Rachebewertung - Wie Du mir, so ich Dir !!!

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Ich habe heute einen Ratgeber über Rachebewertungen gelesen, den ich nicht sehr hilfreich fand, weil er nicht gut durchdacht war und am System nichts ändern wird, deshalb stelle ich mal meine Gedankengänge hier zur Verfügung.

Leider lassen sich sogenannte Rachebewertungen nicht vermeiden. Im Normalfall ist es so, dass der Verkäufer nach dem ordnungsgemäßen Geldeingang eine positive Bewertung abgibt, da der Käufer zur Erfüllung des Vertrages seinen Part geleistet hat.

Viele Verkäufer geben aber erst eine Bewertung ab, wenn der Käufer eine Bewertung abgegeben hat, um sich im Bedarfsfall die Option aufzuheben ebenfalls eine negative Rachebewertung abgeben zu können. Warum sollte aber der Verkäufer nicht sofort eine positive Bewertung abgeben? -da gibt es nur eine Antwort: Er hat ein schlechtes Gewissen, weil er vielleicht den verkauften Artikel doch nicht so korrekt beschrieben hat, wie er laut den AGB von EBAY beschrieben werden sollte.

Ich persönlich gebe als Verkäufer meine Bewertung sofort nach erfolgtem Geldeingang ab, um solche Gedankengänge erst gar nicht aufkommen zu lassen, denn ich habe mir nichts negatives vorzuwerfen. Als Käufer gebe ich meine Bewertung erst ab, wenn ich eine positive Bewertung vom Verkäufer bekommen habe. Dabei sind mir zwar inzwischen ca. 30 bis 40 positive Bewertungen entgangen, aber so soll es nun mal laufen.

Im negativen Fall - erst mal mit dem Verkäufer Kontakt aufnehmen und alles per e-mail, oder am Telefon in einem sachlichen Ton versuchen zu klären. An den Antworten kann man dann schon erkennen, mit wem man es zu tun hat. Meistens lässt sich das Problem im positiven Sinne lösen.

Als Verkäufer der eine positive Bewertung bereits abgegeben hat, aber noch keine Bewertung vom Käufer bekommen hat, füge ich eine Ergänzung zu meiner abegebenen Bewertung hinzu.

zB. "Schade, keine Bewertung, keine Rückmeldung, macht doch kaum Mühe oder ?"

Damit zeige ich anderen Verkäufern, dass man hier nicht unbedingt mit einer positiven Gegen-Bewertung  rechnen braucht. Außerdem gehe ich mit dieser Formulierung auch dem Verdacht aus dem Weg, eine Bewertung erpresst zu haben, so etwas soll es ja auch geben.

Wenn wirklich mal etwas total daneben läuft, der Verkäufer sich stur stellt, den Artikel nicht zurücknehmen will, oder die Versandkosten nicht zurück erstatten will, - dazu ist er laut BGB verpflichtet, wenn der Artikel nicht der Beschreibung entspricht, dann kann man sich nur eintscheiden, ob man sich eine Rachebewertung einfangen möchte, oder ob man keine Bewertung abgibt. Letzten Endes bleibt immer noch die Möglichkeit sich mit dem Verkäufer gerichtlich auseinander zu setzen.

Ich habe dazu alle relevanten Regelungen in meiner "mich" Seite zusammengetragen, auf die ich als AGB in meinen Angeboten hinweise. Wer sich also irgendwie mit irgendeinem "Schrott" an mir bereichern möchte, darf mich dann als Bieter sperren - Ich bin dann auch für diese Sperrung dankbar, weil ich damit Ärger aus dem Weg gehe.

Die Möglichkeiten zur Schlichtung solcher Fälle, die von ebay angeboten werden, sind schlicht und ergreifend unwirksam. Ebay wird sich nie in einen Streit zwischen Käufer und Verkäufer einmischen und wird auch nie für jemanden Partei ergreifen. Im Falle einer Rachebewertung ist es laut Berichten zu Folge noch nie jemandem gelungen gerichtlich zu bewirken, eine negative Bewertung zu löschen. Es sei denn, diese Bewertung ist eine Beleidigung oder stellt eine Rufschädigung dar - im letzteren Fall schwer zu Beweisen.  Meistens hat man es aber mit unwahren und/oder verzerrten Schilderungen zu tun, da hilft nur eins - Klagen, oder gar nicht erst negativ den Verkäufer bewerten, oder die Bewertung einfach ignorieren.

Ungercht seitens EB AY finde ich, weil man durch ehrliche und mutige negativ Bewertungen von Verkäufern oft eine negative Rachebewertung zurück bekommt, dadurch im Bewertungsprofil schnell unter 98% positive Bewertungen fällt und somit nicht mehr als Verkaufsagent tätig werden darf. Dabei ist EBAY egal, ob es sich um eine ungerchtfertigte Rachebewertung handelt, oder eine gerechtfertigte Bewertung wegen betrügerischer Absichten. Das sollte EBAY mal ändern, aber ich habe da wenig Hoffnung, da ich schon oft Vorschläge an EBAY unterbreitet habe, wie man den Marktplatz "EBAY" sicherer gestalten könnte. Bis heute habe ich keine Rückmeldung zu diesen Vorschlägen :-(

Letzten Endes muss sich jeder Käufer bei ebay, der sich in irgendeiner Form betrogen fühlt, oder betrogen worden ist, selbst entscheiden ob er Wert auf eine "schnee-weisse" 100 prozentige Bewertungsliste legt, oder ob er trotz der zu befürchtenden Rachebewertung, anderen Käufern mitteilen möchte, dass man lieber bei diesem Verkäufer nicht kaufen sollte.

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