Primark - Fashion für den kleinen Geldbeutel

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Schon mal eine Horde strahlender Girls mit großen, braunen Papiertüten in den Einkaufszonen von Frankfurt, Berlin oder Köln gesehen? Die Paperbags tragen den himmelblauen Firmenaufdruck „Primark“. Der irische Textildiscounter zieht Kundinnen wie ein Magnet in seine Deutschland-Filialen. Der Grund sind die unschlagbar günstigen Preise. Was hat es auf sich mit der Billigmode?
Primark - Fashion für den kleinen Geldbeutel


Das Konzept von Primark

Wie können Klamotten so billig sein? Primark verzichtet auf Werbung, denn die extrem günstigen Preise sprechen sich von selbst herum. Sie beruhen auf Massenproduktion in Bangladesh, Indien und China. Dort sind die Löhne niedrig. Deshalb lassen viele Modelabels ihre Kollektionen in den Billiglohnländern Südostasiens und Osteuropas zusammennähen. Primark bemüht sich dabei um die Einhaltung ethischer Unternehmensregeln und ist der Ethical Trading-Initiative beigetreten. Diese verpflichtet sich zu einem verbindlichen Verhaltenskodex bei Arbeitnehmerrechten, Arbeitsbedingungen und Löhnen.
 


Billig und stylish

Höchstens fünf Euro für T-Shirts, Hosen unter zehn Euro, Kleider keine 20 Euro. Billigmode, die sich sehen lassen kann: topmodisch, wie direkt vom Laufsteg kopiert. Primark bringt in rasanter Geschwindigkeit hippe Trendmode in seine Läden. Styling wie die Stars: Tops und Kleider sehen niemals billig aus, sie sind es nur einfach. Kein Wunder, dass junge Mädchen die Filialen stürmen.
 


Kaufen wie im Rausch

Primark bringt das Shoppingvergnügen zurück. Wo Mode so günstig ist, stürzen sich Modelustige wie die Wahnsinnigen auf Kleiderständer und Wühltische. Alles ist bezahlbar. Hier können sie mehr kaufen, als sie tragen können. Mit Schwung landen die Fundstücke in fahrbaren Einkaufskörben, oft nicht einmal anprobiert. Was zuhause nicht passt, kommt wieder weg.
 


Weibliches Jagdrevier

Männer sieht man selten in den Primark-Läden. Diese Fashion-Tempel sind ein Ausflugsziel für Mädels. Oft im Pulk gehen sie auf die Jagd nach trendiger Mode, die wenig kostet. Allenfalls bringen sie dem Freund, Mann oder Bruder ein günstiges Shirt und passende Shorts mit. Denn auch das gibt es hier: junge Mode für den Herrn. Genauso übrigens, wie alles für Kinder und Babys, sowie Heimtextilien und Kosmetika.
 


Setting für die Kauflust

Edle Modelabels investieren in das Wohlfühl-Ambiente ihrer durchgestylten Shops. Primark setzt auf andere Kaufanreize. Die riesigen Verkaufsflächen, oft über mehrere Stockwerke, neonhell ausgeleuchtet, sind total vollgestellt: eine schier überbordende Masse an Modemöglichkeiten. Für die Kauflust reichen die unschlagbar niedrigen Preise. Sie allein treiben das Jagdfieber in die Höhe.
 


Nur nicht die Nase rümpfen

In vielen Filialen riecht es nach Chemie. Vielleicht liegt das an dem hohen Anteil von verarbeiteten Polyesterstoffen. Vielleicht auch an den Weichmachern, die in einigen Textilien nachgewiesen wurden. Primark erklärt, der Geruch stamme von den Transport-Verpackungen. Die Käuferinnen stört der typische Primark-Geruch offensichtlich wenig.
 


Qualität ist keine Frage

Die Primark-Kleidung ist billig hergestellt, die Stoffe sind alles andere als hochwertig. Dennoch: Mit etwas Glück halten die Teile mehr als eine Wäsche lang. Natürlich gibt es Tops, die sind Flops. Aber die Käuferinnen erwarten keine Qualität von dieser Einweg-Mode. Noch vor dem Überlebens-Check in der Waschmaschine wird kräftig aussortiert: Ist doch der Trend von vorgestern.
 


Perfektes Outfit mit Accessoires

Ketten, Lippenstifte, Hüte, Schuhe: Bei Primark können sich die Kundinnen von Kopf bis Fuß ausstatten. Sogar den Plastikbecher mit eingebautem Trinkstrohhalm in Trendfarben gibt es für klitzekleines Geld als Accessoire dazu. Dazu die Handtasche, der Kajalstift, das Halstuch. Nicht von ungefähr: In der Primark-Tüte ist viel Platz.
 


YouTube-Video: Primark-Ausbeute

Wer ergattert mehr Teile bei seinem Beutezug? Unter Primark-Kundinnen ist ein Wettstreit entstanden, der auf YouTube ausgetragen wird. Unter dem englischen Stichwort „Haul“ stellen junge Mädchen selbstgedrehte Videos online. Im munteren Plauderton präsentieren sie glückselig die „Ausbeute“ ihrer Primark-Touren: Wer schafft wie viele Kleidungsstücke und Accessoires für noch weniger Geld?


Styling-Tipps auf Primania

Fashionistas wissen: Auf das Styling kommt es an. Auch mit Primark-Mode lässt sich ein Look kreieren. Der Textil-Discouter lädt die Kundinnen ein, Selfies auf seiner Homepage hochzuladen –„Primania“ heißt der Fashionspielplatz. Jede junge Frau kann hier zum hippen Primark-Model werden. Styling-Tipps werden gepostet, geliked und geteilt. Diese Mode hat was.

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