Rahmen und Magazine für Dias

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Rahmen und Magazine für Dias - ein Ratgeber

Welche Überlegungen spielen eine Rolle beim Kauf von Dias

Vor der Anschaffung von Diamagazinen & -rahmen sollten Sie erst überlegen, welche Erwartungen Sie haben und wie Sie am besten arbeiten können und möchten. Nur so wird es Ihnen später leichter fallen eine Entscheidung zu treffen und das richtige Produkt zu kaufen.

Diarahmen mit Glas oder ohne

Als Diarahmen bezeichnet man den Rahmen um ein Dia. Dieser Rahmen ist wichtig bei der Benutzung von Diaprojektoren oder Diabetrachtern, denn nur so lässt sich das Diapositiv in das jeweilige Gerät einbringen. Anschließend kann es gesehen werden. Fehlt dieser Rahmen, fehlt auch die Stabilisierung und das Bild wird nicht scharf. Hier gibt es zwei Ausführungen. Rahmen mit Glas und ohne Glas Diamagazine &-rahmen. Besonders hochwertige Produkte besitzen zwei Rahmen aus Aluminium, durch die der Filmausschnitt richtig umrandet wird und die Abschattung fast genau in der Fokalebene liegt, so dass es zu einer perfekten Projektierung kommt. Die gängigsten Formate sind 40x40 mm, aber auch Spezialformate wie 60x60 mm oder 60x70 mm sind auf dem Markt erhältlich. Diese Rahmen-Sonderformen sind für die Anwendung von Lith-Dias oder Details von Mittelformatdias. Auch für kleinere Bildformate gibt es auf dem Markt zahlreiche Rahmen. Hier beschränkt sich das Fenster auf 24x36 mm. Der Rahmen selber ist dann wesentlich dünner. Beträgt die Dicke 1,0 mm, redet man auch von einem Papierrahmen. Viele Rahmen besitzen eine helle und eine dunkle Seite. Diese verschiedene Färbung erleichtert einiges, zum Beispiel das richtige Einlegen des Filmausschnittes in den Rahmen. Während des Projektierens schützt die helle Seite vor Überhitzung, da das Licht besser reflektiert wird.

Rahmen ohne Glas bieten Vor- und Nachteile

Hier wird das Augenmerk allein auf den Rahmen gelegt. Durch das Fehlen von weiteren Materialien zwischen der Lichtquelle, dem Dia und dem projektierten Bild, erhält man eine ganz besondere Bildqualität. Man erreicht eine höhere Helligkeit und das Bild wirkt auf diese Weise natürlicher. Auch das sollte ein wichtiger Punkt sein, den Sie bei Ihrer Entscheidung mit einbeziehen müssen. Bei den glaslosen Diarahmen hat man auch noch einen weiteren Vorteil. Die Dias werden nicht abgeschlossen, sondern können "atmen". Durch diese Luftzirkulation verhindert man einen Pilzbefall. Jedoch ist die Einlagerung im Rahmen nicht immer eben und auch nicht exakt, da es immer wieder zu kleineren Verschiebungen kommt.
Zudem kann es jetzt zu dem sogenannten "ploppen" kommen. Das passiert während einer Projektion. Durch die entstehende Hitze verändert sich die Wölbung des Dias, da sich das Material unterschiedlich ausdehnt. Dieses Wölben beeinflusst die Schärfe, da nur ein Teil des Filmausschnitts im richtigen Abstand zur Lichtquelle steht und der andere Teil zu dicht beziehungsweise zu weit ist. Durch das Fehlen von einer Trennwand, dem Glas, hat man auch keinen Schutz vor Staub und fettigen Fingerabdrücken. Hierbei kann es zu Beschädigungen kommen. Schon durch kleine Staubansammlungen kann die empfindliche Diaoberfläche auf Dauer verkratzen und somit wird das Projizieren wiederum unscharf.

Rahmen mit Glas bieten nicht ganz andere Vor- und Nachteile

Bei den Diarahmen mit Glas befinden sich im Fenster der Rahmen zwei Glasscheiben, in denen das Dia eingebettet wird. Der Vorteil dabei ist zu allererst der Schutz vor Staub und somit auch vor Beschädigungen. Durch die feste Beständigkeit des Glases wird ein "Ploppen" verhindert. Allerdings muss man bei diesen Rahmen besonders auf Sauberkeit achten, denn durch das Abriegeln des Glases kann es zu einem Pilzbefall der Dias kommen. Und das wirkt sich sehr negativ auf Ihren gesamten Diabestand aus. Die Bildqualität wird deutlich verschlechtert.
Bei den Rahmen mit Glas gibt es zwei Ausführungen. Das normale Glas und das Anti-Newton-Glas. Bei Letzterem wird die Entstehung von sogenannten Newtonschen Ringen verhindert. Die treten auf, wenn das Dia nur an einer Stelle aufliegt. Die Folge ist, dass bei der Projektion die Bilder unscharf werden. Die Anti-Newton-Gläser sind in der Beschaffenheit etwas rauer, das verhindert dieses punktuelle Aufliegen. Die Auflösung wird durch die Raue nicht gemindert. Aber es ist bekannt, dass manche Bereiche eines Bildes nicht mehr einheitlich dargestellt werden können, das Bild wirkt „griselig“. Zudem sollten Sie daran denken, dass Rahmen mit Glas nicht nur schwerer vom Gewicht sind, sondern auch der Raumbedarf größer ist, besonders bei Rundmagazinen. Das Glas ist zwar dünn, aber bei einer Menge von 200 Dias sind es schon 400 dünne Gläser und das bedeutet ein größerer Platz wird benötigt.

Mit CS-Rahmen auf der sicheren Seite

Die speziellen Compakt and Secure Rahmen, kurz CS-Rahmen haben eine spezielle Einkerbung außen an der Kontur, dadurch rasten diese Rahmen im CS-Magazin ein und schützen die Dias so vor einem Herausfallen. Selbst bei einem Fall zu Boden, soll dies verhindert werden, sodass Ihre Dias für lange Zeit gut eingelagert werden können. Diese speziellen Rahmen kann man auch in den normalen Universalmagazinen aufbewahren, jedoch dann ohne diese Schutzfunktion. Nur die eigentliche manuelle Rahmung hat sich als schwierig herausgestellt, aber mittlerweile gibt es dafür auch einfache Lösungen. Heutzutage kann man die Rahmung auch maschinell durchführen. Die CS-Rahmen sind nur in der glaslosen Ausführung erhältlich.

Das Magazin in seiner Wichtigkeit

Die Magazine Diamagazine und -rahmen benutzt man zur Archivierung und Aufbewahrung von Dias mit Rahmen, außerdem können diese Magazine direkt in einem Diaprojektor verwendet werden. Das spart viel Zeit und auch viel Platz. Es gibt mehrere Arten von Magazinen. Das Universalmagazin ist das gängigste, man findet es auch unter Einheitsmagazin. Es gibt auch alternative Aufbewahrungsmöglichkeiten für Dias, zum Beispiel die Diahüllen oder Diakassetten, aber das ist für viele komplizierter, da man erst alle Dias, die man sehen möchte, für den Projektor einzeln herausnehmen muss, und sie dann in einem entsprechenden Magazin einzustecken, damit man sie am Ende projektieren kann. Diese Arbeit erspart man sich mit der Verwendung eines Magazins von vornherein und mit einem einfachen Archivierungssystem auch die Zeit fürs Suchen. Wenn man allerdings nur ein einzelnes Dia benötigt, dann verbringt man trotzdem viel Zeit mit der Suche. In einer Hülle wiederum, können die Dias, einzeln oder in Gruppierungen beschriftet werden.

Das Universalmagazin ist für alle etwas

Dieses Magazin wird am meisten verwendet. Man kann in diesem Universalmagazin entweder 36 oder 50 Dias einlegen.

LKM-Magazine für große Diabestände geeignet

Wenn Sie mehr archivieren möchten, sind die LKM-Magazine sehr gut geeignet. Dieses Leica-Kindermann-Magazin wurde in den achtziger Jahren entwickelt. Entweder 60 oder 80 Dias passen in einem Magazin rein. Das macht dann in einem Kasten oder in einer Box bis zu 160 Dias. So kann man am Ende viel Platz sparen. Ein einfacher Haltemechanismus verhindert das Rausfallen der Dias. Dieses System ist sehr vorteilhaft, aber gleichzeitig schränkt es Sie ein. Man kann nur Dias mit Rahmen bis max. 2 mm Dicke verwenden.

CS-Diamagazine geben noch mehr Sicherheit

Diese CS-Magazine sind kompakt und sicher, wie der Name schon verrät. Hierfür verwendet man die CS-Rahmen, dadurch können doppelt so viele Dias einsortiert werden als im Vergleich zum Universalmagazin. Es gibt dabei zwei verschiedene Größen. Die 40er und die 100er. In der großen Box lassen sich mehrere Magazine unterbringen je nach Größe zwei oder vier, so dass man auf eine Aufbewahrungsmöglichkeit von insgesamt 200 Dias kommen kann. Auch hier wird ein Herausfallen der Dias verhindert, aber nur wenn man die dafür vorgesehenen CS-Rahmen benutzt.

Rundmagazine machen es leichter

Es gibt verschiedene Arten von Magazinen, so auch die Rundmagazine. Hier werden die Dias in einem Kreis angeordnet, wobei es kein Ende und keinen Anfang gibt. Man spricht auch vom Karussellmagazin. Dieses wird genutzt für den endlosen Betrieb. Die Dias fallen vor die Linse und werden beim Wechseln wieder zurückgeschoben auf die ursprüngliche Position und das Karussell dreht sich ein Stück weiter, damit das nächste Dia vor die Linse fällt.

Beim Kauf auf die Details achten

Sie sollten erst einmal überlegen, wie Sie Ihren Bestand pflegen wollen. Ob in Hüllen oder in Magazinen, oder gar in den größeren Kästen. Das kommt natürlich auf die Größe des Bestandes an. Welche Bedürfnisse und welche Prioritäten haben Sie? Werden die Dias viel verwendet und oft, so sollte man auf den Schutz der Filmausschnitte achten. Oder möchten Sie die Dias besonders platzsparend aufbewahren? Kann natürlich auch sein, dass Sie ein Thema von Dias in einem Magazin aufbewahren möchten, damit Sie gleich die entsprechenden Dias wiederfinden, und so ein unnötiges Suchen verhindert wird. Zum Beispiel alle Urlaubsdias zusammen in einem Magazin angeordnet in der zeitlichen Reihenfolge, so können Sie jederzeit einen Diavortrag halten, außerdem werden sie geschützt vor übermäßigen Licht, Staub und anderen Einflüssen, die sich negativ auf die Dias auswirken können.

Zusätzliche Infos schaden nie

Um das Rahmen zu erleichtern, kann man sich ein Gerät anschaffen, dass man auch zu Hause einfach bedienen kann. Dazu dient das sogenannte Rahmungsgerät. Wenn man das Rahmen selber machen möchte, dann muss man dies mit großer Sorgfalt tun, da sonst ein Abzug bei der Qualität ein großes Problem darstellt. Genauso wie Fingerabdrücke oder eine falsche Platzierung des Bildes im Fenster. Abhilfe bieten da die Lochungen an den Rändern. Damit kann man die Dias fixieren. Für mehr Sauberkeit bei der Rahmung hilft das Arbeiten mit einer Pinzette oder Baumwollhandschuhen. Man findet zu den einzelnen Rahmen und Geräten ausführliche Anleitungen hier im Internet, so dass man es am Ende auch perfekt hinbekommt. Vielleicht mit etwas Übung.

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