RAM Riegel richtig einkaufen. (RAM=Arbeitsspeicher)

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Sie möchten den Arbeitsspeicher Ihres Systems erweitern? Das ist eine gute Idee um mehr Leistung aus dem System herauszukitzeln. Gerade wenn Sie mit Foto und Videodaten arbeiten, große Officedateien handhaben oder viele Programme parallel verwenden.

Doch halt, vor dem kauf gibt es einiges zu bedenken. Das fängt bereits beim Betriebssystem an Windows XP 32 Bit (Home wie auch die Professional Edition) kann nur maximal 3,2 Gigabyte Arbeitsspeicher verwalten. Mit Microsoft Vista 64 Bit oder Linux können Sie jedoch deutlich mehr Speicher verwenden.

Am einfachsten ist es einen der vorhandenen Riegel auszubauen und mit diesem zum Computerladen zu gehen und sich beraten zu lassen. Entscheiden Sie sich für einen Kauf im Netz müssen Sie sich selber um die technischen Details kümmern. Prüfen Sie vor einem Kauf in jedem Fall ob überhaupt noch freie Steckplätze für den Arbeitsspeicher verfügbar sind. Hierzu müssen Sie Ihren PC öffnen oder durch das Seitenfenster (falls vorhanden) auf die Suche nach den ca. 10 cm x 2cm großen Platinchen machen.  

  1. Typ und Bauform des RAM-Riegels z.B. DDR, DDR-2, DDR-3, SO-DDR, SIMM. Hierüber erhalten Sie zum Teil beim Bootvorgang Ihres System auskunft. (Ist Silent-Boot also stillen starten aktiviert, so versteckt der PC diese unschönen technischen Informationen. Sie müssen z.B. durch das drücke der Entf (Del) Taste in das Bios gelangen.)
  2. Die Taktung des Arbeitsspeichers typisch sind Bezeichnungen wie DDR-667, DDR-1066, PC-3200 oder PC2-6400. Auch dies sollte Ihr PC beim Einschalten anzeigen.
  3. Latzenzeiten oft auch Timings genannt beschreiben die Ansteuerungszeiten des Arbeitsspeichers. Langsamer Speicher kann ein System ausbremsen. Typischerweise sollten sie zu identischen bausteinen greifen. Da ein schnellerer Speicher in Verbindung mit dem alten Speicher nichts bringt, jedoch Probleme verursachen kann. Handbuch, Herstellerseiten und BIOS sollten Ihnen über die Latenzzeiten Ihres Arbeitsspeichers auskunft geben. Das sind immer 4 Werte z.B. für CL5 Speicher 5-5-5-5 für CL4 Speicher 4-4-4-4.
Einige Softwarewerkzeuge, etwa CPUCooL, sind in der Lage (mehr oder weniger) zuverlässig die Bestückungsdaten der RAM-Bänke auszulesen. Möchte Sie weder ihren PC öffnen, noch zum Händler tragen versuchen Sie es zunächst hiermit.

So könnte eine vollständige Beschreibung aussehen:

Technische Daten
Art des Speichers:  PC2-675 (PC2-5400) 
Grösse des Speichers:  2x 1024 MB 
Latenzzeit des Speichers:  CL 4 
Speichertyp:  Dimm 240pin DDR2
Dual Channel Support:  Ja 
Anzahl der Speichermodule:  2 
Speicherbestückung:  doppelseitig

Mit diesen Daten können Sie nun z.B. bei Ebay auf die Jagd nach einem RAM-Upgrade machen.

Probleme können dann auftreten wenn ihr System beispielsweise nur einseitig bestückte Riegel verträgt, oder das Board gepufferten Arbeitsspeicher erwartet. Informationen hierzu finden Sie im Handbuch des Motherboards oder auf Anfrage beim hersteller. Kaufen Sie Ihre Bausteine immer Paarweise besonders empfehlenswert Twinsets. TWINs zu deutsch Zwillinge, sind RAM-Bausteine die auf eine performante uns stabile Zusammenarbeit hin geprüft wurden und ideal zusammenspielen. 

Auf der sicheren Seite stehen Sie dann, wenn Sie identische Bauteile gefunden haben. Preisvergleiche lohnen sich, z.B. bei geizhals.at. Der Einbau ist unproblematisch. Schalten Sie den PC aus. Ziehen Sie den Netzstecker. Erden Sie sich an der Steckdose, Blitzableiter, Heizung oder Wasserhahn. Achten Sie auf die Kerben auf dem Modul. Richten Sie das Modul aus und drücken es sanft (!) in die freien Halterung. Stecken den Netzstecker wieder ein, schalten das Gerät ein.

Sollte das Gerät nicht starten, kann es darin liegen das Sie versehendlich ein Kabel gelöst haben. Prüfen Sie das. Ist dies nicht der Fehler entfernen Sie den neu eingebauten Speicher und versuchen es erneut. Startet der PC nun, lag es am Speicher. Bauen Sie den alten Speicher auch mal aus und bauen nur den neuen ein. Geht jetzt wieder nichts arbeitet Ihr PC nicht mit dem Speicher zusammen oder der Speicher ist defekt. In der Regel meldet sich der PC immer mit einem sogenannten Post-Code, ein Folge von Pieptönen (in einer bestimmten Reihenfolge), diese können Sie im Handbuch nachschlagen. Manche PCs zeigen einen Bootcode auf dem Bildschirm oder dem Mainboard an, diesen können Sie auf der Herstellerseite oder im Handbuch nachschlagen.

Manche Händler bieten einen Hardwaretest an, z.B. KM-Elektronik und Arlt. Dieser kostet (manchmal) 10 Euro garantiert aber das Sie mit einem intakten Gerät den Laden verlassen und so keine Probleme beim Umtausch/Rückgabe bekommen.

Funktioniert der Rechner einwandfrei sollten Sie sich das RAM-Testwerkzeug der Firma HEISE oder den RAMtester der Firma SiSoft Sandra herunterladen und den RAM einmal auf Fehler und Ihr System einmal auf Stabilität prüfen. Kommt es in den Tagen nach den Einbau zu unerklärlichen Abstürzen und Hängern kann der neue RAM daran schuld sein.

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