Quad ATV allgemein

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Hallo,

möchte hier meinen Eindruck zum Thema Quad/ATV abgeben. Mir geht es jetzt nicht darum, ob Yamaha oder Kawasaki etc. Für mich wären jetzt wichtige Kaufentscheidungen:

- Wo fahre ich? (Wald, Wiesen, befestigte Wege)

- Wieviel und wie schnell, Stadt, just for fun, zur Arbeit?

- Kostenvergleich

- Sicherheit

- Automatik oder Handschalter

Zume ersten Bereich. Je nach Einsatzzweck sollte man ein Quad(Hinterradantrieb) oder ATV(meistens Allrad für gelände und Arbeitseinsatz im Wald) ins Auge fassen. Wird vorwiegend, da legal auf befestigten Straßen gefahren empfehlen sich Straßenreifen. Auf meiner Kawasaki KEF 300 waren die damals neuen Geländestollen nach 3Tkm dahin. Da das Quad vone übersteuert und hinten mit Starrachse ausgerüstet ist ist der Verschleiß entsprechend hoch. Weitere Nachteil der geländepneus ist das schlechtere fahrverhalten auf der Straße

 

Zum zweiten Bereich:

je nach Kilomterleistung sollte man ein angemessenes Fahrzeug kaufen. Über die Landstraße mit einem 50ccm Quad mit 45kmh zu "donnern" ist nicht nur für einen selber gefährlich sondern auch für nachfolgende schnellere Fahrzeuge. Auch die Kippgefahr ist aufgrund der geringeren Spur und Gewichts deutlich höher als z.B. bei meiner Kawasaki.

Als Spassfahrzeug mag ein 50ccm Quad ja in Ordnung sein, die Frage ob man nach kurzer Zeit aber etwas größeres haben möchte sollte man sich aufgrund des Wertverlustes aber gründlich stellen.

Den Spritverbrauch sollte man bei längeren Strecken ebenfalls ins Auge fassen. generell brauchen 2Takter mehr als 4Takter. Beispiel Yamaha Blaster oder Banshee werden selten unter 8 bzw 11l gefahren werden. Meine Kawasaki benötigt als 4Takter in der 250-350ccm Klasse nur 4-6l

Wenn öfters mal zu zweit gefahren wird sollte auch die Größe des Sozius beachtet werden. Je kleiner das Quad, desto weniger Platz, ist ja auch logisch, brauch ich nicht näher drauf einzugehen.

Die Versicherung wird je nach Zulassungsart berechnet. Quads über 15kw Leistung müsen entweder gedrosselt werden oder als Zugmaschine zugelassen werden. Das erfordert ein aufwändigeren Umbau(nur mit Rückwärtsgang!, AHK, zwei Leuchten etc.) Man kann die Leistung aber offen fahren. Als VKP ist die Leistung auf 15kw begrenzt.

Die Wartung und Ersatzteile sollten auch kurz überlegt werden. Ein günstiges Quad und dan im Fall der Fälle kein Ersatzteil oder lange Lieferzeiten, ist nicht schön. Also meine Empfehlung: Schauen wo in der Umgebung es eine Möglichkeit das Quad reparieren zu lassen. Vieles kann man selber machen, manches aber auch nicht.

Kostenvergleich:

Ganz einfach: Je größer schwerer ein Quad desto teurer, überrascht niemanden. Wenn aber die Ersatzteile bei Importfahrzeugen und NoName Quads nicht zu bekommen sind kann es Probleme geben. Wenn man eh ein größeres Quad möchte z:b. 250ccm, 20PS und man sich dieses im Moment noch nicht leisten kann und erst ein leiens kaufen möchte dem sei gesagt, dass dies von der Kostenseite her deutlich teurer werden kann. Meist sind kleinee Quads nicht so wertstabil wie z.B. eine Yamaha Warrior, die sehr robust und langlebig ist und von vielen als ein perfektes Quad angesehen wird.

Im Bereich Sicherheit kann man nicht über ABS etc sprechen. Die neueren Quads haben eine Integralbremse die per Fuss sowohl die vordere wie auch die hintere Bremse bedient. Hat den Vorteil dass beides gleichzeitig gemacht wird, aber von der Dosierung her ist die Bremse normalen Bemsanlagen nicht überlegen. Sicher sind Scheibenbremsen vorne und hinten Trommelbremsen weit überlegen, was die Bremskraft, Standhaftigkeit anbelangt. Generell sind Stollenreifen deutlich schlechter einzubremsen als Straßenreifen, das ist auch im Bereich Fahrstabilität zu spüren

Schaltung: Ich habe eine halbautomatik, d.h. schalten wie beim Motorrad, aber ohne kuppeln. Hat den Vorteil, dass im Gelände das fahrzeug nie stehen bleibt, wenn man sich verschaltet oder von der Kupplung rutscht. Man kann auch im 3. gang anfahren, ist auf Schnee etc. hilfreich. Den Rückwärtsagng würde ich nie missen wollen, denn meine 208kg Maschine irgendwo durch den Morast rüskwärts schieben zu müssen ist doch anstrengend. Davon abgesehen, dass der Collnessfaktor an der Eisdiele unter dem Schieben schon leidet..

Mein Fazit:

Ich habe eine Kawasaki KEF 300, auch Lakoa genannt. Auf ihr können bequem zwei Leute fahren, ausreichend Power ist vorhanden, die Kosten halten sich durch Qualität und Robustheit in Grenzen. Als Spassgerät zu empfehlen, zumal mit der Halbautomatik jed(r) fahren kann und man auch im Gelände nie mit der Kupplung spielen muss.

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