Räucherwerk: Wirkung von Harzen, Hölzern und Blüten

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Räucherwerk: Wirkung von Harzen & Co

Grundsätzlich kann man alles räuchern, was gut riecht, wenn man es verbrennt ;-) Im folgenden gebe ich eine kurze Aufstellung über die gebräuchlichsten Räucherstoffe sowie deren Duft, Wirkung und Anwendungsgebiete. Ganz im allgemeinen unterscheidet man dabei Harze, Hölzer, Wurzeln und sonstige Pflanzenteile.

Harze

Harze sind der Hauptbestandteil aller Räuchermischungen. Sie werden von verschiedenen, oft exotischen Bäumen geerntet und in kleinen getrockneten 'Kügelchen' angeboten. Duft- und Rauchentwicklung sind meist sehr start. Viele schrecken in Erinnerung an Kirchenbesuche vor der süßlichen Schwere zurück - doch nicht jedes Harz riecht gleich! Es gibt auch frisch-herbe oder blumige Duftnoten und die Duftintensität lässt sich durch die aufgelegte Menge regulieren.

Benzoe: Dieses Harz wird von gleichnamigen Bäumen aus der Familie der styrax benzoin gewonnen. Es handelt sich um einen typisch orientalischen, weichen Duft mit einem leichten Vanille-Aroma. In Indien wurde Benzoe als Tempelweihrauch verwendet. Seine Wirkung ist beruhigend und harmonisierend, es eignet sich hervorragend als Reinigungs- und Schutzräucherung.

Copal: Copal stammt von verschiedenen Pflanzen der Gattung der Schmetterlingsgewächse und ist bei den Indiandern Mittelamerikas lang bekannt. Das Harz entwickelt sein Aroma, das bei Niedergeschlagenheit, Krankheit und Depression hilft, erst bei Hitzeeinwirkung. Sein frischer Duft wirkt reinigend und soll das Herz öffnen, so dass er auch in Liebesräucherungen Verwendung findet. Ebenso eignet es sich zur Reinigung von Edelsteinen.

Dammar: Vom Dammarbaum, der in Indien und Südostasien beheimatet ist, stammt dieses Harz mit frischem, zitrusartigem Duft. Aus diesem Grund wird Dammar gern bei Reinigungs- und Schutzräucherungen verwendet. Sein Name stammt aus dem malaiischen und bedeutet 'Licht' - dementsprechend wird es auch gern bei depressiven Verstimmungen eingesetzt.

Informationen über weitere Harze (Drachenblut, Guggul, Mastix, Olibanum, Sandarak, Styrax) findet Ihr in unserem Infoportal (zu erreichen über unsere mich-Seite).

Hölzer & Wurzeln

Ein zweiter wichtiger Bestandteil von Räuchermischungen sind Hölzer. Diese enthalten meist viele ätherische Öle, die sie bei ihrer Verbrennung abgegeben.

Eichenrinde: Bei fast allen Völkern, in deren Gebiet die Eiche wuchs, lässt sich eine Verehrung für diesen Baum feststellen, der als Wohnsitz von Göttern (z.B. Zeus oder Thor) und Dryaden sowie Symbol der Unsterblichkeit und Treue gilt. Seine Rinde wird zum Schutz gegen negative Energien geräuchert.

Guajakholz: Der im tropischen Zentralamerika heimische Guajakbaum liefert diesen Räucherstoff, der gegen Erkältungen eingesetzt wird und als starkes Aphrodisiakum gilt.

Sandelholz, rot: Sandelholz, als Räucherstäbchen und -kegel bekannt, stammt von einem Schmetterlingsblütler des tropischen Afrikas und Indiens. Es hilft beim Entspannen und Loslassen und kann so die Meditation erleichtern, aber auch Heilungsprozesse unterstützen. Weiterhin eignet es sich sehr gut für Reinigungsrituale, aber auch um eine erotische Atmosphäre zu 'zaubern', wird es gern genommen.

Informationen über weitere Hölzer (rotes Sandelholz, Zedernholz) findet Ihr in unserem Infoportal (zu erreichen über unsere mich-Seite).

Blüten & Blätter

Neben den oben genannten Zutaten finden getrocknete Blüten und Blätter verschiedenster Pflanzen bei Räucherungen Verwendung.

Damiana: Die getrockneten Blüten und Blätter des Damianastrauchs aus der Familie der Safranmalvengewächse sollen gegen depressive Verstimmungen helfen. Hauptsächlich werden sie aber als Aphrodisiakum eingesetzt. Schon die Mayas sollen die Wirkung der Damiana-Pflanze gekannt haben, sie verwendeten sie auch bei Atembeschwerden und Erkältungskrankheiten.

Eukalyptus: Die keimabtötende Wirkung des Eukalyptus ist heute noch bekannt. Er wird deshalb gern für Heilungs- und Reinigungszeremonien verwendet, aber auch, um böse Geister abzuwehren.

Jasmin: Das Ölbaumgewächs, das mit über 200 Arten in nahezu allen warmen Gebieten der Erde zu finden ist, steht für die Liebe - die spirituelle und die körperliche. Räucherungen mit Jasmin können die kosmische Liebe anziehen sowie eine Atmosphäre der Erotik und Sinnlichkeit schaffen. Auch Rituale für das Gelingen eines bestimmten Vorhabens können von einer Jasmin-Räucherung unterstützt werden.

Lavendel: Lavendel wird gern für Reinigungszeremonien genutzt ('lavare', lat., bedeutet soviel wie 'waschen'). Man sagt seinem Duft auch eine entspannende und eine verführerische Wirkung nach. Und dass er gut gegen Motten im Kleiderschrank hilft, ist allgemein bekannt.

Mädesüßblüten: Mädesüß, eine Gattung der Rosengewächse, soll eines der vier heiligen Kräuter der Kelten gewesen sein. Vermutlich wurde es als Süßungsmittel, unter anderem für Met, verwendet. Als Räucherpflanze verbreitet es positive Energie und wirkt damit entspannend und ausgleichend. Daneben wird es auch in Liebesräucherungen eingesetzt.

Patchouli: Der schwere Duft des ostindischen Lippenblütlers wird in erster Linie bei Liebeszaubern verwendet oder um eine erotische Atmosphäre zu schaffen. Es fördert aber auch die Hellsichtigkeit und die Fähigkeit, die Zukunft vorherzusagen. Weiterhin kann der erdverbundene Duft auch in Geld- und Schutzzaubern eingesetzt werden.

Wermut: Wermut wird wegen des in ihm enthaltenen Gehalts an Thujon als Heilmittel verwendet und ist Basis vieler alkoholischer Getränke, insbesondere des bekannten Absinths. Als Räucherung wird er zum Schutz eingesetzt, darüber hinaus soll sein Duft auch entspannend wirken und für einen erholsamen Schlaf sorgen.

Informationen über weitere Räucherpflanzen (z.B. Erdrauchkraut, Johanniskraut, Lemongras, Orangenblüten, Salbei uvm.) findet Ihr in unserem Infoportal (zu erreichen über unsere mich-Seite).

Mehr über die Anwendung von Weihrauch & Co sowie über den Einsatz von ätherischen Ölen erfährst Du in weiteren Ratgebern.

Alle Räucherstoffe sowie Zubehör findet Ihr in unserem ebay-Shop oder in unserem Online-Shop, zu erreichen über unsere mich-Seite.

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