Putzgeräte für Ihren Haushalt: So reinigen Sie Böden effektiv mit einem Schrubber

Aufrufe 1 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Putzgeräte für Ihren Haushalt: So reinigen Sie Böden effektiv mit einem Schrubber

In allen Haushalten gibt es Räume mit glatten Fußböden, wie beispielsweise Fliesen, Laminat oder Linoleum. Sie erweisen sich im Vergleich zum Teppichboden deutlich hygienischer, müssen jedoch gut gepflegt und gereinigt werden. Ihr großer Vorteil: Die glatten Fußböden dürfen Sie feucht oder gar nass wischen. So entfernen Sie selbst hartnäckigen Schmutz zuverlässig und pflegen die Böden gleichzeitig. Um sich die Arbeit möglichst leicht und wenig anstrengend zu gestalten, kommt es auf die richtigen Putzgeräte an.

Ein althergebrachtes und noch häufig benutztes Gerät zur Bodenreinigung ist der Schrubber. Er dient zur Reinigung von verschiedenen Untergründen und erleichtert so mancher Hausfrau und manchem Hausmann das Putzen. Mittlerweile gibt es viele Erweiterungen und Neuentwicklungen, um die Bodenreinigung noch angenehmer und schneller zu gestalten. Ergonomische Aspekte spielen hier ebenso eine wichtige Rolle, wie die leichte Bedienbarkeit. Neben dem Schrubber selbst spielt der Wischlappen eine wichtige Rolle. Auch hier gibt es verschiedene Materialien, wobei sich nicht alle Lappen auch für alle Untergründe eignen. In diesem Ratgeber stellen wir Ihnen verschiedene Putzgeräte für Ihren Haushalt vor. Anhand der Einsatzbereiche und der Verwendung entscheiden Sie selbst, welcher Schrubber der richtige für Sie ist.

Allgemeiner Aufbau und Funktionsweise eines gewöhnlichen Schrubbers

Fußböden müssen schon längst nicht mehr mit der Hand und einem Putzlappen gereinigt werden. Das ist nicht nur mühsam, sondern auf Dauer schädigend für den Rücken. Deutlich ergonomischeren Ansprüchen wird der einfache Schrubber gerecht. Dabei handelt es sich um ein Putzgerät bestehend aus einer Bürste und einem langen Stiel. Sämtliche harte Fußböden lassen sich bequem mit diesem Schrubber reinigen. Er weist klare Unterschiede zu einem einfachen Besen auf. So sind die Borsten des Schrubbers deutlich härter und besonders robust. Kommt der Schrubber ohne Putzlappen zum Einsatz, müssen die Borsten resistent gegen das Reinigungsmittel sein. Nur mit solch harten Borsten lassen sich die Fußböden feucht oder nass abschrubben.

Durch die Bewegung der Borsten lösen sich selbst hartnäckige Verschmutzungen auf dem Boden. Danach dient der Schrubber dem Trockenwischen. Ein feuchter Wischlappen wird um die Borsten geschlungen, um das Wasser auf dem Boden aufzusaugen und den Schmutz mit aufzunehmen. Trennen Sie den Putzlappen vom Schrubber, erreichen Sie auch die kleinsten Ecken und Nischen. Übrig bleibt ein sauberer Fußboden mit deutlich geringerem Arbeitsaufwand. Der Stiel des Schrubbers sollte dabei an die Größe des Benutzers angepasst sein. In nahezu stehender und weniger gebeugter Haltung bewegen Sie das Wischgerät problemlos über den Boden und schonen dabei Ihren Rücken. Sie haben die Wahl zwischen verschiedenen Materialien. So kann der Stiel beispielsweise aus Holz oder Metall bestehen. Wichtig: Stiel und Riegel des Schrubbers sollten aus dem gleichen Material sein, damit sie besser zusammenpassen. 

Besonderheiten am Schrubber – darauf gilt zu achten

  • Stiel und Bürste sind am Schrubber mit einem Schraubgewinde verbunden. Damit erhalten Sie nicht nur ein stabileres Modell, sondern können die Bürste bei Bedarf wechseln. Sie wird deutlich schneller abgenutzt sein als der Stiel. Ebenso haben Sie die Möglichkeit zur Verwendung eines anderes Stiel. Mit einem solchen System bleiben Sie immer flexibel.
  • Eine andere Befestigung ist die Einklickvorrichtung. Auch hier lassen sich Stiel und Bürste schnell miteinander verbinden und separat austauschen.
  • Die Borsten müssen widerstandsfähig und vor allem stabil sein. Hitze darf ihnen nichts anhaben, da sonst eine heiße Reinigung der Borsten nicht funktioniert. Bestenfalls handelt es sich um Schmutz abweisende Borsten. Mit einem regelmäßigen Ausspülen nach dem Gebrauch mindern Sie die Ansammlung von Bakterien. Dies können vor allem geruchsbildende Bakterien sein.
  • Besonders große Räume bearbeiten Sie mit einem Großraumschrubber. Er verfügt ebenso über einen Stiel und ist mit einer deutlich langen Bürste versehen. Sie wischen in gleicher Zeit eine größere Fläche trocken und sind mit der kompletten Reinigung schneller fertig.
  • Bei manchen Schrubbern lässt sich der Putzlappen nicht einfach nur herumwickeln, sondern in einer Vorrichtung einklemmen. Damit verhindern Sie, dass Sie den Lappen während der Reinigung verlieren.
  • Für eine nasse Reinigung sollte sich der Schrubber problemlos in den passenden Eimer tauchen lassen. Die Bürste ist bei vielen Varianten nicht größer, als ein gängiger 10L-Eimer. So verteilen Sie das Wasser am besten auf dem Fußboden.
  • Manche Schrubber besitzen Borsten mit unterschiedlicher Länge. Diese eignen sich vor allem für Fliesen, bei denen die Fugen etwas tiefer liegen. Bei der feuchten Reinigung des Bodens fahren Sie mit den längeren Borsten direkt in die Fugen hinein und holen die Verunreinigungen heraus.
  • Das nasse Scheuern funktioniert nur mit einem robusten Schrubber und sollte in Räumen durchgeführt werden, die über einen Abfluss verfügen. Als ideal erweist sich hier die Kombination von Schrubber und Abzieher.

Welche Bodentücher eigenen sich für einen Schrubber?

Schrubber sind multifunktionale Putzgeräte. Sie lassen sich mit vielen verschiedenen Tüchern verwenden, wobei nicht jedes Tuch mit jedem Fußboden harmoniert. Die Wahl besteht zwischen zwei Grundmaterialien: Mikrofaser und Baumwolle.

Scheuertücher aus Baumwolle

Letztere dienen als altbewährte Scheuertücher, die sich bei hohen Temperaturen auskochen lassen. Die Fasern sind sehr robust und nehmen Schmutz zuverlässig auf. Im Kampf gegen Bakterien und andere Keime ist die regelmäßige Reinigung der Wischtücher sehr wichtig. Temperaturen bis zu 90°C sind in einem Waschgang kein Problem. Ebenso vorteilhaft ist die starke Saugleistung von Baumwolle. Die Tücher nehmen sehr viel Flüssigkeit im Vergleich zu ihrem Eigengewicht auf. Damit dienen Sie ideal dem Trockenwischen eines Fußbodens. Gleichzeitig überzeugen Sie mit einer langen Haltbarkeit. Es gibt aber auch Nachteile bei Wischlappen aus Baumwolle. Die Tücher hinterlassen kleine Flusen, die sich beispielsweise in den Fugen von Laminat oder Parkett festsetzen können. Außerdem bleiben die Flusen auf dunklen Böden sichtbar.

Mirofasertücher

Mikrofasertücher sind veloursartig und sehr weich. Sie sind ähnlich saugstark, arbeiten jedoch vollkommen flusenfrei. Als Bodentuch lässt sich diese Variante auch zum Trockenwischen einsetzen. Wichtig ist hier, dass der Schrubber eine Aufnahme für das Tuch besitzt. Andernfalls umschließt es die Bürste nicht sehr gut und kann im trockenen Zustand deutlich schneller abrutschen. Gute Ergebnisse erzielen Sie auch mit einem Materialgemisch. Dabei bestehen die Lappen aus Polyester und Polyamid. Mit Ihnen wischen Sie Laminatböden und andere empfindliche Oberflächen nebelfeucht, ohne zu viel Nässe auf den Boden zu bringen. Einziger Nachteil ist hier die Waschbarkeit. Nicht alle Mikrofasertücher lassen sich bei hohen Temperaturen reinigen. Manche Tücher besitzen sogar eine antibakterielle Oberfläche, sodass sich Keime nicht so schnell festsetzen.

Der Bodenwischer als besonders komfortabler und verbesserter Schrubber

Bodenwischer verfügen über einen beweglichen Stiel und einer Halterung für verschiedene Wischbezüge. Hierbei gibt es zwei unterschiedliche Systeme. Bei der ersten Variante besteht der komplette Wischer aus Metall oder aus Kunststoff. Der Wischbezug muss vor der Arbeit über die Halterung gespannt werden. Dafür lässt sich diese einfach zusammenklappen. Nicht alle Bezüge funktionieren mit diesem System. Sie benötigen auf beiden Seiten einen Einschub für die Halterung. Anschließend fixieren Sie die Halterung, damit sich der Bezug nicht ausversehen beim Wischen löst. Im Gegensatz zum Schrubber verrutscht der Wischbezug hier nicht. Durch die Beweglichkeit des unteren Teils lassen sich Drehungen und Wischbewegungen deutlich einfacher ausführen. Selbst Rundungen und Ecken stellen im Zimmer kein Problem für diesen Bodenwischer dar. Je nach Wischbezug eignen sich diese Modelle auch für das Trockenwischen. Vorteil: Sie müssen keinen Staubsauger anschließen und befreien den Boden auf schonende Art und Weise von Staub und anderen Verunreinigungen.

Beim zweiten System ist der Träger bereits im Wischbezug integriert. Deshalb benötigen Sie hier wieder besondere Bezüge. Über einen Magneten oder ein anderes System verbinden Sie den Stiel mit dem unteren Teil. Achten Sie auf eine hochwertige Verarbeitung, damit Sie den Bezug nicht während der Arbeit verlieren. Der Träger bietet im Material einen ausreichenden Halt. Dennoch lassen sich die Bezüge bei einer vorgegebenen Temperatur in der Maschine reinigen. Für diesen Vorgang sind die Träger flexibel genug. Auch hier ist das untere Ende des Stiels mit einem Gelenk versehen. Damit reinigen Sie größere Flächen deutlich schneller. Ähnlich des Schrubbers gibt es auch hier für größere Flächen ein größeres Gerät. Es besitzt eine Breite bis 1,60 m und findet vor allem im industriellen Bereich Gebrauch.

Bekannte Modelle gibt es von:

Der Wischmopp – eine Kombination aus Schrubber und Staubwedel

Der Wischmopp kommt als Alternative zum Schrubber für die feuchte Bodenreinigung infrage. Er verbindet die Vorteile eines trockenen Staubwedels mit der nassen Reinigung des Schrubbers. Erste Modelle dieser Form wurden in den 1980er Jahren angeboten. Am unteren Ende des Stiels befindet sich keine Bürste, sondern mehrere Quasten. Sie bestanden zunächst aus Baumwollfäden, die jedoch sehr schnell verknoten konnten. Hochwertigere Modelle besitzen deutlich breitere Streifen aus Vliesstoff oder Baumwolle. Die sind als Bündel etwa 25 Zentimeter lang und verfügen über kein Gelenk. Am besten funktionieren diese Modelle als Set in Kombination mit dem richtigen Eimer. Durch die einzelnen Fasern ist das Auswringen deutlich leichter zu handhaben. Der Eimer besitzt dafür eine spezielle Vorrichtung.

Mit dem Wischmopp rückenfreundlich kleine Flächen wischen 

Wischen Sie zunächst die schmutzigen Fasern im Wasser aus und drücken Sie den Mopp danach in den Auswringer. Sie entscheiden hier selbst, wie feucht die Fasern noch sein müssen. Minderwertige Systeme wringen den Mopp jedoch nicht stark genug aus. Für ein nebelfeuchtes Wischen von empfindlichen Laminatböden sind diese Systeme deshalb nicht geeignet. Allerdings profitieren Hausfrauen und Hausmänner, die nicht ins schmutzige Wischwasser greifen wollen. Das Auswringen erfolgt direkt aus dem Stand und ohne direkten Hautkontakt mit dem Wasser. Ein solches Arbeiten ist nicht nur praktisch, sondern gleichzeitig ergonomisch. Sie schonen dabei Ihren Rücken. Allerdings haben diese Systeme eine sehr geringe Arbeitsbreite. Für größere Flächen oder gar größere Räume sind sie deshalb nicht zu empfehlen.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden