Professionelle Outdoor-Schuhe für Sie & Ihn: Darauf sollten Sie beim Kauf achten

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Professionelle Outdoor-Schuhe für Sie & Ihn: Darauf sollten Sie beim Kauf achten

In der freien Natur zu sein, wandern zu gehen, Berggipfel zu erklimmen und an sonstigen Aktivitäten unter freiem Himmel zu teilzunehmen, erfreut sich allergrößter Beliebtheit.
Das Geschäft mit Outdoorausrüstungen und Outdoorbekleidung ist in den letzten Jahren dementsprechend enorm gewachsen. Es gibt einen immer größer werdenden Bedarf, insbesondere an Funktionskleidung, die auch in den ganz normalen Alltag Einzug hält. Neben Oberbekleidung sind es vor allen Dingen funktionale Schuhe, die in hohem Maße nachgefragt werden. Dieser Ratgeber möchte Ihnen die unterschiedlichen Arten und Anwendungsbereiche für Outdoorschuhe näherbringen.

Hierfür wird Ihnen dieser Ratgeber zunächst einige allgemeine Hinweise zum Schuhmaterial und zur Verarbeitung liefern. Weiterhin widmet er sich den verschiedenen Typen von Outdoorschuhen. Sodann geht er einigen Trends auf die Spur und verliert noch einige Worte zur allgemeinen Klassifikation von Schuhen im Outdoorbereich. Ganz zum Schluss wird es um die Pflege sowie um passende Socken gehen.

Allgemeine Hinweise zu Outdoorschuhen

Sucht man nach geeigneten Outdoorschuhen, kann man von vorneherein einige Regeln beherzigen. Allgemein lässt sich feststellen: Je schwieriger und unwegsamer das Gelände ist, desto mehr Profil benötigt der Schuh auf der Sohle. Auch die Passform ist wichtig. Wenn Sie zum Beispiel Alpinstiefel mit Leichtwanderschuhen (s. u.) vergleichen, werden Sie sehen, dass die Stiefel viel schmaler geschnitten sind, um auf Kletterhaken und Steigeisen zu passen. Für den richtigen Halt sorgen unter anderem Funktionssocken. Wenn Sie Schuhe kaufen möchten, dann gehen Sie am besten nachmittags oder abends in das Geschäft. Zu dieser Tageszeit sind Füße zumeist leicht angeschwollen, sodass man den Effekt bei der Wanderung gut simulieren kann.

Wenn Sie die Schuhe anprobieren, so sollte zwischen Zehen und Schuhspitze noch genug Platz sein (eine Daumenbreite), damit die Zehen beim Bergablaufen nicht vorne anstoßen. Das Gewicht, wie man sich vorstellen kann, sollte bei allen Outdoortschuhe möglichst leicht sein, damit der Kraftaufwand beispielsweise bei langen Wanderungen möglichst reduziert werden kann.

Aus welchem Material sind Outdoorschuhe gefertigt?

Die meisten Outdoorschuhe sind innen und außen mit Kunstfaser und/oder Leder versehen. Bei beiden Materialien ergeben sich Vorteile und Nachteile. Kunstfasern sind im Gegensatz zum Leder wesentlich leichter. Die hier eingesetzten modernen Feuchtigkeitsmembranen – wie beispielsweise Gore-Tex – garantieren eine hohe Wasserdichte. Schuhe aus Leder sind hingegen weniger wasserfest. Sie müssen daher von außen öfter imprägniert werden. Außen besitzen Outdoorschuhe ebenso entweder Leder oder Kunstfaser oder eine Kombination aus beiden Stoffen. Im Preis sowie in der Atmungsaktivität sind beide Materialien auf dem gleichen Level. Die Pflege gelingt mit Kunstfasermaterialien jedoch um einiges leichter.

Worauf ist bei der Verarbeitung zu achten?

Outdoorschuhe werden entweder zusammengenäht oder geklebt. Geklebte Schuhe haben Vorteile: Sie sind in der Regel günstiger in der Anschaffung, da das Kleben in der Produktion weniger Arbeitsschritte benötigt. Außerdem sind diese in der Regel auch wasserfester als ihre genähten Verwandten. Ein wesentlicher Nachteil von geklebten Schuhen besteht darin, dass die Atmungsaktivität aufgrund der geklebten Flächen oft schlechter ist. Legen Sie also mehr Wert auf Atmungsaktivität, sollten Sie sich eher an genähten Schuhen orientieren. Genähte Schuhe wie etwa Bergstiefel sind auch oft robuster. Jedoch ist das nur dann der Fall, wenn sie nicht einfach, sondern mehrfach genäht sind. Die Nähte mindern jedoch die Wasserfestigkeit und der Schuh verschleißt in der Regel schneller.

Schuhe für Wassersport und Outdoorsandalen

Die erste Kategorie von Outdoorschuhen sind Wassersportschuhe und Sandalen. Diese sind beispielsweise für Segeltörns oder Inselwanderungen geeignet, in jedem Fall auch für die vielen Bereiche des Wassersports. Benutzen Sie Sandalen beispielsweise für den Strand oder als Schuh für das Reisen in warmen Gebieten bzw. warmen Temperaturen. Auch für kleine Wanderungen bei ebenem Gelände bieten sich Sandalen an. Outdoorsandalen sind perfekt auf die eigenen Füße anpassbar. Sie besitzen Straps, die verstellbar sind und zeichnen sich durch schnell trocknende Materialien und ein hohes Maß von Luftigkeit aus.

Leichtwanderschuhe für den Alltag

Die zweite Kategorie von Outdoorschuhen sind die sogenannten Leichtwanderschuhe. Diese sind für Alltagswanderungen gemacht. Leichtes Gepäck und asphaltierte Wege oder Waldwege sind optimal für Leichtwanderschuhe. Man kann sie natürlich auch für den ganz normalen Arbeitsalltag benutzen. Charakteristisch für diese Form der Outdoorschuhe ist ihre flexible und gut gedämpfte Sohle. Damit wird der Rücken bei längeren Wanderungen gut geschont. Wenn Sie nach Leichtwanderschuhen im Handel suchen, dann achten Sie auf die Bezeichnung „All Terrain", „Hiking" oder „Allrounder". In der internationalen Klassifikation der Outdoorschuhe firmieren Leichtwanderschuhe unter der Bezeichnung „A" oder „A/B".

Ins Gebirge mit Wanderstiefeln

Wanderstiefel sind insbesondere für Wanderungen in Mittelgebirgen und für den Transport von Wochengepäck – und damit größeren bzw. schwereren Rucksäcken – ausgelegt. Hierfür ist es notwendig, dass der Wanderstiefel über eine harte und gut gedämpfte Sohle verfügt. Diese muss allerdings noch so biegsam sein, dass man die Eigenheiten des Untergrundes spüren kann. Der Untergrund, für den Wanderstiefel ausgelegt sind, ist dabei nicht uneben und unbefestigt. Wanderstiefel sind auf lose Steine und Geröll genauso ausgelegt, wie auf unübersichtlichen Waldboden mit Wurzeln. Außerdem ist bei Wanderstiefeln, die bis über die Knöchel reichen, ein guter Seitenhalt notwendig. Klassifiziert sind Wanderstiefel mit der Bezeichnung „B" bzw. „B/C".

Schon mal klettern mit Bergwanderstiefeln

Bergwanderstiefel sind für Wanderungen im hohen Gebirge ausgelegt. Außerdem lassen sich mit Ihnen ebenfalls gelegentliche Klettereinlagen absolvieren. Zu diesem Zweck müssen Sie einen festen Halt garantieren. Um diese Eigenschaft erfüllen zu können, sind Bergwanderstiefel sehr fest und steif bzw. unbiegsam konstruiert. Allerdings muss die Sohle der Stiefel immer noch relativ dünn, dabei aber auch sehr stabil sein. Denn der Boden muss für den Wanderer weiterhin spürbar sein. Ist er es nicht, verliert der Träger das Gefühl für den zum Teil schwierigen Untergrund. Verletzungen können dabei die Folge sein. Im Handel und in Katalogen werden Bergwanderstiefel zumeist mit einem „C" und/oder „C/D" gekennzeichnet.

Für extreme Situationen eignen sich Alpinstiefel

Alpinstiefel sind für Extremsportler gemacht. Wer Touren und Expeditionen in Gletscherregionen, auf Schnee und Eis absolviert, kommt an Alpinstiefeln nicht vorbei. Die Stiefel sind sehr stabil. Ebenso wichtig: die Stiefel müssen die Füße ihres Trägers vor zum Teil extremen Temperaturen schützen. Völlig ungeeignet sind Alpinstiefel aufgrund ihrer Festigkeit dabei für die Nutzung auf befestigten oder sogar asphaltierten Wegen. Zum Klettern (mit Steigeisen) sind sie jedoch sehr gut geeignet, da sie den Kraftaufwand optimal vermindern. Die Sohle der Alpinstiefel sollte nur wenig Dämpfung besitzen, damit ein gutes Gefühl für den Untergrund gegeben ist. In der internationalen Klassifikation erhalten Alpinstiefel die Bezeichnung „D".

Outdoorschuhe im Trendwandel

Auch der Outdoorbereich – und damit auch die Outdoorschuhe – unterliegen kurz- und mittelfristigen Trends. Momentan bewegt sich der klassische Wander- oder Trekkingstiefel hin zu einem Multifunktionsschuh. Gerade im athletischen Outdoorbereich entstehen neue Betätigungsformen, die etwa von Herstellern wie Lowa oder Meindl als „Speedhiking" bezeichnet werden. Eine weitere wichtige Veränderung innerhalb des Marktes, die in den nächsten Jahren noch stärker vertreten sein wird, ist die ökologische und soziale Nachhaltigkeit von Outdoorschuhen. Schuhe, die etwa ohne die Zuhilfenahme von Chemikalien gefertigt werden und aus natürlichen Rohstoffen bestehen, werden schon – im Kleinen – von manchen Herstellern angeboten. Die soziale Nachhaltigkeitskomponente – beispielsweise angemessene Löhne – ist jedoch, gerade bei den großen Anbietern – noch nicht sichtbar.

Die richtige Pflege von Outdoorschuhen

Da Outdoorschuhe nicht selten besonderen Belastungen unterliegen, müssen Sie auch dementsprechend gepflegt werden. Eine Pflege mit herkömmlichen Schuhpflegemitteln reicht oftmals nicht aus. Hier kommt es besonders auf die Imprägnierung der Schuhe an, bestehen sie aus Kunstfasern. Bei Leder empfiehlt sich die regelmäßige Pflege mit Lederfetten oder Fettwachsen. Hier ist jedoch Vorsicht geboten. Tragen Sie das Fett nur sehr dünn auf. Gerade Anfänger machen den Fehler, Lederschuhe bei der Pflege zu überfetten. Dadurch sinkt dann die Atmungsaktivität des Materials. Wachse sind hier besser geeignet. Weiterhin sollte man wissen, dass es zwischen unterschiedlichen Pflegemitteln zu Unverträglichkeiten kommen kann. Es empfiehlt sich daher, das einmal genutzte Pflegemittel nicht ohne Grund zu wechseln. Besitzen sie Outdoorschuhe, die keinerlei Ledermaterial aufweisen, können Sie zur Säuberung sehr gut Bürsten verwenden – in Kombination mit einer sanften Seifenlauge oder extra angebotenen Pflegemitteln.

Die richtigen Socken für Outdoorschuhe

Socken zum Wandern und für Outdoorschuhe gibt es in vielen unterschiedlichen Varianten. Nicht selten bestehen sie aus unterschiedlichen Schichten, damit der Schweiß möglichst schnell vom Fuß weggeleitet werden kann. Viele Modelle besitzen ein Dämpfungsmaterial an der Fußinnenseite, das den Schritt dämpft. Die Atmungsaktivität wird allerdings nur durch Socken aus Kunstfasermaterial optimal umgesetzt. Außerdem haben sie noch weitere Eigenschaften, über die die herkömmlichen Socken aus Baumwolle nicht verfügen. So kühlt die Kunstfaser Coolmax etwa den Fuß, Polyamid leitet die Feuchtigkeit noch schneller weg, Polypropylen aus Außenschicht ist sehr robust und abriebfest. Bei manchen Wandersocken sind sogar Silberpartikel eingearbeitet. Diese besitzen eine besondere antibakterielle Wirkung.

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