Rasenmäher – Akku oder Solar?

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Rasenmäher – Akku oder Solar?

Welcher kabellose Rasenmäher ist für Sie der Richtige?

Ein Garten bietet besonders für Familien mit Kindern viele Vorteile. Das Grün lädt zum sorglosen Spielen ein. In nahezu jedem Garten befinden sich daher Grünflächen. Um das schöne Aussehen zu erhalten, ist regelmäßige Pflege angesagt. Im Handel und bei eBay finden Sie ein breites Sortiment an Rasenmähern. Für Freizeitgärtner, die mit der Nutzung ihres Gerätes einen Beitrag zur Umwelt leisten möchten, sind Elektromäher oder Solarmäher die beste Alternative.

Allerdings sorgt das Kabel der Elektrogeräte oftmals für Ärger. Bei Gärten mit vielen Ecken sowie starkem Baum- oder Strauchbewuchs auf dem Rasen verheddert man sich leicht im mitgeführten Kabel. Gelangt es zwischen die rotierenden Messer, ist das nicht nur ärgerlich, sondern auch potenziell gefährlich. Hersteller von Rasenmähern haben sich des Problems angenommen und eine kabellose Variante auf den Markt gebracht. Die zum Betrieb notwendige Energieversorgung erfolgt über einen Akku.

Akku-Rasenmäher – geräuscharme Kraftpakete

Kein Aufrollen, kein Verheddern, keine defekten Kabel – mit einem Akku-Rasenmäher geht man dem lästigen Kabelgewirr aus dem Weg. Noch vor Jahren war die einzige Alternative zum Kabelgerät der Kauf eines Benzinrasenmähers. Wer jedoch umstieg, musste mit einer aufdringlichen Geräuschkulisse und hoher Belastung durch Abgase rechnen. Die ersten Akku-betriebenen Mäher waren noch recht leistungsschwach. Sie kamen ausschließlich auf kleinen Flächen zum Einsatz. Wer keinen Wechsel-Akku zur Hand hatte, konnte den Rasen nur etappenweise vollständig mähen. Auch die Preise der Geräte waren unattraktiv.

Die Vorteile eines Akku-Rasenmähers

Die kabellose Nutzung ist der größte Vorzug des Akku-Mähers. Er räumt dem Bediener große Bewegungsfreiheit ein. Die Wege müssen nicht so geplant werden, da es kein Kabel gibt das sich verdrehen kann. Auch ist die Reichweite des Gerätes nicht auf die Länge der Verlängerungsschnur begrenzt. Im Gegensatz zu benzinbetriebenen Modellen fällt besonders die Geräuscharmut ins Gewicht. Der Rasen kann zu jeder Tageszeit gemäht werden, ohne die Nachbarn zu verärgern. Auch belastet der umweltfreundliche Akku-Rasenmäher die Luft nicht durch stinkende Abgase. Besonders kleine und schmale Personen freuen sich über das geringe Eigengewicht des Gerätes. Es ermöglicht ein leichtes Führen ohne jeglichen Kraftakt. Das macht Akku-Rasenmäher auch bei zierlichen Frauen und älteren Menschen beliebt. Auch das Starten des Geräts ist im Gegensatz zu Benzin-Mähern unkompliziert.

Die Wartung des Gerätes lässt sich zum größten Teil auch von Laien durchführen. Als einziges Verbrauchsgut muss der Akku regelmäßig ausgetauscht werden. In der Regel weisen Akkus eine Lebensdauer von 1.000 Ladezyklen auf. Der Wechsel lässt sich mit ein paar Handgriffen erledigen. Lediglich das Schärfen der Messer sollten Sie einem Fachmann überlassen.

Zusammengefasst weist ein Akku-Rasenmäher folgende Vorteile auf:

  • einfache und komfortable Handhabung
  • überzeugende Mähleistungen
  • große Bewegungsfreiheit
  • geringe Lautstärke während des Betriebs
  • für kleinere Rasenflächen gut geeignet
  • leicht laufende Räder und geringes Gewicht erlauben die Führung mit minimalem Kraftaufwand
  • günstiger Preis

Ein Akku-Rasenmäher hat auch Nachteile

Mittlerweile sind die Akku-Mäher zar kraftvoll, dennoch reicht die Kraft noch nicht für ein längeres Arbeiten. Daher sollten sie vorwiegend auf kleineren Rasenflächen verwendet werden. Denken Sie beim Kauf des Gerätes an einen oder zwei Austausch-Akkus. So beugen Sie eventuellen Problemen vor. Gerade bei hohem und nassem Gras entlädt sich der Kraftspeicher schneller. Um lange Ladezeiten zu verhindern, lohnt es sich auf Lithium-Ionen-Akkus zu setzen. Ihre Technologie ist zurzeit führend und verbessert die Ladekapazität enorm. Um die aufladbare Batterie zu 80 Prozent zu laden, benötigen Lithium-Ionen-Akkus lediglich 30 Minuten – Zeit für eine Tasse Kaffee oder ein Gespräch mit dem Nachbarn. Wer sich keine Pause gönnen möchte, sollte mit Ersatz-Akkus arbeiten. Die technologisch hochwertigen Batterien haben allerdings auch ihren Preis. Grundsätzlich müssen Sie davon ausgehen, dass der Preis der Akkus mit steigender Leistung zunimmt, wobei die benötigte Leistung von der Größe der Rasenfläche abhängt.

Zusammengefasst weist ein Akku-Rasenmäher folgende Nachteile auf:

  • durch geringere Leistung weniger ausdauernd
  • technologisch hochwertige Lithium Ionen-Akkus sind teuer
  • je größer der Garten, desto höher der Preis der Akkus
  • vorwiegend für kleine Gärten
  • Warten während der Ladezeit

Akku-Rasenroboter: Nur eine Spielerei?

Mit einem Rasenroboter nehmen Sie beim Mähen die Rolle des Zuschauers ein – das Gerät pflegt ihren Rasen völlig selbstständig. Dabei fahren die Roboter so lange über das Grün, bis sie auf ein Hindernis stoßen. Bei Widerstand ändern sie ihre Richtung. Nach einiger Zeit haben sie die gesamte Strecke bearbeitet. Im Allgemeinen sind die Mähergebnisse der Akku-Geräte recht gut, allerdings sollten Sie vor dem Kauf Testberichte studieren. Die Qualitätsunterschiede bei Akku-Rasenrobotern sind enorm. Letztendlich möchten Sie nach Hause kommen und einen gemähten Rasen vorfinden, anstatt sich zu ärgern.

Solar-Rasenmäher nutzen das Tageslicht

Eine andere Lösung für Gartenbesitzer, die keine Zeit für die Pflege ihres Grüns haben, sind Solar-Rasenmäher. Die durch Sonnenenergie betriebenen Geräte sind im Handel ausschließlich als Mähroboter erhältlich. Die nützlichen Helfer findet man auch unter den Bezeichnungen Solarmäher oder Automower.

Die kleinen Roboter arbeiten entweder nach einem Zufallsprinzip oder schneiden den Rasen systematisch. Dabei benötigen sie keine Führung, sondern mähen selbsttätig. Der Grasschnitt wird mithilfe eines Sichelmessers so fein gehäckselt, dass er als Mulch aus der Wiese liegen bleibt und das Wachstum des Rasens begünstigt. Wo der Weg langgeht, steuert ein Mikroprozessor im Inneren der Geräte. Die technisch ausgereiften Roboter nutzen die Tastatur, den Sensor, die Solardecks und die Batterie, um Daten zu sammeln.

Damit der Roboter selbsttätig arbeiten kann, bedarf es einer einmaligen, recht unkomplizierten Vorbereitung. Um die Rasenfläche wird eine Induktionsschleife, ein solarbetriebenes Schwachstromkabel, gelegt, die dem Roboter die Maße des Rasens aufzeigt. Dabei spart man Beete, Sträucher und Bäume aus. Um eine optimale Funktionsfähigkeit zu gewährleisten, kann das Kabel entweder oberirdisch oder verdeckt bis zu zwei Zentimeter unter der Oberfläche verlegt werden.

Die Vorteiel eines Solar-Rasenmäher

Wem Gartenarbeit wenig Freude macht, findet in einem solarbetriebenen Rasenmäher Erleichterung. Die solarbetriebenen Roboter mähen den gesamten Rasen selbsttätig. Dazu benötigen sie lediglich Tageslicht. Die Solarzellen wandeln das Sonnenlicht in elektrische Energie um. Darüber hinaus treiben sie den Roboter an und laden die Batterie. Durch die Induktionsschleife, die vorab um die zu mähende Fläche gelegt wird, erkennt das Gerät seine Grenzen. Ein integrierter Stoßdetektor registriert sämtliche Hindernisse. Das können Menschen, Tiere oder eine Kinderschaufel sein. Sofort erfolgt ein Richtungswechsel. Hängt das Gerät fest, ertönt ein lauter Signalton. Ein weiterer Detektor bewahrt den Solar-Mährer vor nächtlicher Beregnung durch einen Rasensprenger. Sobald das Wasser auf den Detektor trifft, dreht das Gerät ab und begibt sich aus der Bewässerungszone. Ein Display gibt Auskunft über den aktuellen Status: Schneiden oder Batterie aufladen. Bei den kostspieligen Geräten ist eine Diebstahlsicherung integriert. Wird das Gerät hochgehoben, ertönt ein Alarm, der nur durch Eingabe eines Codes abgestellt werden kann. Dieser wird mit dem Gerät geliefert.

Zusammengefasst weist ein Solar-Rasenmäher folgende Vorteile auf:

  • umweltfreundlich, da er ohne Strom und Benzin arbeitet
  • mäht die vorher abgegrenzte Rasenfläche selbsttätig
  • auch Hindernisse bereiten kein Problem
  • intelligentes Mähen durch integrierten Mikroprozessor
  • klein und handlich
  • verfügt über eine Diebstahlsicherung
  • gutes Mähergebnis bei kurzem Rasen
  • leicht zu verstauen
  • pflegt auch große Rasenflächen bis zu 1.000 qm
  • der Grasschnitt wird nicht entfernt, sondern dient als wachstumsfördernder Mulch

Die Nachteile eines Solar-Rasenmäher

Das Rasenmähvergnügen mit einem Solar-Rasenmäher hat seinen Preis. Bei der Anschaffung eines Mäh-Roboters muss man mit Kosten rechnen, die zwischen 800 bis 2.500 Euro liegen. Wer nur eine kleine Rasenfläche vor dem Haus zu bewirtschaften hat, wird sich die Anschaffung zweimal überlegen.

Nicht nur der Mikroprozessor kann Probleme verursachen. Auch der Akkubetrieb läuft nicht immer störungsfrei, da er sehr kälteempfindlich ist. Von einem nächtlichen Mähen in den Herbstmonaten sollte man daher absehen. Temperaturen, die unter dem Gefrierpunkt liegen, beeinträchtigen die Funktionstüchtigkeit des Gerätes. Wie bei allen Geräten, die mit ausgefeilter Technik arbeiten, sind auch die grundsätzlich robusten Miniroboter anfällig gegenüber Störungen. Sollte ein Störfall außerhalb der Garantiezeit eintreten, können bei der Reparatur vom Fachmann hohe Kosten entstehen. Das gilt vor allem, wenn einzelne Komponenten ersetzt werden müssen.

Der Solar-Rasenmäher eignet sich hervorragend, um das Grün kurzzuhalten. Dazu ist eine regelmäßige Anwendung erforderlich. Ist der Rasen länger geworden, hilft nur ein herkömmlicher Rasenmäher. Danach kann der Roboter wieder zum Einsatz kommen.

Letztendlich ist es gerade die Sonne, die den solarbetriebenen Mäher zum Erliegen bringen kann. Grund sind die oft sehr trüben Tage in unseren nördlichen Breiten.

Und schließlich ist ein Roboter-Mäher ein sehr begehrtes Diebesgut.

Zusammengefasst weist ein Solar-Rasenmäher folgende Nachteile auf:

  • hohe Anschaffungskosten
  • der Mikroprozessor ist störanfällig
  • Akkubetrieb kälteempfindlich, vor allem bei Temperaturen unter 0 Grad Celsius
  • Reparaturen können nicht selbst durchgeführt werden und sind meist kostspielig
  • nur zur Pflege eines kurzen Rasens einsetzbar
  • Diebstahlgefahr
  • funktioniert nur bei ausreichend Licht

Welcher Rasenmäher passt zu Ihnen?

Von kleinen Rasenflächen vor dem Haus bis hin zu einem parkähnlichen Garten – um das eigene Grün zu bewirtschaften, benötigt man einen Rasenmäher. Bei der Vielzahl der angebotenen Modelle verliert man schnell die Übersicht. Wer sich für kabellose, umweltfreundliche Modelle entscheidet, hat die Wahl zwischen einem Akku-Rasenmäher und einem Solar-Rasenmäher. Für welches System Sie sich entscheiden, hängt von vielen Faktoren ab. Solarbetriebene Modelle sind derzeit nur als Rasenmäher-Roboter erhältlich. Die kleinen Alltagshelfer übernehmen die gesamte Arbeit selbstständig. Das ist jedoch nicht preisgünstig. Wer begeistert von der Technik und Zeitersparnis ist und die Kosten nicht scheut, für den ist ein solarbetriebenes Gerät eine lohnende Anschaffung. Allerdings sollte im Haushalt ein zweites Gerät vorhanden sein, das nach längerer Abwesenheit für den ersten Schnitt zum Einsatz kommt. Bei kleineren Flächen punktet ein Akku-Rasenmäher durch Zuverlässigkeit und hohe Leistung.

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