Ratgeber Tanzmusik: Stilmix für die Party oder Übungs-CD für den Tanzkurs?

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Ratgeber Tanzmusik: Stilmix für die Party oder Übungs-CD für den Tanzkurs?

Das Tanzen zählt seit jeher zu den beliebtesten Sportarten und Freizeitbeschäftigungen. Aus diesem Grund sind auch Tanzkurse nach wie vor sehr gefragt, die das Erlernen verschiedener Figuren und Schrittfolgen in einer ungezwungenen Atmosphäre ermöglichen. Bei den verschiedenen Tanzarten unterscheidet man üblicherweise zwischen klassischen Gesellschaftstänzen und modernen Modetänzen, wohingegen das Welttanzprogramm die einzelnen Tänze den international geläufigen Musikrichtungen zuordnet. Das in den Kursen angebotene Programm variiert je nach gewählter Tanzschule und konkretem Kursus und unterliegt keiner festen Kategorisierung. Die Wahl der entsprechenden Tanzmusik ist daher abhängig vom erlernten Tanzstil. Vorteilhaft zum Üben der einzelnen Tänze ist dabei genrespezifische Musik, mit der erlernte Schrittfolgen auf verschiedene Lieder der gleichen Musikrichtung angewandt werden können. Mittels durchgehender Wiederholung desselben Tanzes, ohne sich zwischendurch auf andere Takte und Schritte einstellen zu müssen, wird die perfekte Beherrschung der erforderlichen Kombinationen einfacher und schneller erreicht. Die korrespondierende Musik zu den unterschiedlichen Tanzarten finden Sie kategorisiert in einem breiten Sortiment. Für bereits geübte Tänzer eignet sich jedoch eine Mischung der verschiedenen Stilrichtungen besser, die praktischerweise auf Tanzmusik-CDs angeboten wird. 

Die Unterscheidung zwischen den verschiedenen Tanzarten und die Kategorisierung im Welttanzprogramm

Die Differenzierung zwischen den verschiedenen Tanzstilen ist wichtig, um die richtige Wahl bei der passenden Musik zu treffen. Ebenfalls werden häufig Tanzkurse unter einem Oberbegriff wie etwa "Standard" oder "Latein" angeboten, sodass Sie vor dem Erwerb einer passenden Übungs-CD in der Lage sein sollten, die entsprechenden Kursinhalte einordnen zu können. Zunächst gibt es hierbei den Oberbegriff der Gesellschaftstänze, unter dem gemeinhin der Paartanz in Gesellschaft verstanden wird. Die Gesellschaftstänze gliedern sich wiederum in Standardtänze und lateinamerikanische Tänze, wobei Erstere sich durch ununterbrochenen Körperkontakt beim Tanzen charakterisieren.

Zu jedem Tanzstil gehört eine Musikrichtung

Zur Kategorie der Standardtänze gehören zum einen die Schwungtänze Foxtrott, Langsamer Walzer, Quickstep, Slowfox und Wiener Walzer, zum anderen der Schreittanz Tango. Diese Stile setzen auf ein hohes Maß an Präzision in der Schrittfolge und Haltung sowie auf harmonisierende Bewegungen des Paares im freien Raum. Demgegenüber kommt es bei den lateinamerikanischen Tänzen mehr auf die Interaktion zwischen dem Paar und abwechselnde, aufeinander abgestimmte Bewegungen an. Dazu gehören Cha-Cha-Cha, Jive, Paso Doble, Rumba und Samba. Daneben gibt es auch noch die Tänze Bachata, Mambo, Merengue, Salsa und Tango Argentino, die zwar aus Lateinamerika stammen, aber dennoch nicht in die Kategorie der lateinamerikanischen Tänze fallen. Diese Tanzvarianten gehören zu einer weiteren Kategorie, die von den klassischen Gesellschaftstänzen abgespalten ist und gemeinhin als Mode- oder Discotanz bezeichnet wird. Darunter fallen auch Blues, Boogie Woogie, Discofox und Rock and Roll.

Eine Reihe dieser Tanzstile gehört auch zum Welttanzprogramm, welches 1963 von dem Weltdachverband der nationalen Tanzlehrerverbände eingeführt wurde und sich ständig weiterentwickelt. Hierbei werden die verschiedenen Tanzarten einer von derzeit fünf vorhandenen Musikrichtungen zugeordnet, die sich aus Walzer-, Disco-, Swing-, Latino- und Tango-Musik zusammensetzen. Die Rhythmen der jeweiligen Lieder korrespondieren dabei mit den entsprechenden Schritten und Takten der Tanzrichtung. Diese Einordnung ist hilfreich bei der Wahl der geeigneten Übungs-CD für Ihre private Tanzstunde.

Walzer tanzen zu klassischen Klängen im Dreivierteltakt

Walzer wird üblicherweise zu klassischer Musik getanzt, da nur wenige moderne Stücke den besonderen Rhythmus aufweisen. Beim langsamen Walzer bewegt sich das Tanzpaar im Dreivierteltakt frei durch den Raum, wobei etwa neunzig Schritte pro Minute vollführt werden. Das passende Musikstück muss daher dreißig Takte pro Minute anschlagen. Dafür eignen sich insbesondere Balladen und Instrumentalstücke zum Üben. Der Wiener Walzer wird dagegen mit 180 Schritten und 60 Musiktakten pro Minute, doppelt so schnell getanzt, wodurch er zu den schnellsten Tänzen des Welttanzprogramms zählt.

Die Walzermusik hatte ihren Höhepunkt in der Mitte des 19. Jahrhunderts, als sich zahllose namhafte Komponisten dem Schreiben von speziellen Stücken widmeten. Dazu zählen vor allem Johann Strauß und dessen gleichnamiger Sohn, die zahlreiche Werke im Dreivierteltakt erschufen. Maurice Ravel kreierte mit seinem Stück "La Valse" eine Ode an den Walzer. Daneben eignen sich auch eine Reihe von Opern und Operetten zum Trainieren des besonderen Tanzstils. Zudem wird der Walzer auch durch aktuelle Musiker und Philharmonien aufbereitet, die die Klassiker der bekannten Komponisten neu instrumentalisieren und einspielen, insbesondere in seinem Geburtsort Wien. Auch eine Reihe der Stücke von André Rieu, der nicht umsonst den Beinamen "Walzerkönig" trägt, eignen sich hervorragend als passende Hintergrundmusik.

Die passende Disco-Musik für das Erlernen des Discofox und Disco-Samba

Der Discofox zählt zu den bekanntesten Tanzstilen und ist daher auch in der Musikwelt ein häufig behandeltes Thema. Die passende Musik zum Üben und Tanzen des Discofox finden Sie in einer breiten Auswahl an Angeboten. Die Schrittfolge basiert auf einem Viervierteltakt und ist daher auf eine Vielfalt von verschiedenen Musikstücken tanzbar. Mit einem breiten Spektrum an Alternativen in der Song-Auswahl, von deutschen und internationalen Schlagern im traditionellen Fox-Rhythmus über moderne Popmusik bis hin zur Techno-Musik, ist der Disco-Fox damit der Allrounder unter den Tanzstilen. CDs zum Üben der lebhaften und schwungvollen Figuren können daher abhängig von Ihrem individuellen Musikgeschmack ausgewählt werden. Die Klassiker des Disco-Fox sind in einer bunten Mischung verschiedener Stilrichtungen und versprechen ein abwechslungsreiches Tanzprogramm. Der aus dem klassischen Foxtrott entwickelte Tanzstil kombiniert viele Elemente des Swing und einiger lateinamerikanischer Tanzvarianten. Aus diesem Grund lassen sich sowohl die Figuren des Disco-Fox als auch die passenden Musiktitel auf den Disco-Samba übertragen.

Swing-Musik zum Üben und Perfektionieren temperamentvoller und lebendiger Tanzstile

Eine Vielzahl von Angeboten an Swing-CDs eignet sich sowohl zum Üben verschiedener Tänze als auch für lockeres Tanzen auf Feiern. Swing-Musik ist nämlich mit einer Reihe von verschiedenen Tanzstilen kombinierbar, sodass Sie damit mehrere Möglichkeiten damit abdecken können.

Dazu gehört etwa der spritzige und doch elegante Jive, der mit etwa 210 getanzten Schritten pro Minute ein besonders lebhafter Tanz ist. Er basiert auf einem Viervierteltakt und lässt sich daher auch mit Musik aus dem Bereich des Boogie-Woogie und Rock and Roll kombinieren, die ebenfalls in diesem Takt getanzt werden. Im etwas ruhigeren Bereich des Swings angesiedelt sind der Foxtrott, der mit 120 Schritten pro Minute aber dennoch zu lebhafter Musik getanzt wird, und dessen Ableger der Quick-Step und der Slowfox. Besonders beliebt sind in diesem Rahmen auch die schwungvollen Instrumentalisierungen von Big-Bands, deren Klänge den typischen Charakter und Rhythmus des Swings einfließen lassen. Die langsameren und romantischeren Lieder eignen sich dabei auch zum Tanzen von Blues und Rumba, bei denen jeweils etwa achtzig Schritte pro Minute vollführt werden. Beim Blues sind dabei noch etwas langsamere Stücke zu bevorzugen als bei der leidenschaftlicheren Rumba, die sowohl zu Swing-Musik als auch zu lateinamerikanischen Klängen und Popmusik getanzt werden kann.

Vielseitige lateinamerikanische Rhythmen für leidenschaftliche und feurige Tanzstile und Tänzer

Lateinamerikanische Musik ist besonders vielfältig und findet sich daher in den unterschiedlichsten Variationen. Die Titel haben jedoch gemeinsam, dass sie eine Vielzahl von Klängen verschiedener Instrumente beinhalten und dadurch einen exotischen Charme versprühen. Mit jeweils 150 getanzten Schritten pro Minute beim Cha-Cha-Cha und Samba sollte die passende Musik zum Üben dieser Tanzstile lebendig und dynamisch sein. Häufig finden Sie hierzu spezielle Instrumentalisierungen mit Bongos, Rasseln und Trommeln. Auch der Merengue ist ein lebensfroher Tanzstil, der oftmals durch die Klänge von verschiedenen Blechblasinstrumenten bereichert wird. Der Bachata ist demgegenüber ein etwas langsamerer und melancholischerer Stil, der sich in der Musik durch hohe Gitarrentöne ausdrückt. Dagegen ist die typische Salsa-Musik zwar schnell, zeichnet sich aber durch eine gewisse Lässigkeit und Lockerheit aus. Im Viervierteltakt vereinigen sich hierbei nahezu alle Musikinstrumente in typischen Latino-Klängen, die sich auch für den Mambo eignen. Die passende Salsa-CD für lateinamerikanische Übungsstunden und südländisch angehauchte Grillabende im Freien finden Sie in einer breiten Auswahl an Angeboten.

Die leidenschaftlichen Melodien und imposanten Klänge in der Welt des Tango

Der Standardtanz Tango ist die europäisierte Version des ursprünglich aus Argentinien und Uruguay stammenden Tango Argentino. Die beiden Tänze unterscheiden sich sowohl in den Bewegungen als auch in der favorisierten Musikrichtung voneinander. Der internationale oder europäische Tango erzeugt durch abrupte Richtungswechsel und abgehackte Bewegungen einen aggressiven und leidenschaftlichen Eindruck. Dies spiegelt sich auch in der entsprechenden Tango-Musik wider, die im Gegensatz zu der des Tango Argentino häufiger von Schlagzeugklängen unterlegt ist. Die argentinische Version wirkt dagegen sinnlicher, was sich auch in den leicht melancholischen und traurigeren Melodien des Tango Argentino niederschlägt. Beim Erwerb einer passenden Übungs-CD sollten Sie insbesondere auf die Kennzeichnung mit dem Begriff "Tango" achten, da nur diese den speziellen Rhythmuswechsel in den Musikstücken beinhalten, der den Tango charakterisiert. Zur Übung beider Tanzformen eignen sich darüber hinaus auch die Lieder der Musik- und Tanzrichtung Milonga, die eine Vorläuferin des Tangos ist. 

Mit einem Mix verschiedener Stilrichtungen zum Tanzen animieren

Um das Gelernte auch in einem freudigen Rahmen anwenden zu können, benötigen Sie die passende Tanz-CD für die nächste Party. Mit einem Mix der verschiedenen Musikrichtungen werden dabei die Wünsche aller geladenen Gäste erfüllt. Die speziell zu Tanzveranstaltungen geeigneten CDs von Let's Dance und dem Tanzorchester Klaus Hallen enthalten eine bunte Mischung von Liedern, die zahlreiche verschiedene Tanzstile abdecken. Von klassischen Stücken bis hin zu moderner Popmusik ist hier für jeden Geschmack etwas dabei. Wie bereits erwähnt, sind Swing- und Latino-Musik vielseitig kombinierbar, sodass sich entsprechende Mix-CDs auch zu festlichen Anlässen eignen. Dies gilt auch für Musik aus dem Bereich des Schlager-Fox, da diese sich in der Regel durch stimmungsvolle Lieder auszeichnet und die verschiedenen Ausführungen des Foxtrott einem breiten Publikum geläufig sind. Daneben sollten Sie aber auch den Anlass und Rahmen der Feier sowie die Vorlieben und Tanzgewohnheiten der Gäste berücksichtigen. Ist etwa der Tanzkurs zur Party eingeladen, so können Sie auch mit der entsprechenden Musik des Kursprogramms glänzen und gemeinsam die Erfolge Ihres Trainings feiern.

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