Ratgeber für Ceranfeld mit zahlreichen Größen und Ausstattungsvarianten

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Ratgeber für Ceranfeld mit zahlreichen Größen und Ausstattungsvarianten

Das Ceranfeld ist eine vier Millimeter dicke Glaskeramikplatte, die mit mehreren Kochzonen ausgestattet ist. Als Kochzonen werden die Bereiche bezeichnet, auf denen die Töpfe oder Pfannen zum Kochen ihren Platz finden. Cerankochfelder sind die Gewinner gegenüber herkömmlichen Elektroherdplatten, die zwar immer noch produziert werden, aber wegen ihrer geringen Effektivität immer weniger im Einsatz sind.

Ceranfelder haben die modernen Küchen erobert

Seit 1973 werden Glaskeramik-Kochfelder produziert. Entwickelt von der Schott Glaswerke AG in Mainz, sind Glaskeramik-Kochfelder unter der Bezeichnung Ceran weltweit verbreitet und als Marke geschützt. Das Produkt wurde dank seiner positiven Eigenschaften inzwischen zur Weltmarktführer auf dem Gebiet der Glaskeramik. Ceran ist besonders temperaturstabil, abrupte Temperaturänderungen sind kein Problem. Außerdem ist Ceran weitgehend unempfindlich gegen mechanische Belastungen, denen Küchengeräte im Normalfall ausgesetzt sind. Ceranfelder werden derzeit an drei internationalen Standorten produziert. In Deutschland (Mainz) als Hauptstandort, außerdem in den USA und in China. Glaskeramik verfügt über eine hohe Durchlässigkeit für Wärmestrahlung, Wärmeenergie wird fast ohne Verlust an das Kochgefäß weitergeleitet und kaum an die Umgebung abgegeben. Durch seine glatte Oberflächenstruktur bietet Ceran eine sehr gute Energieausbeute, sofern das Kochgerät einen ähnlich glatten Boden besitzt. Das heißt, ältere Kochtöpfe oder Pfannen, deren Boden nicht mehr ganz plan ist, sollten ausgesondert werden, wenn mit Ceranfeldern gekocht oder gebraten werden soll.

Die Vorteile von Cerankochfeldern

In Cerankochfeldern sind in unterschiedlicher Anzahl und an unterschiedlichen Positionen die Kochzonen integriert. Die Ceranfelder sind je nach Bedarf in Zwei-, Drei- oder Vierzonen-Kochfelder unterteilt. Die Positionen der Kochzonen sind auf der Ceranplatte markiert. Die Vorteile einer solchen glatten Oberfläche liegen auf der Hand, sie ist leicht zu reinigen und bietet keine Angriffsflächen für festsitzenden Schmutz.
Ceran-Kochzonen werden schnell heiß, die Wärmestrahlung bleibt aber auf die jeweilige Kochzone beschränkt, sodass die umliegenden Ceranfeldbereiche nicht mit erhitzt werden und sogar während eines Kochvorgangs gereinigt werden können. Selbst wenn während des Kochens etwas überläuft, brennt in der gehärteten Glaskeramik-Oberfläche nichts ein. Mit einem Ceran-Reiniger ist das Unglück schnell behoben. Die Kochzonen sind mit der Herdoberfläche völlig eben, auch sie haben eine glatte, porenfreie Oberfläche und bieten deshalb keine Ritzen für übergelaufenes Kochgut. Eine Restwärmeanzeige sichert nach dem Kochprozess den Schutz vor Verbrennungen.

Die vielen verschiedenen Varianten der Ceranfelder lassen keine Wünsche offen.

Die Formenvielfalt der Ceranfelder bietet für jeden Anspruch das passende Gerät. Dabei sind der Variabilität keine Grenzen gesetzt. Die Anzahl der Kochzonen kann ebenso ausgewählt werden wie ihre Anordnung. Die Kochzonen-Anzahl bewegt sich zwischen zwei und vier, ihre Anordnung auf dem Ceranfeld ist variabel und kann nach unterschiedlichen Gesichtspunkten ausgewählt werden. Die von den herkömmlichen Elektroherden her bekannte einfache Anordnung von drei oder vier Kochplatten wird bei Ceranfeldern wenig zu finden sein. Die neue Technik bietet viele zusätzliche Möglichkeiten.

Größtmögliche Flexibilität: Dualkochzonen

Neben den normalen runden Kochzonen sind auch Dualkochzonen (Dual-Zweikreis oder auch Dreikreis) und Bräterzonen (Bräter-Zweikreis) zu finden. Dualkochzonen haben zwei Größen auf einem Kochfeld, Dreikreis-Zonen sogar drei. Die Zuordnung zu den kleinen oder den größeren Kreisen erfolgt durch eine dieser Kochzone zugeordnete Schaltung. Bräterzonen arbeiten nach dem gleichen Prinzip. Sie werden entweder als normale Kochzone genutzt oder sie sind durch Zuschalten der zweiten oder der ovalen Zone für einen ovalen Bräter geeignet. Diese Technologie hat den Vorteil, dass es mit maximal vier Kochzonen möglich ist, durch die unterschiedlichen Schaltungen und das Zuschalten der erweiterten Zonenbereiche zwei bis drei weitere Kochzonengrößen bereitzustellen. Damit stehen dem Benutzer insgesamt sieben Kochzonengrößen und -formen zur Verfügung, die aus den vier physisch vorhandenen Zonen ausgewählt werden können. Die meisten Ceranfelder sind elektronisch geregelt und verfügen über jeweils neun Kochstufen für jede Zone. Ceranfelder können für verschiedene Einsatzformen erworben werden: Küchenherde oder Einzelkocher mit integriertem Ceranfeld, herdgebundene Ceranfelder oder Ceranfelder, die variabel einsetzbar sind und auf fast jedem Herd installiert werden können.

Küchenherde und Kochplatten mit integriertem Ceranfeld

Steht der Kauf eines neuen Küchenherdes ohnehin an, ist es sinnvoll, sich den Erwerb eines Ceran-Herdes zu überlegen. Dabei ist auch ein Induktionsherd in die Auswahlentscheidung einzubeziehen. Ein Ceranherd vereinigt die Vorteile von Ceranfeldern mit den Vorteilen eines komplett eingerichteten Küchenherdes. Der Käufer braucht sich keine Gedanken um den Anschluss des Ceranfeldes zu machen. Es genügt, den Herd an eine herdgerechte Steckdose anzuschließen und ihn in eine Küchenzeile zu integrieren. Die meisten Herde sind Einbauherde. Geschaltet werden die einzelnen Kochzonen, wie bei herkömmlichen Küchenherden auch, über die mechanischen Drehgriffe des Herdes.
Neben den Ceranfeld-Küchenherden sind auch mobile Ceranfeld-Kochplatten im Handel erhältlich. Sie können auf einer Arbeitsplatte oder einem Küchentisch Platz finden, sind meistens nur mit einer oder auch zwei Kochzonen ausgestattet und für kleine Haushalte durchaus nützlich. Geschaltet werden auch diese Geräte über die mechanischen Drehgriffe der Kochplatte. Die meisten auf dem Hausgerätemarkt erhältlichen Küchenherde sind heute mit Ceranfeldern oder mit Induktionsfeldern ausgestattet. Herde mit den herkömmlichen Elektroplatten sind nur noch wenige am Markt.

Herdgebundene Ceranfelder

Herdgebundene Ceranfelder setzen einen bereits vorhandenen kompatiblen Küchenherd voraus. Vor dem Erwerb eines solchen Kochfeldes ist darauf zu achten, dass der Hersteller des dazu passenden Herdes im Angebot angegeben ist. Das ist erforderlich, weil die Kochstufen der herdgebundenen Ceranfelder in der Regel über die Drehgriffe des Herdes geschaltet werden. Diese Ceranfelder sind also nur zum Austausch defekter Ceranfelder vorgesehen. Die meisten Hersteller, die herdgebundene Ceranfelder anbieten, geben die genauen Einbaumaße an und verweisen zusätzlich darauf, dass der Käufer sich beim Herdhersteller über die Kompatibilität des Ceranfeldes zum vorhandenen Herd informieren sollte. Die Auswahl an herdgebundenen Ceranfeldern ist deshalb nicht sehr groß und sie lassen sich nicht beliebig austauschen und schon gar nicht nach Belieben erweitern. Aus diesen Gründen ist der Kauf eines herdgebundenen Ceranfeldes besonders gut zu überlegen und vorzubereiten.

Autarke Ceranfelder, universell zum Ein- oder Aufbau

Die autarken Ceranfelder sind völlig unabhängig von einem Herd oder einem Kocher. Sie werden nicht über einen angeschlossenen Herd oder Kocher bedient, sondern ausschließlich über die Bedieneinrichtung des Ceranfeldes selbst. Die Kochzonen der meisten dieser Ceranfelder werden elektronisch geregelt und die Bedientasten befinden sich direkt auf dem Ceranfeld. Deshalb sind der Einbau und die Nutzung unkompliziert. Autarke Ceranfelder können in jeden Küchenherd eingebaut werden, sofern die Außenmaße übereinstimmen, also meistens 60 x 60 cm oder auch 50 x 60 cm für die kleineren Herde. Es gibt aber auch Ausnahme-Größen, zum Beispiel in den Breiten von 75 oder 90 cm - für große Herde in großen Küchen durchaus eine Alternative. Die Vielfalt innerhalb der autarken Ceranfelder ist besonders groß, weil sie an keine äußeren Bedingungen angepasst werden müssen.

Wissenswertes zur Stromversorgung

Autarke Ceranfelder werden nicht über einen vorhandenen Elektroherd an das Stromnetz angeschlossen, sie haben eine eigene Stromversorgung, die den Bedingungen eines Elektroherdes entspricht, also in der Regel einen 230 V Herdanschluss. In einigen Fällen ist wahlweise auch ein Drehstromanschluss mit 380 V möglich. Da die autarken Ceranfelder über eine eigene Stromversorgung verfügen, können sie in jeden beliebigen Herd eingebaut werden, der den Maßen des Ceranfeldes entspricht. Autarke Ceranfelder können mit integrierter Umrandung oder auch randlos gekauft werden. Sie können sogar auf eine Arbeitsplatte gestellt und dort genutzt werden. Ein Elektroherd ist für die Nutzung dieser Ceranfelder also nicht erforderlich. Voraussetzung für eine standortvariable Nutzung ist jedoch, dass die Sicherheitsbestimmungen, vor allem für die Stromversorgung, eingehalten werden.

Weitere Funktionen autarker Ceranfelder

Die meisten autarken Ceranfelder sind mit einem Sensor-Touch-Display ausgestattet, die Bedienung erfolgt über die Sensortasten von oben. Die elektronische Regelung der Einstellungen ermöglicht die Nutzung einer Vielzahl zusätzlicher Funktionen. Viele Geräte sind mit einem Timer oder einer Kindersicherung ausgestattet oder auch mit einer sogenannten Ankoch- oder Auftau-Automatik. Neben Ceranfeldern mit Sensortasten sind auch einige Geräte mit mechanischen Schalttasten im Handel erhältlich. Der Vorteil eines Sensor-Touch-Displays gegenüber einer mechanischen Schaltung liegt auf der Hand: Touch-Displays sind in der glatten Oberfläche des Ceranfeldes integriert und die Fläche lässt sich so besser reinigen als ein Ceranfeld mit aufgesetzten mechanischen Schaltern.

Induktionskochfelder, eine Besonderheit unter den Glaskeramik-Kochfeldern

Kochstätten mit Ceranfeldern sind in den meisten Haushalten bereits vorhanden, egal ob sie in einem Herd integriert sind oder als autarkes Gerät eingesetzt werden. In den letzten Jahren sind auf Glaskeramik-Basis neue Produkte auf den Markt gekommen, die Induktionskochfelder. Der Unterschied zu den herkömmlichen Ceranfeldern liegt in dem Heizprinzip der Kochzonen. Im Sprachgebrauch werden häufig Cerankochfelder und Induktionskochfelder unterschieden, beide Varianten basieren jedoch auf Ceranfeldern. Auch das äußere Aussehen unterscheidet die beiden Kochfeldtypen nicht voneinander. Der Unterschied liegt im Prinzip der Erwärmung der Kochzonen. Die Beheizung der Kochzonen erfolgt bei den als Ceranfelder bezeichneten Feldern durch Strahlungswärme. Strahlungsbeheizte Kochfelder werden nach dem Einschalten erhitzt und geben die Wärme ab, unabhängig davon, ob sich ein Kochgefäß darauf befindet oder nicht. Dieses potenzielle Gefahrenrisiko für Verbrennungen kann allerdings durch den Einsatz einer Sicherheitsautomatik eingedämmt werden.

Welches Kochgeschirr für Ceran geeignet ist

Um die bereits beschriebenen Ceranfelder effektiv zu nutzen und keine Wärmeverluste zu riskieren sind lediglich Kochgefäße mit einem glatten Boden erforderlich. Im Gegensatz dazu funktionieren Induktionskochfelder nur bei Einsatz von Töpfen oder Pfannen mit magnetischem Boden. Dabei werden nur die Kochfelder erwärmt, auf denen ein metallenes (magnetisches) Kochgerät steht. Kochfelder ohne Kochgefäß werden nicht erwärmt, auch wenn sie eingeschaltet sind. Beim Kochen auf einem Induktionsfeld erhitzt sich nicht nur der Boden des Topfes, wie bei allen anderen Kochstellen, sondern auch die Seitenwände werden erwärmt. Dadurch wird die Wärme innerhalb des Kochtopfes besser verteilt und das Kochgut wird schneller gar.

Ceranfelder helfen Strom zu sparen

Längerfristig führt dieses Verfahren auch zur Energieeinsparung. Die Entscheidung zum Erwerb eines Induktionskochfeldes, egal in welcher Form, sollte auch davon abhängig gemacht werden, ob bereits Kochtöpfe und Pfannen mit magnetischen Eigenschaften im Haushalt vorhanden sind. In solchem Fall muss der Topfbestand nur um einige Neukäufe ergänzt werden. Müssen die meisten induktionstauglichen Töpfe oder Pfannen nachgekauft werden, ist zu überlegen, ob sich diese Ausgaben wirklich lohnen. Bei der Einrichtung eines neuen Haushaltes, wenn also ohnehin vieles neu gekauft werden muss (oder auf der Geschenke-Wunschliste steht), sollte die Anschaffung von Induktionskochfeldern und dem erforderlichen Zubehör in Erwägung gezogen werden. In diesem Fall würde sich auch die Stromersparnis rechnen.

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