Rasenteppich: Kunstrasen für Ihre Outdoor-Oase

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Was liegt auf dem Balkon, ist grün wie Rasen und doch nicht echt? Der Kunstrasen. Manche Leute sagen dazu auch Rasenteppich . Dieser Begriff passt besser, denn es ist eher ein Outdoor-Fußbodenbelag als ein Pseudo-Rasen. Diesen robusten Kunststoff-Teppich gibt es längst auch in poppigen Trendfarben statt nur in grasgrün. Einfach ausrollen - fertig.
Rasenteppich: Fußbodenbelag für Ihre Outdoor-Oase

Was Sie vor dem Kauf von Rasenteppich beachten sollten

 

Kunstrasen wird nicht nur als Teppichbelag angeboten, sondern auch in der Kunstgras-Variante. Die Grasbüschel sehen täuschend echt aus, weil sogar verwelkte Grastriebe dazwischen hervorblitzen. Kunstrasen hat den Vorteil, dass anstrengende Rasenpflege wie Mähen, Düngen und Wässern entfällt. Aber täuschen Sie sich nicht: Auch unechter Rasen hat Pflegebedarf, wenn er lange gut aussehen soll. Und er ist deutlich teurer. Vor allem auf Sportplätzen wird viel Kunstrasen verwendet. Denn darauf lässt sich auch bei schlechter Witterung trainieren.


 


Outdoor-Teppichbelag

 

Rasenteppich ist in der Regel wie ein Bodenbelag aus Filz gearbeitet: Viele, kleine, feste Schlingen, 6 bis 10 Millimeter hoch. Aus 100 % Polypropylen ist er Wind und Wetter gewachsen.
Dank der Noppen an der Unterseite kann Regenwasser mühelos ablaufen oder abtrocknen. Ab und zu Staubsaugen oder Abfegen genügt.
Im Winter können Sie ihn zusammenrollen, im Keller oder in der Garage trocken aufbewahren. Das verlängert seine Einsatzdauer.


Wenn der Teppich so tut, als wäre er Gras

 


Es gibt Rasenteppichsorten, die imitieren Grashalme. Wenn Sie das aus der Nähe betrachten, sehen Sie kurze, grüne Stoppel. Beim Darüberstreichen hört es sich aber nach Plastik an. Das ist Kunstrasen, allerdings in der preiswerten Hochflor-Variante.

Wesentlich teurer sind die Komplettimitationen, die auf Sportplätzen als Kunstrasen verbaut werden. Dafür vermissen sie dann auch nur noch das Mähen.


Pflegeleicht, robust und preiswert

 

Rasenteppich ist leicht zu pflegen. Einfach den Schmutz abfegen oder mit dem Staubsauger darüber gehen. Gute Qualitäten verlieren auch bei starkem Sonneneinfall keine Farbe, braune oder gelbe Flecken gehören im mittleren Preissegment der Vergangenheit an. Übrigens: Für Allergiker ist Rasenteppich sehr angenehm. Dafür mögen Schädlinge und Zecken die Kunstfasern überhaupt nicht. Kauftipp: Es gibt preiswerte und sehr preiswerte Varianten - je mehr sie pro Quadratmeter dafür ausgeben, umso länger haben Sie etwas von dem guten Stück.


Hübsch bunt statt grasgrün

 

 
Auf Balkon und Terrasse geht es heute ehrlich zu, weil es den pflegeleichten Outdoor-Teppich auch in poppigem Rot, knalligem Blau, dezentem Anthrazit, erdigem Braun oder edlem Schwarz gibt.
Damit können Sie den Fußbodenbelag perfekt auf die Farben Ihrer Gartenmöbel abstimmen. Mit der grasgrünen Variante können Sie natürlich weiterhin so tun, als hätten Sie Rasen auf Ihrem Balkon.
Tipp: Wenn Sie wirklich schummeln wollen, nehmen Sie lieber den Grasbüschel-Kunstrasen. Der sieht wenigstens echt aus.


Rasenteppich auslegen - ein Kinderspiel



Rasenteppich können Sie mühelos selbst verlegen, einfach mit einer Schere oder besser mit dem Teppichmesser zuschneiden. Lassen Sie fünf Millimeter Abstand zur Hauswand oder zum Balkongeländer.

Den Teppichbelag gibt es in Bahnen zwischen 1,5 und vier Metern Breite. Er ist leicht und wiegt zwischen 2,5 und 3,5 Kilogramm pro Quadratmeter. Dieses zusätzliche Gewicht hält die Statik Ihres Balkons locker aus.


So vermeiden Sie den Nässestau

 


Wollen Sie den Rasenteppich unter freiem Himmel auslegen, sollten Sie auf die Drainage achten. Regenwasser muss ablaufen können.
Dafür hat guter Outdoor-Teppichbelag in der Unterschicht mindestens kleine Drainagelöcher.
Perfekt ist er, wenn die Rückseite Noppen hat. Zwischen diesen kleinen Erhebungen kann Wasser abfließen und abtrocknen. So staut sich keine Nässe unter Ihrem Teppich. Tragen Sie zuerst feinen Schotterbelag auf. Das ist der perfekte Untergrund bei Naturboden. Vor allem wenn er lehmig ist, versickert Wasser nicht sehr schnell.
Tipp: Bereiten Sie vorher den Untergrund vor: Wurzeln, Steine und alles, was sich durch die Auflage bohren könnte, sollten Sie entfernen.


Auf den richtigen Untergrund kommt es an

 

Ideal ist ein harter Untergrund, damit die im Teppichbelag eingebaute Drainage über die Noppen funktioniert. Eine Betonfläche wie auf Balkon oder Terrasse macht keine Probleme. Ein weicher Boden dagegen gibt beim Darüberlaufen irgendwann nach. Wasserpfützen können sich in den Mulden bilden.

Achtung: Der Rasenteppich beginnt dann unter der Oberfläche zu schimmeln. Das merken Sie zuerst am muffigen Geruch. Deshalb Pfützen immer entfernen oder gleich den Untergrund optimieren!


Entsorgung auf dem Recyclinghof

 


Auch der beste Rasenteppich ist nach fünf bis acht Jahren abgewirtschaftet. Rollen Sie ihn dann zusammen und bringen Sie ihn - genau wie andere Teppichreste - zu Ihrem Recyclinghof: als Sondermüll.


Alternative zum Kunstrasen: Holzfliesen als Outdoor-Fußbodenbelag

 

Sie wollen hässliche Fliesen, nackten Beton und anderen unansehnlichen Bodenbelag auf Balkon und Terrasse verbergen? Aber nicht mit Rasenteppich? Nehmen Sie Platten aus Holz, sogenannte Holzfliesen. Es gibt sie zum Beispiel aus geölter Akazie. Die lassen sich mit der Ein-Klick-Technik rutschfest miteinander verbinden. Die Verarbeitung sorgt für eine Belüftung, sodass Regenwasser abläuft und sich unter den Platten kein Schimmel bilden kann.


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