Private Verkäufer,Abmahnung,Gerichtsurteil,Geldbuße !!

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Heute (22.10.08) hatte ich gemütlich Radio (WDR 2) gehört, doch was ich da hörte, konnte ich kaum glauben.Das Thema lautete:

Post von (wegen) Ebay

Der Moderator der Sendung  war:Jörg Brunsmann

Nun zum Inhalt der Sendung:

Ausgedientes Spielzeug, alte Bücher, Kinderklamotten oder was sonst alles auf dem Dachboden oder im Keller herumfliegt: Viele Dinge, die zu schade zum wegschmeißen sind, landen heute im Internet. Bei Internetflohmärkten wie Ebay und Co. läßt sich so immerhin noch der eine oder andere Euro mit den ausgedienten Gegenständen verdienen. Was viele Privatverkäufer nicht ahnen: wer nicht aufpaßt, kann sich hier schnell eine teure Abmahnung einhandeln.

Wer seine gebrauchten Gegenstände als Privatverkäufer anbietet, hat es in vielen Punkten deutlich leichter als ein gewerblicher Händler. So müssen Profianbieter beispielweise auch auf Gebrauchtwaren eine Gewährleistung geben und zudem eine Wiederrufsbelehrung für die Rücknahme ihrer Waren veröffentlichen. Manch ein Profi-Händler blickt daher mit Argwohn auf die echte oder vermeintliche Konkurrenz: Will sich da jemand vielleicht Vorteile erschleichen, indem er sich um seine Pflichten als gewerblicher Anbieter drückt? Bei der harten Konkurrenz im Internet reagieren viele Profiehändler allergisch auf solche Versuche und lassen ihren Anwalt eine Abmahnung wegen unlauterem Wettbewerb verschicken. Ein Brief der Hunderte von Euro kosten kann.

Bin ich wirklich noch Privatanbieter?

Das Problem: Es ist garnicht so leicht festzustellen, ob jemand tatsächlich Privatverkäufer ist, oder doch als gewerblicher Anbieter zu gelten hat. Es gibt zu diesem Thema zwar schon Gerichtsurteile, doch diese fielen zum Teil sehr unterschiedlich aus. Axel Gronen ist Experte für Online-Auktionen und er sagt: "Viele Gerichte sehen es bereits als gewerblich an, wenn man mehr als 30 Artikel in einem Jahr verkauft". Gronen hält die Grenze zwar für "etwas Weltfremd", doch sie sei derzeit nun einmal juristische Praxis.

Die Gefahr für Abmahnung nimmt weiter zu.

30 Artikel pro Jahr - diese Grenze ist im Internet sehr schnell erreicht, zumal ausschließlich die Zahl der angebotenen Artikel, nicht aber der damit erzielte Umsatz zählen. Wer den Kleiderschrank gründlich aufräumt und jede Hose und jedes Hemd einzeln anbietet, hat diese Zahl schnell erreicht.

Axel Gronen sieht zudem die Gefahr, daß Privatverkäufer in nächster Zeit noch stärker in den Fokus abmahnwilliger Profihändler geraten. Dies ist natürlich für Abmahner ein attraktives Geschäftsmodell, weil mit wenigen Textbausteinen der Anwalt mehrere Hundert Euro verdienen kann.

Die zweite große Gefahr ist, das es aufgrund der immer schärferen gesetzlichen Regelungen auch viel mehr Tatbestände gibt, die man abmahnen kann, ja dadurch wächst die Gefahr von Abmahnungen noch. Wer ganz sicher gehen will, sollte daher beim Internet -Verkauf seiner ausgedienten Sachen äußerst vorsichtig vorgehen. Der althergebrachte Straßenflohmart oder schlicht das Verschenkenken alter Klamotten ist im Zweifelfall die bessere Wahl.

Nun zu mir selbst: Ich bin ziemlich Verunsichert, denn für mich und auch meinen Bekanntenkreis ist Ebay bisher ein spannendes Hobby, welches ich auch gerne beibehalten möchte. Ja, eigenndlich freut man sich über jeden dazugewonnenen Bewertungspunkt und fiebert dem nächstem Sternchen entgegen.

In den Ebay Grundsätzen habe ich einiges gefunden, doch diese Infos von Ebay reichen mir nicht aus !!! Sie sind nicht aussagekräftig genug !!!!

Um meine Tätigkeit als Privatverkäufer "abmahnsicher" zu gestalten und damit ich  nicht unschuldig in die Fänge der Justiz zu geraten, werde ich mich ab Heute zurückhaltener verhalten.

 Ich mache die Herkunft meiner angebotenen Artikel aus meinem oder meiner Angehörigen persönlichen Besitz deutlich. 

...biete möglichst nicht, wenn ich sie denn haben sollte, zwei identische Artikel gleichzeitig an, außer ich fasse sie in einem Angebot zusammen wie z.B. zwei Gläser, 5 Teile alter Weihnachtsbaumschmuck u.s.w.

...begrenze  die monatliche Anzahl meiner Angebote nun auf ca. 10 oder  weniger Artikel, und wenn eine große Aussortierung ansteht, werde ich nicht alles auf einen Schlag anbieten, sondern die Angebote über weitere Zeiträume verteilen.

...kaufe bei Ebay ausschließlich für meinen persönlichen Bedarf ein.

Doch seid dieser Radiosendung glaube ich fast, daß auch dies nicht ausreicht .

Ja, ab nächste Woche werde ich ,wegen meiner Zweifel, erst mal nichts mehr bei Ebay einstellen.

Echt schade.........

Was meint Ihr dazu?

Ebay sollte uns privaten Anbieter besser informieren und uns vor solchen Abmahnern schützen, sonst sterben wir wohl oder übel bald aus und verschwinden leider von der Bildfläche Ebay !!!!!

Klare Regeln und Auflagen für private Verkäufer Seitens Ebay, könnten gewerbliche Verkäufer ( die ich einerseits auch verstehen kann), sowie auch private Verkäufer vor den schwarzen Schafen schützen, oder zumindest dieses Problem erheblich veringern.

Der größte Teil der privaten Verkäufer, würde sich an die Regeln halten und hätte dann auch nichts Arges zu befürchten.

Gewerbliche Verkäufer brauchten sich dann nicht mehr zu ärgern und somit auch nicht durch einen Anwalt abmahnen lassen.

Ich denke das dieser Ratgeber den Einen oder Anderen nachdenklich stimmt.

Möglich das ihn auch einige Profi-Händler mit Absicht als schlecht mit (nein) bewerten.

Falls ihr meinen Ratgeber gut findet, würde ich mich über einen "Ja" Klick, sehr freuen.

 

 

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