Professionelle Schmuckreinigung mit Bädern, Pasten & Co: Das sollten Sie dabei beachten

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Professionelle Schmuckreinigung mit Bädern, Pasten & Co: Das sollten Sie dabei beachten

Im Laufe der Jahre kann sich modischer Schmuck unschön verfärben. Anlaufen umschreibt diesen Prozess auf umgangssprachliche Art und Weise. Haben Sie bisher angenommen, dass hiervon nur Modeschmuck betroffen ist, so sind Sie leider einem Irrtum aufgesessen. Tatsächlich führt der tägliche Kontakt mit der Haut und mit Feuchtigkeit, zum Beispiel durch Schweiß und durch simple Luft, dazu, dass sowohl Silber als auch Gold oxidieren. Dadurch verfärben die Schmuckstücke sich allmählich schwarz, können aber auch einen grünen Farbton annehmen.
Auch Edelsteine können unter Umständen Verfärbungen aufweisen, wenn Sie diese oft tragen oder falsch lagern. Gegen einige dieser Verunreinigungen können Sie nichts unternehmen, außer Sie versuchen vorzubeugen. Dies gilt insbesondere für Schmucksteine.

Wissenswertes zur Reinigung von Silber, Gold und Modeschmuck

Zwar gibt es einige Hausmittel, mit denen Sie Ihren Schmuck wieder erstrahlen lassen können, doch diese eignen sich nicht für jedes Material. Optimalerweise nutzen Sie spezielle Reinigungsmittel für Gold- und Silberschmuck, mit denen Sie Verunreinigungen lösen und sogar kleine Kratzer verschwinden lassen können. Da Verfärbungen ein natürlicher Prozess sind, müssen Sie sich nicht darüber ärgern, wenn sie entstehen. Natürlich gibt es einige Methoden, um die Oxidation weitestgehend zu vermeiden. Doch gerade Schmuck, den Sie sehr häufig tragen, beispielsweise Eheringe, leidet nach einer Weile unter den ständigen Umwelteinflüssen.
Besondere Vorsicht ist hingegen bei einigen Edelsteinen geboten, die Sie im Zweifelsfall nicht mehr reinigen können. Hierzu zählen Koralle, die sowohl auf Licht als auch auf Hitze oder Chemikalien empfindlich reagieren. Ebenso können einige Quarze, darunter der Amethyst, unter kontinuierlicher Sonneneinstrahlung verblassen oder sich verfärben. Diese Veränderungen lassen sich nicht rückgängig machen, weshalb Sie hier präventiv auf die richtige Lagerung achten sollten.

Verlängern Sie die Reinigungsintervalle durch richtige Lagerung

Damit Gold und Silber lange glänzen und nicht durch Oxidation nachdunkeln, sollten Sie einen Schmuckkasten verwenden, in dem jedes Schmuckstück einzeln lagert. Darüber hinaus ist es empfehlenswert, wenn Sie Gold und Silber sowie Modeschmuck in kleine Tütchen geben, die den Kontakt mit Luft minimieren oder ganz unterbinden. Außerdem sollten Sie den Schmuck, ehe Sie ihn weglegen, mit einem weichen Tuch abreiben und somit Feuchtigkeit, Fett oder kleine Verschmutzungen entfernen. Aber selbst wenn Sie alle Maßnahmen ergreifen, die erforderlich sind, damit Ihr Schmuck lange wie neu aussieht, ist es möglich, dass Sie eines Tages dunkle Verfärbungen entdecken.

Reinigungsmittel für Schmuck

Möchten Sie auf Nummer Sicher gehen und nicht riskieren, dass das Material durch das Säubern mit Hausmitteln Schäden erleidet oder sich dauerhaft verfärbt, sollten Sie spezielle Reinigungsmittel für Schmuck kaufen. Diese bedienen sich unterschiedlicher Techniken, um Ihre geliebten Ringe, Ketten und Ohrstecker zu säubern und ihnen zu gewohntem Glanz zu verhelfen. Dafür müssen Sie weder viel Kraft aufwenden noch viel Zeit investieren. Geben Sie Ringe beispielsweise in ein Schmuckbad, können Sie sie das Mittel einfach einwirken lassen und sich währenddessen anderen Dingen zuwenden. Überprüfen Sie – abhängig vom verwendeten Mittel – regelmäßig die Fortschritte. Üblicherweise dauert es ein wenig, bis das Reinigungsbad erste Früchte trägt. Üben Sie sich daher in Geduld und erwarten Sie nicht, dass Sie innerhalb von Sekunden einen glänzenden Ring oder eine strahlende Kette in Händen halten.

Regelmäßige Bäder und Pasten lassen Gold und Silber strahlen

Die Reinigung von Schmuck umfasst zwei Schritte: Erstens lösen Sie mit einem Tauchbad Verschmutzungen und Verfärbungen. Zweitens können Sie Pasten zum Polieren von Gold, Silber oder versilbertem Schmuck verwenden. Dadurch verschwinden feine Kratzer von der Oberfläche und der ehemalige neue Glanz kehrt zurück. Das Internet erleichtert Ihnen den Kauf von Bädern und Pasten für Schmuck, da Sie sofort erkennen können, für welches Material das Produkt geeignet ist. Achten Sie jedoch beim Kauf von Polituren und Pasten für Silber und Versilbertes darauf, welchen Schmuck Sie damit bearbeiten. Vor allem bei Modeschmuck können Sie oft nicht genau sagen, woraus er wirklich besteht. Oft dienen günstige Legierungen als Basis, die mit einer dünnen Silberschicht überzogen sind. Zu scharfe Reinigungsmittel können nicht nur Schmutz und Verfärbungen ablösen, sondern auch die Beschichtung angreifen. Im schlimmsten Fall müssten Sie den Schmuck dann entsorgen – ein äußerst ärgerlicher Umstand, wenn es sich dabei um ein Lieblingsstück gehandelt hat.

Ein Bad für Ihren Lieblingsschmuck

Viele Ratgeber empfehlen Backpulver oder Zahnpasta zur Reinigung von Schmuck. Natürlich können Sie mit beiden Hausmitteln beachtliche Ergebnisse erzielen. Allerdings können beide das Material auch angreifen. Das gilt vor allem für Modeschmuck aus nicht näher bezeichnetem Material. Wagen Sie daher keine tollkühnen Experimente, sondern verwenden Sie speziellen Schmuckreiniger. Sie müssen die Prozedur nicht ständig durchführen. Einmal im Monat sollten Sie Ihren Schmuck sanft reinigen. Möchten Sie dies mit einem Hausmittel tun, geben Sie den Schmuck in ein warmes Wasserbad mit milder Seife und lösen Sie anhaftenden Schmutz mit einem weichen Tuch. Vermeiden Sie unnötiges Reiben und verzichten Sie auf raue Schwämme oder Bürsten. Diese können den Schmuck beschädigen oder zumindest dafür sorgen, dass er am Ende mehr Kratzer hat als noch zuvor. Unter Umständen können Sie auch ein weiches Tuch mit ein wenig Asche bestäuben und mit dieser Ringe und Ketten reinigen. Spülen Sie den Schmuck anschließend mit klarem Wasser ab und trocknen Sie ihn sorgfältig ab, ehe Sie ihn wieder in den Schmuckkasten geben.
Abseits von Hausmitteln haben sich Schmuckbäder für Silber, Gold und Modeschmuck bewährt. Und auch Perlen können Sie mit speziellen Tauchbädern effektiv reinigen. Beachten Sie die Produktbeschreibung und das Material, für das das Schmuckbad gedacht ist. Um den Schmuck zu waschen oder einzulegen, können Sie sich nach der Dosieranleitung richten, die auf den Flaschen klebt oder dem Produkt beigefügt ist.

So sehen Schmuckstücke aus Silber wieder wie neu aus

Die Reinigung von Silber ist gar nicht so schwer, wie Sie vielleicht angesichts unzähliger feiner Kratzer und dunkler Stellen glauben. Ob Ring, Kette oder Ohrschmuck – mit einem Tauchbad für Silberschmuck gehören Schmutz und Verfärbungen schon bald der Vergangenheit an. Möchten Sie den Schmuck zwischendurch wieder auf Hochglanz bringen, ohne dass Sie sichtbare Verschmutzungen ausmachen können, genügt es, wenn Sie die Schmuckstücke mit einem speziellen Silberputztuch sanft abreiben.
Übrigens können Sie auch satiniertes Silber, also matte Ringe oder Anhänger, wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzen. Das häufige Tragen solcher Schmuckstücke macht die angeraute Oberfläche mit der Zeit glatt und glänzend. Möchten Sie diesen Schmuck mit Hausmitteln reinigen, können Sie ein wenig Natron auf die Oberfläche geben. Nun müssen Sie den Ring oder andere satinierte Schmuckstücke mit einer rauen Zahnbürste oder mit einem Topfschwamm bearbeiten. Spülen Sie das Natron anschließend gründlich ab. Alternativ können Sie dem Schmuck auch ein Silbertauchbad gönnen und ihn anschließend mit einem rauen Schwamm kräftig abreiben. So erhält der Schmuck den ursprünglichen matten Glanz wieder und ist herrlich sauber.

Goldschmuck – Vorsicht bei eingefassten Edelsteinen

Auch hochwertigen Goldschmuck können Sie im ersten Schritt mit milder Seife säubern. Gegen hartnäckigen Schmutz sowie Verfärbungen hilft allerdings oft nur noch ein professionelles Goldbad. Bereiten Sie das Bad gemäß der Anleitung vor und geben Sie Ringe, Ketten oder Ohrschmuck für die angegebene Dauer hinein. Anschließend spülen Sie den Schmuck sorgfältig ab, trocknen ihn gründlich und legen ihn wieder in die Schmuckschatulle. Selbstverständlich gibt es auch für Goldschmuck Putztücher, die für eine sanfte Reinigung zwischendurch optimal geeignet sind. Doch wie verhalten Sie sich, wenn Ihr Lieblingsring einen eingefassten Edelstein besitzt? Hier sollten Sie zunächst die Inhaltsstoffe beziehungsweise eine mögliche Einigung des Goldbades überprüfen. Da einige Edelsteine auf Chemikalien oder allgemein auf Reinigungsversuche sehr empfindlich reagieren, sollten Sie im Zweifelsfall einen Fachmann konsultieren. Es wäre schließlich sehr bedauerlich, wenn das Gold nach der Reinigung erstrahlt, während der schöne Stein matt, verfärbt und blass in seiner Fassung ruht.

Ultraschallreiniger für Schmuck: Wie gut sind die Geräte wirklich?

Falls Sie noch Zweifel haben, aber mit dem Kauf eines Ultraschallreinigers für Schmuck liebäugeln, seien Sie ganz beruhigt. Ultraschallreiniger sind eine sehr schonende und sehr effektive Möglichkeit, um Ihren Lieblingsschmuck, aber auch Brillen und andere Gegenstände vollständig und gründlich zu säubern. Dabei handelt es sich um kompakte Geräte, in die Sie lediglich bis zur Markierung Wasser einfüllen müssen. Bei hartnäckigen Verschmutzungen können Sie etwas Reinigungskonzentrat für das Gerät oder einen Tropfen Spülmittel hinzugeben.
Der große Vorteil dieser Reinigungsmethode für Schmuck ist, dass auch kleine Ecken und Winkel an Ringen oder Ohrstecker sauber und glänzend werden. Außerdem verhindern Sie den Abrieb, der – oft nur minimal – mit der Verwendung von Putztüchern einhergeht. Denn das Prinzip von Schmuck-Ultraschallreinigern ist die Kavitation. Diese ist in physikalischem Kontext zwar sonst unerwünscht, dient hier aber dank der genau berechneten Schallwellen der Reinigung Ihres Lieblingsschmucks. Bei der Kavitation bilden sich im Wasser Hohlräume, bei deren Zerfall es zu Druckschwankungen kommt. Ein moderater Anstieg des Drucks sowie der Temperatur lösen sämtliche Verschmutzungen und Ihr Schmuck ist wieder wie neu.

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