Profitipps: So legen die besten DJs auf

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Profitipps: So legen die besten DJs auf

Mit diesem Ratgeber die Skills des DJing erlernen

Keine Clubnacht ohne DJ. Diskjockeys haben sich in den letzen 40 Jahren zu Größen des Nachtlebens und der Popkultur entwickelt. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass viele Leute sich davon inspirieren lassen und den DJs nacheifern wollen, indem sie selbst mit dem Auflegen anfangen. Bisher ist allerdings noch kein DJ-Star vom Himmel gefallen und wenn eines die internationalen Clubgrößen eint, dann ist es die Arbeit, die sie in ihr Handwerk investiert haben. In diesem Ratgeber erfahren Sie Informatives über die Geschichte des DJing und erhalten wertvolle Informationen zu den Technologien eines DJs sowie zum Auflegen.

Geschichte des DJing

DJs gibt es seit mehr als 100 Jahren. Allerdings hat sich ihr Status sowie ihre Verbreitung erst seit den 1970er Jahren gewandelt. Davor waren DJs meist bei Radios und nicht in Clubs tätig.

Die Geschichte des Club-DJs ist eng verbunden mit der Entwicklung von Disco und HipHop. In der Disco-Ära erhielt der DJ den Rang, den er heutzutage innehat. So legten die DJs dieser Zeit auch den Grundstein für sämtliche Auflegtechniken, die auch noch heutzutage von Bedeutung sind. Das Verlängern von Instrumentalpassagen durch den DJ war eine übliche Praxis in den 1970er Jahren. Dabei ließ der DJ zuerst die spezifische Stelle eines Stücks über den ersten Plattenspieler laufen und startete den zweiten Plattenspieler mit der gleichen Platte sowie demselben Abschnitt, sobald das Ende des Instrumentalpassage erreicht wurde. Vom Prinzip nahmen die DJs an dieser Stelle bereits die spätere Entwicklung von House vorweg, die sich noch stärker als Disco auf den Rhythmus konzentrierte.

Im HipHop wiederum wurde die Basis für das sogenannte Turntablism geschaffen, bei welchem der DJ mittels Manipulation des Plattenspielers die Musik erzeugt. Darunter fallen Techniken wie das Scratching, Cutting oder Backspinning. Beim Ersten wird durch rhythmisches Kratzen der Platten der Klang erzeugt, während im Zweiten hart zwischen zwei Platten hin- und hergewechselt und im Dritten die Platte kraftvoll zurückgedreht wird.

Die Technologien des DJs

Um dem Handwerk eines DJs nachgehen zu können, benötigen Sie die grundlegenden Musiktechnologien. Diese haben sich im Laufe der Zeit zum Teil gewandelt, sodass Ihnen heutzutage mehrere Varianten des DJings zur Auswahl stehen. Diese werden im Folgenden in die Rubriken „Oldschool“ und „Newschool“ eingeteilt.

Oldschool

Die Arbeit eines DJs ist aus historischer Sicht mit zwei Technologien verbunden: dem Plattenspieler und dem Mischpult. Vor allem der Plattenspieler Technics MKII 1200 ist seit mehr als drei Jahrzehnten das Standardinstrument von DJs in Clubs auf der ganzen Welt. Die Produktion dieses Geräts wurde mittlerweile eingestellt, es existieren aber Nachfolger. An diesem Plattenspieler orientieren sich mal besser, mal schlechter zahlreiche Hersteller im Bereich der Phonogeräte. Ein Club-Plattenspieler wie der Technics MKII kann über den Pitchshifter beschleunigt oder verlangsamt werden, besitzt die zwei Abspielgeschwindigkeiten 33rpm sowie 45rpm und muss über einen Direktantrieb mit starkem Drehmotor verfügen. Dies liegt im DJing begründet. Denn das Verlangsamen einer Schallplatte beispielsweise mit Daumen und Zeigefinger an der Drehnadel sollte sachte vonstattengehen, um die Musikstücke der Platten kontinuierlich anzugleichen. Der Plattenteller dreht weiterhin in der gleichen Geschwindigkeit, nur die Platte an sich wird verlangsamt. Dies wird durch die Slipmate realisiert, eine Filzscheibe, die zwischen Schallplatte und Plattenteller gelegt wird und verhindert, dass der Antrieb auch langsamer wird. Bei einem schwachen Motor stoppen Sie im Extremfall den ganzen Plattenteller. Ein zu starker Antrieb kann auf Dauer beim DJing anstrengend und von Nachteil für Ihre Finger sein, da bei solchen Geräten Schwielen und Blasen fast schon vorprogrammiert sind.

Geräte für Einsteiger

Zum Anfang empfiehlt sich erst einmal ein Einsteigerset. Diese haben zwar schwächere Motoren, kosten aber in der Anschaffung weniger als die Hälfte, die Sie für einen Technics MKII aufwenden müssten. Diese Geräte erfüllen nicht den Standard, sind aber eine harte und gute Schule. Unter DJs fällt mitunter öfter der Satz: „Wenn Du auf solchen Geräte sauber mixt, dann kannst Du auf allem spielen“. Sollten Sie Freude am Auflegen haben, dann können Sie sich auch guten Gewissens bessere Plattenspieler zulegen. Auf jeden Fall sollten Sie immer, egal ob Einsteiger- oder Profiinstrument, Wert auf gute Systeme legen, wie die Tonnadeln samt der dazugehörigen Tonköpfe heißen. Diese werden an den Tonarm an- und abgeschraubt. Hier gilt die Regel: je besser ein System, umso besser der Klang.

Eine weitere Möglichkeit, nach alter Schule aufzulegen, besteht in der Nutzung von DJ-CD-Playern. DJ-CD-Player verfügen über eine Drehscheibe, die sich analog zur Schallplatte vor- sowie rückwärts drehen lässt. Hinsichtlich ihrer Funktion unterscheiden sich diese nicht von Plattenspielern. Meistens haben sie noch diverse zusätzliche Bedienmöglichkeiten. So können Endlosschleifen, so genannte loops, mithilfe solcher CD-Player erzeugt werden, um als DJ selber im Mix musikalisch kreativ zu werden.

DJ-Mischpult

Das Instrument zur Synthese ist das Mischpult. Ein DJ-Mischpult besitzt in der Regel vier Kanäle, zwei für Phono und zwei für CD. Jeder Kanal hat einen Drehregler für die reine Lautstärke, den Bass-, Mitten- sowie Höhenfrequenzbereich. Unter diesen Reglern befindet sich der Linefader, mit dem der Kanal ein- und ausgeblendet werden kann. Vom Prinzip hat er die gleiche Funktion wie der Lautstärkenregler, allerdings ermöglicht ein Linefader mehr Spielraum beim Ein- und Ausblenden. Dies kann weich oder hart vonstattengehen.

Studiomischpult

Der große Unterschied eines DJ-Mixers zu einem Studiomischpult ist der Crossfader. Mit diesem Schieberegler kann zwischen zwei Kanäle hin- und hergeblendet werden. Zu guter Letzt besitzen viele Mischpulte für DJs heutzutage eine Effektbank, um zusätzlich die Musik modulieren zu können.

Newschool

Seit Mitte der 2000er Jahre setzen sich im DJing verstärkt digitale Mixtechnologien durch, die auf die Arbeit mit herkömmlichen Tonträgern verzichten. Angeführt wird diese Entwicklung durch das Programm Traktor der Firma Native Instruments. Bei dieser digitalen Mixumgebung werden MP3s oder andere Formate abgespielt. Die Auswahl der Stücke erfolgt nicht mehr anhand der Plattentasche, sondern der Festplatte des Laptops. Das Ansteuern der Stücke kann über zwei Arten vonstattengehen. Entweder werden sogenannte Timecode-Platten verwendet, die über die Plattenspieler abgespielt werden, oder spezielle Controller zum Mixen. Die Timecode-Platten besitzen keinerlei musikalische Information. Sie dienen nur als Steuerelemente, die das analoge Handwerk eines DJs simulieren. So werden solche Platten genauso beschleunigt oder verlangsamt wie herkömmliche. Stoppen Sie die Platte, stoppt auch das Lied. Bei Controllern verhält es sich ein wenig anders. Je nach Hersteller unterscheiden sich Controller hinsichtlich ihrer Größe sowie zugrunde liegender Funktionen. So ähneln manche Geräte zwei CD-Playern, während andere einem Joystick gleichen. Grundsätzlich bieten digitale Mixtechnologien die Möglichkeit, auf kreative kompositorische Art den Mix zu erweitern, indem den Stücken beispielsweise zusätzliche Spuren aus anderen Tracks zugefügt werden.

Das Mixen

Das Handwerk des Club-DJings beruht weitestgehend auf einer der Technik, nämlich dem Beatmatching. Dabei werden mit Hilfe des Gehörs zwei Stücke synchronisiert. Dies erfolgt in der Regel in drei Schritten. Das Mischpult wird zu diesem Zeitpunkt noch nicht genutzt. Nur der DJ hört das Beatmatching. Zuerst holt sich der DJ den ersten Schlag eines Stücks, hält die Platte fest und startet sie zeitgleich mit einer x-beliebigen ersten Zählzeit des laufenden Musiktitels. Anhand der Schläge der Rhythmusinstrumente hört der DJ, ob die neue Platte zu schnell oder zu langsam ist. Diese wird dann am Plattenteller verlangsamt oder beschleunigt und mit dem Pitchshifter dementsprechend nachjustiert. Zum Schluss wird der erste Schritt wiederholt, allerdings mit dem Unterschied, dass jetzt der eigentliche Mix erfolgt. Sukzessive werden die Frequenzbereiche beider Musikstücke durch die Equalizerregler des Mischpults ausgetauscht, bis das Vorgängerstück komplett verschwunden ist.

Digitales Mixen

Ebenso wie sich die Technologien des Mixens gewandelt haben, hat das Mixen an sich dadurch auch einen Wandel vollzogen. Die digitalen Mixtechnologien erleichtern das Handwerk des Mixens ungemein. Denn zum einen bieten digitale Mixprogramme eine visuelle Hilfestellung, an der sich ein DJ orientieren kann, und zum anderen besitzen diese Programme auch eine Funktion zur Synchronisation zweier Stücke. In diesem Fall übernimmt der Computer die Arbeit, die eigentlich der DJ leisten sollte. Dementsprechend wundert es nicht, dass solche Synchronisationsfunktionen bei vielen DJs, die auf althergebrachte Art mixen, auf wenig Gegenliebe stoßen. Und ganz ehrlich: Sie müssen sich auch fragen, ob Sie ein DJ oder eine menschliche Jukebox sein wollen. Denn die reine Musikauswahl ist nur ein Aspekt des Handwerks großer internationaler DJs.

DJing im Rock & Pop

Abseits der Clubkultur existieren noch andere Arten, Musikstücke ineinander zu mischen. So findet im Bereich der Pop- und auch Rockmusik oftmals kein Beatmatching statt. Für gewöhnlich werden die Lieder nacheinander gespielt. Jedoch gibt es auch hier einige Dinge zu beachten. Warten Sie nicht zu lange mit dem Beginn eines neuen Liedes, damit keine Lücken entstehen. Diese werden vom Publikum nicht goutiert. Zählen Sie also idealerweise immer die Schläge mit, um auf den Punkt, bieziehungsweise den letzten Ton des Vorgängerliedes starten zu können.

Eine weitere Technik besteht im Setzen von sogenannten Cue-Punkten. Wenn ein Lied beispielsweise eine lange Einleitung hat, empfiehlt es sich, beim ersten richtigen Knall zu beginnen. Cue-Punkte in digitalen Mixumgebungen erleichtern dies sehr, da zwischen den Punkten leicht gewechselt werden kann. Dadurch bieten sich auch neue Möglichkeiten, beim Mixen kreativ zu sein. Heutzutage ist es bei einigen DJs üblich, dass sie den Mix an speziellen Schnittstellen innerhalb eines Songs wie dem zweiten Refrain vollziehen.

 

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