Querfeldein mit 4x4: 3 Tipps wie Sie den Allrad-Antrieb Ihres Autos optimal einsetzen

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war


Unterschiedliche Böden erfordern gute Fahrkenntnisse und die richtige Einschätzung der Lage. Im Folgenden finden Sie Tipps, wie Sie Ihren Allrad-Antrieb offroad optimal einsetzen. Sie lesen dabei, wie Sie verschiedene Untergründe und Hindernisse überwinden - egal, welches Allrad-Fahrzeug Sie nutzen.

 

Was Sie bei schwierigen Böden wie weichem Sand beachten sollten

Unerfahrene Offroad-Fahrer versinken mit dem Auto bis zu den Radkästen in weichem Sand. Manche fahren sich abseits der Landstraßen im Schlamm fest. Mit dem richtigen Fahrverhalten weichen Sie diesen Fallen aus. Das Öl ist von großer Relevanz beim Fahren. Vor dem Start sollten Sie unabhängig von Ihrem Vorhaben mindestens das Motoröl überprüfen. Bei Autos mit Freiluftnarben oder einem per Knopfdruck zuschaltbaren Allrad-Antrieb stellen Sie den Regler auf "lock". Auf diese Weise benötigt das Übertragen der Kraft auf die Räder im Ernstfall weniger Zeit. Sobald Sie im Gelände den Antrieb zuschalten, überträgt sich die Kraft unmittelbar auf alle Räder. Anderenfalls tritt Koppelungszeit auf.

Entgegen der gängigen Laien-Gerüchte schädigen Freilaufnarben nicht das Getriebe. Vielmehr installieren Autobauer sie, um Kraftstoff zu sparen. Blockieren Sie die Narben auf unwegsamem Gelände, stecken Sie schneller fest.

 

Der passende Umgang mit der Kupplung erspart Ihnen viele Probleme

Im Gelände bietet das Betätigen der Kupplung hohes Fehlerpotenzial. Befahren Sie das erste Mal Gelände, dann kuppeln Sie ausschließlich zum Anfahren. Sicheres Gelände bietet Ihnen die Möglichkeit, auf diese Weise die Gänge zu wechseln. Kuppeln Sie im falschen Moment, so rollen Sie rückwärts oder verlieren die Kontrolle über das Fahrzeug. Im Allrad-Betrieb halten Sie das Lenkrad tendenziell locker. So weichen Sie instinktiv kleinen Hindernissen aus. Der Wagen zieht bei einem Hindernis an einem Rad in die freie Richtung.

 

Differenzialsperren und andere Nebeneffekte - die Vorbereitung entscheidet über den Erfolg

Zuschaltbare Allrad-Funktionen aktivieren Sie am besten frühzeitig vor Fahrtantritt, sofern Sie Hindernisse erahnen. Kennen Sie die Strecke nicht, handeln Sie ebenso. Bei konstantem Allrad-Antrieb kommt es auf das Sperren des Mitteldifferenzials an. Verlieren Sie Grip oder gerät das Fahrzeug ins Schleudern, behalten Sie so die Kontrolle. Schnelle Fahrt über leichte Hürden erfordert ebenfalls das Sperren. Die Hinterachsen-Differenzialsperre Ihres Fahrzeugs betätigen Sie als Anfänger nur bei extrem unwegsamen Spuren. Auf Teer schädigt sie Ihr Auto. In Schrittgeschwindigkeit rollen Sie mit dem Wagen im Leerlauf. Sie geben Gas, sobald die Kontrollleuchte leuchtet.

Neben der Fahrweise entscheidet die Vorbereitung über den Erfolg. Lassen Sie bei hartem und schwierigem Gelände Luft aus den Reifen. Bei Abfahrten nutzen Sie die Motorbremse. Sie verteilt die Bremskraft und Sie geraten nicht ins Rutschen.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden