Presonus StudioLive DigitalMischpult + Audiointerface

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Für alle diejenigen, welche einen Presonus StudioLive Digital-Mixer nicht nur für's Live-Mixing sondern auch als Audiointerface betreiben wollen, gibts einiges zu beachten:

Das Digital-Mischpult wird ausschließlich über Firewire400 Ports mit dem Notebook verbunden.

Und hier kommt das Problem:  Firewire ist (bei Presonus) nicht gleich Firewire !!!!

Das Mischpult funktioniert nur mit bestimmten Firewire-Chipsätzen im PC/Notebook. Was wir von USB gewohnt sind, anstecken und funktioniert, ist in diesem speziellen Fall anders. 

Daher unbedingt vor Kauf beim Händler nach der Kompatibilitätsliste fragen. Von Presonus gibt es eine Liste, in welcher die "funktionierenden" Chipsätze aufgeführt sind, und das sind nicht sehr viele....!

Die Chance ist groß, dass Ihr anschließend noch ein neues (altes) Notebook kaufen müsst. Die Händler geben sich vorab erstaunlich "unwissend".... Habe da sehr interessante Mails sammeln dürfen...

Rechnerleistung alleine reicht nicht ! 

Mein Beispiel: Notebook mit core i7, 16 GB RAM (1333), 256 GB Crucial SSD, 750 GB second disk (7200rpm) und Firewire 1394 OHCI Compliant Hostcontroller. Digitalrecording mit bisher genutzten USB-Interfaces läuft völlig problemlos. Laut Mitteilung von Presonus aber nicht geeignet zum Betrieb eines Studiolive Digitalmischpults wegen inkompatibler Firewire-Chipsätze. Ja, gibt's denn so was noch heutzutage in dieser Preisklasse und bei standardisiertem 1394-Firewire Protokoll....?!?   

Also: Augen auf vor'm Kauf !  

FAZIT: Gourmet-Küche --> JA ..... Gourmet-Firewire --> NEIN!


Ergänzung:

Ich bin schon angemailt worden, ob ich die Liste mit den kompatiblen Firewire-Chipsätzen hier veröffentlichen könnte....  tut mir leid, darf ich aus urheberrechtlichen Gründen nicht! Die Liste ist Presonus-Eigentum. Euer Händler wird sie Euch aber gern vorab aushändigen, damit Ihr prüfen könnt, ob die 1394-Firewire-Chipsätze Eures Rechner kompatibel sind.

MIDI:

Was vielleicht noch wichtig ist, der StudioLive 16.0.2 Mixer hat bereits eine Midi-Schnittstelle. Diese ist aber nur für den Anschluss von Pedalen etc. vorgesehen. Der Mixer selbst funktioniert nicht als Controller.  Wer die Steuerung seiner DAW-Software von anderen Audiointerfaces gewohnt war, wird dieses Feature hier schmerzlich vermissen. Faderpositionen etc. werden NICHT (!) an die DAW-Software weitergeleitet.  Das gilt auch für die beiden anderen StudioLive-Mixer der 16/24er Reihe.

PREISE:

Schaut man sich mal die Preise der "Authorized Dealer" in den USA an, fällt auf, dass sich in den letzten Tagen der Preis  für das StudioLive 16.0.2 auf mittlerweile nur noch 1000 EUR (und weniger!) und für das StudioLive 16.4.2 bei 1500 EUR eingepegelt hat. Das zeigt den Trend und Verhandlungsspielraum. Also Geduld, nur noch eine Frage der Zeit, bis die Händler hier folgen......

Ergänzung 19.02.2012

Um die Problematik für den Presonus-Support aufzuzeigen, wurde ein Testsystem aufgesetzt:

Win7 SP1 64bit, SSD CrucialC300, 16 GB RAM (dual access, 1333 MHz), kein WLAN, kein Antivirus, keine Gadgets, Win7 optimiert für max. Performance. Leistungsindex: 7,6
DPC-Latency-check: 135..155 microsec.
DAW: SonarX1c expanded ProducerEdition

Resultat: Bereits bei Aufzeichnung nur eines Channel-Stripes auf die SSD (diskload 0,1… 0,3%) bringt die Firewire-Line dropouts und die Aufzeichnung bzw. Wiedergabe stoppt. Reproduzierbar innerhalb 20 – 120 sec.

Mit einem USB Interface anstelle des Studiolive 16.0.2 läuft gleiche Konfiguration selbst bei Aufzeichnung von 8 Kanälen absolut stabil. Hierbei ist es dann zusätzlich völlig egal, ob im Hintergrund WLAN, Virenscanner etc. laufen.

Fazit:

Die Firewire-Anbindung ist unbrauchbar. Der Presonus-Support in den USA zeigt sich hilflos. Bisherige Antworten zielten auf zu “dünne” Hardware.....




 






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