie über Wiesen und Felder, bis es vollständig erschöpft war. Eine sehr alte Jagdart ist die sogenannte Fallenjagd, bei der das Tier mit einer Netz-, Kasten- oder Schlagbaumfalle lebendig gefangen oder getötet wurde. Die Parforcejagd galt als Hetzjagd und wurde mit Pferden und Hunden durchgeführt. Vor allem bei Jagden, bei denen zum Beispiel Pferde benutzt wurden, setzen die Jäger sehr spezifische Jagdwaffen wie lange Jagddolche ein.

Gegenstände und Waffen aus vergangenen Jagdepochen

Die bedeutendsten und bekanntesten Gegenstände zur Jagd sind wohl die sogenannten Jagdwaffen. Aber auch andere Utensilien wie spezielle Kleidung, Zelte und Signalhörner wurden damals schon für die Jagd verwendet. Gegenstände, die in früheren Zeiten zur Jagd benutzt wurden, gibt es zum Beispiel bei eBay. Jagdwaffen können in Feuerwaffen und Kaltwaffen eingeteilt werden. Als Feuerwaffen werden sämtliche Waffen bezeichnet, mit denen ein Projektil mittels eines pyrotechnischen Treibmittels verschossen werden kann. Zu den bekanntesten Jagdwaffen zählen Revolver und Pistolen sowie die Jagdgewehre wie Flinten oder Büchsen. Feuerwaffen wurden erst relativ spät zur Jagd eingesetzt. Die ersten Feuerwaffen entstanden im 13. Jahrhundert mit der Entdeckung des Schießpulvers. Davor waren ausschließlich Kaltwaffen im Einsatz. Zu den kalten Jagdwaffen zählen die Jagdmesser, die Hirschmesser, die Praxe, Speere, Lanzen, Armbrüste und Schleudern. Besonders häufig anzutreffen waren die Jagdmesser und die Hirschfänger. Ein weiteres Jagdutensil, das jeder sofort mit der Jagd in der guten alten Zeit in Verbindung bringt, ist das Waldhorn. Diese Gegenstände werden noch heute von Sammlern sehr geschätzt. Wenn Sie vorhaben, ein Jagdmesser, einen Hirschfänger oder ein Jagdhorn aus vergangenen Zeiten bei eBay zu erwerben, sollten Sie sich im Vorfeld ein wenig näher mit der Thematik beschäftigen, um einem Fehlkauf vorzubeugen und um den Wert der Gegenstände besser einschätzen zu können.

Jagdmesser aus vergangenen Zeiten

Jagdmesser zählen zu den historischen Jagdwaffen, die in ähnlicher Form auch heute noch verwendet werden. Mit einem solchen Messer konnten mehrere Dinge bewerkstelligt werden. Es kann daher als echtes Universalwerkzeug für die Jagd gesehen werden. Eine Verwendungsmöglichkeit eines antiken Jagdmessers bestand im Erlegen des Wildes, nachdem es in eine Falle getreten oder mit dem Bogen, der Armbrust oder einer Feuerwaffe vom Jäger angeschossen worden war. Des Weiteren wurden Jagdmesser dazu verwendet, die Eingeweide des Tieres aus der Bauchhöhle zu entfernen. Das Messer wurde darüber hinaus für andere Zwecke verwendet, die nicht unmittelbar mit der Jagd in Zusammenhang stehen. Messer für die Jagd gab es in verschiedenen Ausführungen. Spezielle Aufbrechmesser, die zum Ausweiden der Tiere verwendet wurden, hatten eine Klinge mit einwärts gerichteter Krümmung in Kombination mit einer stumpfen Spitze. Mit der stumpfen Spitze sollten Beschädigungen und Schnitte an den Innereien vermieden werden. Diese konnten bei einem unvorsichtigen Umgang mit dem Messer auslaufen und zu einer schlechteren Fleischqualität führen. Für das Erlegen der Tiere wurde in der Regel ein universales Jagdmesser verwendet. Dieses war sehr spitz, um das sogenannte Abfangen und das Abnicken zu ermöglichen. Unter dem Abfangen versteht der Jäger den Stich in die Brust oder in das Herz des Tieres, um einen möglichst schnellen Tod herbeizuführen. Das sogenannte Abnicken bezeichnet den Stich in das Rückenmark des Tieres. Die Klingenlänge eines Universalmessers beträgt zwischen 10 und 15 Zentimetern. Das Klingenmaterial besteht bei hochwertigen Modellen aus geschmiedetem Stahl. Die Griffe wurden entweder aus Holz oder bei edleren Modellen aus Hirschhorn gefertigt. Viele Jäger führten obendrein ein kleineres zusätzliches Taschenmesser mit. Diese wurden meist als Klappmesser konzipiert. Bei eBay gibt es viele alte Jagdmesser in allen erdenklichen Ausführungen und Größenklassen. Messer mit Verzierungen an Klinge und Griff gelten bei Sammlern als besonders begehrt. Des Weiteren sind alte Jagdmesser aus Solingen sehr beliebt bei den Liebhabern von alten Jagdwaffen. Messerähnliche Gegenstände gibt es schon seit sehr langer Zeit. Die ersten Messer mit Waffencharakter waren aus Stein oder aus Knochen gefertigt, Jagdmesser aus dem Werkstoff Metall entstanden erst in der Bronzezeit.

Alte Hirschfänger haben Seltenheitswert bei Sammlern

Unter einem Hirschfänger versteht man eine messerähnliche Stichwaffe, mit der unter anderem Wildschweine sowie Rot- und Dammwild abgefangen werden können. Aus diesem Grund verfügt der Hirschfänger über eine sehr spitze und schmale Klinge, die eine Länge zwischen 30 und 70 Zentimetern aufweist. Der Hirschfänger ist dem sogenannten Jagddegen sehr ähnlich. Ein Jagddegen ist ein kleines Stück länger als der Hirschfänger und wird bevorzugt auf dem Pferd benutzt. Hirschfänger gibt und gab es in verschiedenen Ausführungen. So findet man Modelle, die aus einem Stück Eisen gefertigt sind sowie Varianten, bei denen der Griffbügel aus Horn oder aus edlem Elfenbein besteht. Die Klinge eines Hirschfängers ist in der Regel auf beiden Seiten geschliffen, da es sich um eine Stichwaffe handelt. Es gibt darüber hinaus Waffen, die nur an der Spitze scharf sind. Hirschfänger mit aufwendigen Verzierungen aus Gold oder Silber sind bei Sammlern besonders beliebt und haben Seltenheitswert. Hier sollten Klinge und Griff korrosionsfrei sein, um die schönen Verzierungen auch erkennen zu können. Hirschfänger, die aus einer Zeit vor 1945 stammen, sind in der Zwischenzeit immer seltener anzutreffen und dementsprechend sehr begehrt.

Historische Waldhörner eignen sich zum Sammeln und zum Dekorieren der Wohnung

Jagdhörner sind nicht nur Stücke für die Antiquitätensammlung. Sie eignen sich auch hervorragend zum Aufhängen an der Wand in einem rustikal eingerichteten Wohn- oder Esszimmer. Waldhörner werden heutzutage nicht mehr im Wald, sondern als Blechblasinstrument im Orchester eingesetzt. Sie erinnern stark an die Klänge aus dem Wald längst vergangener Tage. Ursprünglich wurden diese Instrumente dazu verwendet, die Anwesenheit einer Jagdgesellschaft zu signalisieren. Da es sich bei einem Waldhorn um ein reines Signalinstrument handelte, waren in der Regel keine Ventilklappen vorhanden, um die Tonhöhe zu verändern. Alte Waldhörner sind meist aus Messing gefertigt. Wenn Sie vorhaben, ein historisches Waldhorn zu erwerben, sollten Sie darauf achten, dass die Metalloberfläche nicht übermäßig von Korrosion betroffen ist und keine Dellen oder Beulen aufweist. Eine leichte Patina kann jedoch auch durchaus seine Reize haben. Im Bereich des Griffs sind historische Waldhörner meist mit Leder versehen. Dieses oftmals kunstvoll verzierte Lederstück sorgt dafür, dass die schweißnassen Hände keine Korrosion verursachen können. Jagdhörner wurden teilweise aus Horn hergestellt. Auch diese Exemplare haben ihren besonderen Charme.

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