Ratgeber Checkliste für den TV-Kauf Plasma oder LCD ?

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Ratgeber Checkliste für den TV-Kauf


Plasma oder LCD? Reicht HD ready oder muss es Full HD sein? Und wann ist eigentlich der beste Zeitpunkt zum Kauf eines Fernsehers. Wir sagen Ihnen, worauf es ankommt.


Die Fernsehhersteller locken mit immer schärferen Bildern. Trotzdem werden die Geräte laufend günstiger. Das freut den Verbraucher – vorausgesetzt, er ist nicht von all den Abkürzungen und Daten verwirrt.


Auf den folgenden Seiten erfahren Sie alles zu den wichtigsten Fragen rund um den Kauf eines TV-Gerätes und zeigt mögliche Alternativen auf.



HD ready oder Full HD

Kaufzeitpunkt: Jetzt ein neuer Fernseher?


 

Unbedingt sehr scharf!

Wer einen neuen Fernseher kaufen möchte, steht manchmal noch vor der Wahl: scharf oder sehr scharf? Vor allem sehr günstige Geräte bringen die Hersteller noch mit der „kleinen“ HD-Auflösung in den Handel, mit 720 Bildzeilen. Spätestens mit dem bald bevorstehenden Start des hochauflösenden Fernsehens (HDTV) sollte man sich darauf nicht mehr einlassen.

Es sei denn, die Diagonale liegt bei 32 Zoll oder weniger – da muss man dann schon genauer hinsehen, um einen Unterschied zu bemerken. Bei den großen Flachbild-Fernsehern mit 40 oder 42 Zoll Diagonale lohnt sich der geringe Aufpreis für FullHD aber auf jeden Fall. Solche Fernseher, die Bilder mit 1920 x 1080 Punkten darstellen können, sind im Handel meist mit einem entsprechenden Logo gekennnzeichnet.

Wobei durchaus beruhigt sein kann, wer bereits über ein TV-Gerät mit 720 Zeilen verfügt – auch damit ist, egal, ob für Filme oder Spiele, der Qualitätssprung im Vergleich zum konventionellen Fernsehen phänomenal

 

Jetzt ein neuer Fernseher?

Die Deutschen geben immer mehr Geld für Flachbildfernseher aus – die Industrie schafft es tatsächlich, neue Kaufmotive zu liefern.


Im Moment ist das vor allem der bald bevorstehende Start des neuen, hochauflösenden Fernsehens (HDTV). Auch die Spielkonsolen – Microsofts Xbox 360 und Sonys Playstation 3 – laufen erst an Displays zur Höchstform auf, die in der Horizontalen 1080 Punkte darstellen können. Als Anreiz stehen außerdem Player für Blu-ray-Discs in den Läden.


Nie wieder DVD


Auch wenn die High-Definition-Scheiben in manchen Geschäften noch ein Nischendasein fristen – wer einmal gesehen hat, wie detailreich die davon erzeugten Bilder wirken und welche Tiefenschärfe sie besitzen, der wird kaum wieder eine DVD kaufen wollen.


Als Pluspunkt kommt hinzu, dass die Höchstauflösung in jeder Bildschirmtechnologie verfügbar ist. Wer zwischen LCD und Plasma schwankt, muss sich also nicht mehr nur nach der gewünschten Bildauflösung entscheiden.


Oder doch noch warten?


Ein Argument könnte dem sofortigen Neukauf allerdings entgegenstehen: Der Preisverfall wird sich aller Voraussicht nach fortsetzen. Oder andersherum: Für dasselbe Geld bekommt man später ein größeres Gerät – oder eines mit höherer Auflösung.



Wer ein bestimmtes Format im Blick hat, muss also lediglich warten, bis der Preis dafür unter das eigene Maximalbudget gefallen ist. Wer nicht allzu unrealistische Vorstellungen hat (Für unter 1000 Euro wird es auch in zwei Jahren kein 50 Zoll großes Full-HD-Plasma-TV geben!), muss vermutlich gar nicht viel Geduld aufbringen.


Technologie: Plasma oder LCD?


Dass man sich vor allem an der gewünschten Bildschirmgröße orientieren sollte, hat sich nicht geändert: Bei mehr als 114 Zentimetern (45 Zoll) Diagonale sind heute LCD-Fernseher noch etwas teurer als Plasmabildschirme, ohne aber ihren günstigeren Brüdern gegenüber wesentliche Vorteile zu bieten.


Plasmafernseher zeigen Bilder mit besonders hohen Kontrastwerten, bei denen auch Schwarz richtig schwarz ist. Sie eignen sich deshalb vorzüglich fürs Heimkino und nicht allzu helle Räume. Allerdings haben Geräte mit dieser Technologie oft noch lästige Lüfter eingebaut – am besten im Laden Probe hören.


Eher abzuraten ist von Plasmafernsehern, die bei mehr als 40 Zoll Diagonale nur die PAL-Auflösung bieten – mittlerweile sind diese aber nicht mal mehr als Discounter-Schnäppchen zu finden. Damit holt man sich zwar ein Riesenbild ins Wohnzimmer, muss aber mit Klötzchengrafik kämpfen.


Je kleiner, desto eher LCD


Bei Geräten mit 42 Zoll oder weniger schlägt das Pendel hingegen eindeutig in Richtung LCD aus. Plasma-Displays sind in diesen Größen nicht wirklich wirtschaftlich zu produzieren. LCD-Fernseher brauchen keine Lüfter (Achtung, manche Hersteller verzichten trotzdem nicht darauf!) und erreichen auch zu bezahlbaren Preisen die Maximalauflösung von 1920 x 1080 Punkten (deutlich unter 1000 Euro von No-Name-Herstellern mit 42 Zoll).


Die früher oft mäßigen Kontrastwerte konnten die LCD-TV-Hersteller inzwischen deutlich verbessern, und auch die Reaktionszeiten der Flüssigkristalle liegen heute in Bereichen, wo Bewegungen nicht mehr verschmieren müssen. Dazu tragen neue Technologien bei: Samsung etwa setzt zur Hintergrundbeleuchtung neuerdings LEDs ein, die den darstellbaren Farbumfang deutlich vergrößern. Philips setzt auf spezielle Heißkathodenröhren, die sich 75-mal in der Sekunde ein- und ausschalten. Dadurch wirken selbst bewegte Bilder klarer.

 

Größer = besser?

Wer sich ein neues TV-Gerät zulegen will, sollte sich außer am Geldbeutel vor allem an den räumlichen Verhältnissen in der eigenen Wohnung orientieren. Wie weit entfernt sitzt der Zuschauer vom Fernseher?


So, wie ein Mini-TV im Konferenzsaal nicht zur Geltung kommt, erschlägt ein 120-Zentimeter-Riese kleinere Wohnzimmer. Nähert man sich dem Bildschirm nur weit genug, zeigt er immer hässliche Quadrate (Pixel). Dafür allgemeingültige Regeln aufzustellen ist schwer – denn ob Sie auf einem TV-Gerät aus einer bestimmten Entfernung bereits Pixel erkennen, hängt von Ihrer individuellen Sehschärfe ab.


Als Faustregel gilt zumindest bei herkömmlichem Fernsehen, dass man optimal sitzt, wenn der Abstand bei fünf- bis sechsfacher Bilddiagonale liegt. Von einem 80-Zentimeter-TV sollte das Sofa also gut vier Meter entfernt sein. Dieser Wert verringert sich, wenn Sie ein HD-fähiges Gerät kaufen: Dessen höhere Auflösung garantiert, dass sie näherrücken können, ohne einzelne Pixel zu erkennen – zumindest dann, wenn Sie auch HD-Fernsehen oder -DVDs betrachten.


Alternativ können Sie bei gleicher Entfernung einen Fernseher mit größerer Bilddiagonale erwerben. Am besten, Sie testen Ihren persönlichen Eindruck, indem Sie das Gerät Ihrer Wahl im Laden aus der richtigen Entfernung beurteilen.


Rückkehr des Projektors


In den Elektromärkten sitzen sie meist nicht in der Pole-Position – aber Bildwerfer, die mit Projektionstechnik arbeiten, sind ebenfalls ernstzunehmende Konkurrenten beim Kampf ums große Format

Vor allem als Frontprojektion (Beamer) erlaubt die Technologie, mit (auch finanziell) relativ wenig Aufwand große Bilddiagonalen zu erreichen. Da man bei Heimkinobeamern kaum auf die Verdunkelung verzichten kann, eignen sie sich weniger als Universal-TV. Als Heimkino-Maschine kommen sie umso besser zur Geltung. Rückprojektions-Fernseher spielen mittlerweile kaum noch eine Rolle.


Antenne, Kabel oder Satellit?


Wer nicht nur Filme von Silberscheiben auf der neuen, nicht mehr flimmernden Kiste sehen will, muss das Fernsehsignal irgendwie in das TV-Gerät bekommen.


Dafür gibt es drei Möglichkeiten: Satellitenempfang, Kabel und Antenne. Die meisten günstigen Fernseher enthalten heute bereits einen Empfänger für das digitale Antennenfernsehen DVB-T. Die damit erreichbare Programmvielfalt ist von Ort zu Ort unterschiedlich, ebenso die Empfangsqualität. Insbesondere der Empfang von Sendern im VHF-Band ist mit den mitgelieferten Mini-Antennen manchmal problematisch.


Eine Alternative, für die keine monatliche Gebühr anfällt, ist der Satellitenempfang. Nur teure Geräte etwa von Loewe oder Technisat haben die nötigen Decoder schon eingebaut, andere schließen die Empfangsbox einfach am Fernseher an. Nachteil: Oft kann man dann nicht mehr mit der TV-Fernbedienung umschalten.


Als dritte Option bietet sich das Fernsehkabel an, für das Abogebühren anfallen. Analoge Kabelsignale können die meisten Fernseher von sich aus auf den Schirm bringen, für die zunehmend verbreitetere digitale Version hingegen sind spezielle Empfänger nötig. Vorteil der digitalen Empfangsvarianten, ob nun via Kabel oder Satellit: Nur so ist auch der Empfang von Sendungen im High-Definition-Standard möglich. Allerdings herrscht hier derzeit bei Herstellern und Sendern noch eine gewisse Verwirrung – bevor nicht zum Jahresende der HDTV-Start der Privatsender vollzogen ist, sollte man nicht unbedingt in teure HDTV-Receiver investieren.

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Vielen Dank dafür! KIDDYS CASTLE

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