Rapunzel, Schneewittchen & Co: Märchengestalten in Puzzles von 51 bis 100 Teile

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Rapunzel, Schneewittchen & Co: Märchengestalten in Puzzles von 51 bis 100 Teile

Das Puzzle zählt wohl zu den ältesten und beliebtesten Spielzeugen. Sowohl Jungen als auch Mädchen greifen gern auf ein Puzzle bei der kindlichen Beschäftigung zurück. Das Puzzle kann als mechanisches Geduldsspiel gesehen werden, viele bezeichnen es aber auch einfach als Legespiel.

Der Sinn von Puzzles als wertvolle Spielzeuge

Die Vorgehensweise eines Puzzles ist sehr simpel. Ein Bild wurde von den Herstellern in mehrere Teile zerlegt und muss von dem Puzzler wieder zusammengesetzt werden. Hinweise bei diesem Vorgang gibt ihm meist das Motiv, so kann man sich beim Puzzeln an Farben, Mustern oder Linien orientieren. Immer öfter schätzen Pädagogen den Wert von Puzzles für die Entwicklung von Kindern ein. Denn nicht nur die Mechanik wird bei diesem Spiel trainiert, sondern auch die Kombinationsgabe und das Sehen wird geschult. Zudem wird die Geduld des Kindes bei diesem Spiel auf die Probe gestellt. Gerade Puzzles mit fünfzig Teilen oder auch Puzzles mit bis zu hundert Teilen sollen für Kinder sehr geeignet sein, da sie eine optimale Schwierigkeitsstufe darstellen.

Die Geschichte des Puzzles - eine geniale Idee eines englischen Geografielehrers

Als Erfinder des Puzzles gilt der englische Kupferstecher John Spilsbury. Im Jahre 1766 wollte dieser seine Schüler im Erdkundeunterricht mit einer neuen Methode zum Lernen animieren. Auf spielerische Weise sollten sie die Grafschaften von England und ihre genaue geografische Lage kennenlernen. Deshalb nahm er eine Karte von Großbritannien und klebte sie auf ein passendes Brett aus Holz. Im Folgenden schnitt er mit der Laubsäge entlang der englischen Grafschaften das Holzbrett in kleine Stücke. Nun konnten die Schüler auf eine sehr spielerische Weise die Landkarte wieder richtig zusammensetzen und ihr Land kennenlernen. Damit war das erste Holz-Legespiel geboren.

Während dieses Spiel also zu Beginn unter dem Namen Legespiel bekannt war, gab man ihm erst einige Jahre später den Namen Puzzle. Mit der Zeit wurden auch andere Motive verarbeitet und es blieb nicht allein bei Landkarten. So kam bereits im Jahr 1785 das erste Puzzle nach Deutschland, im Laufe der Zeit kamen immer neue Motiven hinzu. So finden wir heute die verrücktesten Motive auf unseren Puzzles, darunter bekannte Filmhelden, hübsche Landschaften, unsere Lieblingstiere oder aber Märchenfiguren. Ein großer Unterschied der damaligen Puzzles zu ihren heutigen Nachfolgern war ihr Aussehen. Denn während heute die einzelnen Puzzleteile ineinander verzahnt werden können, war dies damals noch nicht möglich. Dort konnte ein Puzzle nach dem Aneinanderlegen der Teile immer wieder auseinanderrutschen. Die heutige Technik des Interlocking verwendete man erst ziemlich spät, nämlich ab dem 19. Jahrhundert.

Auch in der Herstellung unterschieden sich die älteren Puzzles von den neueren. Denn während die älteren Puzzles in mühevoller Kleinarbeit mit der Hand hergestellt werden mussten, werden sie seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts in großer Masse maschinell produziert. Die erschwerten Bedingungen bei der Herstellung machten sie in den vergangenen Jahrhunderten zu teuren Spielzeugen, die aufgrund des Preises nur den reichen Menschen vorbehalten waren. Heute haben sich durch die massenhafte Produktion allerdings die Preise gesenkt, sodass sich nahezu jeder ein Puzzle leisten kann.

Die Märchen der Brüder Grimm als Motive auf einem Puzzle

Kinder lieben nicht nur das Puzzeln, sie lieben auch Märchen. Wohl am bekanntesten unter den deutschen Märchen sind die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm, welche von Jacob und seinem Bruder Wilhelm aufgezeichnet wurden. Die bekannten Brüder gaben diese Märchen zwischen 1812 und 1858 heraus und wurden vor allem damit weltberühmt. Die Besonderheit der Grimm'schen Märchen liegt nicht nur in der Art, wie diese Märchen entstanden sind, sondern auch was sie dem Leser vermitteln. So haben die Brüder alles gesammelt, was ihnen für ihre Sammlung wichtig erschien. Sie reisten durch das Deutsche Reich und schrieben Erzählungen auf, die sie von Bauern, Mägden oder Müttern zu hören bekamen. Zudem hielten sie Briefkontakte mit befreundeten Gelehrten oder bekannten Familien, von denen sie von Geschichten aus der Heimat erfuhren und aufschrieben. Des Weiteren kamen gelehrte Bürger zum Büro der Grimms in Kassel und gaben dort die ihnen bekannten Geschichten zum besten. All die gesammelten Informationen wurden von den Grimms aber nicht wortgetreu aufgeschrieben. Vielmehr formten sie die Erzählungen um und brachten alle auf einen gemeinsamen Stand. Damit schufen sie eine völlig neue Gattung: die Grimm'schen Märchen.

Von Rotkäppchen über Schneewittchen zu Hänsel und Gretel

Noch heute sind diese Märchen der Brüder Grimm überaus beliebt und bekannt. Zu den meist erzählten Märchen zählen wohl „Rotkäppchen", „Der Wolf und die sieben Geißlein", „Schneewittchen", „Rapunzel" oder „Der Froschkönig". Auch „Die Bremer Stadtmusikanten", „Hänsel und Gretel" oder „Frau Holle" sind beliebte Märchen bei Kindern. Nicht nur auf dem Wege der Märchenerzählung, sondern auch spielerisch möchten sich immer mehr Kinder gern mit ihren Märchenlieblingen beschäftigen. So bieten Puzzles die optimale Möglichkeit, die Grimm'schen Märchen in das Spielen mit einzubeziehen. Puzzles mit fünfzig bis hundert Teilen sind mit den verschiedensten Märchenmotiven zu finden. Zudem werden auch einzelne Szenen aus Märchen gern auf einem Puzzle dargestellt. Beliebt ist ein Bild von Schneewittchen, wie sie den Zwergen das Essen serviert, oder das Rotkäppchen inmitten des Waldes. Viele Puzzles sind bereits mit Specials ausgestattet, so trägt das Dornröschen ein glitzerndes Kleid oder der Wolf lässt aich nach einem erfolgreichen Zusammensetzen der Puzzleteile sogar streicheln, da Fellapplikationen in das Puzzle eingearbeitet wurden.

Bekannte Märchen von Hans Christian Anderson im Puzzle

Auch die Märchen von Hans Christian Andersen sind in Deutschland sehr bekannt und bei den Kindern beliebt, weshalb ihre Motive auf vielen Puzzlespielen zu finden sind. Der im 19. Jahrhundert lebende dänische Dichter und Schriftsteller gab bereits zu seinen Lebzeiten zwei Bände „Gesammelten Märchen" heraus. Sie erschienen bereits 1840 in deutschen Übersetzungen und wurden von den deutschen Bürgern auf Anhieb für gut befunden und geliebt. Seine Märchen lehnte der Dichter an dänische, griechische und auch deutsche Sagen an und verband sie mit wahren Begebenheiten, die ihm zu Ohren kamen oder denen er begegnete. Auch Hans Christian Andersen brachte all seine Märchen auf einen besonderen Stand und gab sie in einer synchronen Form heraus. Da er aber im Gegensatz zu den Brüdern Grimm seine Märchen nicht sammelte, sondern sie sich selbst erdachte, sind sie als Kunstmärchen zu bezeichnen. Zu den bekanntesten dieser Märchen zählen „Das Feuerzeug", „Der kleine Klaus und der große Klaus", „Die Prinzessin auf der Erbse", „Däumelinchen", „Die kleine Meerjungfrau", „Des Kaisers neue Kleider" oder „Die wilden Schwäne". Aber auch die Märchen "Der standhafte Zinnsoldat", „Der Schweinehirt" oder „Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern" sind bekannt und bei Kindern sehr beliebt.

"Der Schweinehirt" auf einem Puzzlewürfel

All die Figuren aus den Märchen von Hans Christian Andersen sind auch auf heutigen Puzzles zu entdecken. Gern verwendet man sie nicht nur auf einfachen Puzzles, sondern auf sogenannten Puzzlewürfeln. Bei so einem Würfel muss nicht nur ein Bild in Form gebracht und wieder zusammengesetzt werden, sondern gleich sechs Bilder müssen in ihre ursprüngliche Form zurückversetzt werden. Was sich nach viel Arbeit und hoher Schwierigkeit anhört, gibt es für unsere Kleinen auch in einfacheren Varianten. Dabei können einzelne kleine Würfel solange hin- und hergeschoben werden, bis die Bilder wieder zusammengefügt sind. Auch diese besondere Form des Puzzelns ist neben den einfachen Puzzles bei Kindern sehr beliebt und wird gern gekauft. Neben der neumodischen Form des Puzzlewürfels sind aber noch immer die alten Varianten des Legespiels als Holzpuzzles beliebt. 

Interessante Märchen von Wilhelm Hauff im Puzzle

Eine weitere Art von weltbekannten Märchen sind die Märchen von Wilhelm Hauff. Diese sind von 1825 bis 1828 in Form von Almanachen erschienen. Anders als die Brüder Grimm oder Hans Christian Andersen legte Wilhelm Hauff bei seinen Märchen großen Wert auf die Verknüpfung von europäischen und orientalischen Märchenmotiven. So spielen viele seiner Märchen nicht in Europa, sondern im orientalischen Kulturkreis. Zu den bekanntesten Märchen von Wilhelm Hauff zählen etwa „Die Geschichte vom Kalif Storch", „Zwerg Nase" oder „Die Geschichte von dem kleinen Muck". Andere bei Kindern beliebte Märchen von Wilhelm Hauff sind etwa „Schneeweißchen und Rosenrot", „Das kalte Herz" oder „Die Geschichte von dem Gespensterschiff". In vielen dieser Erzählungen zeigt der Autor ganz offen die Verbindung zu den "Märchen aus Tausendundeine Nacht". Gerade der orientalische Akzent dieser Märchen kommt bei den Kindern sehr gut an und zieht deren Interesse auf sie. 

Schneeweißchen und Rosenrot im Puzzlebuch

Viele Szenen aus den orientalisch angehauchten Märchen sind auf Puzzels wiedergegeben. So sind etwa der kleine Muck und sein großer Turban, oder aber der Zwerg mit seiner langen Nase gern genutzte Motive auf Märchenpuzzles dieser Art. Oft haben Sie die Möglichkeit, solche Puzzles in einem Paket aus mehreren verschiedenen Puzzles zu erwerben. Somit muss sich Ihr Kind nicht mit nur einem Puzzle zufrieden geben, sondern hat je nach Laune verschiedene Motive zur Auswahl. Auch Puzzlebücher oder Puzzlespielbücher mit den Motiven von Wilhelm Hauffs Märchen sind bei vielen Kindern beliebt. Hier haben sie auf den einzelnen Seiten die Möglichkeit, jeweils ein neues Märchenpuzzle zu lösen. Dies ist nicht nur besonders abwechslungsreich, sondern zudem sehr platzsparend. Sehr geeignet sind solche Puzzlebücher, wenn Sie mit Ihrem Kind verreisen möchten, denn so müssen nicht viele einzelne Puzzlekartons verstaut werden, sondern lediglich ein Buch.

Zudem gibt es auch Puzzlebälle mit Märchenmotiven, welche allerdings etwas schwieriger zu lösen sind für Kinder. Hier sind die einzelnen Puzzleteile leicht gekrümmt und ergeben nach dem erfolgreichen Puzzeln einen Ball. Viele Kinder mögen diese neue und abwechslungsreiche Form des Puzzelns, und wünschen sich daher verstärkt Puzzlebälle. Ähnlich funktionieren die neueren Puzzlepyramiden.

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