Rasentraktor JOHN DEERE LT 166 - Test

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Beim LT166 von John Deere handelt es sich um einen reinen Mulchmäher. Dies bedeutet, dass das Mähwerk in sich geschlossen ist und keine Öffnung an der Seite bzw.unter dem Mäher ist. Es gibt also keinen Grasauswurf, sondern das Schnittgut wird solange im Mähwerk umhergewirbelt, bis es rel.klein ist. Das hat, neben der Düngung der Wiese, den riesigen Vorteil, dass man sich das zeitraubende Entleeren eine Fangbox spart - kein Verstopfen, keine zusätzlichen wege zu einer Grassammelstelle. Einfach nur gemütlich mähen bzw.fahren und gut ist.
Eine Mulchfunktion hat aber auch den Nachteil, dass durch den Prozess des Zerkleinerns der Rasen öfter gemäht werden sollte. Denn eine allzu hohe Wiese  hinterläßt dann doch einige sichtbare Grasreste, obgleich sich das Schnittwerk mehr als gut in der Höhe verstellen läßt.

Trotzt seiner Bauzeit von ca.1998 - 2002 ist der LT 166 stets preisstabil und fast nie unter 2.000,-€ zu bekommen. Dafür erhält man aber auch einen absolut robusten und vielseitigen Rasentraktor, der über ein ausnahmslos flächendeckendes Werkstattnetz zurückgreifen kann. John Deere hält hier also nach wie vor ausreichend Ersatz- und Verschleißteile über Jahre und gewährleistet so einen nahezu ewigen Einsatz
Der Briggs&Straton Motor verträgt reines Benzin bleifrei und hört sich mit 16PS eher nach Durchschnitt an, verfügt aber über 2 Zylinder! Also ausreichend Kraft um nicht nur mich sondern auch einen zusätzlichen Hänger mit Holz Steigungen hinaufzubefördern. Meist scheitert es dann an der Traktion auf der rutschigen Wiese. Aber Schrägen, Hänge sowie unregelmäßiges Gelände meistert er kräftig und immer souverän.

Abzüglich Teich und Wald habe ich mind.6.000m² reine Rasenfläche mit einigen Schräghängen und Steigungen zu mähen. Dafür benötige ich ca. 1 1/2 Std. ohne Zwischentanken. Die vielen Bäume, Sträucher sowie Schuppen und Carport erforden mehrmaliges Rückwärtsfahren und/oder manövrieren. Dazu schnellere Geraden und langsame Steigungen. Durch seine hydrostatisches Vollautomatikgetriebe macht der LT 166  dabei eine ausgezeichnete und vorallem extremst bedienfreundliche Figur.
Kein Schalten oder Einlegen der Fahrstufen bzw.Gänge! Mit nur einem Pedalwechsel fährt man ohne Zeitverlußt und Zwischenschritte direkt Vor- bzw-Rückwärts - unabhängig von der sepperat wählbaren Drehzahl des Schneidwerkes bei stufenlos wählbarer Geschwindigkeit!

Die Schnittbreite des schwimmend gelagerten Zweimesser-Mähwerkes ist beim LT 166 mit knappen 1,10m angegeben. Es gibt hier deutlich breitere Mähwerke, doch für einen reinen Mulcher ist diese Breite nicht nur mehr als ausreichend, sondern sie sorgt ( bei einem vielbepflanztem und bebautem Grundstück ) für eine erstaunliche Wendigkeit des gesamten Traktors.

+normales Benzin
+wartungsfreies hydrostatisches Getriebe
+kräftiger Zweizylindermotor
+kein Grasentleeren

-rel.lauter Motor
-gute aber hohe Ersatzteilkosten
 
Schlagwörter:

John Deere Rasentraktor

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