Quiet Earth, das letzte Experiment, Bruno Laurence, DVD

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weitere Darsteller: Alison Rutlege, Peter Smith
ps. sowenige, weil insgesamt nur 3 Schauspieler im ganzen Film vorkommen.
Regisseur: Geoff Murphy

wir sind auf dem Weg, in ein neues Jahrtausend, - über Nacht ist alles anders, eine schöne neue Welt

So ungefähr, wie den Refrain dieses recht bekannten, deutschen Liedes, könnte man "Quiet Earth - das letzte Experiment" beschreiben.

Ohne dabei, - wie einige etwas unvorsichtige Kritiker und Enthusiasten es auch hier mal wieder getan haben, gleich die komplette Handlung zu verraten. Und somit jedem, der dabei nur zu beneiden ist, glücklichen das Vergnügen, sich diesen Film überhaupt noch anzuschauen, schmälern zu können.

Da dies aber nun sowieso schon eingetreten ist, macht es hier dann nichts mehr groß(artiges) aus, wenn auch ich noch einmal kurz versuchen werde, das allgemeine Thema des Film zu beschreiben und zu kommentieren. Wie gesagt, und dabei in erster Linie für alle, die sich nicht nur immer reine Hollywood - Blockbuster Filme der Kategorie A reinziehen möchten, - ein recht interessanter, eher unbekannter Film über ein zwar nicht mehr allzu neues oder sehr originelles Thema. Aber dabei vielleicht auch etwas verkehrt (dem geringeren Budget entsprechend) filmisch umgesetzt.

Die alte Idee: was wäre wenn du eines morgens aufwacht und bist (zuerst einmal noch) der letzte Mensch auf der Welt und gleich darauf die guten Fragen, - (1.) wie reagierst du darauf und (2.) was stellst du dann mit dieser Situation überhaupt noch weiteres an ?

Fast exakt dies passiert (auch) hier einem Wissenschaftler an irgendeinem Tag in den 80er Jahren. Der allerdings dazu noch zwar nur stellvertretend, aber doch fatal genug für diesen (seinen) Zustand mitverantwortlich ist. Und der, nach kurzer Einsicht und auch einer gewissen zuerst aufkommenden Verzweiflung erstmal genau das macht, was wohl den meißten von uns spontan darauf einfallen würde.

Schlemmen, alles gratis nutzen und konsumieren, nach einer Weile schlicht durch drehen. Bald (fast) völlig wirre Allmachtsphantasien entwickeln, die schließlich darin gipfeln, vom Balkon einer in Besitz genommenen, - fürstlichen Villa an ein imaginäres Volk ...

, - hier vertreten aber halt nur durch einige Pappaufsteller - Figuren von Prominten (ironischerweise ist auch eine davon die von Adolf Hitler) , -

... wirre Reden zu halten, - sowie dabei in Frauennachthemden herumzulaufen.

Jedenfalls laufen so ca. die ersten 40 Minuten dieses Film's ab. Das nachfolgende ist auch bereits in änlicher Form schon des öfteren in anderen Streifen abgelaufen. Und es stellt sich eigtl. nur noch die Frage, ob es hier wenigstens so etwas wie ein happy - End gibt oder nicht, - so, wie überraschend dazu beispielsweise am Ende (bitte den DVD Nachspann anschauen) "Dawn of the Dead" von 2004.

Sicher, drängen sich dann bis spätestens hier wieder etliche der Parallelen bzw. Vergleiche wie z.B. zu "Langoliers - die Zeitfresser" nach einer Idee von Stephen King oder auch die Eingansszene von "28 Tage später" auf. Bis dann so langsam die Story mit den evtl. noch unerwarteten Auftauchen von einigen anderen Überlebenden in Gang kommt (auch fast immer ein häufig vorkommenden und beliebtes Thema in den diversen Zombie - Verfilmungen). Und anders ist es auch hier nicht unbedingt in diesem reinen B - Film des Jahres 1985 aus Neuseeland mit dazu hierzulande unbekannten Darstellern.

Auch sind einige Kritiken zu mehr schlecht als recht, - bzw. unbeantworteten Fragen hier nicht ganz aus der Luft gegriffen. Warum tauchen doch später noch einige Leichen auf, - sowie ebenfalls die anderen Akteure ? Antwort: sie alle lagen vermutlich zum Zeitpunkt des Effektes gerade im sterben. Oder wieso ist - dh. fast - alles Leben, hiervon nur ausgenommen dabei aber nicht das pflanzliche, verschwunden ? Ebenso ist die Einstellung am Schluß evtl. nicht unbedingt einfach interpretierbar (mit Saturn am Horizont), - siehe dazu das DVD - Cover vom Film hier.

Aber (Fazit), für jeden, der sich solche Sachen gerne auch mehr als nur 1x ansieht, - um z.B. dann häufig später noch andere, und vorher übersehene Dinge zu bemerken, als Kauftip nur zu empfehlen. Sonst zumindest als weitere Variante solcher Geschichten in einem Film umgesetzt, noch ein ganz guter Ausleihtip.
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