Preiswerter Adsl2+ Router als Modem für IP Anschluss

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Easybox 602, 802, 803 am Telekom All-IP Anschluss

Sie bekommen 'zwangsweise' oder möchten auf einen 'All IP- Anschluss auf adsl2+ (also bis 16000 kbs) - Basis wechseln. Sie haben bereits eine ältere Fritzbox im Einsatz, die sie eigentlich noch vollkommen zufriedenstellt oder ihre hat einen 'Modemschaden' erlitten und verbindet sich nicht mehr, macht aber sonst alles was sie soll? Sie haben gehört (oder gelesen), dass ihre 'alte' diesen Standard nicht mehr unterstützt? Nun, das stimmt z.B. für 7170, 7050 u.a. ältere Baureihen. All-IP- fähig sind erst Modelle ab 7240 aufwärts, (vdsl übrigens ab 7340 aufwärts). Da es aber derzeit ein recht vielfältiges Angebot an gebrauchten Easyboxen von Vodafone gibt, sei hier mal die Möglichkeit erwähnt, preiswert an ein Vorschaltmodem für ihre Fritzbox zu kommen. Die Vodafone Easyboxen 602, 802 und 803 lassen sich (mit der jeweils aktuellen Firmware; die gibts bei Vodafone im Business- Bereich zum Download; einfach easybox ### und firmware in eine Suchmaschine eingeben) problemlos zum Modem degradieren. Sie werden (von Lan1 der Easybox) an LAN1 der Fritzbox verbunden und diese wird in der Einrichtung lediglich umgeschaltet auf 'Internetzugang über LAN1' (externes Modem). Fertig. Alles andere wie Einwahldaten, Telefonanmeldedaten bleiben in der oder kommen in die Fritzbox (falls sie vorher einen Festnetztelefonanschluss analog oder ISDN hatten). Das DSL- Kabel muss natürlich in die Easybox eingesteckt sein!
Die Easybox müssen sie vorab vorbereiten, sie separat mit der Netzwerkbuchse ihres PCs verbinden. Los gehts mit einem Werksreset, indem sie hinten neben der Strombuchse mit einer aufgebogenen Büroklammer ca. 10 sek. den dahinterligenden Taster drücken. Die Box startet nun neu und ist wie sie einst vom Anbieter gekommen ist. Starten sie ihr Internetprogramm und geben sie 192.168.2.1 oder easy.box als Adresse ein. Dort muss man sich einloggen mit root und 123456 als Benutzername / Passwort. Nun wählen sie 'benutzerspezifische Installation' und klicken 'übernehmen'. Auf der nächsten Seite bestätigen sie wieder mit 'übernehmen' bzw. wählen den 'offenen Modus'. Die Menüs unterscheiden sich teilweise etwas je nach verwendeter Box. Nun steuern sie Daten - WAN - VC1 an und ändern dort wo PPPoE steht um auf 'Bridging'. Automatische IP Vergabe bleibt. Bei VPI VCI tragen sie 1/32 ein, in der unteren Maske die Zahlen 4000/ 4000/ 40 in der Reihenfolge. Alle anderen Einstellungen bleiben unverändert. 'Übernehmen' nicht vergessen. Dann schalten wir noch alles Überflüssige ab wie WLan (jeweils immer das Häkchen abwählen und 'übernehmen'), Firewall (Daten - Firewall), NAT (Daten -NAT) und DHCP (Startseite - LAN - DHCP-Server; ganz wichtig, sonst 'drängelt' sich der DHCP-Server vor und vergibt dem WAN- Port der Fritzbox eine interne IP in seinem Bereich). Auch uPnP (Extras - upnp) sollte deaktiviert werden.
Von den Einstellungen am besten eine Sicherung für später machen (Extras - Firmwareaktualisierung - Einstellungen speichern), falls es mal notwendig wird, sie nach einem Reset neu einspielen zu wollen.
Dann muss man nicht alles wieder mühsam von vorne einstellen.

Das war s. Nun ist die Box ein simples Modem, das auch am IP Anschluss synchronisiert. Systembedingt wird nur ein Upload von ca. 1900 kbs erreicht. Mehr geht nicht. Aber damit kann man meistens leben. Und schon gehts weiter wie gehabt. Dass die Interent- LED nur blau bleibt, ist normal, denn die Anmeldung macht die nachgeschaltete Fritzbox. Wenn es nur blau blinkt, ist keine Synchronisation vorhanden. Dann ist alles Weitere zwecklos oder ihr Anschluss ist gerade  gestört. Um die erfolgreiche Einwahl zu überwachen, kann man übrigens die Info- LED der Fritzbox auf genau diese Funktion einstellen (System - LED-Anzeige). So sieht man auf einen Blick, ob alles online ist. ;-) 
Dies ist sicher eine brauchbare Alternative für viele, die ihre eigene, ältere Fritzbox weiter nutzen möchten, z.B. eine 7170 mit bis zu 5 möglichen Telefonen (3 analog und 2 isdn) und nicht unbedingt Miete zahlen möchten für reichlich funktionseingeengte Hardware.
Sollten sie die Easybox wieder anderweitig nutzen wollen, müssen sie die Prozedur von vorn beginnen mit dem Werksreset. s.o.

Zusatz am Rande: Man kann die Easyboxen auch allein als Router am Telekom Anschluss betreiben, wenn man keine gehobenen Ansprüche hat. Allerdings wird in einigen Foren von Schwierigkeiten bei der Anmeldung der Internettelefonie berichtet. Versuch macht kluch... ;-) Bei mir gab s testweise keine Probleme.
Hierbei aber beachten: Unbedingt einen eigenen relativ komplexen WLan- Key benutzen, nicht den hinten auf dem Gerät aufgedruckten verwenden. Die Bildungsvorschrift für diesen steht seit ca. 2 Jahren offen im Internet, so das sie gleich ein offenes WLan betreiben könnten. Und WPS sollten sie ebenfalls generell abgeschaltet lassen, außer sie möchten wirklich gerade einen neuen Client im WLan anmelden,  dann bitte nur WPS einschalten, Anmeldung durchführen und WPS wieder ausschalten. Auch diese Funktion kann generell relativ schnell (mit nur höchstens 11000 Versuchen) ausgehebelt werden, so dass der Key in fremde Hände fallen kann. Besser ohne WPS alles von Hand eintragen und gut is...

Na denn, happy Surfing ... 
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