Ratgeber für Lots und Sammlungen vom Deutschen Reich

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Ratgeber für Lots und Sammlungen vom Deutschen Reich

Briefmarken in Lots und Sammlungen aus dem Deutschen Reich

Die Sammelleidenschaft für die wertvollen Briefmarken aus dem Deutschen Reich zieht nach wie vor sehr viele Menschen in ihren Bann. In den Jahren von 1872 bis 1874 wurden die als Brustschild-Ausgabe deklarierten Briefmarken aufgelegt. Von 1875 bis 1899 kamen die Adler/Krone-Ausgaben zur Veröffentlichung. Ab dem Jahr 1900 bis 1918 folgten die Germania-Ausgaben, von 1919 bis 1922 zusätzlich die Republik- Ausgaben, von 1922 bis 1923 die Infla-Ausgaben, von 1924 bis 1932 die Ausgaben der neuen Währung und gegen Ende des Deutschen Reiches von 1933 bis 1945 kamen dann die Ausgaben des Dritten Reiches. Passionierte Sammler erfreuen sich daher immer häufiger für Lots und Sammlungen von Briefmarken aus dieser historisch bedeutsamen Zeit. Ein sehr breit gefächertes Sortiment an Briefmarken aus dem Deutschen Reich in Lots und Sammlungen, welche nach den jeweiligen Jahren gegliedert sind, finden Sie bei eBay.

Briefmarken aus dem Deutschen Reich in Lots und Sammlungen erwerben

Es ist sehr ratsam, dass Sie sich vor dem Kauf von Briefmarken aus dem Deutschen Reich in Lots und Sammlungen ausführlich informieren. Ohne gewisse Vorkenntnisse ist der Kauf von Briefmarken eine schwierige Angelegenheit. Wie bei Münzen gibt es auch bei Briefmarken Fälschungen, das sollten Sie im Vorfeld berücksichtigen. Nützliche und informative Ratgeber für Sammler von Briefmarken sind die verschiedenen Briefmarkenkataloge. Diese Kataloge gibt es von diversen Verlagen und für die unterschiedlichen Länder. Als Sammler erhalten Sie durch diese Nachschlagewerke detaillierte Informationen zu allen Briefmarken zum Beispiel aus Deutschland und dem Deutschen Reich, die nach Einführung der Briefmarke im Jahre 1872 gedruckt wurden. Hier finden Sie zu jeder beliebigen Briefmarke eine Historie und Informationen zur heraldischen Bestimmung. Es wird zudem aufgezeigt, in welcher Auflage die Briefmarke erschienen ist. Sehr hilfreich sind in diesen Fachkatalogen die Abbildungen der einzelnen Briefmarken. So können Sie als Sammler mit Unterstützung dieser Nachschlagewerke die Briefmarke identifizieren und den aktuellen Wert ermitteln. Damit Sie jederzeit den exakten Wert der Briefmarke zur Verfügung haben, werden die Kataloge jedes Jahr neu aufgelegt.

Nennwerte der Briefmarken des Deutschen Reichs in Lots und Sammlungen

Bei der Einführung der Briefmarke im Jahre 1872 bis einschließlich 1874 wurden Brustschild-Ausgaben editiert. Diese Ausgaben unterschieden sich anfangs durch das "kleine Brustschild" und später durch das "große Brustschild". Insgesamt wurden hier 28 verschiedene Ausgaben herausgegeben. Die Nennwerte waren 1/4, 1/3, 1/2, 1, 2, 2 1/2, 5, 10 und 30 Groschen. Hinzu kamen die Nennwerte 1, 2, 3, 5, 7, 9 und 18 Kreuzer. Einige dieser Ausgaben sind sehr teuer und wertvoll, andere wiederum können Sie für wenig Geld erwerben.

Vom Jahre 1875 bis zum Jahre 1899 wurden Briefmarken der Ausgabe Adler/Krone veröffentlicht. In dieser Zeit wurden insgesamt 20 verschiedene Briefmarken herausgegeben. Die Nennwerte lagen hier bei 3, 5, 10, 20, 25 und 50 Pfennig. Der Innendienst, so nannte man in dieser Zeit die Behörden, hatte noch Briefmarken im Wert von 2 Mark. Die Briefmarken waren entweder mit einer Zahl oder mit einem Adler, ab einem Wert von 10 Pfennig, bedruckt. Für den Sammler liegt hier der Anreiz darin, die verschiedenen Farben aller existierenden Ausgaben zu erwerben.

In den Jahren 1900 bis 1922 kamen die Briefmarken der Ausgabe Germania in Umlauf. Diese waren schon weitaus beeindruckender, da sie teilweise größer und zweifarbig bedruckt waren. Vom 01.01.1900 bis 31.12.1902 hatten die Briefmarken den Eindruck "Reichspost" und besaßen auch nur in diesem Zeitraum Gültigkeit. Ab dem 01.01.1903 bis 31.10.1922 waren nur Briefmarken mit dem Eindruck "Deutsches Reich" gültig. Die Nennwerte der "Reichspost" Briefmarke waren 2, 3, 5, 10, 20, 25, 30, 40, 50 und 80 Pfennig. Bei den "Deutsches Reich" Briefmarken gab es 10, 10 5, 15 5 Pfennig sowie 1, 60, 3, 5 und 10 Mark. Bei den Briefmarken 5 wurde dieser Betrag an die Kriegsbeschädigtenhilfe abgeführt. In dieser Zeit gab es sehr viele unterschiedliche Briefmarken, die ebenfalls Gültigkeit hatten. Dazu zählten die Dienst- und Besatzungsmarken. Von 1919 bis 1922 führte man dann zusätzlich noch die Republik-Ausgaben ein. Diese Briefmarken verwiesen auf die Weimarer Republik und sind bei Sammlern aufgrund der vielfältigen Varianten sehr beliebt.

Besonders wertvoll und teuer sind die Briefmarken aus den Jahren 1922 bis 1923 für die sogenannte Infla-Ausgabe, was als Abkürzung für Inflation stand. In diesen Jahren herrschte eine sehr hohe Inflation im Deutschen Reich und so waren einzelne Briefmarken manchmal aufgrund des hohen Wertverfalls nur wenige Tage auf dem Markt. In dieser Zeit wurden immens viele verschiedene Briefmarken gedruckt, die einen Nennwert von 3 Pfennig bis 10 Milliarden Mark hatten. Dabei entstanden aber auch viele Fehldrucke, denn die Zeit zum Druck der Briefmarken war äußerst knapp bemessen, weil keiner wusste, welchen Wert die Briefmarke am nächsten Tag noch hat.

Nach der neuen Währungsreform kamen auch neue Briefmarken auf den Markt. Von 1924 bis 1932 gab es dann die Ausgaben der neuen Währung. Die Briefmarken hatten nun wieder normale Nennwerte und waren erhältlich zu 3, 5, 10, 20, 50 und 100 Pfennig. Auch Behörden hatten jetzt die gleichen Briefmarken, allerdings mit dem Aufdruck "Dienstmarke". Diese Briefmarken sind bei Sammlern sehr begehrt und das hat natürlich auch seinen Preis.

Mit der Machtübernahme im Jahre 1933 wurde die letzte Ausgabe von Briefmarken des Deutschen Reiches herausgegeben. Die Briefmarkenausgabe des Dritten Reichs gab es bis zum Jahre 1945 und es kam während dieser Zeit zu 432 Veröffentlichungen. Die Nennwerte waren unterschiedlich im Preis und wurden in Reichsmark und Pfennige aufgelegt. Die Deutsche Reichspost druckte für die damalige Zeit viele Persönlichkeiten als Motiv auf die Briefmarken. Hierzu zählten zum Beispiel Graf Zeppelin, Adolf Hitler und Paul von Hindenburg. Aber auch historische Gebäude und das Hakenkreuz wurden auf den Briefmarken verwendet. Aufgrund des in dieser Zeit vorherrschenden Krieges wurden Briefmarken zwischenzeitlich auch mit Spendenaktion verbunden. So hatten einige Briefmarken den normalen Nennwert plus einen aufgedruckten Betrag, der als Spendenbeitrag diente. Die Briefmarken sind für Sie als Sammler nur in kompletten Sätzen interessant. Einzelne Briefmarken sind im Wert zwar stabil, aber es lassen sich selten hohe Preisanhebungen verzeichnen.

Variationen von Briefmarken in Lots und Sammlungen

Von großer Beliebtheit sind für Sammler die speziell zusammengestellten Vario Briefmarken, die Sie ebenfalls in Lots und Sammlungen bei eBay erhalten. Diese Vario Briefmarken werden in differierenden Mengen angeboten und die Herkunft von Lots und Sammlungen variiert stets, sodass Sie Briefmarken aus der kompletten Zeit des Deutschen Reiches aus den Jahren 1872 bis 1945 erhalten. Hier haben Sie selten Einfluss darauf, welche Ausgaben Sie bevorzugt bekommen möchten. Viele der angebotenen Vario Briefmarken werden in Koffern, Paketen oder in Folien eingeschweißt verpackt. Sehr gut erhaltene Vario Briefmarken werden dagegen in speziellen Briefmarkenalben und Briefmarkenetuis zum Verkauf angeboten. Diese Art der Aufbewahrung schützt die Briefmarken und ermöglicht eine exakte Sortierung nach Ausgaben. So haben Sie einen sehr guten Überblick über die entsprechenden Serien und das jeweilige Ausgabejahr.

Besonders wertvolle Briefmarken und Fehlprägungen in Lots und Sammlungen

Zu besonderen Anlässen wurden im Deutschen Reich immer wieder Sonderbriefmarken in sehr geringen Auflagen gedruckt, sodass gerade diese Briefmarken einen sehr hohen Sammlerwert haben. Hierzu zählt der Nothilfeblock aus dem Jahr 1933 zum 10-jährigen Bestehen des Nothilfevereins. Bedeutend interessanter sind für Sie als Sammler aber selten vorkommende Fehlprägungen von Briefmarken. Als Fehlprägungen gelten Briefmarken zum Beispiel aufgrund von Farbdifferenzen im Druck, bei falschen Stempelungen oder wenn zwei unterschiedliche Briefmarken nebeneinander gedruckt wurden. Besonders wertvoll sind Briefmarken in ganzen Serien. Hier wird bei Auktionen darauf geachtet, ob der Satz vollständig ist oder es nur eine einzelne Briefmarke der Serie gibt. Begutachtet wird auch, ob alle Zähne oder Zacken der Briefmarke in einwandfreiem Zustand sind. Ist dies nicht der Fall oder fehlen sogar Zähne oder Zacken, mindert das den Wert der Marke enorm. Ein weiteres Kriterium für den Wert einer Briefmarke ergibt sich daraus, ob es sich um eine gebrauchte, postfrische, gestempelte oder ungestempelte Briefmarke handelt.

Zu den wertvollen Briefmarken im Deutschen Reich zählt die Ausgabe der Graf Zeppelin-Serie. Diese Serie umfasst lediglich drei Briefmarken aus dem Jahr 1933. Als Serie komplett und unter bestimmten Kriterien, das heißt postfrisch und ungebraucht, haben sie damit mitunter einen Wert von mehreren Tausend Euro.

Aber auch einzelne Briefmarken im Deutschen Reich sind sehr wertvoll. Dazu zählt die Briefmarke aus dem Jahre 1872 mit dem Nennwert 1/3 Groschen, 2 1/2 Groschen und 9 Kronen. Es lohnt sich in der Regel, wenn Sie Briefmarken in Lots und Sammlungen erwerben. Sei es zum einen, um die herrlichen Briefmarken aus dieser Zeit kennenzulernen oder zum anderen in der Hoffnung, dass Sie eine einzelne Briefmarke erhalten, die vielleicht einen höheren Sammlerwert darstellt. Bei eBay wird Ihnen ein umfangreiches Sortiment der unterschiedlichen Briefmarken aus dem Deutschen Reich in Lots und Sammlungen angeboten.

Der Erhaltungszustand von Briefmarken aus dem Deutschen Reich in Lots und Sammlungen

Die Preise für Lots und Sammlungen mit Briefmarken aus dem Deutschen Reich von 1872 bis 1945 richten sich immer nach deren Erhaltungszustand. Das sollte auch für Sie zu einem wichtigen Sammlerkriterium gehören. Gehen Sie mit Ihren Briefmarken stets sorgsam und pfleglich um. Ihre Briefmarken sind sehr empfindlich und haben nur dann einen Wert, wenn sie tadellos in Ordnung sind. Als Sammler von Briefmarken gehören zu Ihrer Grundausstattung Pinzette, Vergrößerungsglas (Lupe), Einweghandschuhe sowie Briefmarkenalben. Die Einweghandschuhe verhindern, dass Feuchtigkeit der Hände an die Briefmarke gelangt und der Zustand der Briefmarke dadurch beeinträchtigt wird. Sollten Sie noch alte Briefe aus der Zeit des Deutschen Reichs aufbewahrt haben und die Briefmarke ablösen wollen, nutzen Sie hierfür ausschließlich spezielle Briefmarkenlöser, mit denen sich Briefmarken schonend vom Untergrund lösen lassen.

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